Tampopo – oder wie ich meine Liebe zur Nudelsuppe entdeckte

Hallo liebe Leser,

Habt ihr jemals den Film “ Tampopo“ gesehen – bei mir war das der Moment indem ich meine Liebe zur Nudelsuppe entdeckte”. Heute möchte ich Euch erzählen wie es bei mir damit angefangen hat, das ich mich speziell für Nudelsuppen und Straßen-Küchen interessiere und warum ich es liebe meine Erfahrungen mit Euch zu teilen.

Um meine Leidenschaft zu verstehen muss ich etwas ausholen, denn bereits als Kind habe ich mich sehr für Essen interessiert – mit 8 habe ich begonnen selber zu kochen und Gerichte für mich auszuprobieren und weiter zu entwickeln – nicht immer war alles ein geschmacklicher Erfolg, aber ich konnte stets aus meinen Fehlern lernen und es kam einiges an Wissen hinzu – vor allem aber hat es immer Spaß gemacht.

Wo es eine gute Pizza gab oder wo man hingehen sollte um lecker asiatisch zu essen war vor Jahrzehnten ebenso wichtig wie heute, jedoch wurden zu dieser Zeit Restaurant-Tipps nur mündlich oder durch Fachzeitschriften publik. So dauerte es für die Menschen immer deutlich länger bis beispielsweise auffiel, dass sich Bewirtung oder Geschmack des Essens eines bestimmten Restaurants verändert hatten.

Heutzutage habe ich mit foodadvisor.de und Tools wie TripAdvisor, Google Maps, HolidayCheck etc. die richtigen Plattformen zur Verfügung um Rezensionen zeitnah und mit deutlich mehr Reichweite zu platzieren. Besonders die Möglichkeit der Anzeige von Informationen zu großartigen kulinarischen Erlebnisse in der Nähe eines Standortes macht einige dieser Tools einzigartig. Ich habe, wenn ich neue Reiseziele ansteuerte, bereits oft von solch ortsabhängigen Empfehlungen profitiert.

Gebratener Knoblauch gemischt mit knuspriger Schweineschwarte

In den neunziger Jahren habe ich zufällig den japanischen Film Tampopo entdeckt – ab diesem Moment wurde mein Interesse für asiatische Nudelsuppen geweckt. Der Film verfolgt mehrere satirische Handlungsstränge, wobei für mich die in dieser Komödie gestellte Frage – „Was braucht es für ein gute Nudelsuppe“, das Faszinierendste war.

Hier ging es um die einzelnen Zutaten, wie die verschiedenen Nudeln – welches Fleisch sich empfiehlt, die Kochzeiten, die vielfältigen Gewürze, das Gemüse, die frischen Kräuter, die zahlreichen Saucen, die richtige Temperatur – bis hin zu der Frage ob man das Schweinefleisch vor dessen Verzehr denn auch “streicheln“ muss.

Damals war noch nicht die Rede von Texturen – nur das authentische der Suppe stand hier im Mittelpunkt. Um heraus zu bekommen wie ein echter Nudelsuppen-Meister seine Suppe ansetzte, wurde hier auch schon mal vom Nachbar-Geschäft aus durch eine Öffnung in der Wand gelinst, um das Geheimnis seiner Suppe in Erfahrung zu bringen…wenn Ihr die Gelegenheit findet schaut Euch diesen Film unbedingt an, es lohnt sich (https://en.wikipedia.org/wiki/Tampopo).

Seit diesem Moment habe ich selbst unzählige Male die verschiedensten Nudelsuppen gekocht und überall wo mich meine Reisen hingeführt haben probiere ich stets die dort angebotenen Variationen.

Im September 2018 bin ich der Google Localguides Community beigetreten. Seitdem habe ich zusätzlich zu meinem Blog jede Gelegenheit genutzt gute Nudelsuppen-Küchen zu Maps hinzuzufügen.

Ich finde es eine tolle Sache, das ich mit Google Maps die Möglichkeit habe auch ganz kleine, normalerweise nicht leicht auffindbare Orte zu empfehlen (das ist in der Regel bei den meisten Suppenküchen, gerade in Asien der Fall) die Ihr dann im Handumdrehen in Euren Smartphones & Tablets finden könnt.

In meiner öffentlichen Google Maps Liste “ Erik’s Streetkitchen Plus“ habe ich die meisten mir begegneten Highlights in Sachen Nudelsuppen, Straßen-Küchen und kleinen asiatischen Restaurants für Euch auf einen Blick verfügbar gemacht.

Die überwiegende Teil der Straßen-Küchen die ich besucht und über die ich eine Rezension verfasst habe, liegen weit ab von Orten an denen sich Touristen aufhalten – leider gibt es oft nur wenige Einheimische die sich die Mühe machen ihre Meinung und Fotos zu teilen – daher gibt es teilweise auch nur wenige Rezensionen zu einigen von mir “entdeckten Orten“, aber glaubt mir, ich würde mir nicht die Mühe machen einen Ort anzulegen und eine detaillierte Rezension zu verfassen, wenn ich dort nicht wirklich eine besondere kulinarische Erfahrung – speziell zur Nudelsuppe – gemacht hätte die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Es macht mir zudem auch große Freude die Speisen für Euch zu fotografieren – beschreiben kann man vieles, aber ein gutes Foto kann umso mehr Lust darauf machen gerade “diesen Ort“ auch einmal besuchen zu wollen.

Die bisher beste Nudelsuppe habe ich in Thailand gefunden – genauer gesagt in der Ortschaft Chumphuang in Korat.

Die J Nong Straßenküche in Chumphuang

Die J Nong Straßenküche (https://goo.gl/maps/hvyBaLCxxMTCzkf88) ist ein Ort der mitten im Herzen Thailands gelegen ist und wo es eine hervorragende und authentische Nudelsuppe zu probieren gibt.

Hier wird kein English gesprochen und man trifft auch nur sehr selten Ausländer, aber täglich essen hier mehr als hundert Thais ihre Nudelsuppe – in diesem Fall die Kuatiu Nahm (Kuatiu = Reisnudel, Nahm=Wasser).

Diese traditionelle Reisnudel-Suppe, die ihre Wurzeln wohl in China hat und mit den Wanderarbeitern nahezu jedes asiatische Land erreicht hat, wird im J Nong sowohl mit Schweinefleisch, als auch mit Ente angeboten – ich empfehle vor allem die Variante mit Ente zu probieren.

@J Nong: Schwein oder Ente?

Die Suppe selbst wird täglich frisch in einem großen Topf angesetzt und enthält neben frischen Markknochen, eine Vielzahl an Gewürzen, frische Koriander-Wurzeln und vieles mehr – jede Suppenküche hat hier natürlich ihr Geheimrezept. Es bedarf einer Weile bis die Basis fertig ist – jedoch schon in den frühen Morgenstunden sitzen die ersten Einheimischen im J Nong vor ihrer Suppe um in den Tag zu starten.

Eine der freundlichen und versierten “Produktionslinien” von J Nong.

