LaSelva – BIO Feinkost

Als ich in diesem Jahr erstmalig die BIOFACH besuchte, hatte ich das große Glück ein Urgestein der Branche näher kennen lernen zu dürfen – LaSelva BIO-Feinkost,  eine italienische Genussfamilie mit Münchener Pioniergeist. LaSelva hat bereits vor 40 Jahren die ersten Schritte ins Terrain des biologischen Landbaus getan. Somit ist die Toskana sozusagen eine der sprichwörtlichen Wiegen der ökologischen Agrarwirtschaft Europas.

Das Wirtschaftsgebäude des heutigen Bio-Landgutes wurde von den Spaniern bereits im 17. Jahrhundert angelegt und diente zuerst als Umschlagplatz und Kornspeicher. LaSelva befindet sich in der Maremma – einem ehemals sumpfigen Landschaftsstrich an der tyrrhenischen Meeresküste – dem südlichen Teil der Toskana. La Selva bedeutet „Der Wald oder die Wildnis“ und ist zugleich ein Hinweis auf die Lage des Gutes, nahe der Wälder und des Naturschutzgebietes Parco Regionale della Maremma.

Verantwortlich für die Unternehmung zeichnet der gebürtige Bayer Karl Egger, der schon früh bemerkte, dass sich die Qualität unserer Lebensmittel des täglichen Bedarfs zunehmend verschlechterte. Karl Eggers Gründe dafür, sich eingehender mit dem Thema BIO zu beschäftigen und letzten Endes sogar einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb zu führen, waren vielfältig.

Schon in den achtziger Jahren sickerte aus den USA durch, dass Frucht schädigende Gifte in der Nahrung gefunden wurden – dies entsetzte den naturverbundenen Karl Egger derart, dass er daran mitwirken wollte, dass hier ein Umdenken stattfindet.

Aus seiner Sicht musste es doch möglich sein, den intensiven, unverfälschten und natürlichen Eigengeschmack frisch geernteter Feldfrüchte einzufangen, nur mit wenigen, edlen Zutaten und ohne unnötige Zusätze – vor allem ohne Bedenkliches.

Karl Egger war schon immer ein bodenständiger Genussmensch – er kannte die Toskana auf Grund vieler Reisen gut und er wollte endlich wieder näher an der Natur sein. Es war ihm wichtig, die Jahreszeiten bewusst erleben zu können. So kam 1980 dann der Wendepunkt für Karl Egger – er verlagerte seinen Lebensmittelpunkt in die Toskana und startete dort sein Projekt des ökologischen Landbaus & der BIO Feinkost.

Es ging ihm bei seinem Projekt vor allem darum, dass die ökologische Landwirtschaft Gutes, Reines und Wohlschmeckendes produzierte und dies, wenn möglich, auf Basis toskanischer Traditionsrezepturen. So waren dann auch eingekochte Tomaten, Salsas und Pelati die ersten Produkte des jungen Unternehmens, welches mit grade mal sieben Hektar Land seinen Siegeszug begann.

Schon früh erkannte Karl Egger, dass dies nur möglich sein konnte, wenn dabei die Bewahrung der Vielfalt von Natur und Tierwelt aktiv gefördert wird. Wie wichtig beispielsweise die Bienen hierbei waren, war ihm schon vor vierzig Jahren klar – heute wo wir diese Bestäuber vielerorts schmerzlich vermissen – ja wo Kampagnen gestartet werden, sie wieder anzusiedeln, lebt das Gut LaSelva schon Jahrzehnte lang in Harmonie mit diesen fleißigen Tierchen – und beide profitieren voneinander.

Das vollends giftfreie, ökologische Landbau zieht zudem viele Vögel an, da hier auch alle möglichen Arten von Insekten ein Refugium gefunden haben – sozusagen wie ein riesiges Insekten Hotel – hier stimmen die natürlichen Abläufe noch. LaSelva arbeitet mit Ornithologen zusammen, um die heimischen Vögel und deren Lebensräume zu schützen und zu bewahren. Hierzu wurden in nur 40 Jahren durch Anpflanzungen von 7.000 heimischen Sträuchern und Bäumen, sowie durch das Etablieren von Feuchtbiotopen, optimale Nistbedingungen geschaffen.

Neben dem mineralstoffreichen Boden und dem tyrrhenischen Meeresklima sind LaSelvas Chianina-Rinder aus Mittelitalien ein Garant für tolle Ergebnisse. Der Mist der Tiere ist für die innerbetriebliche Kompostherstellung und auch als Dünger für die ökologischen Anbauflächen ein wichtiger Bestandteil des Betriebes auf LaSelva. Hier wird noch im Kreislauf bewirtschaftet und unter Beachtung der Fruchtfolge. Zudem ist bei LaSelva gezielte ökologische Bodenvorbereitung einer der Schlüssel zum Erfolg. 1984, als es noch keine Bio-Verordnung in Europa gab, war LaSelva der erste ausländische Partnerbetrieb des Öko-Verbandes Naturland e.V. War doch Karl Egger bereits Mitglied des Gründerkreises und Dr. Richard Storhas, der spätere Präsident und Geschäftsführer, engster Berater und Stammgast auf LaSelva .

In Deutschland wurde nach Eggers Meinung das Thema BIO oft politisch instrumentalisiert. In Naturland fand er den richtigen Partner, denn es stand bereits in der Satzung festgeschrieben, dass es den Mitgliedern nicht um Politik oder Weltanschauung gehen würde.

Das Team von LaSelva ist schon seit den Anfängen eher eine Familie als eine Belegschaft, das merkte ich bereits in der knappen Zeit des Presse-Events zum 40-Jährigen. Hier arbeiten ganze Familien bereits über Generationen mit Freude im ökologischen Landbau. Dies sah man den Kollegen auch an, als Ihr Jubiläum und die BIOFACH 2020 so gut zusammenfielen.

Etwas über hundert Mitarbeiter arbeiten auf dem Landgut. Nach Bedarf wird die aus der lokalen Umgebung kommende Belegschaft saisonal aufgestockt. Insgesamt arbeiten in Italien und international in Anbau, Verarbeitung und Vertrieb derzeit 286 Mitarbeiter für LaSelva . LaSelva genießt einen exzellenten Ruf als fairer Arbeitgeber und auch die Saisonarbeiter kommen jedes Jahr gerne wieder.

Anfangs wurden die ökologisch produzierten Produkte nur über den kleinen Hofladen und direkt an Freunde & Nachbarn vertrieben. Den Hofladen mit täglich frischem Obst und Gemüse gibt es zwar heute noch, aber die Produkte LaSelvas sind mittlerweile europaweit gefragt – ja sogar über die Europäischen Grenzen hinaus auch in den USA oder Japan.

So hatte LaSelva 2019 einen konsolidierten Gesamtumsatz von mehr als 20 Millionen Euro – das ist ein Volumen wie es vor 40 Jahren wohl niemand hätte voraussagen können. Aus den sieben Hektar sind heute 707 ökologisch bewirtschaftete Anbauflächen geworden, nicht zu vergessen die bereits genannten 124 Hektar großen unbewirtschafteten Ausgleichsflächen und Rückzugsgebiete für die Tierwelt.

Seit der Gründung hat aber nicht nur die durch LaSelva bewirtschaftete Fläche enorm zugenommen, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Produktion. Ob 100.000 Gläser halb-getrocknete Tomaten in der Manufaktur kreiert, 50.000 Artischocken per Hand geschält oder 11 Millionen Tomatenspezialitäten in der Bio-Tomatenverarbeitung abgefüllt, – insgesamt gehen zirka 20 Millionen jährlich produzierte Feinkost- und Naturkost-Gläser des vielfältigen mediterranen Sortiments in die Welt hinaus.

 

Es dauert maximal 24 Stunden bis die ernte-frischen Feldfrüchte in der hofeigenen Manufaktur und in der unternehmenseigenen Tomatenfabrik zu Antipasti, Pesto, Salsa, Passata und vielem anderen nach typisch toskanischen Rezepturen verarbeitet werden. Dabei setzt LaSelva wegen des Geschmacks und der Vitalität der Produkte darauf, sich stets auch saisonal und zum idealen Reifezeitpunkt zu positionieren – nur so ist es möglich, das Beste aus dem jeweiligen Obst, Gemüse oder Trauben herauszuholen – und dies auf natürliche Weise

Ein Großteil der LaSelva Produkte sind hefe-, laktose- und glutenfrei und deshalb nicht nur bei Veganern & Vegetariern beliebt. Wer sich gesund ernähren will und gleichzeitig Wert auf einen guten Geschmack mit authentischen Aromen legt, der greift zu diesen hochwertigen BIO Produkten aus der Toskana. Schaut Euch die Rezepte auf den LaSelva Webseiten an – da bekommt man einfach Appetit.

Heute ist das Portfolio von LaSelva derart umfangreich, dass man sich wahrscheinlich zu 100% von deren Produkten ernähren könnte ohne jeglichen Mangel zu spüren. Über 200 unterschiedliche, typisch toskanische Bio-Feinkostprodukte gibt es zu kaufen. Darunter finden sich neben der schier unendlichen Anzahl an Tomatenprodukten vor allem auch, gesunde Suppen, leckere Cremes (z.B. mit Steinpilzen für Bruschetta), Polentas, verschiedene Reissorten & Risottos, Nudeln, Essige, Balsamico-Cremes & Öle, Hülsenfrüchte, Produkte auf Basis des über alle Maßen gelobten LaSelva BIO-Basilikums, Marmeladen – beispielsweise die leckere LaSelva Mandarinen Marmelade – Honige ja sogar Gebäck und erlesene italienische Kaffeesorten und vieles, vieles mehr.

Ja, und natürlich – falls der eine oder andere eben schon etwas Verlustangst bekommen haben sollte… 😉 – mit der Marke Cantina LaSelva baut LaSelva auch selber Bio-Wein an und vinifiziert ihn in seinem eigenen Weinkeller im Anbaugebiet “Morellino di Scansano DOCG” – nebenbei hat die Cantina LaSelva  auch hervorragende Grappas im Sortiment. Seit einigen Jahren schon keltern die Profis unter der Leitung des Winzers Roland Krebser und Giulio Serafinelli – der dieses Jahr in dessen Fußstapfen tritt – an einem eigenen Sortiment moderner BIO-Weine – mittlerweile 15 an der Zahl.

Diese Weine haben ausbaubedingt einen sehr geringen Schwefelanteil, sind vegan und überwiegend aus lokalen Traubensorten wie der Sangiovese-, der Ciliegiolo-Traube oder auch der wiederentdeckten Rebsorte Pugnitello gewonnen – auch hier lohnt es sich genauer „hinzuschmecken“.

Viele der LaSelva Produkte konnte man auf der BIOFACH probieren. Im Rahmen des Presse-Auftaktes und gleichzeitigem Announcement zum 40. Geburtstag wurden am Messestand auch einige der Cantina LaSelva Weine ausgeschenkt.

