Surf & Turf Phuket Stadt

Auf der Thailändischen Insel Phuket gibt es zahllose Restaurants – viele davon überleben nach ihrer meist pompösen Eröffnung meist keine komplette Saison. Diejenigen Restaurants die hier länger als zwei Jahre am selben Platz bestehen, können mit Fug und Recht sagen sie haben es geschafft. Einer dieser kulinarischen Tempel mit „Bestandsgarantie“ ist das Surf & Turf in Phuket Stadt.

Wenn es um innovatives Essen und einzigartige Texturen geht ist Chef Tom Köffers vom Surf & Turf eine feste Größe auf Phuket. Es mag viele Chefs geben die in der Lage sind kulinarisch zu überzeugen – Tom Köffers jedoch ist in der Lage dies selbst mit den minimalistischsten Voraussetzungen zu bewerkstelligen.

Die Küche im Surf & Turf ist zwar klein und überschaubar und keinesfalls mit denen anderer Gourmet-Tempel zu vergleichen in denen für jeden Handgriff das entsprechende Tool und jede Menge helfende Hände zur Verfügung stehen.

Umso mehr wird hierdurch jedoch klar, dass es dem innovativen Chef und seinem handwerklichen Können geschuldet ist, das uns derart einzigartige Gerichte auf den Tisch gezaubert werden. Die Fantasie und die Lust Neues auszuprobieren, gepaart mit dem Wissen um die Kombination von Zutaten, Aromen und Texturen macht einen großen Koch aus.

Mehr als einmal habe ich Restaurants in der Bedeutungslosigkeit verschwinden sehen, nachdem das Management der Meinung war ein solcher Chef wäre einfach austauschbar. Es ist immer die Handschrift eines genialen Kochs, die einem Restaurant Leben einhaucht – erst im Anschluss kommen Ambiente und Service zum Zuge.

Wir waren diesmal beim “Chef`s Table -Giving Back Dinner“ und wurden wiederum kulinarisch überrascht. Tom Köffers wollte seinen Gästen etwas zurückgeben und das hat er mit diesem feinen kulinarischen Highlight auch getan – und dies zu einem mehr als fairen Preis – mein Respekt & Dank dafür.

Das Surf & Turf ist ein Platz den ich jedem meiner besten Freunde ans Herz legen würde und bekanntlich tut man dies ja nur mit echten Perlen – diesmal einer kulinarischen.

Für mich steht stets eben dieser kulinarische Moment im Mittelpunkt – es mag viele Restaurants geben die über ein bezauberndes und schickes Ambiente, eine tolle Atmosphäre und vieles mehr verfügen – aber wenn die Speisen nicht überzeugen, oder besser noch überraschen ist all dies nicht wirklich von Bedeutung, selbst wenn die Aussicht atemberaubend sein sollte.

Solltet Ihr also auf Phuket sein lasst es Euch im Surf & Turf (reserviert vorher telefonisch!) schmecken und richtet Tom bitte liebe Grüße von mir aus!

Bei den nachfolgenden Bildern sind neben denen aus dem Surf & Turf auch einige dabei, die aus einem Restaurant-Projekt stammen in der Tom Köffers 2019 federführend war. Ich habe diese hinzugetan, damit Ihr sehen könnt wozu dieser deutsche Chef in der Lage ist.

Quelle: nerofermento.it

Schwarzer Knoblauch

Einleitung

Im Folgenden wird es um den Schwarzen Knoblauch gehen. Hierbei hoffe ich all denen die unter Alliumphobie (Angst vor Knoblauch & Zwiebeln) leiden zumindest die Angst vorm Knoblauch nehmen zu können, denn der Schwarze Knoblauch ist der deutlich bekömmlichere Zeitgenosse!

Ich habe im Vorfeld rund zehn unterschiedliche europäische Produzenten von Schwarzem Knoblauch kontaktiert um für Euch einen guten Überblick zum aktuellen Angebot abbilden zu können. Sechs Kandidaten haben sich freundlicherweise bereit erklärt mich mit Ihren Produkten, vor allem aber mit Ihrem Fachwissen zu unterstützen.

Ich freue mich besonders darüber, dass es neben spanische Firmen, auch Unternehmen aus Italien, England und Deutschland sind, die ich für meinen Beitrag gewinnen konnte.

Vielen Dank also an die Hersteller & Lieferanten, die diesen Beitrag möglich gemacht haben!

Die Herkunft

Es heißt der Schwarzer Knoblauch wurde zuerst in Japan, und zwar als Ergebnis der Fermentation und Reifung von gewöhnlichem Knoblauch entdeckt.

Wirklich belegt ist, das bereits tausende Jahre zuvor Knoblauch in Ägypten als Grabbeigabe Verwendung fand. Bereits damals sollen nicht nur die kulinarischen Vorzüge, sondern auch das gesundheitsfördernde Potenzial des Knoblauchs bekannt gewesen sein. Inwieweit möglicherweise dort auch schon schwarzer Knoblauch existent war, lässt sich wohl nicht zweifelsfrei belegen.

Die überwiegende Anzahl der von mir recherchierten Quellen geben an, das der erste Schwarze Knoblauch aus Korea stammt – genau wird sich dies wohl nicht mehr klären lassen. Klar ist aber das seit vielen Jahrzehenten Asien in Sachen Schwarzer Knoblauch die Nase vorn hat.

Was ist Schwarzer Knoblauch?

Beim schwarzen Knoblauch handelt es sich nicht um eine bestimmte Sorte, deren Zehen von Hause aus schwarz sind. Auch handelt es sich nicht um den klassischen geräucherten Knoblauch – die Färbung der Zehen ist einem Fermentierungsprozess / der Maillard-Reaktion geschuldet, der je nach Hersteller unterschiedlich lange dauert.

Im Verlauf des Prozesses werden die enthaltenen Aminosäuren und der Eigen-Zucker in stickstoffhaltige Verbindungen gewandelt, die den Zehen letztendlich die schwarze Farbe verleihen.

Ganz wichtig: Beim Verzehr von Schwarzem Knoblauch tritt in der Folge kein Mund- oder Körpergeruch auf – man kann hier also bedenkenlos „zuschlagen“. Zudem sollen auch Effekte auf den Magen-Darmtrakt vollends ausbleiben, wie sie beim naturbelassenen Knoblauch bekannt sind.

Welche Produkte gibt es vom Schwarzen Knoblauch?

Aktuell gib es eine Vielzahl von Produkten, wie beispielsweise

  • Ganze Knollen
  • Ungeschälte & geschälte Zehen
  • Mousse als Aufstrich
  • Öle zum Aromatisieren
  • Pulver zum Aromatisieren
  • Aromatisierten Honig
  • Cremes
  • Tabletten & Dragees

Hierbei gibt es zwei unabhängige Märkte – zum einen den kulinarischen zum anderen den Gesundheitssektor.

Fermentieren, Maillard-Reaktion oder Kochen

Die Herstellungsdauer beträgt beim Gros der Produzenten zwischen 30 – 45 Tage. Einige wenige Produzenten geben an Ihren schwarzen Knoblauch bis zu neunzig Tage lang, bei konstanter Wärme und Feuchtigkeit zu fermentieren.

Ob dies sinnvoll ist, muss jeder Produzent für sich entscheiden, denn hier wird jeweils mit unterschiedlichen Apparaturen gearbeitet. Die Angaben zu den Temperaturen während der Produktion reichen von 55°C bis hin zu 85°C, die zur gebotenen Luftfeuchtigkeit von 70% bis zu 90%.

Man darf nicht vergessen, dass auch das Ausgangs Produkt unterschiedlich beschaffen ist. Dies betrifft die verwendeten Knoblauchsorten, die Größe der Knollen & Zehen aber auch den Reifegrad des Knoblauchs.

Einige Studien besagen, dass der Produktionsprozess, je nach Größe der Zehen und der Menge an Rohmaterial je Apparatur nach maximal 40 Tagen als abgeschlossen gilt – was danach kommt verändert das finale Produkt nach deren Meinung kaum noch. Im Gegensatz dazu gibt es auch die Auffassung, dass der Schwarze Knoblauch nachdem er die Produktion verlassen hat noch weiter reift.

Auf den gängigen Handelsplattformen werden allerhand Produkte angeboten mit denen sich Schwarzer Knoblauch auch in der heimischen Umgebung herstellen lassen soll. Im Grunde handelt es sich bei den Gerätschaften um modifizierte Reiskochtöpfe oder Gärautomaten – diese lassen sich die Anbieter gut bezahlen, was sicher dem hohen Preis des Schwarzen Knoblauchs geschuldet ist. Hier muss wiederum ein jeder selbst wissen, ob er sich daran versuchen möchte. Auf YouTube gibt es einige Videos dazu, bei denen Handhabung und Vorgehen gut erläutert werden.

Es gibt auch einige Stimmen die sagen, dass es sich bei der Produktion des Schwarzen Knoblauchs gar nicht um den Prozess der Fermentation handele, sondern der Begriff Maillard-Reaktion hier eher zuträfe – beziehungsweise die Maillard-Reaktion der bedeutendste Abschnitt der Fermentierung sei, und somit der Teil der für die Färbung verantwortlich wäre.

Da sich hier die Geister scheiden, empfehle ich Euch Wikipedia aufzusuchen https://de.wikipedia.org/wiki/Maillard-Reaktion, so kann im Anschluss ein jeder für sich das „Henne-Ei Problem“ definieren.

Zu guter Letzt gibt es auch Schwarzen Knoblauch aus China, der durch einen Kochvorgang produziert wird. Hierbei wird eine große Menge an Zehen mehrere Tage lang gekocht und gelangt so zur schwarzen Färbung. Sicher ein recht pragmatischer Ansatz, bei dem die Temperaturen darüber entscheiden, welche gesunden Stoffe im finalen Produkt noch zu finden sind.

Beschaffenheit, Geschmack & Vorteile

Der schwarze Knoblauch hat je nach Dauer des Herstellungsprozesses in etwa eine Textur wie das cremig-zarte Fruchtfleisch von Datteln. Er fasst sich leicht ölig an und färbt je nach Feste mehr oder weniger stark ab – also Achtung bei guten Holzbrettern! Sind die Zehen weich, eignen sie sich sogar direkt als Brotaufstrich, ohne zu Mousse verarbeitet werden zu müssen. Umso länger und/oder mit höherer Temperatur fermentiert wird – desto fester ist das finale Produkt und kann dann beispielsweise gut zum Spicken von Fleisch verwendet werden.

Der Knoblauch verändert durch die Herstellung nicht nur seine Beschaffenheit, sondern auch seinen Geschmack. Die geschmacklichen Noten des Schwarzen Knoblauchs werden als

  • Fruchtig in Richtung Pflaume oder Feige
  • Süß – etwas wie Vanille oder Melasse
  • Balsamico
  • Karamell
  • Trüffelartig
  • Lakritz (Süßholz)

beschrieben. Besondere Verwunderung entsteht meist, wenn es zum Thema Nachspeisen kommt. Der Schwarze Knoblauch eignet sich auf Grund seiner Süße nämlich auch hervorragend für Desserts, Kuchen und Cremes – das muss mental natürlich erst einmal verarbeitet werden.

Anders als naturbelassener Knoblauch braucht man beim Verzehr schwarzen Knoblauchs nicht zu fürchten durch den Geruch als Knoblauch-Liebhaber entlarvt zu werden. Selbst nach dem direkten Verzehr einer ganzen Knolle ist es nahezu unmöglich aus Atem oder Ausdünstungen eine Knoblauchnote wahrzunehmen.