Zu Beginn der Bestellung wählt man die Größe der Suppe aus [laotisch Pizet, bedeutet im Übrigen groß…] danach ob es feine, kleine oder dicke Reisnudeln sein sollen – dann ob man Schwein oder Ente möchte, ob es auch Innereien sein dürfen und ob krosse Schweineschwarte oder chinesische Fleischbällchen dabei sein sollen.

Einige Leute lieben ihr Kuatiu im Nahmtok-Stil – diese Version kommt aus Ayutthaya bei Bangkok und enthält etwas frisches Schweineblut, was die Suppe weicher und etwas süßer macht.

Es ist Zeit für Deine Wahl…

Die finale Würze erhält jede Suppe am Tisch natürlich erst durch Euch – hierfür gibt es stets frisch geröstetes grobes Chili, Zucker, Essigessenz, Fischsauce, Sauce Sriracha, geriebene Erdnuss und manchmal Sambal Oelek und natürlich frische gehackte Frühlingszwiebeln.

Was niemals fehlen darf – natürlich nur für die die es lieben- ist Koriander. Lasst Euch ein paar frisch gehackte Stängel davon in Eure Suppe geben – das gibt aus meiner Sicht den entscheidenden Kick.

Frischer Koriander verdoppelt das Geschmackserlebnis.

Das entscheidende bleibt aber immer die Basis dieser Reisnudelsuppe – wird diese zu schnell und lieblos angesetzt, wird die Suppe Euch kein Lächeln ins Gesicht zaubern!

So, nun genug davon – ich habe vom ganzen Schreiben nun einen so großen Appetit bekommen, dass ich mit der nächsten Schale Kuatiu Nahm nicht mehr warten kann…

Welche ist für Euch?

Guten Appetit!

Ach ja – ich habe vergessen – wenn Ihr J Nong besucht, solltet Ihr unbedingt ein Nahm Katjep (ein Kaltgetränk auf Basis von wilden Hibiskus Blüten) bestellen, Ihr werdet es lieben!

Ein “Muss” bei J Nong – Nahm Katjep!

 

VERO @pullman Phuket Arcadia

Vom Vero – einem italienischen Restaurant im Pullman Arcadia – meine ich sagen zu können, dass es selbst in Italien schwierig sein wird Pasta & Pizza zu finden die so köstlich schmeckt wie in diesem Restaurant.

Federführend für die Küche ist hier Chef Roberto, ein echter Italiener mit Herz und Geschmack – er sorgt dafür, dass es im Vero neben hochwertigen italienischen Klassikern auch immer wieder neue innovative Leckerbissen für Auge & Gaumen gibt.

Das Vero bieten neben dem à la carte Betrieb einen hervorragenden italienischen Brunch mit einer erwähnenswert guten Mortadella an. Hinzukommt einmal in der Woche ein italienisches Buffet was es in sich hat – alles was es an Pasta, Pizza und besonderen kulinarischen italienischen Highlights zu bieten gibt fährt das Vero auf.

Alle Zutaten sind von höchster Qualität, das schmeckt man durchweg – mein Pasta Favorit waren die hausgemachten Ravioli sowie eine Sauce auf Basis einer hausgemachten italienischen Wurstspezialität.

Zudem hatte ich hier authentische Rigatoni Carbonare – natürlich mit Pecorino, Ei und einem ordentlichen Speck (keinesfalls mit Sahne!), diese haben brillant geschmeckt, mein Kompliment für diese italienischen Hochgenuss!

Um das Ganze kulinarisch noch abzurunden musste ich natürlich im Vero auch den Klassiker Pasta Puttanesca probieren, und was soll ich sagen auch hier alles wie bei Mama!

Der Service im Vero ist hervorragend, man wird stets zuvorkommend und professionell bedient – dabei aber nie aufdringlich – mein Kompliment an den Restaurant Manager!

Das Vero verfügt über ein sehr gut ausgestattetes Weinsortiment – hier bleiben kaum Wünsche offen. Die Atmosphäre ist gediegen italienisch – für mich persönlich ist der Gastraum stellenweise etwas zu dunkel um die tollen Kreationen auch ordentlich in Augenschein nehmen zu können. Der Außenbereich lädt mit Blick über das Meer zum Verweilen ein und die Speisenkarten mit Hintergrundbeleuchtung sind ein nettes Gimmick.

Jeden ersten Sonntag im Monat findet im Vero ein ganz besonderer Brunch statt – die Teilnehmerzahl ist hier limitiert und eine rechtzeitige Voranmeldung geboten. Neben einem live DJ werden in mehreren Gängen allerhand kulinarische Leckerbissen serviert und alle Biere, Weine, Champagner und Softdrinks sind im Preis enthalten. Für jeden Gourmet der sich in fünfzig Kilometer Umkreis befindet ein MUSS mindestens einmal daran teilgenommen zu haben.

Ich kann jedem Hotelgast, aber auch Besuchern nur empfehlen sich in diesem italienischen Restaurant der Spitzenklasse verwöhnen zu lassen.

Elements @pullman Phuket Arcadia

Das Elements ist gleichzeitig das Restaurant des Pullman Arcadia, indem das morgendliche Frühstücks-Buffet stattfindet. Das Frühstück hier ist unglaublich reichhaltig – es gibt neben den Klassikern wie Amercian- oder English Breakfast nahezu jede Zubereitungsart an Eiern, es gibt Salate, Sushi, Fisch & Lachs, viele Thailändische Gerichte, täglich einen frischen Schinken aus dem Ofen, eine große Auswahl an Brot aus eigener Produktion, süße Patisserie, Früchte, u.v.m..

Die Leitung der Küche hat hier Chef Sorn inne, ein Thailänder mit internationaler Erfahrung und ein echtes Allround-Talent. Er zeichnet verantwortlich für all die Leckerbissen die das Elements zu bieten hat.

Im à la carte Betrieb bietet das Elements sowohl Thailändische Küche als auch einige westliche Speisen wie beispielsweise Spare Ribs, Cesar Salad, Burger, Sandwiches und vieles mehr. Hinzukommen neben der Zulieferung für den Room Service viele verschiedene Themenabende wie z.B. das Seafood BBQ, oder ein besonderes Thai-Dinner.

Außerdem zaubert das Team des Elements überwiegend die Süßspeisen für alle Restaurants und Events im Arcadia – sprich auch all die kleinen Schoko Aufmerksamkeiten, die als Überraschung für die Gäste auf den Zimmern warten, kommen aus der Küche des Elements.

Da ich hier auch jeden Morgen das Frühstück einnehme, kann dieses Restaurant – für mich zumindest – nicht mit einer besonderen Atmosphäre aufwarten. Was jedoch durch den freundlichen und professionellen Service der vielen fleißigen Mitarbeiter und die Leckeren Speisen in den Hintergrund rückt. Die Preisen für Speisen & Getränke bewegen sich im gehobenen Segment, was bei der Qualität der Zutaten und dem liebevollen Umgang mit den Speisen aber vollends gerechtfertigt ist.

Ich kann jedem Hotelgast, aber auch Besuchern nur empfehlen sich einmal im Elements verwöhnen zu lassen.