Zudem wurde während der Ansprachen live ein Salat aus den ersten frischen Artischocken der Saison und Pecorino von den Schafen der LaSelva Qualitätsmanagerin gezaubert – neben den gereichten Canapés  mit LaSelva -Fenchel, Orangen und getrockneten Oliven ein kulinarisches Highlight.

Zum 40. gibt es einige Produkte deren Label mit der 4 und anstatt einer Null, dem jeweiligen Produkt versehen sind. Also eine Vierzig mit Artischocke, Tomate, Basilikumblatt oder Traube beim Wein – eine wirklich hübsche Idee zum Wiederverwenden als Vorratsglas.

Unter anderem wurde auf der BIOFACH auch Daniele Zauli, der landwirtschaftliche Leiter seit 1982 geehrt – der, wie er sagte, den idealen Job hatte. Fast vierzig Jahre konnte er dort arbeiten, wo es ihm am besten gefiel und er hatte dabei jeden Tag Spaß – wer kann das schon von sich behaupten – nun geht er in den verdienten Ruhestand.

2015 – also nach 35 Jahren an der Spitze LaSelvas gab Karl Egger die Geschäftsführung seines Unternehmens an Christian Stivaletti ab. Christian stammt aus der Toskana und hatte sich zu diesem Zeitpunkt mit seiner Qualifikation als Lebensmitteltechnologe bereits zwei Jahre bei LaSelva eingebracht.

Karl Egger genießt nun noch intensiver die toskanische Lebensart – besonders gerne bei seinem Freund, dem Gastwirt Lucio Gnani. Er betreibt das kulinarische Kleinod Trattoria Aurora in Magliano – ein ganz besonderer Ort des authentisch toskanischen Genusses!

Über die Jahrzehnte wurden Karl Eggers & LaSelvas Leistungen im ökologischen Landbau mit vielen Preisen honoriert. Der ganzheitliche, durch und durch natürliche und faire Ansatz hat gezeigt, dass auch BIO sich durchsetzen kann. Ist man stets mit dem Herzen bei der Sache und kann dabei auf sein Team zählen (welches man mit Fug und Recht La Famiglia nennen darf) kommt auch der Erfolg. LaSelva war und ist gut für die Region und hat neben den Arbeitsplätzen des eigenen Betriebes für viele weitere in der Toskana gesorgt- bravo!

Was die Nachhaltigkeit angeht – bei LaSelva wird schon lange mit Photovoltaik Strom gewonnen – sind die Toskaner Pioniere auf diesem Gebiet in Italien. Auch das Frisch- und Brauchwasser Management kann sich sehen lassen – hier wird nichts verschwendet. LaSelva bringt jährlich einen übersichtlichen Nachhaltigkeitsbericht heraus – schaut selbst mal rein.

Auch wenn es für Italien-Urlaube aktuell bei dem einen oder anderen Bedenken gibt – Ihr solltet Euch merken, dass man auf LaSelva auch Urlaub machen kann – Hier die Kontakt-Adresse: info@laselva-bio.it.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren der vielen leckeren toskanischen Produkte von LaSelva – holt Euch einfach „die Toskana in Eure vier Wände“ – Ihr werdet sehen, ökologischer Landbau macht einen Unterschied!

Unterwegs auf der BIOFACH 2020

In diesem Beitrag gehe ich auf einige Aussteller ein, deren Produkte & Ideen mich überrascht oder auch fasziniert haben – ich es jedoch im Rahmen der BIOFACH zeitlich nicht geschafft habe mich eingehender dazu zu informieren.

Bei einigen Produkten bin ich mehr oder weniger auch nur vorbeigehuscht – beispielsweise was die Bonbon-Spezialitäten von BIO4You aus Bayern angeht. Hier hätte ich mir gerne mehr Zeit genommen, denn die Bonbons sind nicht nur schick und nachhaltig verpackt, sondern auch total lecker.

Mein absoluter Favorit waren die gefüllten Kirsche-Aronia Bonbons, wobei auch Sanddorn-Granatapfel sehr gut schmeckten. Im Portfolio gib es natürlich auch Varianten mit Ingwer, wie beispielsweise eine Mischung von Ingwer mit Limette und Ingwer mit Orange – laut der Aussteller ist Ingwer-Mango einer der beliebtesten Verkaufsschlager.

Direkt neben BIO4You gab es auch die leckeren BIO Schokoladenriegel von Liebhart`s. Hier hatte ich das Vergnügen von den Sorten BIO Edelbitter-Nougat und BIO Noisette Amaranth probieren zu dürfen. Beide Sorten schmeckten hervorragend und zergingen auf der Zunge – ein echtes BIO-Schokoerlebnis ohne Reue!

Hier noch ein paar Fotos von Produkten und Messe-Impressionen, die mir auf meinen Runden noch so begegnet sind.

 

Kaskein, pure Säfte & mehr – Qualität aus Finnland

Die 1981 gegründete Firma Kaskein Marja Oy aus Lappeenranta in Finnland vertreibt und stellt einzigartige Naturprodukte her. Vor allem hat sich Kaskein auf wilde Beeren und deren Verwertung verlegt.

So gibt es von diesem kleinen, aber feinen Unternehmen ganz tolle Abfüllungen von 100%igen Beerensäften – alle völlig ohne die Zugabe von Zucker. Besonders beeindruckend fand ich den Blaubeersaft (Mustikka) von Kaskein – hier hat der CEO mir nicht zu viel versprochen.

Schon der Duft des Saftes verheißt die volle Kraft der Beeren – ein außergewöhnliches Naturprodukt. Über dies fertigt Kaskein auch gefriergetrocknete Früchte für alle die, die konzentrierte Kraft von Beeren lieben – beispielsweise für Nachspeisen oder einfach nur als Super Food.

Es gibt bei Kaskein noch eine Menge mehr an den unterschiedlichsten Produkten zu sehen – leider ließ es meine Zeit diesmal nicht zu mich eingehender darauf einzulassen – vielleicht ein anderes Mal.

 

Beckers Bester – diesmal in BIO

Beckers Bester ist uns allen sicherlich ein fester Begriff für qualitativ hochwertige Säfte- Mein bisheriger Favorit dieses Herstellers war der Kirschsaft, denn im Vergleich zu anderen Kirschsäften schmeckte dieser stets nach mehr.

Auf der BIOFACH habe ich nun die kurze Möglichkeit beim Schopfe ergriffen und auch die BIO Linie von Beckers Beste Säfte probiert. Genauer gesagt natürlich den Kirschsaft, aber auch den Apfelsaft.

Ich muss gestehen die beiden verkosteten BIO Säfte schmeckten noch etwas besser – also etwas näher an der Frucht – als die konventionelle Linie des Herstellers. Neben dem netten Styling der Verpackungen sind diese auch nachhaltig erzeugt, wobei Beckers Beste natürlich die Glasflaschen favorisiert – was auch wir tun sollten. Besorgt Euch einfach mal den Saft einer Frucht – beispielsweise Kirsche – von beiden Linien und macht Euch selbst ein Bild darüber welches Produkt Euch besser schmeckt.

 

Ajaa Plastikersatz aus Rohrzucker

Am BIOFACH Messestand von Ajaa! kam ich auf dem Weg zur Presseveranstaltung von LaSelva nur zufällig vorbei – wollte aber trotz Eile unbedingt wissen, was es mit deren Produkten auf sich hat.

Wer von uns will nicht „eine Welt ohne Plastik“? Raphael Stäbler, der Geschäftsführer der 4e solutions GmbH, hat damit bereits vor Jahren begonnen, als er 2012 dieses Unternehmen gründete. Bereits während seiner Studienzeit beschäftigte ihn der Gedanke, was als mögliche Alternative für aus Erdöl erzeugte Kunststoffe Verwendung finden könnte.

Heute bietet 4e solutions mit der Marke Ajaa! eine Vielzahl an Produkten an, mit denen wir solche, die noch immer aus erdölbasiertem Plastik gefertigt werden, ersetzten können. Das Ajaa!  Produkt-Portfolio fängt bereits mit bunten Löffeln für die Kleinsten an, die sich aber auch hervorragend für uns Erwachsene zum geschmacksneutralen Genuss von Eiern gut eignen.

Natürlich gibt es dann auch Teller, Schüsseln und Schalen für den täglichen Gebrauch, sowie Lunch- & Boxen für dies und das. Sie werden mit der Unterstützung der Schweitzer ClimatePartner CO² neutral hergestellt, sind lebensmittelecht, vollständig recyclebar und erhalten ihr farbenfrohes Aussehen ausschließlich durch natürliche Mineralfarben.

Bei den Rohstoffen aus denen Ajaa! Produkte gefertigt werden handelt es sich um Zuckerrohrsaft – in diesem Falle der Nachhaltigkeit halber um ein Reststoff-Produkt aus Produktionsstätten Brasilianischer Unternehmen – und europäischem Kalk. Das Biopolymer basiert hauptsächlich auf dem nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr.

 

OnOff Spices – BIO Thai

ONOFF SPICES bietet thailändische Currypasten, Saucen und Fertigsuppen in BIO-Qualität. Das klingt erst einmal nicht sehr spannend – ist es aber. Als jemand wie ich, der seit Jahrzehnten Asien und im speziellen Thailand bereist, ist es oft nicht nachvollziehbar wie dort gekocht wird.

Nicht nur das die beliebten Fertig-Trockensuppen wie die von der Firma „Mama“ mit minderwertigen Nudeln daherkommen – sie sind zudem voll von Gluten. Auch die Thailändische Hausfrau kocht täglich unter Zuhilfenahme von Glutamat, dort ist das völlig normal „ผงชูรส – Phungschulot“ zu verwenden.

 

ONOFF SPICES hat genau hier angesetzt und stellt Produkte nach traditionellen Rezepten ohne Zusatz von künstlichen Aromen, Farbstoffen oder Geschmacksverstärkern her. Auch den Nudeln für die Fertigsuppen hat man sich angenommen – hier kommen nur hochwertige und echte Nudeln zum Einsatz.

Hier hat der gebürtige Niederländer Onno Stienen als Gründer und Inhaber von ONOFF SPICES etwas ganz großartiges geschaffen – probiert die Produkte und unterstützt dabei das Projekt um so auch die Thailänder wieder auf den Pfad der Tugend zu bekommen!

 

Van Nahmen – bekannte Qualität im hippen BIO Gewand

Die Obstkelterei van Nahmen existiert bereits seit 1917 und ihre Produkte, wie die sorten-reinen Obstsäfte aus 100% Direktsaft sind uns allen sicher schon begegnet. Die schicken Flaschen mit den leckeren Säften findet man beispielsweise in den Lebensmittelbereichen von Karstadt wieder.

Auf der BIOFACH 2020 hat van Nahmen etwas vollkommen Neues vorgestellt und zwar ihre Sparkling Juicy Tea`s. Auf einer seiner Asienreisen kam Peter van Nahmen die Idee zu diesem Produkt – ein hochwertiges alkoholfreies Getränk zum Anstoßen. Basis sind gute Tee`s und erlesene Fruchtsäfte – also zudem auch alles ganz Vegan – teil abgeschmeckt mit frischer Minze. Es war für mich ein wirklich beeindruckendes Erlebnis diese BIO Kompositionen zu verkosten – eben mal etwas ganz anderes.