Lagerung

Schwarzen Knoblauch lagert man am besten in einer „Tupperdose“ im Kühlschrank – hier verliert er am wenigsten Feuchtigkeit und behält somit seine Textur-Eigenschaften. Benötigt man ihn etwas fester, zum Beispiel um die Zehen zum Spicken zu verwenden – kann man diese an der Luft trocknen lassen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Trocknet man die Zehen ganz, kann man diese auch mahlen und mit Schwarzem Knoblauch Pulver aufwarten oder sie wie getrocknete Pilze zum Verfeinern von Geschmortem oder Saucen verwenden.

Zudem ist es auch möglich den Schwarzen Knoblauch einzufrieren – dies bietet sich an, wenn man beispielsweise selber eine größere Menge hergestellt haben sollte.

Gesundheit

Ich möchte vorausschicken, ich bin weder Arzt noch Wissenschaftler – die folgenden Informationen habe ich lediglich zusammengetragen, um in meinem Beitrag der Vollständigkeit halber ansatzweise auch die gesundheitlichen Aspekte des Schwarzen Knoblauchs zu benennen. Wer von Euch wirklich wissen will, ob ihm neben den kulinarischen Aspekten, der Schwarze Knoblauch auch gesundheitlich von Nutzen sein kann soll bitte seinen Arzt, den Apotheker seines Vertrauens oder wissenschaftliche Dissertationen zu Rate ziehen.

Einige Europäische Universitäten haben sich dem Thema des Schwarzen Knoblauchs (Allium sativum) bereits gewidmet. Als eine besonders eingängige Lektüre zum Thema empfand ich die Veröffentlichung von Frau Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann, Fachärztin für Allgemeinmedizin an der Uniklinik Freiburg / Institut für Rechtsmedizin.

Die Verfasserin hat hier wissenschaftlich fundiert und sehr sorgfältig, die meisten Aspekte der Materie “Schwarzer Knoblauch“ dokumentiert – die Angabe der dabei genutzten Quelle hat alleine an die sieben Seiten der Veröffentlichung in Anspruch genommen.

Ich werde hier nicht derart in die Tiefe gehen – wen es aber interessiert, hier ist der Link zum deutschsprachigen PDF aus dem Jahre 2016: https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Addenda/2016/SchwarzerKnoblauch.pdf.

Viele der Spanischen Hersteller reflektieren zudem auf Forschungen an der Universidad de Castilla La Mancha in Spanien – da mein Spanisch allerdings nicht so gut “ausgebaut“ ist, war mir die deutsche Veröffentlichung bei der Recherche nützlicher.

Als Englisch sprachige Quelle für weiterführende Detailinformationen wäre dann noch das “Journal of food and drug analysis” aus dem Jahre 2017 zu nennen. Auch hier liegen seitenweise Quellen zugrunde, wen es interessieret hier der Link zum PDF: https://www.jfda-online.com/article/S1021-9498(16)30172-7/pdf

Was die gesundheitlich relevanten Inhaltsstoffe des Schwarzen Knoblauch angeht finden sich hier vor allem Vitamin C, A & E, wobei auch Vitamin B in um die 6 Varianten vertreten ist. Natürlich enthält jede Zehe auch Phosphor, Calcium, Natrium, Kalium und Magnesium – sprich der Schwarze Knoblauch gehört zur Gruppe der „natürlichen Sublimente“, mit denen man gottlob im Fitnessstudio dann auch nicht mehr so auffällt.

Kurz zusammengefasst schreibt man dem schwarzen Knoblauch folgende, positive Eigenschaften auf die Gesundheit zu:

  • Eine blutdrucksenkende Wirkung
  • Eine cholesterinsenkende und antiatherogene (gegen die Entstehung einer Atherosklerose) Wirkung
  • Eine blutzuckersenkende Wirkung
  • Eine antikanzerogene (gegen die Entstehung von Krebs oder zumindest hinauszögernd) Wirkung
  • Eine gerinnungshemmende Wirkung
  • Eine antientzündliche und immunstimulierende Wirkung
  • Eine antimikrobielle und antiallergische Wirkung

Der schwarze Knoblauch gilt als antibakteriell und ebenso wie die geruchsintensive Variante gut für die Gefäße und Herz. Zudem soll er für Diabetiker des Typ 2 mehr Wirkradius haben und ist auf Grund der geringeren Menge an Fruktanen leichter verträglich für den Verdauungstrakt.

Durch den Prozess der Fermentierung verliert der Schwarze Knoblauch weitestgehend auch den Stoff Allicin und damit einhergehend eben seine geruchliche Intensität. Allicin wird zwar eine besonders positive Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben, aber im Resultat verfügt der schwarze Knoblauch durch den Herstellungsprozess über deutlich mehr antioxidative Verbindungen wie die bioaktiven Alkaloide und Flavanoide.

Alle aufgezählten Wirkungen, gehen natürlich einher mit der Dosierung. Überwiegend treffen die Wirkungen sowohl auf den unbehandelten Knoblauch, den fermentierten Knoblauch, aber auch auf Auszüge aus Knoblauch zu.

Die Einnahme von 1-3 Zehen des Schwarzen Knoblauch am Tag soll die ideale Dosis sein, um alle gesundheitlichen Vorzüge des Produktes optimal nutzen zu können.

Preise

Die Endverbraucher-Preise für schwarzen Knoblauch bewegen sich in Europa um die 90,00 Euro/kg. Dieses Preisgefüge ist größtenteils dem langatmigen Herstellungsprozess, aber auch den Transportwegen geschuldet. Da eine Knolle des Schwarzen Knoblauch jedoch recht leicht ist, kommt allerhand Volumen zusammen, bis es sich um ein Kilo handelt.

Anbieter

Die Herstellung von Schwarzem Knoblauch findet überwiegend dort statt, wo er aktuell auch am meisten verwendet wird – in Asien. Besonders tun sich hierbei China, Korea und Japan hervor. Einige europäische Unternehmen lassen sich – meist was den geschälten Knoblauch angeht – auch aus diesen Ländern beliefern.

In Sachen ganze Knolle, greifen die meisten europäischen Vertriebe und Produzenten jedoch auf spanischen Knoblauch, besonders den aus Las Pedroñeras zurück. Hierbei sind die spanischen Anbieter natürlich zahlenmäßig am stärksten vertreten – jedoch gibt es auch Anbieter aus England oder auch aus Deutschland. Ein Anbieter aus Italien schwört auf seinen Schwarzen Knoblauch – dieser kommt zu 100% aus Italien – ob zu Recht, werden wir zumindest kulinarisch versuchen heraus zu finden.

Hier die “Steckbriefe” der Anbieter die uns Rahmen dieses Beitrages freundlicherweise mit Produktmustern, Bildmaterial und ihrem langjährigen Fachwissen unterstützt haben.

 

Salmundo

Salmundo

Christian Piekert von Salmundo ist “Der Spezialist“ in Deutschland, wenn es um Salze geht. Darüber hinaus hat sein Unternehmen aber auch schon über ein Jahrzehnt lang Schwarzen Knoblauch im Sortiment. Somit war Herr Piekert einer der Pioniere was den Gebrauch und Verkauf dieser aromatischen Zutat, die ihren Ursprung in Asien hat angeht.

Salmundo vertreibt den Schwarzen Knoblauch sowohl in Knollen-Form, lose ungeschälte wie geschälte Knoblauchzehen in unterschiedlichen Portionsgrößen, als Paste sowie in Form von Allioli aromatisiert mit schwarzem Knoblauch.

Bei dem ungeschälten Schwarzen Knoblauch in der Knolle handelt es sich um spanischen – genauer gesagt kommt dieser aus der Stadt Las Pedroñeras in der Provinz Cuenca. Hier sind einige namhafte spanische Produzenten angesiedelt die ihren “Ajo Negro“ produzieren und weltweit vertreiben – darunter auch die Familia Suárez.

Die ungeschälten & geschälten losen schwarze Knoblauchzehen des Labels “Egarak“ stammt allesamt aus Asien – genauer gesagt aus Südkorea. Sie entsprechen von ihrer Beschaffenheit und ihrem Geschmack am nächsten dem was in Sachen schwarzer Knoblauch dort in der Küche Verwendung findet.

Die Schwarzen Knoblauch Sorten von Salmundo zeichnete sich aus durch

Der ungeschälte Schwarzen Knoblauch aus der Knolle

Aussehen
Gleichmäßig hellbraune Knolle, tiefschwarze Knoblauchzehen

Geruch
Zartes, süßliches Aroma

Konsistenz
Mittelfest, geschmeidig, mit festerem Inneren, trocken im Griff, färben nur leicht ab

Geschmack
Sehr ausgewogene, leichte & fruchtige Süße mit einem deutlichen wahrnehmbaren Knoblauch-Aroma

Verwendung
Geeignet sowohl für das Spicken, als auch für die Herstellung von Infusionen
Gut für die Verarbeitung in Knoblauchbutter & Pasten
Ideal zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Die geschälten Zehen des “Egarak“

Aussehen
Tiefbraune bis schwarze Knoblauchzehen verschiedener Größe

Geruch
Leicht rauchiger & ätherischerer Duft

Konsistenz
Mittelfest, bedingt formbar, klebrig im Griff, färben mittelstark ab

Geschmack
Eine verhaltene fruchtig Note, etwas rauchig im Abgang, kaum wahrnehmbares Knoblauch-Aroma

Verwendung
Für das Spicken ideal
Für Nachspeisen auf Grund der geringen Süße und des rauchigen Aromas aus unserer Sicht nur bedingt verwendbar
Geeignet zum Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Sowohl der ungeschälte Schwarze Knoblauch aus Las Pedroñeras, als auch der Egarak sind vollends naturbelassen ohne Konservierungsstoffe oder Zusätze.

Auch wenn überall davon die Rede ist, dass es sich beim Schwarzem Knoblauch um ein fermentiertes Produkt handelt, wies mich Herr Pieckert darauf hin, dass es sich im Grunde eher um die Maillard-Reaktion handele, die den Knoblauch seine Farbe verleiht. Mehr hierzu findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Maillard-Reaktion

Angebote, Informationen und Rezepte zum Schwarze Knoblauch werden von Salmundo unter den folgenden URLs bereitgestellt:

 

La Abuela Carmen

La Abuela Carmen

Natividad Vaquero Cabello de Alba ist die Marketing Supervisorin von La Abuela Carmen und hat mich für diesen Beitrag ad hoc mit einigen Produkten & Rezeptideen unterstützt. La Abuela Carmen produziert den Schwarzen Knoblauch – auch biologisch angebauten – selbst. So wird dieser in vielen verschiedenen Variationen angeboten, ob als Knolle, geschält lose Knoblauchzehen, als Paste oder auch Pulver – für jede Verwendung gibt es bei La Abuela Carmen das passende Produkt.

Die Herstellung des Schwarzen Knoblauchs geschieht bei La Abuela Carmen über einen natürlichen Reifeprozess. Über 40 Tage hinweg wird der Knoblauch in einer hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrollierten Umgebung – ohne den Einsatz von Zusatzstoffen oder Konservierungsmitteln – zur gewünschten Reife gebracht.

Sobald der Knoblauch die optimale Textur und den gewünschten Geschmack erreicht hat, wird er aus dem Reifeschrank entnommen und dem Verkauf zugeführt.

Der Schwarze Knoblauch von La Abuela Carmen zeichnete sich durch ein kräftiges Aroma aus. Die losen Knoblauchzehen aus dem Glas sind recht weich und eigenen sich somit perfekt zur Herstellung von Knoblauchbutter, Infusionen oder direkt als Brotaufstrich.