Pullman Phuket Arcadia

Das Pullman Arcadia ist eines der beeindruckendsten Hotels in dem ich bisher abgestiegen bin. Es ist nicht so dass hier alles perfekt ist, aber es ist das Gesamtpaket das den Unterschied macht – man fühlt sich einfach wohl sobald man „über die Schwelle“ tritt.

Am besten lässt sich das vielleicht an Hand einer Szene aufzeigen die ich im Pool erlebt habe. Dort war ein Paar was sich über das Arcadia unterhielt und der Mann sagte zu seiner Frau das er normalerweise fünf Tage bis eine Woche bräuchte um im Urlaub wirklich anzukommen – aber hier hatte er bereits nach einem Tag das Gefühl angekommen zu sein. Das macht das Arcadia aus, man spürt sofort das hier ein echtes Team Hand in Hand und auf Augenhöhe arbeitet.

Alle Mitarbeiter sind ausgesprochen freundlich und lesen einem die Wünsche von den Lippen ab, es herrscht eine total relaxte Atmosphäre und auch deshalb kommen die Gäste aus aller Welt schnell ungezwungen ins Gespräch.

Das Arcadia hat das Glück einen General Manager – den Australier Brett Wilson – zu haben der weiß was die Gäste und die Mitarbeiter glücklich macht. Die stets positive und konstruktive Aura des “Kapitäns“ färbt auf Mitarbeiter aber auch Gäste ab – dies macht einen großen Teil der besonderen ungezwungene Atmosphäre des Hotels aus.

Die Lage des Hotels ist ideal, es sind nur 10 – 15 Minuten bis zum Flughafen – vom Fluglärm bekommt man hier jedoch nichts mit. Nach Phuket Town sind es je nach Verkehrslage nur 30 – 45 Minuten und wer gerne Shoppen geht findet dort einige des bekannten Malls und Markenshops um sich die Zeit zu vertreiben.

Wer eher relaxen möchte, der legt sich an einen der beiden Hotelpools, beispielsweise den großen Infinity Poll aus dem man nicht nur auf das Meer, sondern auch auf den Naithon Strand schauen kann.

Das Frühstück im Arcadia ist erwähnenswert gut – es gibt alle was das Herz begehrt in hoher Qualität und so kommt man stets gut in den Tag. Es gibt zwei Restaurants – zum einen das Elements, zum anderen das italienische Vero – da beide Restaurants in Google Maps eigene Einträge besitzen, habe ich mein Feedback jeweils dort platziert.

Beim holländischen Food & Beverage Direktor Albert Jan van Beusekom laufen alle Fäden zusammen, denn er trägt die Gesamtverantwortung für die Restaurants & Events, wenn es um das leibliche Wohl geht.

Im Arcadia gibt natürlich auch eine Pool-Bar sowie die C-bar auf der Ebene der Rezeption – in diese lädt der General Manager jeden Donnerstag bei Sonnenuntergang für zwei Stunden alle Gäste auf Cocktails, Wein und Softdrinks ein. Unterstützt wird er dabei von der äußerst charmanten Roxana Gheorghe, ihres Zeichens Director of Operations. Von der C-bar aus kann man dann perfekt den Sonnenuntergang genießen. Im Vergleich zu vielen anderen Hotels eine große Besonderheit, mit Sicherheit ist dieser “Social Event“ aber auch mit einer der Gründe für den Erfolg des Arcadia.

Das Gelände des Hotels in recht weitläufig und steil in den Felsen der Küste integriert worden, dabei wurde jedoch sehr auf Harmonie mit der Natur geachtet, weshalb sich die Anlage hier gut einfügt. Das Hotel bietet 24/7 einen Shuttle Service zu den Zimmern an – bei Regen muss man ab und an einen Moment warten, in der Regel ist man jedoch nach fünf Minuten „auf dem Zimmer“.

Der Betreiber Accor unternimmt seit vielen Jahren starke Bemühungen nach einem ökologischen Ansatz zu agieren, daher finden sich auch im Arcadia viele Elemente wieder die dazu beitragen die Umwelt zu schonen. Das fängt mit dem Weglassen des Plastik-Strohhalms an, geht über den integrierten “Organic Garden“ sowie ein ordentliches Brauchwasser Management und vieles mehr.

Es gibt eine Handvoll verschiedener Zimmertypen vom Standardzimmer bis hin zur Villa mit eigenem Infinity-Pool – alle setzen auf ein gleichartiges gehobenes und trotz allem schlichtes Design mit Marmor, hell laciertem Holz sowie Strandhaus Farbtönen. Die Betten sind hervorragend – so gut, dass man morgens gar nicht mehr raus will…

Die Zimmer sowie die gesamt Hotelanlage sind extrem sauber und gepflegt – uns ist hier innerhalb der letzten fünf Jahre niemals etwas wie Schimmel oder Dreck begegnet.  Natürlich gibt es hier und dort mal ein paar Blätter im Pool und auch ab und an mal Ameisen zu sehen, aber hallo – wir sind in Thailand und inmitten in der Natur.

Naithon bietet auch einen Strand – im Vergleich zu Khao Lak ist dieser aus meiner Sicht nicht so reizvoll und die Promenade eher spartanisch, aber das ist für mich hier auch nicht der Fokus – diesmal wollten wir uns ganz und gar im Hotel erholen und die Ruhe weitab vom Touristentrubel genießen.

Natürlich gibt es im Arcadia auch ein gut ausgestattetes Gym nebst täglichen Kursangeboten sowie einen tollen SPA – ich habe mich jedoch mehr der kulinarischen Seite des Urlaubs gewidmet, das mit dem “Pfunde abtrainieren“ starte ich dann zu Hause…

Besonders angenehm empfand ich das uns in der Minibar ein tägliches Kontingent an Softdrinks kostenlos überlassen wurde – ein kleines Gimmick aber ein Wohlfühl-Gimmick! Dazu kamen dann noch kleine Überraschungen, die wir nach der Rückkehr auf unser Zimmer vorfanden – Pralinen, kleine Schokokunstwerke, Früchte und Schokoladen-Puzzle für unsere Tochter – alles mit viel Liebe zubereitet – diese haben uns bisher jeden Aufenthalt im Arcadia versüßt!

Ich habe bereits sehr viele gute große wie auch kleine Hotels & Resorts in Thailand besuchen dürfen, kann aber sagen, dass mir und meiner Familie das Arcadia und sein Team über die Jahre so sehr ans Herz gewachsen sind, das es unsere absolute Nummer Eins geworden ist. Jedem der ungezwungene Entspannung auf hohem Niveau sucht und der auf die direkte Nähe zu Strand-Bars verzichten kann, dem kann ich einen Besuch dieses Hotels nur wärmstens ans Herz legen.

The Grand

Reservierung & Web

Auf Empfehlung hin haben wir uns spontan für den Besuch des Berliner The Grand entschieden. Wir waren gegen Nachmittag auf Location-Suche in Berlin Mitte unterwegs und hatten ad hoc eine telefonische Reservierung vorgenommen. Ein erfrischend freundliches und zuvorkommendes Gegenüber hob ab – Daniela – sie erzählte ein wenig zum The Grand und gab uns sogleich das Gefühl willkommen zu sein.