 

FreshFläsch – kein Bölkstoff, aber eine Kaffee-Innovation aus Hamburg

Mit FreshFläsch kommt ein vollkommen neuartiges Energizer Getränk auf den Markt – koffeinhaltiger FairTrade Kaffee mit Saft und etwas Kohlensäure. Klingt komisch, muss ich zugeben und auch beim Probieren hatte ich gewisse Vorbehalte.

Aber siehe da, es schmeckt eigentlich ganz passable, obwohl sich der Teil meines Gehirns für Kulinarisches erst einmal verweigern wollte. Das ist halt ein wenig so wie beim Schwarzem Knoblauch – auch da war die Kombination Knoblauch/Schokolade oder süße Nachspeisen mit Knoblauch für mich eine echte mentale Hürde. Aber hey, man muss es eben einfach mal probieren – und auch bei FreshFläsch wurde ich nicht enttäuscht.

Ich persönlich mochte bisher Energizer kaum, das lag zum einen an dem künstlichen – meist Gummibärchen-artigen Geschmack – oder aber dem pelzigen Gefühl, welches beispielsweise Guarana im Mund hinterlässt.

Im Falle von FreshFläsch fällt dies glücklicherweise vollkommen weg – die bisher produzierten drei Sorten kommen ohne Taurin, Guarana, Farbstoffe daher und natürlich auch ohne künstliche Aromastoffe.

Es gibt bisher die Geschmacksrichtungen Ingwer & Limette, Grapefruit und Rhabarber – mein persönlicher Favorit. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren!

 

ELIMBA – der Kakao für Erwachsene

ELIMBA bietet einen außergewöhnlichen Kakao Genuss. Zum einen ist es die besondere Portionierung des Kakaos, denn dieser wird in Papier eingeschlagenen Kugeln ausgeliefert, zum anderen das Ritual bei der Zubereitung.

Die Kakao Kugeln enthalten jeweils 25g unbehandelten Kakaos und es gibt sie in unterschiedlich Gebinden zu kaufen. Da gibt es das 3er Paket, das 9er Paket oder das ELIMBA Starterset mit 3 Kugeln und einem Milchaufschäumer in der schicken Aufbewahrungsdose aus Metall.

Der Kakao enthält Kokosblütenzucker, Agavendicksaft und eine Gewürzmischung in der sich neben Salz auch Zimt, Safran und etwas Chili finden lassen. Eine Kugel ist für 400ml Milch gedacht – laut ELIMBA Mitarbeitern auf der BIOFACH nimmt man idealerweise Hafermilch. Natürlich können aber auch Mandel oder Cashew Milch Verwendung finden.

ELIMBA hat ein ansprechendes Konzept welches durch den schicken Webauftritt noch abgerundet wird. Es lohnt sich in jedem Falle den Kakao dieser Kölner Firma einmal auszuprobieren, viel Spaß dabei.

 

Mielizia – was für ein großartiger Honig aus Italien

Am BIOFACH Messestand von Mielizia habe ich im Grunde nur gestoppt, weil der kristallklare Honig mich „geblendet“ hat. Honig aus Italien hatte ich anders, als den aus Griechenland, bisher gar nicht auf dem Schirm.

Die Damen am Stand waren zudem super freundlich und aufgeschlossen, weshalb ich mir dann auch die Zeit genommen habe den Honig zu probieren. Besonders der Akazien Honig hat mich dabei überzeugt – dieser eignet sich auf Grund seiner Eigenschaften aus meiner kulinarischen Sicht besonders gut für das Süßen von Salatsaucen.

Die verschiedenen Honigsorten dieses kleinen italienischen Unternehmens zeichnen sich durch ihre Natürlichkeit und ein mildes Aroma aus. Sie verfügen zudem über allerhand Zertifizierungen und entsprechen überwiegend den Anforderungen für BIO Produkte. Mehr Wissenswertes findet Ihr auf dem informativen Webauftritt Mielizia`s.

 

Hier noch ein paar weitere Bilder zur BIOFACH 2020 – dabei die exzellente BIO Hokkaido Kürbissuppe bei Landgard , die tolle ICE DATE Eiscreme  aus München oder auch der leckere BIO-Essig von VEDA aus Bulgarien, ein echter „Rising star“.

 

BIOFACH 2020

Mit dem Thema der Klimathematik hat auch das Thema BIO in den letzten Monaten wieder mächtig an Fahrt gewonnen. So legen immer mehr Konsumenten weltweit Wert darauf, dass ihre Nahrungsmittel biologisch unbedenklich und möglichst klimaneutral produziert worden sind.

Grund genug für mich, mir die Zeit zu einer kleinen Bestandsaufnahme in Sachen BIO zu nehmen. Ich habe mich also auf den Weg nach Nürnberg gemacht und dort erstmalig die BIOFACH besucht. Die Erwartungen waren natürlich groß und was soll ich sagen, die Messe war größer als meine Erwartungen.

Ich habe mich kurz vor meiner Abreise zur BIOFACH 2020 in Berlin noch Online akkreditiert. Dabei muss ich zugeben, dass ich bisher selten einen so professionell gestalteten Online-Akkreditierungsprozess nutzen konnte, wie den von der Messe Nürnberg bereit gestellten. Noch bevor mein Zug abfuhr, hatte ich auch schon meine positive Akkreditierungsbestätigung in Form einer E-Mail erhalten.

Ich war nicht die gesamte Dauer der Messe vor Ort, nur an den ersten beiden Tagen, denn es Stand in Berlin zeitgleich die WEINmesse berlin 2020 an, die ich natürlich nicht verpassen wollte. Das Frühjahr ist immer sehr voll gepackt was Messen angeht – nach der Internorga in Hamburg, Mitte März ist aber erst einmal Schluss mit dem Messemarathon – sofern die Messe wegen der aktuellen Corona (Covid-19) Thematik nicht abgesagt wird.

Auch bei der BIOFACH war Corona (Covid-19) bereits Thema – so wies jede Eintrittskarte eine kleine Smiley-Grafik auf die dazu aufforderte seinem jeweiligen Gegenüber diesmal nicht die Hand zu reichen, sondern diesen ein Lächeln zu „spendieren“.

An allen Eingängen und Toiletten-Bereichen gab es berührungslose Desinfektionsspender für die Aussteller und Besucher und auch einige Flächen waren mit entsprechenden Hinweisen plakatiert worden. Alles in allem eine sehr gute und vor allem auch sehr gut kommunizierte Aktion.

Um mich im Vorfeld bereits über Themen, Vorträge und Aussteller zu informieren, nutzte ich den performanten und sehr übersichtlich gestaltet Webauftritt zur BIOFACH 2020. Da ich mich im Rahmen der Akkreditierung bereits registriert hatte, konnte ich mir während des Durchstöberns bereits meine Favoriten in einer Merkliste nebst Notizfunktion sichern. Dies sollte laut Informationen auf der Webseite auch für das nahtlose Nutzen der BIOFACH 2020 App von Vorteil sein.

Kurz nachdem ich den Zug in Richtung Nürnberg bestiegen habe, installierte ich mir die App und meldete mich mit meinem BIOFACH-Nutzeraccount an. Die App verfügt über eine Hand voll nützlicher Funktionen, die Besucher sowie Aussteller dabei unterstützen sollen ihren Messebesuch planvoll zu gestalten. Hier ein kurzer Überblick zum Funktionsumfang der BIOFACH App 2020.

Zu allererst ganz wichtig, der integrierte Plan der Messehallen, gleich auf der Startseite der App. Für mich das wichtigste Feature, denn so konnte ich stets den schnellsten Weg zum nächsten Aussteller auf meiner Liste, oder dem nächstgelegenen Ausgang finden. Gleichzeitig ist dies auch das Aussteller- und Produkteverzeichnis mit Suchfunktion. Wegen der Vielzahl der Aussteller ist diese Ansicht auf einem Smartphone nur bedingt zum Schmökern geeignet. Hier sollte man vorab schon wissen wen man sucht, damit wenn angewählt, Halle und Stand nebst Position auf der Hallenkarte angezeigt werden. Toll war, dass man so Aussteller in der App suchen & finden konnte, um mit ihnen direkt ein Termin auszumachen.

Die Startseite der App verfügte ebenso über eine Merkliste, um sich vorab oder in-time einen „Schlachtplan“ machen zu können, oder aber bereits besuchte Aussteller mit einer Notiz zu versehen. Sehr schade fand ich hierbei, dass sich die am PC bereits vorab erstellte Merkliste nicht mit der App Merkliste synchronisiert hat. So war die investierte Vorarbeit ein Schuss in den sprichwörtlichen Ofen gewesen.

Ebenfalls gleich auf der Startseite – eine Programmübersicht für alle geplanten Vorträge und Events und ein direkter Einstieg zu Produktneuheiten mit interaktiver Ansicht der Halle und Standnummer bei Auswahl eins Produkts sowie einer Favoritenfunktion mit Notizmöglichkeit für die App-Merkliste.

Der letzte Punkt auf der Startseite war dann der Carfinder – mit diesem ist es möglich mit Notizen, einer Karte (Satellitenkarte) und Fotos sicher zu stellen, dass man sein Fahrzeug auch wiederfindet – natürlich nur wenn man sträflicher Weise nicht mit den Öffentlichen angereist ist!

Alle weiteren Funktionen der BIOFACH App konnten über das Burger-Menü oben links erreicht werden. Von dort aus kommt man auch stets zurück auf die Startseite. Außerdem finden sich dort natürlich auch alle vorab genannten Funktionen wieder.

Zusätzlich gibt es hier noch die Punkte Referenten,  Anreiseinfos, After-Work-Tipps zu Restaurants, Bars & Nightlife Nürnbergs, Social Media, Kontaktinformationen, FAQs (zu Tickets, Gutscheinen und Services für Menschen mit Handicap und mehr) und natürlich das Impressum sowie die gebotene Datenschutzerklärung.

Bis auf einige „Hänger“ der App, den Umstand, dass Suchergebnisse auf IOS und Android beim selben Suchbegriff teilweise voneinander abwichen und dem Umstand der fehlerhaften Merklisten Synchronisation fand ich die App sehr erfrischend. Erwähnen möchte ich natürlich auch, dass der auf Öko-Papier gedruckte Messebegleiter auch ein toller Service war – aber ich zog dennoch die App vor.

Beim Start der BIOFACH App 2020 kam stets ein SplashScreen mit dem Motto „What`s your eco?” und der zugehörigen Fragestellung “What are you doing for a sustainable future?”. Die Macher der BIOFACH haben damit den wichtigsten Aspekt der gesamten Veranstaltung auf den Punkt gebracht – nur wenn wir alle, also jeder einzelne von uns etwas für eine nachhaltige Zukunft tut, kann es damit überhaupt erst etwas werden!