Die geschälten losen Knoblauchzehen

Aussehen
Tiefbraune unterschiedlich große Knoblauchzehen, leicht feucht

Geruch
Kräftig, süß – leicht säuerlich mit einer deutlichen Pflaumen-Note

Konsistenz
Sehr weich – streichzart, feucht, leicht mehlig, klebrig im Griff, färben stark

Geschmack
Kräftiges, fruchtiges Aroma mit einer starken Melasse-Note und einem leichten Hauch von Knoblauch und Pflaume

Verwendung
Nicht für das Spicken – besser für die Herstellung von Infusionen geeignet
Sehr gut für Knoblauchbutter, Pasten oder auch direkt für Bruschetta geeignet
Auf Grund ihrer Süße ideal auch für die Verwendung bei Süß- & Nachspeisen geeignet

Die Paste

Aussehen
Dunkelbraun, feucht & glänzend

Geruch
Kräftig, leicht süßlich mit einer deutlichen Knoblauch-Note

Konsistenz
Cremig & feucht, fließfähig fast flüssig, nicht mehlig, leicht haftend und färbend, gut streichfähig

Geschmack
Erfrischend fruchtig und sehr leicht, mit einer Note von Melasse und einem ganz leichten Knoblauch Aroma

Verwendung
Sehr gut geeignet zur Herstellung von Infusionen und Salatsaucen
Ideal geeignet als Aufstrich, z.B. für Bruschetta
Auf Grund des süßlichen Aromas & Abgangs ebenfalls geeignet für
das Verfeinern von Süß- & Nachspeisen

La Abuela Carmen ist momentan zudem weltweit der einzige Produzent von Schwarzen Zwiebeln (gereift, sehr lecker) und produziert zusätzlich auch schwarze Zitronen (auch pulverisiert), wie sie aus dem orientalischen Raum, respektive dem Nahen-Osten gebräuchlich sind. Ein Blick auf die URLs von La Abuela Carmen lohnt sich allemal, insbesondere um die Komplexität der angebotenen Produkte und deren Verwendung in äußerst interessanten Rezepten nachzuschlagen.

Ein ganz besonderer Leckerbissen, den wir leider nicht mehr geschafft hatten zuzubereiten sind Schweinefilet Empanadas mit schwarzem Knoblauch – hier empfiehlt es sich aus unserer Sicht ganz besonders spanisches Durcoc Schwein zu verwenden!

https://laabuelacarmen.com/pork-tenderloin-empanadas-with-black-garlic/?lang=en

 

NERO Fermento

NERO Fermento

Tommaso Pavani, ist Mitbegründer und kaufmännischer Leiter bei NERO Fermento – einem Unternehmen welches den Schwarzen Knoblauch herstellt und vertreibt. Er war so freundlich mir im Rahmen dieses Beitrages die Freigabe zur Nutzung von Bildern der NERO Fermento Webseite einzuräumen – und daher stammt auch das wunderbare Beitragsbild, was den Weg von der frischen Knoblauchzehe bis hin zum Endprodukt veranschaulicht.

Die Italiener gehen beim Schwarzen Knoblauch etwas anders heran als die Spanier oder die Asiaten. Sie verwenden das Produkt überwiegend als Aroma, welches erst am Ende der Zubereitung von Gerichten hinzugegeben wird.

Bei vielen Speisen wie Risottos, Nudeln, Fleisch, Fisch, Gemüse oder Suppen wird der Schwarze Knoblauch dann in kleine Stücke geschnitten und direkt vor dem Servieren “roh“ hinzugegeben – wichtig hierbei ist natürlich das dieser Raumtemperatur hat. Der Schwarze Knoblauch kann auch in Brühe aufgelöst werden und dann als Marinade oder für Infusionen dienen.

NERO Fermento verlässt sich beim Knoblauch, der für die Herstellung des Schwarzen Knoblauchs verwendet wird auf einen Partner, der bereits viele Jahre Erfahrungen mit der Materie hat – Voghiera (www.agliodivoghiera.it). Hierdurch haben die Produkte von NERO Fermento stets eine hohe und gleichbleibende Qualität, die sich auch geschmacklich von den Mitbewerbern unterschiedet.

Der ungeschälte Schwarzen Knoblauch aus der Knolle

Aussehen
Sehr flache, breite und tiefschwarze und große Knoblauchzehen

Geruch
Kräftiges, leicht süßliches Aroma mit einer leichten Knoblauch-Note

Konsistenz
Gleichmäßig fest & dabei geschmeidig formbar, trocken im Griff, färben so gut wie nicht, fest im Biss

Geschmack
Kräftige & fruchtige, leicht säuerliche Süße mit einem leicht wahrnehmbaren Knoblauch-Aroma und ein zartes Pflaumen/Melasse-Note

Verwendung
Sehr gut geeignet für das Spicken (Stifte scheiden!)
Ideal zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Geschälte losen Knoblauchzehen

Aussehen
Sehr flache, breite und tiefschwarze und große Knoblauchzehen – teilweise noch mit einigen wenigen Fragmenten der Haut (beim Braten & Frittieren gut für den Geschmack)

Geruch
Kräftig, süßlich mit einer deutlichen Knoblauch-Note

Konsistenz
Durchgängig mittelfest, geschmeidig, angenehm trocken im Griff, färben kaum, angenehm im Biss

Geschmack
Kräftiges, sehr fruchtiges Aroma mit einer Melasse-Note und einem Hauch von Knoblauch Aroma

Verwendung
Für das Spicken gut
Sehr gut geeignet zum Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)
Auf Grund der Süße ebenfalls geeignet für die Verwendung bei Süß- & Nachspeisen

Die Paste

Aussehen
Dunkelbraun, feucht & wirkt eine wenig wie „braunes panna cotta“

Geruch
Kräftig, süßlich mit einer leichten rauchigen Knoblauch-Note

Konsistenz
Weich, feucht, leicht mehlig, nicht klebrig, nicht haftend und gut streichfähig

Geschmack
Erfrischend fruchtig mit einer Note von Pflaume & Feige und einem ganz leichten Knoblauch Aroma

Verwendung
Sehr gut geeignet zur Herstellung von Infusionen und Salatsaucen
Sehr gut geeignet als Aufstrich, z.B. für Bruschetta
Auf Grund des süßlichen Aromas & Abgangs ebenfalls geeignet für
das Verfeinern von Süß- & Nachspeisen

Auch NERO Fermento hat einen sehr ansprechenden und interessanten Webauftritt mit wunderschönen Fotos vom Schwarzen Knoblauch. Vor allem haben es uns die vielen Rezepte angetan, die NERO Fermento online hinterlegt hat – hier kochen echte Profis!

 

BLACKLIT | KNOBLACK

BLACKLIT | KNOBLACK

BLACKLIT ist ein junges deutsches Unternehmen, das Produkte zum Schwarzen Knoblauch in Deutschland herstellt und unter der Marke KNOBLACK vertreibt. Durch den Wegfall langer Lieferwege des Endprodukts können so innerhalb Deutschlands für Großhändler, Wiederverkäufer aber auch Endverbraucher attraktive Preise realisiert werden.

Seit etwas mehr als zwei Jahren arbeitet das Team von BLACKLIT bereits mit namhaften Universitätskliniken und Ärzten zusammen um mit KNOBLACK nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein besonders gesundes Highlight anbieten zu können. Die Basis für die Schwarzen Knoblauch Produkte ist hier eine für die Produktion besonders gut geeignete spanische Knoblauchsorte. Diese Sorte zu finden hat einiges an Zeit benötigt, sich aber in jedem Falle gelohnt.

BLACKLIT war so freundlich und hat uns eine Probe ihrer losen und geschälten Schwarzen Knoblauchzehen zukommen lassen.

Geschälte losen Knoblauchzehen

Aussehen
Tiefbraune bis schwarze Knoblauchzehen verschiedener Größe

Geruch
Süßliches, kräftiges Aroma

Konsistenz
Weich, geschmeidig, etwas feucht, formbar mit festerem Kern

Geschmack
Sehr süß & fruchtig

Verwendung
Nur bedingt für das Spicken – besser für die Herstellung von Infusionen tauglich
Gut für Knoblauchbutter, Pasten oder auch direkt für Bruschetta geeignet
Auf Grund ihrer besonderen Süße ideal für die Verwendung bei Süß- & Nachspeisen

Natürlich verfügt auch BLACKLIT über einen eigenen Webauftritt, wobei in Sachen Schwarzer Knoblauch die Webseite zur Marke KNOBLACK die bedeutendere ist. Da es sich hier um einen recht neuen Webauftritt handelt ist zwar vielen noch im Werden, aber einiges an Informationen und Rezepten findet sich dort schon jetzt.

 

The Original Black Garlic

The Original Black Garlic

Die Marke The Original Black Garlic ist zu Hause in England – es handelt sich bei dem produzierenden Unternehmen um einen Familienbetrieb mit gut 12 Jahren Erfahrung in Sachen Schwarzer Knoblauch. Alles hat 2008 angefangen als Katy diese Knoblauch Variante in Asien kennen und lieben gelernt hatte. Ihr Bruder Richard war schnell Feuer und Flamme für dieses Projekt und hat sich hierbei laut FAQs zum „Willy Wonka“ des Schwarzen Knoblauchs gemausert.

Mark Angell der Managing Director von “The Original Black Garlic“ hat mich dankenswerterweise mit einigen Proben sowie seinem Fachwissen unterstützt.

Die Engländer arbeiten bei der Knolle mit spanischem Knoblauch – bei den geschälten Zehen jedoch mit Knoblauch aus der chinesischen Provinz Shangdong.

Beide Sorten sind – mit einem gewissen Vorlauf – auf Anfrage hin und auch als rein biologisch angebaute Varianten erhältlich.

Die von “The Original Black Garlic” angebotenen Knoblauchzehen werden in Bedfordshire auf die klassische Weise hergestellt. Bei der Herstellung wird hier unter Verwendung kontrollierter, niedriger Hitze sowie hoher Luftfeuchtigkeit über mindestens drei Wochen, die Maillard-Reaktion erzeugt.

Die ungeschälte Knolle

Aussehen
Sehr große ungleichmäßig braune Knolle, tief dunkelbraune Knoblauchzehen

Geruch
kräftiges, leicht süßlich-rauchiges Aroma mit einer leichten Melasse & Knoblauch-Note

Konsistenz
Gleichmäßig weich & geschmeidig formbar, etwas mehlig, feucht im Griff, färben sehr leicht

Geschmack
Sehr ausgewogen, kräftige & fruchtige Süße mit einem leicht wahrnehmbaren Knoblauch-Aroma und einer zarten Pflaumen-Note

Verwendung
Kaum geeignet für das Spicken – besser für die Herstellung von Infusionen
Gut für Knoblauchbutter, Pasten oder auch direkt für Bruschetta geeignet
Auf Grund ihrer besonderen Süße ideal für die Verwendung bei Süß- & Nachspeisen
Ideal zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Die geschälten losen Knoblauchzehen

Aussehen
Braune bis Tiefbraune Knoblauchzehen überwiegend großer Größe

Geruch
Kräftiges, fruchtig-säuerliches Aroma mit einer starken Melasse-Note

Konsistenz
Durgängig mittelweich, knackig, kaum klebrig im Griff, färben wenig ab

Geschmack
Sehr ausgewogen, dezente & fruchtige Süße mit einem zarten Pflaumen/Melasse-Note, angenehm im Biss

Verwendung
Sehr gut geeignet für das Spicken
Gut für die Verarbeitung in Knoblauchbutter & Pasten
Besonders gut geeignet zum direkten Verzehr und auf Grund der knackigen Konsistenz zum Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)
Auf Grund des süßlichen Aromas & Abgangs ebenfalls geeignet für Süß- & Nachspeis

Die Paste

Aussehen
Braun bis Dunkelbraun, feucht & wirkt cremig

Geruch
Kräftig, süßlich mit einer deutlichen Knoblauch-Note

Konsistenz
Weich, feucht, leicht mehlig, leicht anhaftend & gut streichfähig

Geschmack
Erfrischend fruchtig mit einer Note von Pflaume & Melasse und einer dezenten Knoblauch-Note

Verwendung
Sehr gut geeignet zur Herstellung von Infusionen und Salatsaucen
Sehr gut geeignet als Aufstrich, z.B. für Bruschetta
Auf Grund des süßlichen Aromas & Abgangs ebenfalls geeignet für
das Verfeinern von Süß- & Nachspeisen

Der Schwarze Knoblauch von “The Original Black Garlic” wird von Michelin-Stars und Spitzenköchen wie beispielsweise Claude Bosi, Yotam Ottolenghi und Anna Hansen verwendet & geliebt.