Das Restaurant öffnet offiziell erst gegen 19:00 Uhr, aber man empfing uns bereits um 18:00 Uhr auf das Herzlichste und überbrückte uns die Zeit mit zwei sowohl optisch als auch geschmacklich eindrucksvollen alkoholfreien Cocktails…aber dazu später ein wenig mehr.

Da das The Grand sehr nahe am Alex gelegen ist, hatten wir mit einer längeren Parkplatzsuche gerechnet – aber weit gefehlt, gleich neben dem Restaurant durften wir uns nach erfolgreicher Befüllung des Parkscheinautomaten glücklich schätzen, fußläufig eine Parkmöglichkeit ergattert zu haben.

Die Webseite vom The Grand ist nett gemacht, könnte aber etwas performanter daherkommen und was die Speisekarten angeht deutlich kürzere Wege bis ans Ziel bieten. Die Seite ist responsiv angelegt und somit auch für Mobile Devices eine feine Angelegenheit – auf dem großen Monitor wirken Schrift und Grafik hingegen stellenweise etwas verloren.

Ambiente

Von außen zeigt sich das Gebäude vom The Grand recht zurückhaltend, lediglich die zwei Eingänge, einer zum Restaurant, der andere zur Bar verraten, das hier eine Restauration untergebracht sein könnte. Dies ist vielleicht dem Denkmalschutz des historischen Schulgebäudes von 1842 geschuldet oder aber nur dem Understatement – in jedem Falle ist dies ansprechender als eine Brauerei gesponserte Leuchtreklame – Dezente Beleuchtungsakzente am linken Eingang nebst einem goldenen Schild verrieten uns, das wir das The Grand gefunden hatten.

Beim The Grand handelt es sich neben Restaurant & Bar um eine Club- & Event-Location. Stilistisch setzt man beim The Grand auf eine Mischung von blankem Mauerwerk, modernen akzentuierten Beleuchtungsszenarien und hochwertigen Clubmöbeln mit Chic. Im Restaurantbereich spielen die Speisen auf den durchweg weißen Tischtüchern die Hauptrolle – hier spürt man noch ein wenig vom Spirit der Ostberliner-Locations nach der Maueröffnung.

Bis zu 240 Gäste können im The Grand Speisen und Feiern, ca. 80 im Restaurant, 60 in der Galerie gleich über dem großen Gastraum sowie an die 100 auf der Terrasse. Zudem bieten die angeschlossene Bar und einige Suiten zusätzliche Kapazitäten für jedwede Events.

Die Visitenkarte

Die Toiletten des The Grand sind sehr stylish, Spotlights beleuchten alles Wichtige – die Stimmung ist in jedem Falle interessant – clubartig – und die stillen Örtchen waren sauber. Olfaktorische Gimmicks könnten hier noch das gewisse Etwas ausmachen.

Service

Als wir das The Grand betraten wurden wir im Eingangsbereich direkt von Daniela in Empfang genommen und sogleich an einem zentral gelegenen Tisch im Restaurantbereich platziert. Das nette Angebot unsere Garderobe abzugeben nahmen wir zwar diesmal nicht wahr – aber die Tatsache an sich empfanden wir als einen angenehmen und vor allem nicht mehr vielerorts anzutreffenden Service.

Man hat uns während unseres gesamten Aufenthaltes jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Dies nahmen wir nicht als aufdringlich oder störend wahr, sondern als stetige und zuvorkommende Begleitung. Vielen Dank für den tollen Service – wir haben ihn durchweg genossen.

Drinks & Bar

Wie eingangs erwähnt hat man uns die Zeit bis zum Essen mit zwei tollen Drinks überbrückt. Diese wurden in der hauseigenen Bar zubereitet und schmeckten interessant & sehr ausgewogen, der eine auf Basis von Passionsfrucht mit Minze, der andere mit Ingwer & Limone. Wir haben selten so nuancenreiche alkoholfreie Cocktails genießen dürfen – die Bar versteht ihr Handwerk und bietet ein angenehmes Ambiente. Die Luft dort ist Erfüllt von dem Duft verschiedener Hölzer und ich meinte beim kurzen Durchstreifen der Räumlichkeit eine Patschulinote wahrgenommen zu haben.

Vorspeisen

Zu Beginn wurde uns Brot gereicht. Hierbei handelte es sich um Scheiben vom Baguette und von einem dunkleren Körnerbrot – beide von bemerkenswerter Qualität – dazu erhielt ein jeder von uns eine kleine Portion wohltemperierter Butter.

Die Vorspeisen waren durchweg erwähnenswert lecker sowie optische High Lights, denen man die Sorgfalt & Professionalität ansah mit der sie zubereitet & angerichtet worden waren.

Ein echter Traum war der gratinierte, äußerst milde Ziegenkäse auf einer Tranche gegrillter Wassermelone, garniert mit frischem Feldsalat versehen mit einem Haselnuss-Karotten-Dressing und Thymianhonig – diese Vorspeise war eine echte Erkenntnis – mein Kompliment. Die Kombination an Texturen war eine große und einmalige Gaumenfreude.

Bei unserer zweiten Vorspeise handelte es sich um den The Grand Caesar Salad, bestehend aus Römersalatherzen, Tomaten-Crostini, Bacon-Croûtons, Parmesan einem wunderbaren Caesars Dressing mit einer Spur Sardelle gesalzen, gereicht mit einem halben Hummer.

Der Salat war sehr frisch und knackig, das Dressing ausgewogen und keinesfalls aufdringlich, der Parmesan beeindruckte und der Hummer war auf den Punkt gegart. Also auch diese Vorspeise war von besonderer Qualität und Handwerkskunst und dabei mit knapp 30 Euro absolut im preislichem Rahmen.

Hauptgericht

Unsere Wahl fiel auf das Porterhouse (US BEEF) aus dem Freigehege, laut Karte “Maisfütterung“ und daher mit ausgeprägter Marmorierung und einen tiefen, harmonischen Geschmack. Das Fleisch war sechs Wochen gereift und die Scheibe kam mit einem Gewicht von 1200 g daher. Das Porterhouse weist sowohl Rücken- als auch Filetanteil auf – ähnelt optisch dem T-Bone und wird im The Grand am Knochen gegrillt und tranchiert serviert. Nach dem Grillen wird dem Fleisch ausreichend Zeit gegeben zu ruhen, so dass der Fleischsaft nicht ausläuft, wenn es tranchiert wird. Für dieses Steak muss man im The Grand aktuell 129 Euro investieren.

Das Porterhouse war sehr lecker und mit Sicherheit von gehobener Qualität, aber der Grillgeschmack hätte deutlich intensiver und die Temperatur des Steaks deutlich höher sein dürfen. Nach dem überwältigenden Eindruck den die Vorspeisen hinterließen, war das Steak nicht wirklich etwas Besonderes – hier wäre für uns ein anderes Gericht aus dem reichhaltigen Angebot im The Grand sicher die bessere Wahl gewesen. Aber das ist der Preis, wenn man in den vergangenen Monaten nahezu alle Steakhäuser der Stadt besucht hat.