Ich fände eine derartige APP würde auch den Messen in Berlin gut tun – bei der Größe des Messegeländes der Messe Berlin idealerweise dann aber auch mit einem GPS gestützten Standortfinder. So könnte das Erlebnis beim Besuch der Internationalen Grünen Woche, FRUIT LOGISTICA oder WEINmesse berlin nochmals optimiert werden und dabei dann auch noch zeitgemäßer daherkommen.

Jede Messe lebt von den Ausstellern ebenso wie von den Besuchern – auf der BIOFACH war für mich schon bei der Eröffnungsveranstaltung klar, dass es hier wirklich um die Sache geht.

Leider war es anfangs ebenso wie bei der Internationalen Grünen Woche oder der FRUIT LOGISTICA – man startete eine unsägliche Begrüßungsarie für die erschienenen Minister, Mitglieder des Bundestages, politische Honoratioren, ja selbst für einige Staatssekretäre. Ganz klar ausnehmen möchte ich die Galionsfiguren der Verbände, die täglich unter Beweis stellen, das es für sie um die Sache geht.

Im Grunde ist es der Verdienst der Veranstalter, das die BIOFACH bereits über so lange Zeit einen derartigen Erfolg hat – nicht der Verdienst der Staatsbediensteten. Für mich sind das ganz normale Messebesucher – im Grunde Personen die vom Steuerzahler entlohnt werden, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine solche Messe zu garantieren, von Berufswegen sozusagen.

Keines Falles sollten derartige Veranstaltungen eine Plattform bieten auf der sich Staats- oder Landesbedienstete profilieren oder diese derart hofiert werden. Die Sitzplätze in den ersten Reihen hätten besser für verdiente BIO-Aktivisten und Ehrenamtliche Helfer reserviert sein sollen – so hätten die „politischen Kräfte“ die Gelegenheit sich auch mal unters Volk zu mischen.

Ganz anders beim scheidenden Bürgermeister Dr. Ulrich Maly – dieser hat sich seit der ersten BIOFACH um die Messe verdient gemacht und dies aus Hingabe – nicht aus politischem Kalkül. Seine Rede empfand ich als richtig erfrischend. Man merkte deutlich das all die Zwänge die sich andere Politiker bei derartigen Anlässen selbst auferlegen von ihm gefallen waren – so hat es Freude gemacht ihm zuzuhören.

Auch der Talkrunden ähnliche Part mit dem Vorsitzenden des BÖLW (Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft), Felix Prinz zu Löwenstein und fünf weiteren Gesprächspartnern war mal etwas anderes. Zwischen den Ansprachen streuten eine Handvoll als „A cappella Gruppe“ betitelte Musiker ihre Lieder ein – komischerweise von einer Gitarre begleitet – trotz allem ganz OK.

Für mich, und sicher auch für viele andere, kam der interessanteste Teil der Eröffnungsfeier mit der Keynote – in diesem Jahr übernahm diesen Part die Primatenforscherin Dr. Jane Goodall. Ich bin mit den Dokumentationen zu ihrer Arbeit aufgewachsen und freute mich darauf zu hören was sie zum Thema zu sagen hat.

Hier wurde ich nicht enttäuscht. Frau Dr. Goodall hat sehr einfühlsam, nachvollziehbar und authentisch gesprochen. Man merkte deutlich wie sehr sie im Thema war. Sie zeigte sich verwundert das „der Mensch, als das intelligenteste Wesen auf Erden, sich so unintelligent verhält” und “Wir Roboter auf den Mars schicken, aber vergessen haben, dass dieser blau-grünen Planeten der Einzige ist auf dem wir existieren können“. Womit sie sicher vollkommen Recht hat, bloß viele Entscheidern ist das sprichwörtliche „Hemd“ scheinbar näher als die Zukunft ihrer Enkel. Ich hoffe die rund 1000 Besucher der Eröffnungsveranstaltung haben sich diese Rede zu Herzen genommen.

Die BIOFACH ist die weltweit größte Messe der BIO-Branche und mit 47.000 Fachbesucher und 3.792 Ausstellern aus 110 Ländern in diesem Jahr bereits ein echtes „Schwergewicht“ im Messegeschäft, wobei in diesem Jahr ganze 10.000 Besucher am Kongress teilgenommen haben.

Bestimmend für die Messe waren aus meiner Sicht all die extrem gut gelaunten Menschen – man lief gerne durch die Hallen, konnte mit jedem ins Gespräch kommen – ohne Hektik, ohne Gedrängel – auch wenn es voll war, war die Atmosphäre deutlich ausgeglichener als bei anderen Messen dieser Größe.

Nett fand ich, dass die Messe Nürnberg mit ihrem Bloggerfrühstück eine lockere Veranstaltung angeboten hat, damit sich Leute wie ich in ungezwungener Umgebung mit Gleichgesinnten austauschen konnten. Das Ganze fand in einem der Restaurants statt – hier hatte man ein kleines, aber feines BIO-Buffet aufgebaut, an dem sich die Blogger stärken konnten bevor es von dort direkt im Anschluss zum Blogger-Kongress ging.

Schade fand ich, dass Gefühlt nur Beauty-Blogger dort waren die, die VIVANESS besuchten – es hätte mich gefreut auch mal einen Food-Blogger zu treffen. Für mich stand ja diesmal der Teil BIOFACH und das Kulinarische im Vordergrund – da wären dann nur Gurkenmasken von Interesse gewesen, die man nach der Anwendung hätte essen können…

Generell empfand ich die BIOFACH regelrecht als erfrischend – natürlich gab es auch hier das eine oder andere was nicht optimal lief (Shuttleservice, Pressegarderobe, Sync der Web-App) aber alles in allem ein wirklich fabelhafter Event.

Ganz anders als bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin, konnte man auf der BIOFACH sicher mehr als 90% der Erzeugnisse verkosten – und zwar kostenlos. Nicht etwa, dass sich die Besucher deshalb jetzt den Bauch vollschlagen wollten – hier war alles entspannt. Ob es die super leckeren Steaks bei der BIOPark Markt GmbH waren, der frische Trüffelschinken und Parmesan bei den Italiener – der neue schwarze BIO Knoblauch bei NERO Fermento aus Italien oder aber die vielen Leckeren Eissorten bei JYMY aus Finnland.

Man konnte alles probieren, denn die Hersteller wollten eben genau wissen was jeder Einzelne von ihren Produkten wirklich hielt – die Frau und der Mann von der Straße sozusagen, den auch Fachbesucher sind in letzte Instanz auch nur Konsumenten.

Natürlich gab es neben dem konventionellen Messe-Catering in den Hallenübergängen auch Stände die sich Ihr Angebot bezahlen ließen – diese wurde jedoch zu Recht mit Nichtbeachtung abgestraft – schließlich ist die nicht die Grüne Woche, bei der es bedauernswerter Weise zum guten Ton zu gehören scheint mehrere Euro für ein kleines Stückchen geräucherten Hinterschinken zu verlangen.

Einer der Hauptgründe für meinen Abstecher nach Nürnberg war natürlich, dass ich einige Aussteller treffen konnte, mit denen ich zwar digital viel zusammengearbeitet habe, aber die ich bisher nicht live getroffen hatte. Das waren zum Beispiel Stephano von NERO Fermento, Natividad Vaquero Cabello de Alba von La Abuela Carmen oder auch Horst Neumann von JYMY aus Finnland – was für ein Eis!

Francisco Giménez von Amefruits und deren schwarzen Knoblauch, oder Lorenz Hartmann de Barros mit seiner neuen Papaya Innovation – der SAMBA – von der HLB Tropical Food GmbH hatte ich ja bereits auf der FRUIT LOGISTICA 2020 in Berlin getroffen – hier hatte ich mir ja auch einen kleinen technischen Ausflug gegönnt und mir die Sortieranlagen von TOMRA angekuckt.

Da es auf der BIOFACH 2020 so viel mehr zu sehen gab als man in der kurzen Zeit überhaupt erfassen kann – und ich war noch nicht mal in den Hallen der VIVANESS – habe ich mich dafür entschieden die meisten Stippvisiten für Euch in einen Beitrag zur BIOFACH 2020 zu „verfrachten“ anstatt einzelne Beiträge zu verfassen.

Nur bei der BIOPark Markt GmbH, bei NERO Fermento, den Marmeladen Gummies von Vavesaaren Tila, der JYMY Eiscreme aus Finnland und dem „BIO-Veteran“ LaSelva aus der Toskana waren die Gespräche ausreichend lang, um tiefere Einblicke zu erhalten, so dass es doch noch zu einer Hand voll Einzelberichten gekommen ist.

Natürlich waren auch die anderen Aussteller und ihre Produkte sehr interessant, aber die Zeit diese kennen zu lernen einfach zu knapp. Vielleicht werde ich mit dem einen oder anderen Kontakt aufnehmen um zu schauen, ob es sich anbietet einen Einzelbeitrag über deren Produkte zu verfassen. Jetzt muss ich aber erst einmal das BackLog „abarbeiten“ was sich in den letzten zwei Monaten auf Grund der vielen Messebesuche aufgebaut hat.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals für die Einladung zur BIOFACH bedanken. Ich finde das Messeteam hat einen brillanten Job gemacht und ich habe mich durchweg wohl in Nürnberg gefühlt. Auch ein Dank an Stadtlandbio, die Abenden Veranstaltung war liebevoll geplant worden – schade das derart viele Gäste einfach nicht erschienen sind – ein Frevel.

Ich wünsche Euch, wie immer, viel Vergnügen bei den Beiträgen.

BIOPark Markt

Das Fleisch der 1994 gegründeten deutschen Erzeuger- und Vermarktungsgesellschaft BIOPark Markt GmbH aus Malchin in Mecklenburg-Vorpommern sucht seines Gleichen. Was die Herrschaften auf der BIOFACH 2020 zur Verkostung boten, war von feinster Qualität. Schon alleine der erste Eindruck beim Blick in die – nennen wir Sie mal „Vitrinen“ – wirkte verheißungsvoll. Die „Schmuckstücke“ machten bereits optisch etwas her und für jeden der sich nur im Ansatz mit Fleisch beschäftigt hat, übte der Messestand der BIOPark Markt GmbH eine besondere Anziehungskraft aus.

Der BIOPark Markt GmbH ist es ein besonderes Anliegen – und auch eine der entscheidenden Triebfedern dieser Erzeuger- und Vermarktungsgesellschaft an sich – dass Aufzucht, Haltung und Verarbeitung nachhaltig und unter Beachtung von BIO & Tierwohl-Standards von Statten gehen. Nur so ist es möglich mit gesunden, respektvoll aufgezogenen und gehaltenen Nutztieren BIO-Fleisch in solch hoher Qualität zu erzeugen. Beim fotogenen Fleisch auf der BIOFACH handelte es sich um handverlesene BIO Ware – man versicherte mir das wäre exakt dieselbe Qualität, wie sie auch jeder Kunde im BIO-Laden vorfände.