Auch die Marke The Original Black Garlic verfügt über einen schicken Webauftritt auf dem es einige innovative Rezepte zum Nachkochen gibt. Besonders anregend fanden wir die Rubrik „News“ – hier finden sich Statements von versierten Gastronomen & Köchen im Steckbriefdesign mit atemberaubenden Fotos von kulinarischen Highlights unter Verwendung des Schwarzen Knoblauchs.

 

AMEFRUITS SL

AMEFRUITS SL

Der Ajo Negro des Produzenten AMEFRUITS ist eines der bekanntesten Erzeugnisse auf dem Gebiet des Schwarzen Knoblauchs. Grundlage für den Schwarzen Knoblauch ist hier ausschließlich der lila Knoblauch aus Las Pedroñeras.

Viele Gourmet Restaurants weltweit arbeiten mit AMEFRUITS Produkten – vor allem mit denen vom ausgezeichneten Schwarzen Knoblauch. AMEFRUITS ist eine der namhaftesten Triebfedern für die Bekanntheit des Schwarzen Knoblauchs in Europa.

Wir hatten das Glück das uns Francisco Giménez Imbernón vom AMEFRUITS Marketing mit einigen Proben zu diesem von Köchen in höchsten Tönen gelobten Produkt ausgestattet hat.

Die ungeschälte Knolle

Aussehen
Sehr große gleichmäßig braune Knolle, tief dunkelbraune Knoblauchzehen

Geruch
kräftiges, leicht süßliches Aroma mit einer leichten Knoblauch-Note

Konsistenz
Gleichmäßig fest & dabei geschmeidig formbar, mittel-trocken im Griff, färben nur leicht ab

Geschmack
Sehr ausgewogen, kräftige & fruchtige Süße mit einem leicht wahrnehmbaren Knoblauch-Aroma und einer zarten Pflaumen-Note

Verwendung
Sehr gut geeignet sowohl für das Spicken
Gut für die Verarbeitung in Knoblauchbutter & Pasten
Ideal zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)
Auf Grund der fruchtigen Süße ideal für die Verwendung in Süß- & Nachspeisen

Die geschälten losen Knoblauchzehen

Aussehen
Tiefbraune bis schwarze Knoblauchzehen überwiegend großer Größe

Geruch
Kräftiges, fruchtiges Aroma mit einer leichten Melasse-Note

Konsistenz
Weich, formbar, klebrig im Griff, färben stark ab

Geschmack
ehr ausgewogen, mittel-kräftige & fruchtige Süße mit einem leicht wahrnehmbaren zarten Pflaumen/Melasse-Note

Verwendung
Geeignet sowohl für das Spicken, als auch für die Herstellung von Infusionen
Gut für die Verarbeitung in Knoblauchbutter & Pasten
Geeignet zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Natürlich hat auch AMEFRUITS einen Webauftritt – geht es aber um den Schwarzen Knoblauch empfehle ich direkt den zugehörigen Blog (https://www.amefruits.es/blog/) anzusteuern, über den bei Bedarf auch gleich eingekauft werden kann.

 

Rezepte mit Schwarzem Knoblauch

Wir haben einige Rezepte mit schwarzem Knoblauch für Euch getestet, diese findet Ihr unter dem Menüpunkt @erikskitchen in der Rubrik Rezepte.

  • Hirschkeule gespickt mit Schwarzem Knoblauch, Champignons & Wurzelgemüse
  • Miesmuscheln in Tomaten-Weißwein Sud mit Schwarzem Knoblauch
  • Putenschlegel gespickt mit Schwarzem Knoblauch und beschwipsten Champignons
  • Penne Nere Rigate
  • Schwarze Knoblauchbutter – ein echter Eyecatcher

Fazit

Manch einer mag den Schwarzen Knoblauch als Modeerscheinung betrachten – wir finden jedoch er ist eine absolute Bereicherung für die Küche. Ob mediterran, asiatisch oder deutsch gekocht wird – der Schwarze Knoblauch macht überall eine gute Figur.

Natürlich gibt es jede Menge gesundheitliche Aspekte die den Schwarzen Knoblauch interessant machen, für uns aber war vor allem die „kulinarische Seite der Medaille“ von Belang.

Es gibt wenige so dezente Aromen, die Ihren Ursprung in etwas haben, was viele Leute nur „schlecht riechen“ können. Insbesondere was das Spicken angeht hat uns der Schwarze Knoblauch überzeugt.

Ich muss offen zugeben, dass wir trotz allem noch einige Bedenken beim Einsatz des Produktes hinsichtlich von Süßspeisen haben – aber das ist unseren bisherigen Erfahrungen geschuldet. Da können wir mental noch nicht so gut umschalten – aber das war vor Jahren mit Chili, Salz & Schokolade ebenso.

Es hat uns viel Freude bereitet für Euch zu recherchieren, zu kochen und mehr noch das Gekochte auch probieren zu dürfen. Wir haben bei sämtlichen Rezepten die wir gekocht haben versucht Produkte aller Hersteller zu verwenden um vergleichen zu können. Leider war dies nicht immer möglich, da beispielsweise einige lose geschälte Knoblauchzehen einfach zu weich zum Spicken waren – was nicht bedeutet das diese weniger lecker waren.

Unsere kulinarischen Grüße gehen raus an alle die diesem Beitrag etwas abgewinnen konnten – sei es auch nur Inspiration für das nächste Abendessen. Habt auch weiterhin viel Freude beim Ausprobieren, vielleicht jetzt mal den Schwarzen Knoblauch -Guten Appetit!

 

 

 

Rezepte mit Schwarzem Knoblauch

Hirschkeule gespickt mit Schwarzem Knoblauch, Champignons & Wurzelgemüse

Für 4 Personen

Schwierigkeit:                                 Schwer

Kosten:                                               25-30 Euro

Zubereitungszeit:                          2-3 Stunden

                                                               Davon Vorbereitung 0,5 – 1,0 Stunden

Tools

Ein scharfes schmales Messer – am besten einen Ausbeiner, Gummihandschuhe für den Gastro-Bereich, eine gute Pfanne (Grillpfanne aus Gusseisen) und zwei weitere Pfannen, ein Fleisch-Thermometer und ausreichend viele Schüsseln für die weiteren Zutaten

Zutaten

  • Eine Hirsch- oder Rehkeule, ca. 1,8 – 2,5 kg
  • ½ Kugel Knollensellerie (würfeln)
  • 200g Schwarzwälder Speck (würfeln)
  • 12 Zwiebeln (fein würfeln)
  • 2 Knollen schwarzer Knoblauch / oder 20-30 bereits geschälte Knoblauchzehen
  • 2 rote reife Pflaumen (würfeln)
  • 2 Äpfel (süß & saftig, stückeln)
  • 4 Pastinaken (geschält, feine Scheiben)
  • 250g Braune Champignons (die Hüte vierteln, die Stiele fein hacken)
  • 250g Weiße Champignons (die Hüte vierteln, die Stiele fein hacken)
  • 1 Stange Frühlingszwiebel (Scheiben von 3-5mm)
  • 5 EL natives Olivenöl
  • 2 EL Gänseschmalz
  • ½ TL Salz
  • Grob gemahlener schwarzer Pfeffer (Menge und Mahlgrad nach Belieben)
  • 3 Lorbeerblätter
  • 0,3l Portwein (zum Ablöschen)
  • 1 EL Zucker

 Zubereitung

Zum Anfang ist es wichtig die Hirschkeulen auf Zimmertemperatur zu bringen, sprich diese auspacken und falls eingeschweißt, abtupfen und bereitlegen. Bis das Fleisch ausreichend temperiert ist, bleibt uns genügend Zeit die übrigen Zutaten vorzubereiten.

Wir beginnen zuerst damit den Knollensellerie, den Speck, die Zwiebeln und die roten Pflaumen in Würfel zu schneiden und diese für die spätere Verwendung jeweils in eine der bereitgestellten Schüsseln zu geben. Danach pellen wir die Knollen des schwarzen Knoblauches, respektive legen die bereits geschälten Zehen zum Spicken in einer weiteren Schüssel bereit.

Nun können wir die gewaschenen Äpfel vorbereiten – ist ein Apfelteiler zur Hand umso besser, falls nicht bitte das Kerngehäuse entfernen, die Äpfel ungeschält in Stücke schneiden und ebenfalls in eine Schüssel geben. Jetzt die Pastinaken schälen und in feine Scheiben schneiden, sowie auch die Stange Frühlingszwiebel – beides wiederum in Schüsseln verbringen.

Es sollte noch ausreichend Zeit sein die beiden Sorten Champignons zu säubern (Achtung, nur mit einer feinen Bürste trocken von der Erde und Verunreinigungen befreien, niemals unter Zuhilfenahme von Wasser!). Danach die Hüte von den Stielen drehen und diese vierteln – die Stiele fein hacken und in einer Schüssel beiseitestellen.

Das Fleisch sollte nun bereit zum Spicken sein – ich empfehle es vorab bereits zu salzen und mit ordentlich Pfeffer zu würzen. Nun den Ausbeiner und die Schüssel mit den Zehen vom schwarzen Knoblauch zur Hand nehmen und mit dem Spicken beginnen. Hierzu werden mit dem Ausbeiner feine Kanäle in das Fleisch gestochen und bevor das Messer wieder herausgezogen wird, nutzt man die glatte Messerseite um den Knoblauch leicht in das Fleisch schieben zu können (bei Bedarf kann man tropfenweise mit etwas Olivenöl nachhelfen).

Achtung, nicht zu tief stechen, maximal bis zum Zentrum des Fleisches. Hat man die 20-25 Zehen – man kann diese natürlich auch gerne Teilen – gleichmäßig im Fleisch “versenkt“ ist das Fleisch ausreichend vorbereitet.

OK, wir sind soweit und können mit dem eigentlichen Kochen beginnen.

Als erstes fangen wir an das Wurzelgemüse zubereiten. Hierzu geben wir etwas Öl in eine Pfanne und sobald dieses heiß genug ist, die Würfel vom Knollensellerie. Diese lassen wir auf kleiner Flamme etwas braun werden, geben dann die Pastinaken Scheibchen hinzu und schmecken die Mischung mit etwas Salz und Pfeffer ab.

Parallel nehmen wir eine zweite Pfanne zur Hand und braten den Schwarzwälder Speck an – sobald dieser seiner Röstaromen bekommen hat, nehmen wir zwei Löffel davon ab und geben diese direkt zum Wurzelgemüse – der Rest kommt wieder in eine Schüssel zur Seite.

In derselben Pfanne – hier sollte noch ausreichend fett von Speck vorhanden sein – werden jetzt die gewürfelten Zwiebeln angebraten. Sobald diese eine leichte Bräune erhalten haben, bitte die fein gehackten Stiele der Champignons hinzugeben. Nach 2-3 Minuten den Zucker zur Mischung geben so, dass die Zwiebeln leicht karamellisieren können. Im Anschluss 3 EL der Zwiebel-Champignon Mischung an das Wurzelgemüse geben und den Rest wieder in einer Schüssel „zwischenlagern“.

Nun die Apfelstücken sowie die Pflaume zum Wurzelgemüse geben und bei etwas höherer Flamme dafür sorgen das auch der Apfel seine Bräune bekommt – dabei stets Abschmecken und ggf. mit Salz und Pfeffer würzen.