Hinzu kam das wir uns ganz besonders auf die originale Chimichurri Salsa gefreut hatten. Eine lateinamerikanische Saucen-Spezialität basierend auf einer Hand voll grüner Kräutern, Knoblauch, Schalotten und einigem mehr –  leider im The Grand lediglich eine Interpretation dieser an sich grünen Köstlichkeit – meilenweit weg vom Original. Dafür war dann aber der Portweinjus ein echtes Erlebnis. Zusätzlich wurde uns dann noch eine Sauce Bernaise gereicht – die war recht ordentlich, kam nicht zu “schwer“ daher und der Estragon war mit Augenmaß verwendet worden.

Dessert

Die Nachspeisen haben uns leider etwas enttäuscht, insbesondere die Creme Brûlée die deutlich zu klein “untergebracht“ war und daher kaum Raum für die Entfaltung einer ordentlichen Konsistenz hatte (Hier einfach mal das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz besuchen und ein wenig Spicken – da geht noch was – weniger ist nicht immer mehr).

Das Sorbet von der Kirsche war Spitze, das von der Himbeere war dagegen förmlich langweilig und auch der Obstsalat wirkte fade und lieblos.

Hier ist deutlich Luft nach oben, die “süßen Sachen“ sollten mit den Vorspeisen mithalten können, etwas mehr Liebe zu Texturen und auch der Abschluss würde überzeugen.

Fazit

Für das The Grand können wir eine ganz klare Empfehlung aussprechen. Das Flair dieser Location, der gute Service und die feinen Speisen laden zum Verweilen ein. Wir werden sicher nochmals dort einkehren um ein paar weitere Gerichte zu probieren. Aus unserer Sicht ein Muss für jeden Gast, der Ziegenkäse auf gegrillter Melone.

Die Preise sind bei der angebotenen Qualität der Speisen in jedem Falle gerechtfertigt, ob es unbedingt ein Steak sein muss, muss jeder für sich entscheiden. Unsere Wahl fürs nächste Mal werden sicher raffiniertere Gerichte, wie z.B. der auf der Karte befindliche Rehrücken sein.

Besonders zu erwähnen ist die Herzlichkeit Danielas, sie hat dafür gesorgt, dass unser Besuch zum Erlebnis wurde…und Daniela – ich hoffe die Fotos sind gut geraten – wegen des Shiraz melde ich mich bei passender Gelegenheit nochmals bei Euch.

Fruit Logistica Berlin

Die Fruit Logistica in Berlin wird jedes Jahr aufs Neue zu einer fruchtigen Angelegenheit.

Auf der Fruit Logistica dreht es sich um Obst, Gemüse, Transport-Logistik & Innovatives. Es gibt eine schier unendliche Vielfalt an heimischen & tropischen Früchten und die wenigen Tage, die diese Messe ihre Tore öffnet, reichen oft kaum aus um alle Köstlichkeiten probiert zu haben.

Da die Messe stets im Frühjahr stattfindet, bietet sich bereits in den kälteren Monaten des Jahres die Gelegenheit “Sonne” zu tanken – auch wenn dies meist “nur” kulinarisch zu verstehen ist.

Jedes Jahr stellen die Produzenten auf dieser beliebten Messe neue Kreuzungen vor, die die Besucher staunen lassen. Sei es wie 2018 beispielsweise eine Avocado ohne Kern oder die chinesischen Birnen, bei denen mittlerweile durch Züchtung Früchte verfügbar sind die an die 800g auf die Waage bringen und dennoch lecker sind.

Der Aufwand den die Aussteller treiben um ihre Produkte anzupreisen ist beeindruckend. Es gab bereits eine Vielzahl an Aktivitäten rund um das Business, angefangen von Fruit Carving Kursen, über die Wahl zur “Frucht des Jahres“ bis hin zum beliebten Innovationspreis.

Auch viele Fachbesucher aus Übersee und Asien schätzen die Berliner Ausgabe der Fruit Logistica – vieles was hier in Sachen Transport, Logistik & Verpackung vorgestellt wird finden wir Verbraucher bald im Supermarkt um die Ecke wieder.

Besonders beeindruckend ist das die Veranstalter zum Messe-Ende stets dafür sorgen, dass so gut wie keine Lebensmittel weggeschmissen werden – die Berliner Tafel und einige andere Organisationen haben nach der Fruit Logistica stets allerhand vitaminreiches im Angebot.

Jedem der sich für Früchte, Gemüse und die “Große weite Welt“ interessiert, kann ich nur raten, hier mindestens einmal zu Gast zu sein. Als kleinen Anreiz habe ich für Euch ein paar Beiträge verfasst und dabei natürlich wieder “ein bis zwei” Fotos geschossen.

Viel Spaß beim Lesen.

Fruit Logistica 2018 Berlin

Die Vorfreude zur Fruit Logistica 2018 war groß und die Messe überzeugte, wie bereits im letzten Jahr, auf ganzer Linie. Insbesondere bei den winterlichen Temperaturen in Deutschland hob die Vielfalt an exotischen & sonnengereiften Früchten die Stimmung und die Messe ließ flugs die winterlichen Außentemperaturen vergessen.

Auch in diesem Jahr war wieder allerhand Interessantes zu bestaunen. Angefangen mit dem schwarzen Knoblauch der mittlerweile in aller Munde ist, über herzförmige Gurken & lila Rosenkohl bis hin zu innovativen Kokos-Chips aus Thailand.

Hier ein paar Impressionen der diesjährigen Messe.

Der Fruit Logistica 2018 Innovation Award – Nominierungen

Die für den diesjährigen Fruit Logistica Innovationspreises nominierten Kandidaten warteten mit pfiffigen Lösungen auf. Die Palette reichte von biologischer Schädlingsbekämpfung für den Hausgebrauch, über Verpackungen mit einer bemerkenswerten Öko-Bilanz bis hin zu Gaumenfreuden aus dem fernen Asien.

Nominiert war die dunkelbraune Marmande Tomate von Adora – ein echter Genuss. Da diese Tomate eine äußerst robuste Haut hat kann man sie bedenkenlos – fast wie einen Apfel – in der Tasche transportieren ohne Gefahr zu laufen das sie kaputt geht. Dieses besondere Merkmal gefiel jedoch nicht jedem, es gab durchaus „Verkoster“ die sich gerade an der festen Haut störten. Der Geschmack dieser Tomate besticht mit seiner Ausgewogenheit an Säure und Süße die dennoch genug Platz für ein einzigartiges Aroma lässt. Zudem ist diese Tomate ein echter Eye-Catcher und für Gerichte wie z.B. einen echten Salade Niçoise mehr als geeignet.

Nominiert wurde auch die Kellermeister Manns GmbH mit einer Technologie die geeignete Früchte, wie beispielsweise Äpfel, direkt mit einem Branding versehen kann. Im Messe-Showcase wurden hierbei Äpfel unterschiedlicher Farbe zur LOGO Fruit. Sicher ein sympathischer Werbeträger, wenn sich zukünftig auch nicht standardisierte Bio-Sorten mit natürlichen Farbdrucken bedrucken lassen.