Die Richtlinien der Vermarktungsgesellschaft geben vor, dass ausschließlich Tiere aus Biohaltung eingekauft und verarbeitet werden dürfen, die zudem ausnahmslos natürlich gefüttert wurden. Beim Futter setzten die teilnehmenden Betriebe auf pflanzliche Futtermittel aus der eigenen Produktion – Leistungsfördernde, gentechnische veränderte Produkte oder Futtermittel tierischer Herkunft kommen bei Betrieben der BIOPark Markt GmbH nicht zum Einsatz (ausgenommen Milcherzeugnisse).

Die BIOPark Markt GmbH setzt bereits beim Einkauf der Mutterkühe, Milchkühe, Jungbullen, Altbullen, Ochsen, Färsen und Schlachtkälber durch die zertifizierten Schlachtbetriebe an. Sie übernimmt zudem die Beratung und Begleitung bei Vermittlung & Verkauf von Zucht- und Mast-Tieren für die angegliederten Landwirte.

Bei den Rinderrassen beschränkt sich das Unternehmen nicht. Es werden sämtliche Rassen und Kreuzungen wie beispielsweise Fleckvieh, Charolais, rote & schwarze Angus, Holsteiner, Hereforder, Uckermärker, Pinzgauer und viele andere eingekauft und nach BIO Vorgaben aufgezogen. Dabei wird stringent darauf geachtet, dass die Landwirte ihre Nutztiere artgerecht und unter natürlichen Bedingungen halten. Dies beinhaltet bei Rindern und Kälber natürlich den Weidegang und stets genug Bewegungsfreiheit aller Tiere.

Im Sortiment der BIOPark Markt GmbH finden sich neben Bio- Rind & -Kalb, auch BIO-Schwein, -Lamm und -Geflügel. Das Produkt-Portfolio reicht von großen Teilstücken und Verarbeitungsware für Großverbraucher, Handelsketten, Fleischereien, Caterer und gastronomische Betriebe bis hin zu Endverbraucher-Zuschnitten wie, Tafelspitz, Kottelets, Steak, Gulasch, Wurstprodukten und vielem mehr. Natürlich sind alle über die BIOPark Markt GmbH vertriebenen BIO-Produkte rückverfolgbar.

Viele der angeschlossenen BIO-Bauern bewirtschaften Räume in Mecklenburg-Vorpommerschen Naturschutzgebieten – hier ist der Einsatz synthetischer Dünger ausgeschlossen und somit trägt die BIOPark Markt GmbH mit ihren Landwirten zur nachhaltigen Erhaltung solcher Flächen bei. Hierbei werden gerade in strukturschwachen Regionen neue Arbeitsplätze geschaffen und sowohl die wirtschaftliche als auch die soziale Entwicklung befördert.

Ich hatte das Glück bei der BIOFACH auf Matthias Päsler zu treffen, seines Zeichens für Controlling & Vertrieb bei der BIOPark Markt GmbH verantwortlich. Matthias nahm sich die Zeit mir ein wenig über die Philosophie des Unternehmens zu erzählen, denn bis dato hatte ich diese Vermarktungsgesellschaft für BIO-Fleisch noch nicht wirklich wahrgenommen – was für ein Frevel im Nachhinein betrachtet.

Nach gefühlten 30 Minuten Fachsimpelei war der Bann gebrochen – es war Zeit zu schauen ob Geschmack und Konsistenz des BIO-Fleisches mit den optischen Verheißungen mithalten konnten. Daher habe ich für mich für den Nachmittag nochmals avisiert und das war auch gut so.

Mit der w.Holz GmbH und ihrem Gastronomie & Catering-Team hatte die BIOPark Markt GmbH ihren „Lieblings Caterer“ aus Rostock mit auf die Messe gebracht – und da ging die Post ab! Im Minutentakt wanderten die gebratenen Entrecôtes vom Rind, Filet vom Kalb und einiges mehr an mir vorbei und die Luft war erfüllt vom Duft hervorragender Fleisch-Kochkunst.

Der Koch Matthias Kugehl (Matze) von w.Holz Catering zeichnete verantwortlich für alles was die Küche des Messestands verließ – ein ganz Großer und ein echter Profi. Hier würde ich auf foodadvisor gerne einen Beitrag über den Caterer an sich, oder aber unter der Rubrik Triff den Chefkoch einen Steckbrief zu „Matze“ verfassen wollen – denn auf der Messe blieb einfach nicht genug Zeit, sich ordentlich auszutauschen.

Mein Fleisch war auf den Punkt gegart, außen mit viel Röstaromen versehen – obwohl Matze ja gar keinen Grill vor Ort hatte – innen medium mit einem kleinen Hang zum Englischen – optisch wie geschmacklich PERFEKT! Der Eigengeschmack dieses hochwertigen Fleisches der BIOPark Markt GmbH war atemberaubend – sicher war das Stück vom Kalb nicht ganz so kräftig wie das Rind, was aber neben dem Alter des Tieres, dem geringeren Fettanteil geschuldet war. Das Fett des Entrecotes hatte ein atemberaubendes Aroma – vollkommen ausgewogen, es war optimal marmoriert und eine wirklich runde Angelegenheit.

Der Dazu gereichte Coleslaw war knackig und gut abgeschmeckt, ebenso wie die klassische Beilage der Speckbohnen – jedes Steakhaus mit gutem Ruf wäre stolz auf das gewesen, was hier die Küche verließ (abgesehen natürlich von der, der Messesituation geschuldeten Thematik „Grill“).

Es sind eben auch die kleinen Sachen die den Unterschied machen – das Fleisch hatte vor und nach dem Braten glücklicherweise kein – oder zumindest, so gut wie kein Salz gesehen. Der Tellerrand war daher liebevoll mit einem hochwertigen Kristallsalz versehen worden. So blieb das Premium BIO-Fleisch saftig und ich konnte mir den Salzbedarf selber „konfigurieren“. Nicht zu vergessen die tolle Kräuterbutter, eine Meggle hätte ich hier rausgeschmeckt – das geht ja dann auch gar nicht – so ein top Fleisch braucht passende Toppings!

Soweit zur sehr beeindruckenden kulinarischen Seite meines Besuches der BIOPark Markt GmbH auf der BIOFACH 2020. Solltet Ihr Gelegenheit haben an dieses hervorragende BIO-Fleisch zu kommen – schlagt zu, egal welche Art der Zubereitung Ihr werdet sicher nicht enttäuscht.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, das die BIOPark Markt GmbH mit einem schicken, farbenfrohen, modernen und – ganz zeitgemäß – einem responsiver Webauftritt aufwartet, alles was heutzutage nötig ist. Schon auf der Startseite merkt man, dass hier das Kulinarische und der Genuss eine wichtige Stellung einnimmt, schaut selbst mal vorbei.

So jetzt habe ich vom Schreiben über das leckere BIO-Fleisch wieder mächtig Appetit bekommen – also Leute, die Grillzeit steht an, daher wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren – lasst es Euch schmecken!

JYMY @BIOFACH

Auf der BIOFACH 2020 war es endlich soweit – nachdem ich auf der Internationalen Grünen Woche  2020 die JYMY “Jubiläumssorte” Kiefer probiert hatte, konnte ich die meisten Sorten dieser außerordentlichen BIO Eiscreme – die ich bisher nur von der Webseite her kannte – nun auch live probieren. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und mich bereits am ersten Tag der Messe auf den Weg zum finnischen „Corner“ gemacht.

Neben der Firma SunSpelt, waren auch Matti und Tuuli Kotaja von Finnish Plant FP-Kotaja Oy mit ihrer leckeren Rosenblüten Konfitüre – natürlich BIO – vor Ort. Gleich neben JYMY war der Stand von Vavesaaren Tila, die neben einem hervorragendem Müsli, Marmeladen Gelee Bonbons aus finnischen Beeren anboten. Diese sind sozusagen noch ein „Rising Star“, denn man bekommt sie bisher nur an wenigen Orten in Europa.

Nun aber zu den leckeren BIO Eis-Kreationen von JYMY. Als erstes probierte ich das JYMY ZWEI BEEREN – eine Mischung aus wilden Blaubeeren und Erdbeeren. Vor allem ein vollkommen veganes Eis Vergnügen – die BIO-Milch wird hier durch eine Haferbasis ersetzt. Der verwendete Glukosesirup wird zudem (wie bei allen JYMY Sorten) aus BIO-Reis gewonnen und sämtliche Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau – was will man mehr. Das Eis zerging auf der Zunge und hatte eine sehr kräftige und fruchtige Note.

Als nächstes stand JYMY PISTAZIEN VEGAN auf der Agenda – Pistazieneis mochte ich schon immer gerne und war deshalb besonders gespannt wie die Variante von JYMY wohl schmecken würde. Auch diese Sorte ist vegan, wobei hier – anders als beim JYMY ZWEI BEEREN – die BIO-Milch nicht mit Hafer, sondern auf Ackerbohnen- und Erbsenprotein-Basis ersetzt wird. Die gut 10% an gerösteten Pistazien verleihen dieser Eiscreme ein kräftiges Pistazienaroma und eine ebenso kräftige Farbe. Ein leckeres Eis, aber für mich persönlich dürfte es auch auf BIO-Milch Basis daherkommen.

Jetzt kam einer meiner geahnten Favoriten – das JYMY BLAUBEERE – was für ein Eis. Wenn es um Beeren geht ist Finnland ja sowieso schon ganz weit vorne – Beeren aus Finnland schmecken stets deutlich kräftiger, als solche die im Süden Europas oder anderswo wachsen. Aber die wilden Blaubeeren Finnlands setzen da noch einen drauf. Dieses Eis ist nicht vegan – was mich jedoch keineswegs störte – die gute BIO-Milch verleiht dieser Sorte eine geschmeidige Leichtigkeit – dazu das volle Blaubeeraroma, ein echter Traum!

Das JYMY DOPPELTE SCHOKOLADE war eine echte „Schokobombe“ – da JYMY ja ganz besondere Cru Virunga Schokolade & Bohnen aus dem Ostkongo verwendet, sind alle Eissorten mit Schoko bereits etwas Besonderes. Diese Rohstoffe schmecken einfach einzigartig schokoladig – somit ist JYMY DOPPELTE SCHOKOLADE ein MUSS für jeden Schokoladen-Fan. Auch diese Sorte ist vegan und die BIO-Milch wird auf Ackerbohnen- und Erbsenprotein-Basis ersetzt.

So ist das auch mit dem veganen – auf Haferbasis kreiertem – JYMY MINZE-SCHOKOLADE. Wobei hier das feine BIO- Pfefferminzöl den Unterschied macht. Es schmeckt einfach wie die Edelvariante von „After Eight“ Täfelchen, aber ohne den penetranten Abgang – hier schmeckt die hervorragende Schokolade nach!

Jetzt war wieder etwas Fruchtiges angesagt, das JYMY HIMBEERE-WEISSE SCHOKOLADE.  Mit einem Hauch von Säure und vielen Splittern weißer Schokolade, ist diese Sorte ein echtes Sommereis. Der kräftige Fruchtgeschmack der finnischen Himbeeren ist einzigartig, wobei mir persönlich besonders gut gefallen hat, dass dieses Eis mit der guten BIO-Milch hergestellt wird.