Währenddessen die leer gewordene Pfanne mit den geviertelten braunen und weißen Champignons befüllen und diese kräftig anbraten. Sollte das verbliebene Fett nicht ausreichen kann ein wenig Olivenöl oder aber auch Gänseschmalz zum Einsatz kommen. Sobald die Champignons anfangen Röstaromen zu entwickeln bitte den bereitgelegten, bereits angebratenen Speck sowie die Zwiebeln hinzugeben. Auch hier nach Belieben mit Salz & Pfeffer abschmecken. Das Ganze dann mit dem Portwein Ablöschen und auf ganz kleiner Flamme simmern lassen.

Die Gusseiserne Pfanne mit 1 EL Gänseschmalz erhitzen und sobald die Temperatur stimmt die gespickte Hirschkeule von allen Seiten scharf anbraten. Je nach Stärke des Fleisches kann die Garzeit variieren, daher raten wir hierzu ein Fleisch-Thermometer zu verwenden, um sicher zu stellen das „der Hirsch“ nicht trocken wird. Die Kerntemperatur sollte nur für kurze Zeit etwas über 80°C erreichen, so dass die gespickte Keule innen noch leicht rosa und saftig bleibt wenn diese tranchiert auf den Teller kommt.

 

Miesmuscheln in Tomaten-Weißwein Sud mit Schwarzem Knoblauch

Für 4 Personen

Schwierigkeit:                                Mittelschwer

Kosten:                                               8-12 Euro

Zubereitungszeit:                         2-3 Stunden

                                                               Davon Vorbereitung 2,0 – 2,5 Stunden

Tools

Großes Sieb, großer Topf, Gummihandschuhe für den Gastro-Bereich

Zutaten

Für den Sud

  • 5 Stangen Staudensellerie (Scheiben)
  • 1 Knollensellerie (am besten noch mit „Grün“ dran, fein gewürfelt)
  • 1 Suppengrün (Porree, Möhren, Sellerie, geschnippelt)
  • 6 EL natives Olivenöl
  • 2 große Gemüse-Zwiebeln (fein gewürfelt)
  • 3 Frische Knoblauchzehen (in feinen Scheiben)
  • 2 Zweige Thymian
  • 2 EL Thymianhonig
  • 1 Bund Petersilie (glatt, gehackt)
  • 2 Petersilien-Wurzeln (geschält & gewürfelt)
  • ½ TL Salz
  • Grob gemahlener schwarzer Pfeffer (Menge und Mahlgrad nach Belieben)
  • 3 Lorbeerblätter
  • 5 Wacholderbeeren
  • 5 Tomaten (gewürfelt, können auch gerne aus der Dose kommen)
  • 1 kleine Dose Tomatenmark
  • 0,3l Wasser
  • 0,5l Weißwein (nach Belieben trocken oder lieblich)
  • 2 Zitronen (geviertelt)

dann

  • 2,0 bis 3,0kg frische Miesmuscheln
  • 20-25 Zehen schwarzen Knoblauch (gewürfelt, temperiert beim Servieren hinzugeben)

Zubereitung

Für den Sud 2 EL Olivenöl im großen Topf erhitzen und dann die Zutaten in folgender Reihenfolge hinzugeben:

  1. Die Gemüse-Zwiebeln
  2. Die frischen Knoblauchzehen
  3. Die Petersilien-Wurzel
  4. Den Thymian
  5. Die Lorbeerblätter
  6. Die Wacholderbeeren
  7. Den Staudensellerie
  8. Den Knollensellerie
  9. Das geschnippelte Suppengrün – bis auf die Petersilie

Bis hierhin darauf achten das ausreichend Röstaromen entstanden sind!

  1. 4 EL Olivenöl
  2. Den Thymian-Honig
  3. Salz & Pfeffer
  4. Wasser
  5. Die Tomaten
  6. Das Tomatenmark
  7. Den Weißwein
  8. Die Petersilie

Das Ganze mindestens 1-1,5 Stunden einkochen lassen – am besten zwischendurch auch mal vollkommen erkalten lassen und erneut erhitzen.

Währen der Sud seiner Vollendung entgegen sieht werden die Miesmuscheln gewaschen und geputzt. Die Muscheln sollten sich – sofern diese geöffnet sind – bei leichter Berührung verschließen – tut dies die eine oder andere nicht, diese Muscheln bitte vor dem Kochen aussortieren.

Jetzt einen Topf für die Muscheln auf den Herd stellen und in diesem eine große Kelle des angesetzten Suds erhitzen – wenn der Sud kocht die Muscheln für ca. 10 Minuten hineingeben und dabei den Topf mit einem Deckel verschließen.

Sind die Muscheln fertig, diese auf die Teller portionieren (Achtung noch verschlossene Muscheln wiederum aussortieren) und mit Zitronensaft beträufeln. Danach jeweils eine kleine Kelle Sud darüber geben und zu guter Letzt vor dem Servieren noch etwas von der gehackten Petersilie – Fertig!

Je nach Vorliebe können natürlich die Schalen der Muscheln vorab auch entfernt werden, aber aus unserer Sicht macht es mit Schale umso mehr Spaß – den Latz nicht vergessen!

 

Putenschlegel gespickt mit Schwarzem Knoblauch und beschwipsten Pilzen

Für 5 Personen

Schwierigkeit:                                 Schwer

Kosten:                                               18-25 Euro

Zubereitungszeit:                          2-3 Stunden

                                                               Davon Vorbereitung 0,5 – 1,0 Stunden

Tools

Ein scharfes schmales Messer – am besten einen Ausbeiner, Gummihandschuhe für den Gastro-Bereich, ein Römertopf (vorab komplett für mindestens 0,5 Stunden gewässert!)

Zutaten

Im Römertopf

  • Ein Putenschlegel mit ca. 2,2 – 2,5 kg
  • 20 ganze Zehen schwarzen Knoblauch oder eine entsprechende Menge als Infusion
  • 2 Packungen Frühstücks-Bacon
  • 1 Suppengrün (Porree, Möhren, Sellerie – fein gewürfelt & Petersilie im Bund)
  • 1 große Gemüse-Zwiebel (achteln)
  • 3 Körner Piment
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Äpfel (süß & saftig, gewürfelt)
  • 0,2l Wasser oder Gemüsebrühe
  • Salz (Salzen nach Bedarf, aber Achtung auch der Bacon ist bereits salzig!)
  • Pfeffer (nach Bedarf)

In der Pfanne

  • 5-6 Schalotten (fein gewürfelt)
  • 1 EL Gänseschmalz
  • 1 EL Zucker
  • 1 Lorbeerblätter
  • 6 große braune Kräuter Seitlinge (geputzt, der Länge nach halbiert & geviertelt)
  • 500g Braune Champignons (geputzt, geviertelt)
  • 0,3l Portwein
  • 1 EL getrüffelte Butter

Zubereitung

Die Zutaten – insbesondere den Putenschlegel – rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, so dass alles Raumtemperatur erreicht hat sobald es zur Verwendung kommt. Sofern ein Römertopf vorhanden ist sollte diese vorab gewässert werden – dazu müssen Schale und Deckel mindestens 30 Minuten vollständig mit Wasser bedeckt sein, um auch ordentlich entgasen zu können. Hierdurch wird während des Garens garantiert, das das Fleisch saftig bleibet (Zur Not ginge auch eine Kasserole, dann muss das Fleisch jedoch zusätzlich mit Aluminiumfolie abgedeckt werden).

Im Anschluss den Putenschlegel mit Salz & Pfeffer würzen und dann den Ausbeiner und die Schüssel mit den Zehen vom schwarzen Knoblauch zur Hand nehmen, um mit dem Spicken zu beginnen.

Hierzu werden mit dem Ausbeiner feine Kanäle in das Fleisch gestochen und bevor das Messer wieder herausgezogen wird, nutzt man die glatte Messerseite um den Knoblauch leicht in das Fleisch gleiten zu lassen (bei Bedarf kann man tropfenweise mit etwas Olivenöl nachhelfen).

Achtung, nicht zu tief stechen, maximal bis zum Zentrum des Fleisches. Hat man die 20-25 Zehen – man kann diese natürlich auch Teilen – gleichmäßig im Fleisch “versenkt“ ist das Fleisch fertig vorbereitet.

Wir haben hier zusätzlich schwarzen Knoblauch direkt unter die Haut geschoben – ein wenig wie bei einer „Ente in Trauer“. Bei dieser Spezialität werden vollflächig feine Scheiben schwarzen Trüffels zwischen Haut und Fleisch des Geflügels befördert, was zum Effekt hat, dass die zubereitete Ente vollkommen schwarz erscheint – eben wie „in Trauer“ – obwohl sie natürlich nicht „verkohlt“ ist.

Nun bitte den Bacon zur Hand nehmen und damit die Haut des Geflügels vom Fett des Bacons profitieren kann, den Putenschlegel damit einschlagen.

Jetzt den Römertopf bereitstellen und den Ofen anschalten (180°C Umluft) – der Römertopf erhält ein „Bett“ für den Putenschlegel, welches aus dem geschnippelten Suppengrün & Petersilie, der geteilten Gemüsezwiebel und den Äpfeln besteht. Dazu kommen noch Lorbeerblätter, Piment und Wasser, respektive Gemüsebrühe – darauf wird der Putenschenkel gebetet, der Römertopf erhält seinen Deckel und wandert für 1,5 – 2,0 Stunden in die Röhre.

Nach ca. 1 Stunde sollte ein geschulter Blick prüfen, ob sich alles nach Wunsch entwickelt. Dies ist auch der Zeitpunkt um die Beilage – die beschwipsten Pilze – anzusetzen. Hierfür bitte die vorab gesäuberten Kräuter Seitlinge & Champignons (Achtung, nur mit einer feinen Bürste trocken von der Erde und Verunreinigungen befreien, niemals unter Zuhilfenahme von Wasser) bereitstellen.

Dann die Schalotten mit ein wenig Gänseschmalz in der Pfanne anbraten – Sobald diese eine leichte Bräune zeigen, Kräuter Seitlinge & Champignons hinzugeben. Nach 2-3 Minuten den Zucker zur Mischung geben so, dass die Zutaten leicht karamellisieren können und gleich darauf das letzte Lorbeerblatt hinzugeben. Hiernach bitte mit dem Portwein ablöschen und kurz vor dem Servieren aufrühren und noch 1 EL getrüffelte Butter hinzugeben.

Nun kann unser Putenschenkel nochmals kontrolliert werden. Im Idealfall hat sich der Bacon knusprig zusammengezogen – ist dem so, den Bacon-Deckel auf einen Teller zur Seite legen und falls der Schenkel noch nicht knusprig genug sein sollte den Römertopf ohne Deckel bei Oberhitze kurz „überbacken“ – Fertig.

Die Scheiben vom Putenschenkel mit den beschwipsten Champignons und ein paar Löffeln vom „Bett“ anrichten.

Bei Bedarf können zu diesem Gericht Kartoffeln, Klöße oder auch Reis gereicht werden – da wir Kohlenhydrate umschiffen wollten, haben wird diesmal darauf verzichtet.

 

Penne Nere Rigate

Für 2 Personen

Schwierigkeit:                                 Leicht

Kosten:                                               8-12 Euro

Zubereitungszeit:                          45 Minuten

Tools

Ein paar kleine Schüsseln, großer Topf, kleine Pfanne, Kunststoff-Schneidbrett, scharfes Messer, Gummihandschuhe für den Gastro-Bereich

Zutaten

  • 6 EL natives Olivenöl
  • 6 Schalotten (fein gewürfelt)
  • 8 Tomaten (fein gewürfelt)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Priese Rohrzucker
  • 30 frischer Basilikum-Blätter (fein gehackt, 1-2 Blatt pro Portion im Ganzen zum Garnieren)
  • 1 Kugeln Mozzarella (in feine Streifen geschnitten)
  • 1 TL Salz
  • Frisch gemahlener Pfeffer (Menge und Mahlgrad nach Belieben)
  • 250g Rigatoni
  • 20 Zehen schwarzen Knoblauch (fein gewürfelt)

Zubereitung

Die Tomaten und Schalotten in feine Würfel schneiden und jeweils in einer kleinen Schüssel bereitstellen – das Lorbeerblatt kann hier schon unter die Tomatenwürfel gegeben werden. Zur Vorbereitung den großen Topf mit ausreichend Wasser für die Rigatoni füllen, das Wasser salzen und den Topf auf den Herd stellen.