Eine weitere Innovation – der Malver – kommt aus Italien. Eine Maschine die in der Lage ist nahezu an die fünfzig Mangos gleichzeitig zu entsteinen und zu halbieren, wobei wohl auch weiche Früchte schadlos verarbeitet werden können. Sicher eine sinnvolle Investition, wenn es mal ein paar Früchte mehr sein sollen, sprich für mittelständische Hersteller von Mango-Sorbet beispielsweise.

Die niederländische Firma East4Fresh, zeigte eine Innovative Variante der Wasabi-Aufbereitung für den Hausgebrauch.  Es handelte sich hierbei im eine Wasabi-Box, einen kleinen Holzbehälter der neben einer Edelstahl-Reibe eine frische Wasabi “Knolle“ enthielt. Dies nette Geschenkidee gibt es wohl auch bereits im Handel. Geschmacklich konnte uns der selbstgemachte Wasabi jedoch nicht überzeugen.

Das belgische Unternehmen Greenyard zeigte ihre “The Alberts Smoothie Station“. Der vorgestellte Automat konnten auf Basis tiefgekühlter Früchte- und Gemüsesorten natürliche Smoothies zubereiten. Gerade in Zeiten wo der Anteil gesundheitsbewusster Mitarbeiter in vielen Firmen “explodiert“ sicher eine feine Sache für innerbetriebliche Kantinen. Hierbei ist es möglich aus den verschiedenen „Ladungen“ nach eigenem Belieben zu mischen – was wohl auch mit Unterstützung einer App möglich ist.

Nominiert war auch das Unternehmen H2Hybrid. H2Hybrid stellte ihr modulares Bewässerungssystem auf Basis von sauerstoffangereichertem Wasser – hiermit solle es möglich sein, den Wasserbedarf beim Pflanzenwachstum um bis zu 80% zu verringern – vor. Sicher eine lohnenswerte Vorgehensweise, wenn man bedenkt wie wasserintensiv der Anbau vieler Pflanzen – z.B. im Fall von Salaten – heutzutage ist.

Die Firma Koppert präsentierte einen überarbeiteten Ansatz biologischer Schädlingskontrolle. Koppert Biological Systems stellt hierfür unterschiedliche Nutzorganismen bereit. Von Parasiten wie Schlupfwespen & -Fliegen, über Pilze & Bakterien, bis hin zu Raubmilben, Raubwanzen, Raubkäfer u.v.m.. Für nahezu jeden Anwendungsfall vom häuslichen Garten bis zum Großanbau kommen diese effizienten biologischen Helfer zum Einsatz.

Die Firma Croptimal stellte im Rahmen ihrer Nominierung für den Innovation Award ihr neues mobiles Analyse System vor. Mit diesen Labor-Units können Boden, Wasser und Planzengewebe direkt auf dem Feld untersucht werden – was vormals bis zu einer Woche dauerte kann nun direkt vor Ort in wenigen Minuten geschehen. Die Geräte sollen einfach zu bedienen sein und greifen über die Cloud auf Daten zu die, die aus den vor Ort Test ermittelten Ergebnisse bewerten helfen.

Mit ihrem Graspapier war zudem die Papierfabrik Scheufelen nominiert und hat unserer Meinung nach einen großen Wurf gelandet. Diese Technologie ist eine Glanzleistung und dies nicht nur auf Grund der hervorragenden Eigenschaften des Produktes an sich. Bei der Herstellung dieser Papiervariante kommen keine Chemikalien zum Einsatz, denn es handelt sich durchweg um einen mechanischen Produktionsprozess. Der Grundstoff braucht – anders als Bäume – nur Monate zum Wachsen und ist biologisch und daher für Lebensmittelverpackungen mehr als geeignet. Die Erzeugung verbraucht deutlich weniger Strom als jede andere Papierherstellung und zu guter Letzt, das aus unserer Sicht unschlagbare Kriterium in dieser Branche – Graspapier braucht in der Produktion lediglich einen Liter Wasser pro Tonne Papier – beim herkömmlichen Fertigungsverfahren auf Holz Basis sind es bis zu 6000 Liter pro Tonne…was für ein Quantensprung, Respekt!

Nun aber, last but not least…and the winner is POOK Coconut Chips!

Wenn ein Unternehmen mit dem Herzen dabei ist, dann merkt man dies auch dem Produkten an – bei POOKS Toasted Coconut Chips ist es genau so. Hier arbeitet eine ganze Familie, generationsübergreifend und voller Enthusiasmus seit Langem an einer gesunden Innovation für alle Chips-Lover und Couch-Potatos und siehe da, es wird belohnt.

Es ist schön zu sehen, das mit dem diesjährigen Innovation Award direkt die Menschen gewürdigt werden konnten, die alles gegeben haben ein Produkt zu entwickeln und es „auf die Straße“ zu bringen. Kein abstrakter Konzern, keine Design-Labs, ganz klare Strukturen und ein transparentes Produkt hinter und für das sehr symphytische Menschen stehen. Dieses deutsch / thailändische Projekt hat alle überzeugt und verdient es bald in jedem Chips Regal vertreten zu sein.

Unsere Gratulation und Empfehlung für POOKS Toasted Coconut Chips -TASTE IT!

Weinmesse Berlin

Auf Einladung des Aachener Weinhändlers Aix Vinum hin, hatten wir Gelegenheit uns die Weinmesse Berlin einmal genauer anzuschauen. Eine Messe ganz nach unserem Gusto – im Gegenteil zu manch anderen Messen heutzutage, wurden uns hier allerhand Möglichkeiten angeboten eigene kulinarische Erfahrungen zu sammeln, ohne gleich Gebinde weise Weine ordern zu müssen – was unserer Meinung nach auch das angemessene Credo einer Endverbraucher-Messe sein sollte.

Das Eingangsszenario erinnerte ein wenig an den Start des New York Marathon – die Menge versammelte sich gegenüber des Mercure Hotels, vor den großen Stahltoren des Messegeländes und blickte erwartungsvoll dem Startschuss entgegen.

Als dieser fiel hielten wir uns etwas zurück, um dem Gedränge der Besucher zu entgehen die – wie auf jeder Messe – gerne immer die ersten sein wollen. Mit den Jahren lernt man dazu – jede gute Messe ist wie ein gutes Buffet – es wird stets nachgelegt – denn nichts ist schädlicher für die Wahrnehmung als unangebrachter Stress.

Als sich der erste Pfropfen von Besuchern etwas verlaufen hatte betraten wir den Eingangsbereich der Messe und statteten uns sogleich mit ein paar Weingläsern auf Pfandbasis aus. Bereits hier stiegen uns ein paar interessante Noten kulinarischer „Weinbegleiter“ in die Nase. Es gab neben den verschiedensten Käsesorten allerhand Backwerk und auch Deftiges zu verkosten. Unser Fokus lag jedoch diesmal auf den flüssigen Erzeugnissen, um die es ja bei einer Weinmesse auch gehen soll.