Dann kam das finnische Jubiläumseis JYMY KIEFER dran – aber das hatten wir ja bereits hier.

Was natürlich nicht fehlen durfte war die nächste Sorte – JYMY SAHNE KARAMELL – ein hervorragendes, aber nicht veganes Eis. Hier kommt zur BIO-Milch auch noch BIO-Sahne und in Verbindung mit dem Eigelb und braunen Zucker wird das Karamell-Erlebnis so zu einer runden Sache.

So und das war es dann, was ich auf der BIOFACH bei JYMY probieren durfte – natürlich sind da noch ein paar Sorten, die ich wiederum nur von der Webseite her kenne. Aber so ist das eben bei einem Produzenten bei dem sich stets etwas tut – an dieser Stelle vielen Dank für die vielen einzigartigen Eis Kreationen!

Wichtig zu erwähnen ist, das JYMY an alle Eissorten stets ein wenig Salz tut – dies hebt die Süße nochmals ein wenig an. Wie in jeder guten Küche kommt an Süßes stets eine Prise Salz und an Deftiges stets eine Prise Zucker – probiert es aus, es macht einen großen Unterschied.

Ihr findet das Eis von JYMY bereits in einer Hand voll BIO-Läden, wie beispielsweise bei Tjadens, ALECO, Vollcorner oder der Biocompany Berlin. Dazu kommen bald wohl auch noch LPG und basic – und es werden jeden Tag mehr – fragt einfach in Eurem BIO-Laden ums Eck, vielleicht liegt da bereits die eine oder andere Sorte in der Kühltruhe…

Vavesaaren Tila

Auf der BIOFACH 2020 in Nürnberg hatte ich das Vergnügen Taina Laitinen kennenzulernen – man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie eine Koryphäe in Sachen „Süßes“ ist.

Mit den fruchtigen Produkten von Vavesaaren Tila stellt die finnische Vavesaari Estate Oy aus Hartola vor allem Süße Feinkostwaren auf Basis von Beeren her – hier kommen ausschließlich wilde Beeren „in den Topf“.

Das Produktportfolio reicht vom alkoholfreien Schaumgetränk mit Erdbeer- oder Rhabarber-Geschmack über BIO-Säfte & Säfte von Apfel, Rhabarber, Erdbeere, Blaubeere oder Sanddorn bis hin zu traditionellen skandinavischen Glühwein-Spezialitäten.

Darüber hinaus bietet die Vavesaari Estate Oy unter der Marke Vavesaaren Tila drei sehr leckere BIO Müsli Variationen an. Hier gibt es beispielsweise die Sorte „Tyrnimysli“ mit Sanddorn, Karotte, Leinsamen und einigem mehr. Als weiteres Müsli gibt es aber auch die eher klassische Variante „Karu Kauragranola“ mit Vollkorn-Haferflocken und Finnischem „Hausgarten-Apfelsaft“. Alle Müslis sind an die neun Monate haltbar und auf jeden Fall wert probiert zu werden.

Dann gibt es da natürlich noch eine erwähnenswerte Anzahl an sehr leckeren Marmeladen. Angefangen von den klassischen Sorten wie BIO Preisel-, Johannis- oder Blaubeeren Marmelade und eine außergewöhnliche Sorte, die den Namen “Würzige Grüne Bio Johannisbeere Konfitüre” trägt. Zusätzlich gibt es noch eine besondere Spezialität die ich am meisten mag – die Moltebeeren Marmelade. Wie ich bereits an anderen Stellen auf foodadvisor mehrfach betont habe ist die Moltebeere eine ganz besonders aromatische Frucht. Beispielsweise wird auch Artic Sparkle auf Basis dieser leckeren Beere gefertigt.

Nun aber zum „Rising Star“ der Produkte von Vavesaaren Tila– den Marmeladen-Süßigkeiten. Hierbei handelt es sich um kleine Würfel aus Vavesaaren Tila Marmeladen, die es in allen Geschmacksrichtungen bis auf Moltebeere gibt. Geliert wird hier mit Pektin, und soweit Säure reguliert werden muss geschieht dies mit natürlicher Zitronensäure.

Als Trennmittel fungiert kristalliner Zucker – so kleben die leckeren Würfelchen auch in der Schale am Tisch nicht so sehr zusammen – wenn diese überhaupt so lange darin liegenbleiben. Interessant ist, dass diese Süßigkeiten weniger Zucker enthalten als die meisten Schokoladen, die man kaufen kann.

 

Eignen tun sich die Naschereien aber auch für die Zugabe bei Kuchen & Torten, sowie bei Quark- und Joghurt-Desserts.

Einige Kunden lieben es auch die kleinen Würfel in Cocktails zu geben – so erhält man stets eine sehr fruchtige Süße.

Ein ganz neues Produkt – sozusagen gerade erst entwickelt – sind kleine Tafeln aus dunkler Schokolade, mit Haselnuss Stückchen, Hafermehl und Marmeladen-Würfelchen – sehr lecker.

Bei allen Produkten der Vavesaari Estate Oy wird auf künstliche Zusatzstoffe wie Farben, Süßmittel, Konservierungsstoffe und dergleichen verzichtet – und dies schon seit 300 Jahren. Ja richtig, denn bereits im 18. Jahrhundert wurde das Gut Vaveraari auf einer Insel im des Sees Puulavesi auf der finnischen Seenplatte gegründet.

Diese Jahrhunderte lange Tradition ist der Garant für die außerordentliche Qualität der Produkte von Vavesaaren Tila – es steckt den Nachkommen der Gründer einfach in den Genen.

NERO Fermento BIO

Mit ein Grund für meinen Besuch der BIOFACH 2020, war die Tatsache das NERO Fermento mit einem eigenen Ausstellerstand dabei sein würde. Im Rahmen meiner Artikel zum Schwarzen Knoblauch war dieses kleine italienische Unternehmen aus Ravenna mir eine echte Hilfe.

Der Mitbegründer von NERO Fermento, Tommaso Pavani stand mir stets mit seinem Wissen um die Materie zur Seite und die italienische Variante des Schwarzen Knoblauches war zudem etwas ganz Eigenes. So war ich also glücklich darüber nicht extra nach Italien reisen zu müssen um mich mit den NEROs zu treffen.

Leider aber war Tommaso bei der BIOFACH nicht selbst vor Ort, aber ich konnte dort seinen Kollegen Stefano und die bezaubernde Michela kennenlernen. Die beiden hatten unter anderem einen ganz neuen Schwarzen BIO Knoblauch dabei – anders als bei dem von mir im Beitrag zum Schwarzen Knoblauch verglichenen, stammte dieser nicht von NERO Fermentos Partner Voghiera.

Neben den ganzen Knollen vom Schwarzen BIO Knoblauch, hatten die beiden am Stand auch ein Pulver der neuen Produktlinie sowie eine pure „Crema die Aglio NERO & BIO“ dabei.

Darüber hinaus gab es hierzu auch zwei unterschiedliche Pestos zu probieren. Das eine war auf Topinambur Basis (zu Deutsch Topusalem-Artischocken), sprich mit einem Wurzelgemüse, welches zur Gattung der Sonnenblumen Gewächse zählt und mit der Knolle eine süßliches Aroma mitbringt, das ein wenig an Artischocke erinnert.

Das zweite Pesto „Noci“, war auf einer traditioneller Walnuss Basis aufgebaut – beide BIO-Pestos waren hervorragend abgeschmeckt und konnten mit selbstgemachten italienischen Crackern verkostet werden. Ebenso konnten die interessierten Besucher natürlich auch die Paste vom Schwarzen BIO Knoblauch testen – die Zehen selbst wurden von Stefano und Michela in einem Stück zum Probieren angeboten.

Soweit ich gesehen habe, waren viele Besucher verzückt von der neuen NERO Fermento BIO Linie – für mich persönlich ist jedoch der Voghiera Knoblauch „BIO“ genug und hat mich mit seiner zarten Textur in seinen Bann gezogen.

Idealerweise eigen sich die fein gewürfelten Zehen um kurz vor dem Servieren über einen leckeren Salat gegeben zu werden. Natürlich könnt Ihr auch die Penne Nere Rigate zubereiten, die Ihr bei meinen Rezepten zum Schwarzen Knoblauch findet – für mich ein Top Gericht. Schnell zubereitet, sehr lecker und überraschend erfrischend für ein Nudelgericht.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

TOMRA – Sortierung leicht gemacht

Auf einigen Messen, die ich in diesem Jahr bereits besucht habe, gab es Themen die das Kulinarische auf den ersten Blick nur leicht streifen, die aus meiner Sicht aber dennoch wichtig sind.

So habe ich bereits auf der Internationalen Grünen Woche 2020 neben Ausstellern für das leibliche Wohl, viele Produzenten neuartiger Verpackungen, kompostierbaren Geschirrs oder aber auch von Befeuchtungsanlagen für den Handel gesehen.

Im Rahmen der FRUIT LOGISTICA 2020 habe ich mich dazu entschlossen etwas zum Thema Sortierung dazuzulernen. Im Vorbeigehen hatte ich schon einige Sortierlösungen gesehen, mir aber bisher nie die Zeit genommen dann auch genauer hinzuschauen – somit war die industrielle Sortierung für mich ein völlig neues Feld.

Natürlich ist es so, dass wir alle in der häuslichen Küche oft Zutaten für den jeweiligen Verwendungszweck sortieren, respektive aussortieren. Sei es auch nur der Umstand, dass wir lediglich makelloses Obst zum Garnieren verwenden wollen – dieses fürs Kochen von Marmelade aber auch schon mal ein paar Stellen haben kann, die wir dann „rausschnippeln“.

Bei meinem Besuch der Halle 9 nutzte ich die Chance einem der innovativsten Hersteller von sensorgestützten Sortiermaschinen über „die Schulter“ zu kucken. Hierfür hatte ich mich einige Tage zuvor zum Presse-Event der Firma TOMRA Food angemeldet und wurde am Stand dann durch Claudia Diedrichsen von Casa Blanca Communication auf das freundlichste empfangen.

Der Messeauftritt von TOMRA Food fand in Zusammenschluss mit zwei weiteren globalen Playern der Branche – gleichzeitig Markenfirmen von TOMRA – statt.

Zum einen mit der 1984 gegründeten Compac, dem aktuell führenden Anbieter von Nachernte-Lösungen für die Obst- und Gemüseindustrie und ihrer spectrim inspectra². Compac wurde als Marke 2017 zu 100% von der TOMRA-Gruppe übernommen.

Zum anderen mit BBC Technologies, dem weltweit führenden neuseeländischen Unternehmen für schlüsselfertige Sortier-Komplettlösungen zur Optimierung & Verpackung von Kleinobst. Auch BBC Technologies wurde seitens der TOMRA-Gruppe hinzugekauft. Dieses Unternehmen ist besonders mit seinem auf künstlicher Intelligenz basierenden Tool LUCAi ™ zur Klassifizierung von Blaubeeren und dem optischen Heidelbeersortierer KATO260 ein echter Zugewinn.