Dann den Mozzarella in feine Streifen schneiden, die später auf den heißen Nudeln schmelzen sollen. Auch die Zehen des schwarzen Knoblauchs können bereits vorab in Würfel geschnitten werden und Raumtemperatur bekommen (am besten auch 1-2 Tropfen Öl dran machen, dann kleben die Stücke nicht zusammen) – Beides dann ebenfalls in kleinen Schüsseln bereitstellen.

Den Nudeltopf anschalten und das Wasser zum Kochen bringen. Parallel das Olivenöl in der kleinen Pfanne erhitzen und bei ausreichender Hitze die Schallloten-Würfel hinzugeben. Diese anschwenken und dabei leicht salzen und pfeffern und sobald sie anfangen braun zu werden die Priese Rohrzucker hinzugeben und dann die Flamme ausstellen. Jetzt die gewaschenen und „abgetrockneten“ Basilikumblätter fein hacken und zur Seite stellen.

Die Rigatoni in das kochende Wasser geben und diese kochen bis sie al dente sind. Sobald sich dies abzeichnet die Tomatenwürfel und einen Teil des gehackten Basilikums zu den Schalotten geben und die Mischung leicht erhitzen – nur ein wenig, denn die Tomaten sollen ihre Frische behalten – Raumtemperatur haben diese ja bereits.

Sobald die Rigatoni abgegossen sind, diese auf die Teller portionieren und jeweils mittig mit 3-4 Esslöffeln der warmen Schalloten-Tomaten Mischung versehen. Dann Sternförmig den Mozzarella aufbringen und während dieser anfängt zu schmelzen jeweils als farblichen Akzent ein wenig gehackte Basilikum auf die Teller geben.

Zum Schluss nun auf jedem Teller ausreichend die Würfel vom schwarzen Knoblauch aufbringen und mit 1-2 ganzen Basilikumblättern garnieren. Umgehend servieren.

Dazu kann gerne ein Ciabatta mit schwarzer Knoblauchbutter gereicht werden – Salz und Pfeffermühle sollte mit auf den Tisch, damit ein jeder nach Belieben würzen kann – Fertig.

On Top können noch ein paar Tropfen eines guten Balsamico Essigs auf jeden Teller gegeben werden, als i-Tüpfelchen sozusagen.

 

Schwarze Knoblauchbutter – ein echter Eyecatcher

Schwierigkeit:                                Leicht

Kosten:                                               5-7 Euro

Zubereitungszeit:                         30 Minuten

Tools

Eine Schüssel, eine Gabel, Backpapier, Gummihandschuhe für den Gastro-Bereich

Zutaten

  • 250g Butter (gute Sorte, lose)
  • ½ TL natives Olivenöl
  • ¼ TL Gutes Salz
  • Frisch gemahlener Pfeffer (Menge und Mahlgrad nach Belieben)
  • 6-8 weiche Zehen schwarzen Knoblauchs oder entsprechend viel Paste

Zubereitung

Die Butter bei Raumtemperatur in eine Schüssel geben und mit dem Salz – wir haben das rosa Himalaja-Salz verwendet – dem Olivenöl und dem Pfeffer gut vermischen – Probieren und ggf. nachwürzen.

Dann die weichen Zehen / die Paste des schwarzen Knoblauchs unterheben – gerade so, dass wir im Resultat noch die Schlieren des Mischens wahrnehmen können. Es macht hierbei nichts, wenn einige Stücke des Knoblauchs verbleiben – das macht das Resultat optisch wie geschmacklich nur noch interessanter.

Hiernach die Mischung auf ein ausreichend großes Blatt Backpapier geben und durch Zusammenschlagen in die gewünschte Form bringen – Hierbei können natürlich auch schicke Ausstechformen zum Einsatz kommen um beispielsweise auf ein Motto einzugehen.

Zum Schluss das Ergebnis in einem luftdichten Behältnis in den Kühlschrank stellen – nach ca. 15 Minuten ist das Produkt einsatzbereit. Vor dem Servieren ausreichend früh aus dem Kühlschrank nehmen, so dass die Gäste mit der idealen Konsistenz „arbeiten“ können und sich die Aromen ordentlich entfalten.

Variationen bei denen zusätzlich auch etwas Mousse von der schwarzen Olive oder aber auch Kräuter hinzu gegeben werden sind natürlich immer möglich. Dabei sollte man jedoch aufpassen das die finale Butter dann nicht zu salzig wird! Wir haben in unserem Fall etwas Trüffelbutter hinzu gegeben, was ebenfalls sehr lecker war.

Tampopo – oder wie ich meine Liebe zur Nudelsuppe entdeckte

Hallo liebe Leser,

Habt ihr jemals den Film “ Tampopo“ gesehen – bei mir war das der Moment indem ich meine Liebe zur Nudelsuppe entdeckte”. Heute möchte ich Euch erzählen wie es bei mir damit angefangen hat, das ich mich speziell für Nudelsuppen und Straßen-Küchen interessiere und warum ich es liebe meine Erfahrungen mit Euch zu teilen.

Um meine Leidenschaft zu verstehen muss ich etwas ausholen, denn bereits als Kind habe ich mich sehr für Essen interessiert – mit 8 habe ich begonnen selber zu kochen und Gerichte für mich auszuprobieren und weiter zu entwickeln – nicht immer war alles ein geschmacklicher Erfolg, aber ich konnte stets aus meinen Fehlern lernen und es kam einiges an Wissen hinzu – vor allem aber hat es immer Spaß gemacht.

Wo es eine gute Pizza gab oder wo man hingehen sollte um lecker asiatisch zu essen war vor Jahrzehnten ebenso wichtig wie heute, jedoch wurden zu dieser Zeit Restaurant-Tipps nur mündlich oder durch Fachzeitschriften publik. So dauerte es für die Menschen immer deutlich länger bis beispielsweise auffiel, dass sich Bewirtung oder Geschmack des Essens eines bestimmten Restaurants verändert hatten.

Heutzutage habe ich mit foodadvisor.de und Tools wie TripAdvisor, Google Maps, HolidayCheck etc. die richtigen Plattformen zur Verfügung um Rezensionen zeitnah und mit deutlich mehr Reichweite zu platzieren. Besonders die Möglichkeit der Anzeige von Informationen zu großartigen kulinarischen Erlebnisse in der Nähe eines Standortes macht einige dieser Tools einzigartig. Ich habe, wenn ich neue Reiseziele ansteuerte, bereits oft von solch ortsabhängigen Empfehlungen profitiert.

Gebratener Knoblauch gemischt mit knuspriger Schweineschwarte

In den neunziger Jahren habe ich zufällig den japanischen Film Tampopo entdeckt – ab diesem Moment wurde mein Interesse für asiatische Nudelsuppen geweckt. Der Film verfolgt mehrere satirische Handlungsstränge, wobei für mich die in dieser Komödie gestellte Frage – „Was braucht es für ein gute Nudelsuppe“, das Faszinierendste war.

Hier ging es um die einzelnen Zutaten, wie die verschiedenen Nudeln – welches Fleisch sich empfiehlt, die Kochzeiten, die vielfältigen Gewürze, das Gemüse, die frischen Kräuter, die zahlreichen Saucen, die richtige Temperatur – bis hin zu der Frage ob man das Schweinefleisch vor dessen Verzehr denn auch “streicheln“ muss.

Damals war noch nicht die Rede von Texturen – nur das authentische der Suppe stand hier im Mittelpunkt. Um heraus zu bekommen wie ein echter Nudelsuppen-Meister seine Suppe ansetzte, wurde hier auch schon mal vom Nachbar-Geschäft aus durch eine Öffnung in der Wand gelinst, um das Geheimnis seiner Suppe in Erfahrung zu bringen…wenn Ihr die Gelegenheit findet schaut Euch diesen Film unbedingt an, es lohnt sich (https://en.wikipedia.org/wiki/Tampopo).

Seit diesem Moment habe ich selbst unzählige Male die verschiedensten Nudelsuppen gekocht und überall wo mich meine Reisen hingeführt haben probiere ich stets die dort angebotenen Variationen.

Im September 2018 bin ich der Google Localguides Community beigetreten. Seitdem habe ich zusätzlich zu meinem Blog jede Gelegenheit genutzt gute Nudelsuppen-Küchen zu Maps hinzuzufügen.

Ich finde es eine tolle Sache, das ich mit Google Maps die Möglichkeit habe auch ganz kleine, normalerweise nicht leicht auffindbare Orte zu empfehlen (das ist in der Regel bei den meisten Suppenküchen, gerade in Asien der Fall) die Ihr dann im Handumdrehen in Euren Smartphones & Tablets finden könnt.

In meiner öffentlichen Google Maps Liste “ Erik’s Streetkitchen Plus“ habe ich die meisten mir begegneten Highlights in Sachen Nudelsuppen, Straßen-Küchen und kleinen asiatischen Restaurants für Euch auf einen Blick verfügbar gemacht.

Die überwiegende Teil der Straßen-Küchen die ich besucht und über die ich eine Rezension verfasst habe, liegen weit ab von Orten an denen sich Touristen aufhalten – leider gibt es oft nur wenige Einheimische die sich die Mühe machen ihre Meinung und Fotos zu teilen – daher gibt es teilweise auch nur wenige Rezensionen zu einigen von mir “entdeckten Orten“, aber glaubt mir, ich würde mir nicht die Mühe machen einen Ort anzulegen und eine detaillierte Rezension zu verfassen, wenn ich dort nicht wirklich eine besondere kulinarische Erfahrung – speziell zur Nudelsuppe – gemacht hätte die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Es macht mir zudem auch große Freude die Speisen für Euch zu fotografieren – beschreiben kann man vieles, aber ein gutes Foto kann umso mehr Lust darauf machen gerade “diesen Ort“ auch einmal besuchen zu wollen.

Die bisher beste Nudelsuppe habe ich in Thailand gefunden – genauer gesagt in der Ortschaft Chumphuang in Korat.

Die J Nong Straßenküche in Chumphuang

Die J Nong Straßenküche (https://goo.gl/maps/hvyBaLCxxMTCzkf88) ist ein Ort der mitten im Herzen Thailands gelegen ist und wo es eine hervorragende und authentische Nudelsuppe zu probieren gibt.

Hier wird kein English gesprochen und man trifft auch nur sehr selten Ausländer, aber täglich essen hier mehr als hundert Thais ihre Nudelsuppe – in diesem Fall die Kuatiu Nahm (Kuatiu = Reisnudel, Nahm=Wasser).

Diese traditionelle Reisnudel-Suppe, die ihre Wurzeln wohl in China hat und mit den Wanderarbeitern nahezu jedes asiatische Land erreicht hat, wird im J Nong sowohl mit Schweinefleisch, als auch mit Ente angeboten – ich empfehle vor allem die Variante mit Ente zu probieren.

@J Nong: Schwein oder Ente?

Die Suppe selbst wird täglich frisch in einem großen Topf angesetzt und enthält neben frischen Markknochen, eine Vielzahl an Gewürzen, frische Koriander-Wurzeln und vieles mehr – jede Suppenküche hat hier natürlich ihr Geheimrezept. Es bedarf einer Weile bis die Basis fertig ist – jedoch schon in den frühen Morgenstunden sitzen die ersten Einheimischen im J Nong vor ihrer Suppe um in den Tag zu starten.