Die Messestände waren sehr zahlreich und erstreckten sich über mehrere Hallen. Es machte den Eindruck als ob ein jeder Winzer des Landes und darüber hinaus hier vertreten sei. Wir hatten uns zuvor aus dem handlichen Messeführer natürlich ein paar Anlaufstellen herausgesucht, und steuerten als erstes zum Weingut Laumersheim. Hier sollte es etwas Neues und ganz Feines geben – den edel süßen „Pälzer Scherry“ – schon der phantasievolle Name weckte unser Interesse. Was soll ich sagen, eisgekühlt ein wirklich einmaliger Tropfen denn nicht jeder sein Eigen nennen kann. Die Flasche hatte mit ihren 0,375l genau das Maß, welches die Wahrscheinlichkeit von Kopfschmerzen am Folgetag im Zaume halten soll, sollte man das Fläschchen dann doch ad hoc leeren sollte.

Hiernach durchschritten wir die heiligen Hallen der Weine und ließen uns von weiteren Deutschen aber auch Ungarischem & Chilenischen Weinen inspirieren. Die Aussteller nahmen sich stets die Zeit beim Ausschenken nicht nur Verkaufsgespräche zu führen, sondern auch Details zu ihren Trauben, den jeweiligen Anbaugebieten und dem Keltern zum Besten zu geben.

Im Anschluss an unseren Rundgang pilgerten wir zu Aix Vinum – die Chance die gesamte Bandbreite der australischen Molly Dooker Familie verkosten zu dürfen war zu verheißungsvoll. Schließlich sind sämtliche Shiraz Weine dieses Weingutes weltweit auf den höchsten Rängen der Bewertungslisten zu finden. Der 2012 Carnival of Love war im Jahr 2014 nach Parker der zweitbeste Wein der Welt…und den ersten Platz machte ein Port, was diesen Australier für uns persönlich zum Besten „echten“ Wein dieses Jahrgangs macht.

Es war ein fantastisches Erlebnis am Stand von Aix Vinum den gehaltvollen und fruchtigen Weinen wie den Boxer, den Carnival of Love oder auch den Blue Eyed Boy zu verkosten. Hierbei versorgte uns Niklas Kudlek von Aix Vinum mit allen Details der jeweiligen Weine und hatte zu jedem Jahrgang natürlich noch eine passende Geschichte parat – man merkt, dass der Mann in Aachen regelmäßig ordentliche Weinseminare veranstaltet. Seitens des Generalimporteurs von Mollydooker Weinen in Deutschland hatten wir das natürlich auch erwartet. Es dauerte geraume Zeit bis wir uns von den reinen dunklen Trauben trennen konnten. Dann haben wir noch schnell für zu Hause einen 2012 Blue Eyed Boy gekauft und gerade noch genug Zeit gehabt, die zum Abschluss geplanten Köstlichkeiten, nämlich leckere Portweine zu probieren.

Sogevinus Fine Wines hatte als bester Produzent von Portweinen ein Angebot der Golden League 2016 auf dem Tresen stehen. Hier gab es die verschiedensten Jahrgänge Burmester und einiges an Kopke zu bestaunen. Wenn man zum Finale derart süße und hochprozentige Portweine verkostet, ist es in jedem Falle angeraten sich vorab darüber im Klaren zu sein, was dies ggf. für den „Schädel“ am nächsten Tag bedeuten könnte – ganz abgesehen von der nötigen Heimkehr-Strategie – bei den Qualitäten gab es aber keinerlei Probleme.

Was soll ich sagen es war ein äußerst gelungener Abschluss, das nächste Taxi war unseres und wir hatten uns mit dem Kopke 10 & L.B.V. 2012 noch zwei gute Flaschen sichern können.

Unser Fazit, die Weinmesse Berlin hat sich in jedem Falle gelohnt. Wir haben viel Neues, aber auch Bekanntes gesehen und genossen. Diese Messe könne wir guten Gewissens jedem empfehlen der einem guten Tropfen gewogen ist. Es war zwar recht voll, jedoch waren alle Besucher die wir trafen sehr aufgeschlossen und beseelt…wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Weinmesse Berlin.

Schlemmerabend die Dritte

Es ist der 20. September 2017 und wieder einmal Schlemmerabend bei Struve. Ein weiteres Jahr ist vergangen und die Vorfreude war bereits groß – was soll ich sagen das Warten wurde wie immer belohnt.

Gottlob hatte ich bereits einige Minuten vor dem Einlass die Möglichkeit noch schnell ein paar Schnappschüsse der, wie jedes Jahr, liebevoll gestalteten Schlemmer-Buffets zu knipsen.

Der Ansturm war diesmal immens und ein jeder der noch ein Ticket für den Schlemmerabend ergattert hatte, konnte sich glücklich schätzen bei diesem kulinarischen Highlight dabei zu sein.

Das Struve-Team war wie immer hoch motiviert und trotz bereits absolvierter Tag-Schicht voller Vorfreude zwei ausgelassene Stunden gemeinsam mit Ihren Kunden zu verbringen.

Gleich am Eingang gab es fantastisches Sushi – diesmal unter dem Motto „Wiesn-Sushi“ – mit sehr viel Liebe zum Detail und einer großen Portion Professionalität, hatten die Damen und Herren des hauseigenen “Sushi-Produzenten“ ein geschmackliches Feuerwerk fabriziert.

Gleich gegenüber konnte der Fleischliebhaber sich mit einem erwähnenswert leckeren Schweinebraten auf Krautsalat verwöhnen lassen.

Es waren wieder viele kleine Stände verschiedenster Hersteller aufgebaut worden. Hier konnte man von den unterschiedlichsten Horsd’œuvre, über Pizza-Ecken, Lachs & Garnelen, Raclette vom Blauschimmelkäse bis hin zu Gebäck und Keksen viel Neues, aber auch Bekanntes probieren.

Natürlich gab es neben verschiedenen Rum-Sorten auch wieder einiges an Weinen und auch Craft-Bieren sowie Pale Ale zu verkosten.

Besonders erwähnen möchte ich noch die Damen und Herren der Fleisch & Wurst-Theke. Es ist schon erstaunlich wie viele kleine Gaumenfreuden hier auch in diesem Jahr wieder gezaubert wurden – ganz bodenständig – und trotz allem ganz besonders.

Ach ja, und auch die Damen die – wie jedes Jahr – im Bereich der Kühltruhen Garnelen für die Besucher zaubern – großes Kompliment für den gelungenen Service trotz des großen Ansturmes – und dann auch noch so lecker!

Alles in allem mal wieder eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank an die Struve Familie und die vielen fleißigen Mitarbeiter ohne die ein solcher Event gar nicht machbar wäre.

Hier einige Bilder zum diesjährigem Schlemmerabend, welche sicher Lust darauf machen beim nächsten Mal selbst dabei zu sein.

Am 11.10.2017 findet der Schlemmerabend in Rahlstedt (20:00 – 22:00 Uhr) und am 08.11.2017 in Eidelstedt (20:00 – 23:00 Uhr) statt!