Der KATO260 ist mit LUCAi ™ in der Lage ultra-schnell schlecht sichtbare Defekte in der Frucht, wie Vertrocknung oder Druckstellen aufzuspüren, um diese Exemplare dann zielsicher auszusortieren.

Vorab aber erst noch einmal ein paar Hintergrundinfos zu TOMRA, dessen aktueller Präsident und CEO Stefan Randstrand ist. TOMRA Food ist Teil der TOMRA-Gruppe und wurde bereits 1972 gegründet – der aktuelle Leiter ist Michel Picandet. TOMRA Food entwickelt und fertigt innovative und Ressourcen schonende Nachernte-Lösungen für die Lebensmittelindustrie.

Weltweit nutzen viele bekannte Hersteller diese professionellen Sortierlösungen für Obst & Gemüse, Nüsse, Getreidesorten, Fisch, Fleisch und mehr bei der Produktion, Verpackung und Verarbeitung ihrer Produkte.

Die norwegische TOMRA-Gruppe als solche begann damals mit der Entwicklung, Produktion und dem Verkauf von Leergutrücknahmesystemen für die automatische Sammlung und das Recycling von benutzten Getränkeverpackungen. Heute stehen mehr als 100.000 Systeme weltweit bei über 80 Partnern und der Jahresumsatz des Unternehmens liegt bei über 8 Milliarden norwegische Kronen.

Die TOMRA-Gruppe ist in Norwegen börsennotiert und beschäftigt mehr als 4000 Mitarbeiter weltweit. Viele davon arbeiten in TOMRA Food Kompetenz-Zentren, regionalen Büros und an den zahlreichen Produktionsstandorten. Die Nähe zu den Kunden ist dem Unternehmen wichtig, den nur so wird es möglich nachhaltig die Erträge der Kunden zu steigern und diese zeitnah durch einen proaktiven vor Ort Service zu unterstützen.

TOMRA Food setzt dabei besonders auf innovative Monitoring-Technologien wie das SCADA-System (Supervisory Control and Data Acquisition). Dieses System ermöglicht es kommende Wartungsaufwände bei den verwendeten Sortier-, Klassifizierungs-, Schäl- und Analysetechnologien bereits frühzeitig und aus der Ferne zu identifizieren. Je nach Kontrakt und Kunden unterstützt TOMRA Food die Produktion seiner Kunden dann somit in Echtzeit.

TOMRA Food bietet viele verschiedene Lösungen an um Sortierungsaufgaben zu bewerkstelligen. Bei der auf der FRUIT LOGISTICA vorgestellten TOMRA 5B kommen je nach Konfiguration die unterschiedlichsten technischen Komponenten zusammen. Hierbei machen bis zu 6 hochauflösende Kameras eine 360° Kontrolle des jeweiligen Produktes möglich. Darüber können auch ein Off-Belt-Laser, der mit neun Farb- und Infrarotbereichen arbeitet oder weiterer Highend Sensorik hinzukommen um die zu sortierenden Produkte „auszuspionieren“.

So ist es technisch möglich Defekte & Abweichungen von nur 1 mm Größe zu erkennen. Hierbei arbeitet die TOMRA 5B mit Bandgeschwindigkeiten von zwei bis fünf Metern pro Sekunde. Sie verfügt über einen größenseitig konfektionierbaren Rahmen und kann somit für jede neue Aufgabe im Handumdrehen angepasst werden.

Neben dem Sortieren verschiedener Größen, Längen, Farben und Qualitäten, ist eine Aufgabenstellung oft auch das Aussortieren verdorbener oder gar giftiger Bestandteile die während einiger Erntevorgänge ungewollt „untergemischt“ wurden.

Die spectrim inspectra² von Compac ist sogar in der Lage den Zuckeranteil als Sortierungskriterium herzunehmen und kann somit in Kombination, vor und nach einer TOMRA 5B dafür Sorge tragen, das die Auslastung dieser optimal genutzt werden kann.

Entscheidend hierfür ist das UltraView-Inspektionsmodul der spectrim inspectra² – es verfügt über eine spezielle Kombination aus hochauflösenden Multispektral- (Farb- und Infrarot-) Kameras und LED-Lichtern, die idealerweise nahe an den Früchten und parallel zur Bewegungsrichtung angebracht werden.

Je nach Aufgabenstellung des Kunden können völlig verschiedene Kombinationen und Abfolgen in der Konfiguration der Sortier-Lösungen Sinn machen.

Die Skalierbarkeit der Hardware, aber vor allem auch die damit einhergehende Anpassung der jeweiligen Geräte- und Management-Software macht die Sortierlösungen von TOMRA Food vielseitig anwendbar – so können beispielsweise auch saisonale Veränderungen bequem abgefangen werden.

Bei allen Lösungen der TOMRA-Gruppe haben die Planer und Ingenieure daran gedacht, dass für die Reinigung nur wenige gezielte Handgriffe (Schnellverschlüsse) notwendig werden und somit zügig und ohne Fachkenntnisse vorgegangen werden kann, aber trotz allem ein optimales Reinigungsergebnis erzielt wird.

Überall wo die Früchte mit den Sortierern in Berührung kommen, finden Maschinenteile aus Spritzgusskunststoff oder lebensmittelechtem Edelstahl Verwendung – so wird sichergestellt das weder Fruchtsäuren noch Reinigungsmittel die Hygiene und Haltbarkeit der Sortierer beeinträchtigen können.

Es kann nicht nur die sprichwörtliche „Spreu vom Weizen“ getrennt werden, sondern die Anlagen sind in der Lage jedwede Fremdkörper zu identifizieren und nach deren Größe auf unterschiedliche Arten auszuwerfen.

Bei der TOMRA 5B werden beispielsweise von Hochgeschwindigkeits-Luftdüsen alle ungewollten Objekte vom Band entfernt. Diese werden dann entweder aussortiert oder durch weitere Sortiermaschinen geleitet. Zur Vermeidung von Fehlausschüssen passen sich sowohl Druck als auch Position der Düsen der Art, Größe und dem Gewicht des jeweiligen Produktes automatisch an.

Handelt es sich um schwerere Kaliber finden bei TOMRA Sortierern auch mechanischen Auswurf-Systemen Verwendung.

So leistet TOMRA Food mit seinen automatisierten Lösungen seinen individuellen Beitrag zur Reduktion bei der Verschwendung von Lebensmitteln – beispielsweise können so schnell Früchte identifiziert werden, die sich allemal für die Saftherstellung eignen, anstatt das diese unnützerweise auf dem Kompost zu enden.

Es soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass es bei meinem Besuch beim TOMRA Food Stand auch kleine kulinarische Highlights gab. Casa Blanca Communication hatte hier bei der Auswahl des Messe-Caterers ein sicheres Händchen bewiesen – die süßen Aufmerksamkeiten waren neben ihrer tollen Optik auch alle durchweg erwähnenswert lecker!

Das Thema Sortierung ist sehr mächtig und ich freue mich, dass ich hier ein wenig hineinschnuppern durfte. Wenn ich mit diesem Beitrag auch für Euch etwas Licht ins „Sortierungs-Dunkel“ bringen konnte freut es mich umso mehr.

Ich war sehr positiv überrascht, dass die Thematik der Nachhaltigkeit schon länger Gegenstand der Überlegungen von TOMRA Food war – so wird sicher gestellt, das viele unterschiedliche Nahrungsmittel nicht schon grundlos bei der Produktion und Verpackung auf dem Müll oder im Kompost landen – daran sollten wir heutzutage alle denken, bevor wir letztlich etwas „auf die Schnelle“ entsorgen.

Vielen Dank an TOMRA für die zur Verfügungstellung der Produkt- und Personenaufnahmen, die ich für diesen Beitrag nutzen durfte.

SCOTLAND HILLS Cowboy Steak

Letztlich habe ich durch Zufall bei EDEKA ein paar Cowboy Steaks der R & S Marke SCOTLAND HILLS in die Finger bekommen und wurde seit langem wieder einmal richtig überrascht. Es war schon eine Weile her, dass ich in häuslicher Umgebung mit Rindfleisch von einer derart ausgezeichneten Qualität kochen durfte.

Nicht nur, dass sich das Fleisch hervorragend verarbeiten ließ und es beim Grillen und Braten kaum an Volumen verlor – es hatte einen atemberaubenden Eigengeschmack und dies bei einer Zartheit die sonst eigentlich nur „langweiliges“ Filet hat.

Seit diesem Zufallskauf habe ich natürlich schon viele, viele Kilo von diesem Premiumfleisch mit seiner feinen, gleichmäßigen Marmorierung und tollen Textur verarbeitet. An dieser Stelle möchte ich Euch kurz aufzeigen, was aus meiner Sicht das ideale Vorgehen bei der Zubereitung dieses Gourmetfleisches ist.

Vorweg, natürlich ist das Grillen das Mittel der Wahl für dieses Fleisch – aber auch ich war bereits aus Witterungsgründen gezwungen eine Pfanne zur Hand zu nehmen. Hier empfehle ich Euch in jedem Fall eine „Gusseiserne“ zu wählen – am besten mit kräftigen „Rippen“ und fast zum Glühen bringen, so das, das Ergebnis dem des Grillens am nächsten kommt.

Zuerst lasse ich die Cowboy Steaks am Knochen auf Raumtemperatur kommen und zerteile erst dann das Rack in Schreiben mit einer Stärke von jeweils 4-5 cm. Danach salze ich diese vor dem Grillen nur ganz leicht mit grobem Kristallsalz (mit Vorliebe Himalaya-Salz aus Pakistan) und versehe jede Scheibe mit einem leichten Film vom nativen Olivenöl, bevor sie dann auf dem sehr heißen Grill landen.

Das Öl führt dazu das die Fleischoberfläche kurz aufflammt und diese dabei „versiegelt“. Sobald dies geschehen ist schließe ich den Grill so, dass der Rauch sich ausreichend auf dem Fleisch niederschlagen kann und die verbrannten Öle den gewünschten Grillgeschmack befördern können.

Je nach Stärke der Scheiben drehe ich diese um sobald – und das ist wichtig – sich diese von alleine ganz leicht abheben lassen. Dann haben sie auch die gewünschte Zeichnung vom Grillrost schon mit auf den Weg bekommen. Bis zum Teller sollte jede Seite mindestens zweimal ausreichend Hitze bekommen haben und idealerweise – sprich aus optischen Gründen – dann ein Kreuzmuster aufweisen.

Den Gargrad überprüfe ich noch ganz traditionell mit dem Finger – nach der australischen Methode also. Natürlich können auch Fleisch-Thermometer zum Einsatz kommen. Es ist auch eine feine Sache, wenn man den Rand der Steaks als erstes angrillt – mache ich auch manchmal, wenn es die Zeit erlaubt – aber dies bleibt jedem selbst überlassen.