Eine der freundlichen und versierten “Produktionslinien” von J Nong.

Zu Beginn der Bestellung wählt man die Größe der Suppe aus [laotisch Pizet, bedeutet im Übrigen groß…] danach ob es feine, kleine oder dicke Reisnudeln sein sollen – dann ob man Schwein oder Ente möchte, ob es auch Innereien sein dürfen und ob krosse Schweineschwarte oder chinesische Fleischbällchen dabei sein sollen.

Einige Leute lieben ihr Kuatiu im Nahmtok-Stil – diese Version kommt aus Ayutthaya bei Bangkok und enthält etwas frisches Schweineblut, was die Suppe weicher und etwas süßer macht.

Es ist Zeit für Deine Wahl…

Die finale Würze erhält jede Suppe am Tisch natürlich erst durch Euch – hierfür gibt es stets frisch geröstetes grobes Chili, Zucker, Essigessenz, Fischsauce, Sauce Sriracha, geriebene Erdnuss und manchmal Sambal Oelek und natürlich frische gehackte Frühlingszwiebeln.

Was niemals fehlen darf – natürlich nur für die die es lieben- ist Koriander. Lasst Euch ein paar frisch gehackte Stängel davon in Eure Suppe geben – das gibt aus meiner Sicht den entscheidenden Kick.

Frischer Koriander verdoppelt das Geschmackserlebnis.

Das entscheidende bleibt aber immer die Basis dieser Reisnudelsuppe – wird diese zu schnell und lieblos angesetzt, wird die Suppe Euch kein Lächeln ins Gesicht zaubern!

So, nun genug davon – ich habe vom ganzen Schreiben nun einen so großen Appetit bekommen, dass ich mit der nächsten Schale Kuatiu Nahm nicht mehr warten kann…

Welche ist für Euch?

Guten Appetit!

Ach ja – ich habe vergessen – wenn Ihr J Nong besucht, solltet Ihr unbedingt ein Nahm Katjep (ein Kaltgetränk auf Basis von wilden Hibiskus Blüten) bestellen, Ihr werdet es lieben!

Ein “Muss” bei J Nong – Nahm Katjep!

 

VERO @pullman Phuket Arcadia

Vom Vero – einem italienischen Restaurant im Pullman Arcadia – meine ich sagen zu können, dass es selbst in Italien schwierig sein wird Pasta & Pizza zu finden die so köstlich schmeckt wie in diesem Restaurant.

Federführend für die Küche ist hier Chef Roberto, ein echter Italiener mit Herz und Geschmack – er sorgt dafür, dass es im Vero neben hochwertigen italienischen Klassikern auch immer wieder neue innovative Leckerbissen für Auge & Gaumen gibt.

Das Vero bieten neben dem à la carte Betrieb einen hervorragenden italienischen Brunch mit einer erwähnenswert guten Mortadella an. Hinzukommt einmal in der Woche ein italienisches Buffet was es in sich hat – alles was es an Pasta, Pizza und besonderen kulinarischen italienischen Highlights zu bieten gibt fährt das Vero auf.

Alle Zutaten sind von höchster Qualität, das schmeckt man durchweg – mein Pasta Favorit waren die hausgemachten Ravioli sowie eine Sauce auf Basis einer hausgemachten italienischen Wurstspezialität.

Zudem hatte ich hier authentische Rigatoni Carbonare – natürlich mit Pecorino, Ei und einem ordentlichen Speck (keinesfalls mit Sahne!), diese haben brillant geschmeckt, mein Kompliment für diese italienischen Hochgenuss!

Um das Ganze kulinarisch noch abzurunden musste ich natürlich im Vero auch den Klassiker Pasta Puttanesca probieren, und was soll ich sagen auch hier alles wie bei Mama!

Der Service im Vero ist hervorragend, man wird stets zuvorkommend und professionell bedient – dabei aber nie aufdringlich – mein Kompliment an den Restaurant Manager!

Das Vero verfügt über ein sehr gut ausgestattetes Weinsortiment – hier bleiben kaum Wünsche offen. Die Atmosphäre ist gediegen italienisch – für mich persönlich ist der Gastraum stellenweise etwas zu dunkel um die tollen Kreationen auch ordentlich in Augenschein nehmen zu können. Der Außenbereich lädt mit Blick über das Meer zum Verweilen ein und die Speisenkarten mit Hintergrundbeleuchtung sind ein nettes Gimmick.

Jeden ersten Sonntag im Monat findet im Vero ein ganz besonderer Brunch statt – die Teilnehmerzahl ist hier limitiert und eine rechtzeitige Voranmeldung geboten. Neben einem live DJ werden in mehreren Gängen allerhand kulinarische Leckerbissen serviert und alle Biere, Weine, Champagner und Softdrinks sind im Preis enthalten. Für jeden Gourmet der sich in fünfzig Kilometer Umkreis befindet ein MUSS mindestens einmal daran teilgenommen zu haben.

Ich kann jedem Hotelgast, aber auch Besuchern nur empfehlen sich in diesem italienischen Restaurant der Spitzenklasse verwöhnen zu lassen.

Elements @pullman Phuket Arcadia

Das Elements ist gleichzeitig das Restaurant des Pullman Arcadia, indem das morgendliche Frühstücks-Buffet stattfindet. Das Frühstück hier ist unglaublich reichhaltig – es gibt neben den Klassikern wie Amercian- oder English Breakfast nahezu jede Zubereitungsart an Eiern, es gibt Salate, Sushi, Fisch & Lachs, viele Thailändische Gerichte, täglich einen frischen Schinken aus dem Ofen, eine große Auswahl an Brot aus eigener Produktion, süße Patisserie, Früchte, u.v.m..

Die Leitung der Küche hat hier Chef Sorn inne, ein Thailänder mit internationaler Erfahrung und ein echtes Allround-Talent. Er zeichnet verantwortlich für all die Leckerbissen die das Elements zu bieten hat.

Im à la carte Betrieb bietet das Elements sowohl Thailändische Küche als auch einige westliche Speisen wie beispielsweise Spare Ribs, Cesar Salad, Burger, Sandwiches und vieles mehr. Hinzukommen neben der Zulieferung für den Room Service viele verschiedene Themenabende wie z.B. das Seafood BBQ, oder ein besonderes Thai-Dinner.

Außerdem zaubert das Team des Elements überwiegend die Süßspeisen für alle Restaurants und Events im Arcadia – sprich auch all die kleinen Schoko Aufmerksamkeiten, die als Überraschung für die Gäste auf den Zimmern warten, kommen aus der Küche des Elements.

Da ich hier auch jeden Morgen das Frühstück einnehme, kann dieses Restaurant – für mich zumindest – nicht mit einer besonderen Atmosphäre aufwarten. Was jedoch durch den freundlichen und professionellen Service der vielen fleißigen Mitarbeiter und die Leckeren Speisen in den Hintergrund rückt. Die Preisen für Speisen & Getränke bewegen sich im gehobenen Segment, was bei der Qualität der Zutaten und dem liebevollen Umgang mit den Speisen aber vollends gerechtfertigt ist.

Ich kann jedem Hotelgast, aber auch Besuchern nur empfehlen sich einmal im Elements verwöhnen zu lassen.

Pullman Phuket Arcadia

Das Pullman Arcadia ist eines der beeindruckendsten Hotels in dem ich bisher abgestiegen bin. Es ist nicht so dass hier alles perfekt ist, aber es ist das Gesamtpaket das den Unterschied macht – man fühlt sich einfach wohl sobald man „über die Schwelle“ tritt.

Am besten lässt sich das vielleicht an Hand einer Szene aufzeigen die ich im Pool erlebt habe. Dort war ein Paar was sich über das Arcadia unterhielt und der Mann sagte zu seiner Frau das er normalerweise fünf Tage bis eine Woche bräuchte um im Urlaub wirklich anzukommen – aber hier hatte er bereits nach einem Tag das Gefühl angekommen zu sein. Das macht das Arcadia aus, man spürt sofort das hier ein echtes Team Hand in Hand und auf Augenhöhe arbeitet.

Alle Mitarbeiter sind ausgesprochen freundlich und lesen einem die Wünsche von den Lippen ab, es herrscht eine total relaxte Atmosphäre und auch deshalb kommen die Gäste aus aller Welt schnell ungezwungen ins Gespräch.

Das Arcadia hat das Glück einen General Manager – den Australier Brett Wilson – zu haben der weiß was die Gäste und die Mitarbeiter glücklich macht. Die stets positive und konstruktive Aura des “Kapitäns“ färbt auf Mitarbeiter aber auch Gäste ab – dies macht einen großen Teil der besonderen ungezwungene Atmosphäre des Hotels aus.

Die Lage des Hotels ist ideal, es sind nur 10 – 15 Minuten bis zum Flughafen – vom Fluglärm bekommt man hier jedoch nichts mit. Nach Phuket Town sind es je nach Verkehrslage nur 30 – 45 Minuten und wer gerne Shoppen geht findet dort einige des bekannten Malls und Markenshops um sich die Zeit zu vertreiben.

Wer eher relaxen möchte, der legt sich an einen der beiden Hotelpools, beispielsweise den großen Infinity Poll aus dem man nicht nur auf das Meer, sondern auch auf den Naithon Strand schauen kann.

Das Frühstück im Arcadia ist erwähnenswert gut – es gibt alle was das Herz begehrt in hoher Qualität und so kommt man stets gut in den Tag. Es gibt zwei Restaurants – zum einen das Elements, zum anderen das italienische Vero – da beide Restaurants in Google Maps eigene Einträge besitzen, habe ich mein Feedback jeweils dort platziert.

Beim holländischen Food & Beverage Direktor Albert Jan van Beusekom laufen alle Fäden zusammen, denn er trägt die Gesamtverantwortung für die Restaurants & Events, wenn es um das leibliche Wohl geht.

Im Arcadia gibt natürlich auch eine Pool-Bar sowie die C-bar auf der Ebene der Rezeption – in diese lädt der General Manager jeden Donnerstag bei Sonnenuntergang für zwei Stunden alle Gäste auf Cocktails, Wein und Softdrinks ein. Unterstützt wird er dabei von der äußerst charmanten Roxana Gheorghe, ihres Zeichens Director of Operations. Von der C-bar aus kann man dann perfekt den Sonnenuntergang genießen. Im Vergleich zu vielen anderen Hotels eine große Besonderheit, mit Sicherheit ist dieser “Social Event“ aber auch mit einer der Gründe für den Erfolg des Arcadia.

Das Gelände des Hotels in recht weitläufig und steil in den Felsen der Küste integriert worden, dabei wurde jedoch sehr auf Harmonie mit der Natur geachtet, weshalb sich die Anlage hier gut einfügt. Das Hotel bietet 24/7 einen Shuttle Service zu den Zimmern an – bei Regen muss man ab und an einen Moment warten, in der Regel ist man jedoch nach fünf Minuten „auf dem Zimmer“.

Der Betreiber Accor unternimmt seit vielen Jahren starke Bemühungen nach einem ökologischen Ansatz zu agieren, daher finden sich auch im Arcadia viele Elemente wieder die dazu beitragen die Umwelt zu schonen. Das fängt mit dem Weglassen des Plastik-Strohhalms an, geht über den integrierten “Organic Garden“ sowie ein ordentliches Brauchwasser Management und vieles mehr.