Ein weiterer toller Serien-Event ist Struves Music & the City (immer von 20:00 – 23:00 Uhr) am Hummerstand im Hanse Viertel (Große Bleichen / Poststraße 33, 20354 Hamburg). Dort legt jeweils einen DJ auf und es wird ausdrücklich zum Tanz geladen.

Bisher bekannte Termine: 05.10.2017, 02.11.2017, 07.12.2017, 14.12.2017, 04.01.2018, 01.02.2018, 01.03.2018, 29.03.2018, 05.04.2018 und der 03.05.2018.

Übrigens, am Hummerstand gibt es freies WLAN & die Location kann auch für die eigene Party angemietet werden – vielleicht auch mal eine chillige Option für den nächsten Geburtstag.

Einfach mal Online bei EDEKA Struve vorbeischauen – dort gibt es dann noch mehr Details.

Sale e Pane Berlin

Reservierung & Web

Das Restaurant Sale e Pane ist nicht allzu groß, hat jedoch einen Außenbereich der gerade bei gutem Wetter Freude macht und dieser Italiener im Herzen von Steglitz ist stets gut besucht. Deshalb raten wir hier bei einem Besuch vorab unbedingt – am besten telefonisch – zu reservieren.

Die Webseite des Sale e Pane ist responsiv und damit geeignet für Mobile Devices, allerdings ist der Inhalt recht spartanisch und kaum mehr als eine digitale Visitenkarte.

Ambiente

Schon beim Betreten des Restaurants wird der Gast am ausladenden Tresen Bereich sehr freundlich empfangen und man fühlt sich – auch wenn es der erste Besuch sein mag – von der ersten Minute an wohl.

Die Sitzgelegenheiten, Stühle und Bänke, sind aus Holz, die Wände teilweise verputzt, wie man es von italienischen Restaurants kennt. Der gesamte Gastraum ist hier und dort mit ansprechender Deko, beispielsweise frischen Früchten oder auch einer Auswahl “exotischer” Kürbis-Sorten, Ölen oder schmucken Aperitif-Flaschen dekoriert.

Die Gestaltung des zweigeteilten Gastraumes ist mit Liebe vorgenommen worden. Stilecht sind die Tische rot/weiß kariert eingedeckt.  Auf den Tischen finden sich hochwertige Stoff-Servietten, stets ein kleiner aber feiner Blumen-Schmuck, ein gutes Olivenöl nebst dem obligatorischen Balsamico sowie pro Gast ein Wasser- und ein Wein-Glas.

Bereits hieran merkt man das, dass Sale e Pane einen Anspruch erhebt ein traditionelles, authentisches jedoch in jedem Falle trotz allem modernes italienisches Ristorante zu sein.

Der Tresen beherbergt viele italienische, aber auch internationale Köstlichkeiten der Kategorie “enthält Alkohol” sowie das klassische Portfolio an Espresso Variationen.

Die Lichtsituation im vorderen Teil des Restaurants ist gut – im hinteren Teil könnte es deutlich heller sein, damit die kulinarischen Höhepunkte noch besser ins rechte Licht gesetzt werden.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten Eindruck. Allerdings meinen wir das mit ein wenig mehr Deko & Duft auch hier noch ein Plus an Wohlgefühl Einzug halten könnte.

Service

Die Bedienung war freundlich, zuvorkommend und schnell – war mal ein Glas leer, wurde sofort reagiert. Unsere Wünsche wurden uns von den Lippen abgelesen. Kreative Vorschläge abseits der Speisekarte gehören in diesem Ristorante zum Programm.

Vorspeisen

Als kleinen Gruß der Küche erhalten alle Gäste vorab etwas Brot, Oliven und einen hauseigenen Brotaufstrich – die allseits bekannten Bruschetta werden nicht gereicht.

Mit etwas mehr Abwechslung, ausgewählten und schmackhaften Oliven die auch ohne zusätzliche Kräuter & Salz glänzen können wären wir jedoch noch glücklicher.

Besonders anzumerken ist das Brot im Sale e Pane – allein dies ist schon Grund genug für einen Besuch dort.

Unser Carpaccio war sehr frisch, das Fleisch hauchdünn, es hatte – wie es sein soll – Raumtemperatur, die Rauke war uns jedoch zu viel des Guten und dabei nur wenig nussig und ganz leicht bitter. Hier könnte ein gutes Bio-Produkt sicher noch den Feinschliff geben. Das Olivenöl war sehr lecker und der Parmesan ein Gedicht. Auch das Vitello Tonnato hat uns sehr gut geschmeckt.

Wir empfehlen als Vorspeise jedem Gast die Spezialität des Hauses zu probieren die Calamaretti. Neben der phantasievollen Deko des Tellers glänzt diese Vorspeise mit ihrer Frische und der Komposition verschiedener Texturen. Eine wahre Gaumenfreude und als Vorab-Gericht bei einem Italiener kaum zu toppen ohne die Lust auf die Hauptgerichte zu schmählern.

Hauptgericht

Die Pizzen im Sale e Pane sind sowohl handwerklich, optisch als auch geschmacklich ein absolutes Must-Taste im Bezirk. Wir hatten uns bisher für den Klassiker – die Pizza Margherita – mal einfach, mal mit Büffel-Mozzarella entschieden und wurden jedes Mal mit einem kulinarischen Highlight belohnt.

Als Pasta hatten wir bereits öfter Spaghetti Aglio Olio mit Gambas. Diese waren stets ordentlich abgeschmeckt und mit frischen Strauch-Tomaten und etwas scharfer Paprika fürs Auge ansprechend serviert.

Auch die Steaks sind im Sale e Pane stets eine gute Wahl. Der Chef versteht viel von gutem Fleisch und kauft daher auch solches ein. Beim Gargrad hatten wir bis dato nie einen Ausreißer und wie bei allen Beilagen glänzten Brokkoli, Spinat, Möhren und Kartoffeln stets mit perfekter Optik und Konsistenz.

Nachspeisen

Sollte noch Platz für Süßes sein empfehlen wir das hausgemachte Tiramisu – hier ganz ohne Ei & Alkohol und somit auch für Schwangere geeignet. Wer gerne ein Panna Cotta mag wird, vom Geschmack und ganz besonders von der Konsistenz dieses italienischen Dessert Highlights im Sale e Pane überrascht.

Fazit

Für das Sale e Pane können wir eine Empfehlung aussprechen. Wer Pizza, Pasta & mehr der italienischen Lebensart liebt sollte es unbedingt mal ausprobieren.

Die Preise sind bei der bis dato angebotenen Qualität & im Vergleich mehr als fair. Gut fanden wir auch das hier die Apfelsaftschorle von Hause aus mit leckerem, trüben Apfelsaft gereicht wird – dies findet man immer weniger.

Besonders erwähnen wollen wir auch die Herzlichkeit des Ganzen Teams, die erst dafür sorgt des dieses Ristorante “der Italiener um die Ecke” werden kann.

Von uns ein klares JA für einen Besuch im Sale e Pane in Berlin Steglitz!