Natürlich kann auch mit Sous Vide gearbeitet werden – ob vorwärts oder rückwärts – aber dann würde ich dazu raten das Rack der Cowboy Steaks zu Entbeinen und im Ganzen zuzubereiten um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Ihr solltet immer daran denken das Fleisch nach dem Grillen oder Braten noch etwas ruhen zu lassen (5-10 Minuten) – beispielsweise auf der Ruhezone Eures Grills, oder im vorgeheizten Ofen bei maximal 55°C. So bleiben beim Anschneiden die „Säfte“ im Fleisch und das macht den echten Unterschied!

Solltet Ihr jetzt Appetit bekommen haben ab zu EDEKA oder wenn der Grill Event noch ein paar Tage hin ist bestellt Online bei der Genusswelt – das Cowboy Steak wird Euch nicht enttäuschen!

Ach ja, und vergesst nicht dazu einen ordentlichen Wein zu reichen – ich empfehle Euch natürlich einen Shiraz von meinem Lieblingsweingut – Mollydooker aus Australien! Wir hatten einen 2016er Boxer und einen 2015er Blue Eyed Boy zum Cowboy Steak und das hat mehr als gepasst…

WEINmesse berlin 2020

Da ich gerade erst zum Wochenende von der BIOFACH aus Nürnberg zurückgekehrt war, habe ich es leider nicht geschafft die WEINmesse berlin 2020 am ersten Tag des Events zu besuchen. Am Samstag war es dann aber so weit und ich habe mich auf den Weg zur Messe Berlin gemacht – der Eingang zur WEINmesse berlin war diesmal der an Halle 21 in der Masurenallee.

Die Messe öffnete um 13.00 Uhr – wobei ich jedoch erst gegen 15:30 Uhr vor Ort war – und eine große Menge an Gästen bereits vor dem Eingangsbereich auf den Einlass wartete. Ursächlich hierfür war ein kurzzeitiger Einlassstopp auf Grund des großen Ansturms. In diesem Jahr standen den Ausstellern und Gästen die Hallen 21 & 22 zur Verfügung und diese waren gegen 15:00 Uhr bereits derart gefüllt, dass sich die Messeleitung gezwungen sah mit einem Einlassstopp zu reagieren.

Von der ersten offiziellen WEINmesse berlin im Jahre 1993 wuchs die Veranstaltung von rund 70 Ausstellern und 1.800 Besuchern bis heute stetig. Hierdurch wurde es mehr als einmal notwendig die Räumlichkeiten zu wechseln – heute mit über 330 Ausstellern, mehr als 4.000 Weinen und um die erwarteten 25.000 Besucher hat die Veranstaltung ihre Heimat bei der Messe Berlin gefunden – und hier ist noch allerhand Skalierungspotential verfügbar.

Die WEINmesse berlin mausert sich also nun von einer anfänglich doch kleinen Messe von Jahr zu Jahr zunehmend zu einem neuen Besuchermagneten, seit ihrem 25-jährigen Jubiläum als Teil des Veranstaltungsportfolios der Messe Berlin. Mit lediglich 17 Euro Eintritt pro Person ist diese Messe im Vergleich zu anderen ihrer Art, ein echtes Schnäppchen und allemal ein Grund neue Weine kennen zu lernen.

Nach gut einer halben Stunde ging es für die Besucher dann wie gewohnt weiter. Nach der Kartenkontrolle eilten diese zunächst einmal zur Gläserausgabe – die WEINmesse berlin ohne Glas zu besuchen macht ja auch nur halb so viel Freude.

Für alle die, die vor der Probierrunde dann noch besser etwas Grundlage schaffen wollten – sprich all diejenigen die ohne ordentlich gefrühstückt zu haben erschienen – gab es an einer Hand voll Ständen was es dazu brauchte.

So gab es neben einer nahezu unüberschaubaren Menge an feinsten Käsesorten wie Bergkäsen, Almblütenkäsen, Weiß- & -Rotweinkäsen, Pecorino & Parmesan, u.v.m. auch Speck & Wurstwaren wie Knoblauchspeck, Rinder-, Hirsch- und Schweineschinken, Steinpilz-, Fenchel- & Trüffel-Salami, Kaminwurz und viele außerordentlich leckere, handgemachte Brotsorten.

Natürlich gab es auch einiges an Süßem. Am Stand von Mallek`s Gourmetträume fanden sich beispielsweise neben verarbeitetem exklusivem Naschwerk auch Rohmassen, wie Marzipan, BIO-Mandel, Nougat mit ganzen Haselnüssen, gepresste Cranberrys, türkischer Honig und vieles mehr in hervorragender Qualität.

Sehr lecker waren auch die kleinen Schokoladen-Naschereien am Messestand von Goufrais – „Der kühle Genuss“ – sozusagen eine edlere Variante des beliebten Eiskonfektes – kommt in einer Gugelhupf-Optik daher.

Gefertigt wird diese Leckerei in Weil am Rhein, wobei hier gänzlich auf Zusätze von Gluten, Nüsse und Alkohol verzichtet wird – lediglich der reinste Kakao wird hier als Trennmittel verwendet.

Ab hier konnte man sich dann auf das Wesentliche konzentrieren – und zwar die schier endlose Weinprobe. Sinnvoll war es sich zuvor an Hand des kostenlosen Ausstellerverzeichnisses einen „Schlachtplan“ (hierfür gab es extra Notizseiten) zu machen, um in einer halbwegs geordneten Reihenfolge probieren zu können, und dies ohne unnötige „Schleifen“ durch die Hallen machen zu müssen.

Im Grunde gab es alles was das Herz des Weinliebhabers begehrt, von weiß über Rosé bis rot, von trocken über lieblich bis süß, von Natur bis spritzig, von günstig bis exorbitant teuer – es war alles dabei.

Einige wenige Aussteller boten auch andere Produkte auf Weinbasis an, beispielsweise die Familie Deppisch – Weinhaus Anker – mit ihrem feinen und exquisiten Weingelee. Hiervon gab es auf der WEINmesse berlin zwei Sorten, eine davon mit Chili – mal etwas ganz anderes.

Natürlich fanden sich auch in diesem Jahr einige BIO Weingüter auf der Messe. Auffällig war beispielsweise das BIO-Weingut Martin was sich zum einen mit farbenfrohem Flaschen und Gimmick Design in Szene setzte, aber trotz allem auch auf die Familientradition verwies.

Interessant war auch der Silvaner vom Weingut Rothe – ein echtes BIO-Produkt durch und durch. Im Gespräch mit Manfred Rothe wurde schnell klar das hier mit Herz, Hand & Sachverstand „gewinzert“ wird.

Der Münsteraner Weinhändler Sandfire – australien wines war in diesem Jahr ebenfalls auf der WEINmesse berlin vertreten und bot einige tolle australische Weine zur Verkostung an – leider keinen Mollydooker, aber den gibt es ja dann noch immer uneingeschränkt bei Aixvinum in Aachen.

Neben den Weinen wurden natürlich auch allerhand andere alkoholische Erzeugnisse wie Schaumweine, Biere, Brände, Wodkas, Whiskys u.v.m. angeboten.

Gefühlt nahm neben den Weinen aus meiner Sicht Gin den größten Platz ein. Derzeit ist diese Spirituose ja weltweit in aller Munde – die hier gezeigten Sorten bestachen nicht nur durch ihre Qualität und geschmacklichen Besonderheiten, sondern vor allem auch durch tollen Flaschendesigns.

Champagner wurde von H.Blin mit dem Credo „es ist Zeit Champagner zu trinken und auf dem Tisch zu tanzen“ angeboten, wobei das mit dem Trinken von vielen Gästen beherzigt wurde – ob es auch zur Umsetzung des zweiten Mottos kam habe ich nicht mehr mitbekommen.

An einigen Ständen gab es in diesem Jahr auch wieder leckere Obstsäfte zu entdecken – wie ich finde ein Muss um einen kulinarischen Abend abzurunden. Gerade an Weinbergen finden sich viele interessante und oft auch seltene Obstsorten zur Abgrenzung, wobei es sich natürlich um keine großen Mengen handelt, aber hierdurch vielleicht dann um exklusivere Produkte.

Toll fand ich auch die Offensive von Novino – einem Start-up welches ein neuartiges, nicht-alkoholisch fermentiertes Getränk aus sortenreinen Riesling- und Cabernet-Trauben fertigt, ohne dass diese dann mehr Alkohol enthalten als herkömmliche Obstsäfte auch.

Novino stellt dabei zu Recht die Frage „…und was bieten Sie Ihren Gästen an, die keinen Wein trinken?“, denn zu jedem Anlass sollte es auch besondere Getränke für solche Gäste geben die alkoholfrei Feiern wollen.

Weiter hinten in den Hallen gab es wiederum etwas fürs leibliche Wohl.

Neben Flammkuchen in den unterschiedlichsten Variationen – mit Speck, Zwiebeln, Blattspinat oder auch Lachs, Serrano-Schinken und Parmesan – gab es mit den Pasta Piraten vor allem einen hervorragenden Food-Truck. Das Highlight der Pasta Piraten war diesmal die Trüffel-Parmesan Pasta, deren verlockenden Duft man bereits beim Eintritt in die Halle vernehmen konnte.

Wer zwischendurch etwas Süßem frönen wollte, war bei der Crêperie an der richtigen Stelle – hier gab es alle Klassiker von Natur über Nutella, Banane bis hin zu Käse & Schinken zu ergattern.

Für alle verspannten Besucher und Aussteller wurde von Fix Back Massage eine Messemassage angeboten – Grundsätzlich eine feine Sache, aber nicht nur ich hätte es besser gefunden, wenn die Massagen in einem Stand ähnlichem Areal stattgefunden hätten und nicht derart nahe am Trubel.

Ein ganz persönliches Highlight war für mich die Trüffel Manufaktur Göschle aus Schwaben. Nicht nur das ich den „Präsentator“ mit seiner „Berliner Schnauze“ und seiner freundlichen und direkten Art super fand – nein auch die Produkte hatten es mir angetan.

Alle aufs sorgfältigste schick designt und toll dargeboten, vor allem aber auch viele innovative Trüffel-Produkte. Ich muss zugeben das Trüffel es mir im Generellen angetan haben – das hat nichts mit Preis und Dekadenz zu tun, ich liebe einfach das Aroma guter Trüffel.

Frisch gekochte Nudeln, ein Spritzer guten nativen Olivenöls, etwas Salz und frisch gemahlener Pfeffer und dann ein wenig frischen Trüffels darüber gehobelt – nicht viele Zutaten, aber ein kulinarischer Hochgenuss!

In der Zukunft werde ich sicher einen Beitrag zum Thema Trüffel verfassen – mal schauen wann ich bei all den Messebesuchen dazu kommen werde…

Soweit von mir zur diesjährigen WEINmesse berlin. Vielen Dank an die Aussteller, die so freundlich waren mir Ihre Produkte vorzustellen und an die Messe Berlin GmbH für die Einladung zur WEINmesse berlin sowie zur Verfügungstellung eines Fotos (Herr Rothe) für diesen Beitrag.

2021 wird es wieder heißen „die WEINmesse berlin öffnet ihre Pforten“ – seid dabei, schaut Euch die Messe an, es lohnt sich.