Es gibt eine Handvoll verschiedener Zimmertypen vom Standardzimmer bis hin zur Villa mit eigenem Infinity-Pool – alle setzen auf ein gleichartiges gehobenes und trotz allem schlichtes Design mit Marmor, hell laciertem Holz sowie Strandhaus Farbtönen. Die Betten sind hervorragend – so gut, dass man morgens gar nicht mehr raus will…

Die Zimmer sowie die gesamt Hotelanlage sind extrem sauber und gepflegt – uns ist hier innerhalb der letzten fünf Jahre niemals etwas wie Schimmel oder Dreck begegnet.  Natürlich gibt es hier und dort mal ein paar Blätter im Pool und auch ab und an mal Ameisen zu sehen, aber hallo – wir sind in Thailand und inmitten in der Natur.

Naithon bietet auch einen Strand – im Vergleich zu Khao Lak ist dieser aus meiner Sicht nicht so reizvoll und die Promenade eher spartanisch, aber das ist für mich hier auch nicht der Fokus – diesmal wollten wir uns ganz und gar im Hotel erholen und die Ruhe weitab vom Touristentrubel genießen.

Natürlich gibt es im Arcadia auch ein gut ausgestattetes Gym nebst täglichen Kursangeboten sowie einen tollen SPA – ich habe mich jedoch mehr der kulinarischen Seite des Urlaubs gewidmet, das mit dem “Pfunde abtrainieren“ starte ich dann zu Hause…

Besonders angenehm empfand ich das uns in der Minibar ein tägliches Kontingent an Softdrinks kostenlos überlassen wurde – ein kleines Gimmick aber ein Wohlfühl-Gimmick! Dazu kamen dann noch kleine Überraschungen, die wir nach der Rückkehr auf unser Zimmer vorfanden – Pralinen, kleine Schokokunstwerke, Früchte und Schokoladen-Puzzle für unsere Tochter – alles mit viel Liebe zubereitet – diese haben uns bisher jeden Aufenthalt im Arcadia versüßt!

Ich habe bereits sehr viele gute große wie auch kleine Hotels & Resorts in Thailand besuchen dürfen, kann aber sagen, dass mir und meiner Familie das Arcadia und sein Team über die Jahre so sehr ans Herz gewachsen sind, das es unsere absolute Nummer Eins geworden ist. Jedem der ungezwungene Entspannung auf hohem Niveau sucht und der auf die direkte Nähe zu Strand-Bars verzichten kann, dem kann ich einen Besuch dieses Hotels nur wärmstens ans Herz legen.

The Grand

Reservierung & Web

Auf Empfehlung hin haben wir uns spontan für den Besuch des Berliner The Grand entschieden. Wir waren gegen Nachmittag auf Location-Suche in Berlin Mitte unterwegs und hatten ad hoc eine telefonische Reservierung vorgenommen. Ein erfrischend freundliches und zuvorkommendes Gegenüber hob ab – Daniela – sie erzählte ein wenig zum The Grand und gab uns sogleich das Gefühl willkommen zu sein.

Das Restaurant öffnet offiziell erst gegen 19:00 Uhr, aber man empfing uns bereits um 18:00 Uhr auf das Herzlichste und überbrückte uns die Zeit mit zwei sowohl optisch als auch geschmacklich eindrucksvollen alkoholfreien Cocktails…aber dazu später ein wenig mehr.

Da das The Grand sehr nahe am Alex gelegen ist, hatten wir mit einer längeren Parkplatzsuche gerechnet – aber weit gefehlt, gleich neben dem Restaurant durften wir uns nach erfolgreicher Befüllung des Parkscheinautomaten glücklich schätzen, fußläufig eine Parkmöglichkeit ergattert zu haben.

Die Webseite vom The Grand ist nett gemacht, könnte aber etwas performanter daherkommen und was die Speisekarten angeht deutlich kürzere Wege bis ans Ziel bieten. Die Seite ist responsiv angelegt und somit auch für Mobile Devices eine feine Angelegenheit – auf dem großen Monitor wirken Schrift und Grafik hingegen stellenweise etwas verloren.

Ambiente

Von außen zeigt sich das Gebäude vom The Grand recht zurückhaltend, lediglich die zwei Eingänge, einer zum Restaurant, der andere zur Bar verraten, das hier eine Restauration untergebracht sein könnte. Dies ist vielleicht dem Denkmalschutz des historischen Schulgebäudes von 1842 geschuldet oder aber nur dem Understatement – in jedem Falle ist dies ansprechender als eine Brauerei gesponserte Leuchtreklame – Dezente Beleuchtungsakzente am linken Eingang nebst einem goldenen Schild verrieten uns, das wir das The Grand gefunden hatten.

Beim The Grand handelt es sich neben Restaurant & Bar um eine Club- & Event-Location. Stilistisch setzt man beim The Grand auf eine Mischung von blankem Mauerwerk, modernen akzentuierten Beleuchtungsszenarien und hochwertigen Clubmöbeln mit Chic. Im Restaurantbereich spielen die Speisen auf den durchweg weißen Tischtüchern die Hauptrolle – hier spürt man noch ein wenig vom Spirit der Ostberliner-Locations nach der Maueröffnung.

Bis zu 240 Gäste können im The Grand Speisen und Feiern, ca. 80 im Restaurant, 60 in der Galerie gleich über dem großen Gastraum sowie an die 100 auf der Terrasse. Zudem bieten die angeschlossene Bar und einige Suiten zusätzliche Kapazitäten für jedwede Events.

Die Visitenkarte

Die Toiletten des The Grand sind sehr stylish, Spotlights beleuchten alles Wichtige – die Stimmung ist in jedem Falle interessant – clubartig – und die stillen Örtchen waren sauber. Olfaktorische Gimmicks könnten hier noch das gewisse Etwas ausmachen.

Service

Als wir das The Grand betraten wurden wir im Eingangsbereich direkt von Daniela in Empfang genommen und sogleich an einem zentral gelegenen Tisch im Restaurantbereich platziert. Das nette Angebot unsere Garderobe abzugeben nahmen wir zwar diesmal nicht wahr – aber die Tatsache an sich empfanden wir als einen angenehmen und vor allem nicht mehr vielerorts anzutreffenden Service.

Man hat uns während unseres gesamten Aufenthaltes jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Dies nahmen wir nicht als aufdringlich oder störend wahr, sondern als stetige und zuvorkommende Begleitung. Vielen Dank für den tollen Service – wir haben ihn durchweg genossen.

Drinks & Bar

Wie eingangs erwähnt hat man uns die Zeit bis zum Essen mit zwei tollen Drinks überbrückt. Diese wurden in der hauseigenen Bar zubereitet und schmeckten interessant & sehr ausgewogen, der eine auf Basis von Passionsfrucht mit Minze, der andere mit Ingwer & Limone. Wir haben selten so nuancenreiche alkoholfreie Cocktails genießen dürfen – die Bar versteht ihr Handwerk und bietet ein angenehmes Ambiente. Die Luft dort ist Erfüllt von dem Duft verschiedener Hölzer und ich meinte beim kurzen Durchstreifen der Räumlichkeit eine Patschulinote wahrgenommen zu haben.

Vorspeisen

Zu Beginn wurde uns Brot gereicht. Hierbei handelte es sich um Scheiben vom Baguette und von einem dunkleren Körnerbrot – beide von bemerkenswerter Qualität – dazu erhielt ein jeder von uns eine kleine Portion wohltemperierter Butter.

Die Vorspeisen waren durchweg erwähnenswert lecker sowie optische High Lights, denen man die Sorgfalt & Professionalität ansah mit der sie zubereitet & angerichtet worden waren.

Ein echter Traum war der gratinierte, äußerst milde Ziegenkäse auf einer Tranche gegrillter Wassermelone, garniert mit frischem Feldsalat versehen mit einem Haselnuss-Karotten-Dressing und Thymianhonig – diese Vorspeise war eine echte Erkenntnis – mein Kompliment. Die Kombination an Texturen war eine große und einmalige Gaumenfreude.

Bei unserer zweiten Vorspeise handelte es sich um den The Grand Caesar Salad, bestehend aus Römersalatherzen, Tomaten-Crostini, Bacon-Croûtons, Parmesan einem wunderbaren Caesars Dressing mit einer Spur Sardelle gesalzen, gereicht mit einem halben Hummer.

Der Salat war sehr frisch und knackig, das Dressing ausgewogen und keinesfalls aufdringlich, der Parmesan beeindruckte und der Hummer war auf den Punkt gegart. Also auch diese Vorspeise war von besonderer Qualität und Handwerkskunst und dabei mit knapp 30 Euro absolut im preislichem Rahmen.

Hauptgericht

Unsere Wahl fiel auf das Porterhouse (US BEEF) aus dem Freigehege, laut Karte “Maisfütterung“ und daher mit ausgeprägter Marmorierung und einen tiefen, harmonischen Geschmack. Das Fleisch war sechs Wochen gereift und die Scheibe kam mit einem Gewicht von 1200 g daher. Das Porterhouse weist sowohl Rücken- als auch Filetanteil auf – ähnelt optisch dem T-Bone und wird im The Grand am Knochen gegrillt und tranchiert serviert. Nach dem Grillen wird dem Fleisch ausreichend Zeit gegeben zu ruhen, so dass der Fleischsaft nicht ausläuft, wenn es tranchiert wird. Für dieses Steak muss man im The Grand aktuell 129 Euro investieren.

Das Porterhouse war sehr lecker und mit Sicherheit von gehobener Qualität, aber der Grillgeschmack hätte deutlich intensiver und die Temperatur des Steaks deutlich höher sein dürfen. Nach dem überwältigenden Eindruck den die Vorspeisen hinterließen, war das Steak nicht wirklich etwas Besonderes – hier wäre für uns ein anderes Gericht aus dem reichhaltigen Angebot im The Grand sicher die bessere Wahl gewesen. Aber das ist der Preis, wenn man in den vergangenen Monaten nahezu alle Steakhäuser der Stadt besucht hat.

Hinzu kam das wir uns ganz besonders auf die originale Chimichurri Salsa gefreut hatten. Eine lateinamerikanische Saucen-Spezialität basierend auf einer Hand voll grüner Kräutern, Knoblauch, Schalotten und einigem mehr –  leider im The Grand lediglich eine Interpretation dieser an sich grünen Köstlichkeit – meilenweit weg vom Original. Dafür war dann aber der Portweinjus ein echtes Erlebnis. Zusätzlich wurde uns dann noch eine Sauce Bernaise gereicht – die war recht ordentlich, kam nicht zu “schwer“ daher und der Estragon war mit Augenmaß verwendet worden.

Dessert

Die Nachspeisen haben uns leider etwas enttäuscht, insbesondere die Creme Brûlée die deutlich zu klein “untergebracht“ war und daher kaum Raum für die Entfaltung einer ordentlichen Konsistenz hatte (Hier einfach mal das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz besuchen und ein wenig Spicken – da geht noch was – weniger ist nicht immer mehr).

Das Sorbet von der Kirsche war Spitze, das von der Himbeere war dagegen förmlich langweilig und auch der Obstsalat wirkte fade und lieblos.

Hier ist deutlich Luft nach oben, die “süßen Sachen“ sollten mit den Vorspeisen mithalten können, etwas mehr Liebe zu Texturen und auch der Abschluss würde überzeugen.

Fazit

Für das The Grand können wir eine ganz klare Empfehlung aussprechen. Das Flair dieser Location, der gute Service und die feinen Speisen laden zum Verweilen ein. Wir werden sicher nochmals dort einkehren um ein paar weitere Gerichte zu probieren. Aus unserer Sicht ein Muss für jeden Gast, der Ziegenkäse auf gegrillter Melone.

Die Preise sind bei der angebotenen Qualität der Speisen in jedem Falle gerechtfertigt, ob es unbedingt ein Steak sein muss, muss jeder für sich entscheiden. Unsere Wahl fürs nächste Mal werden sicher raffiniertere Gerichte, wie z.B. der auf der Karte befindliche Rehrücken sein.

Besonders zu erwähnen ist die Herzlichkeit Danielas, sie hat dafür gesorgt, dass unser Besuch zum Erlebnis wurde…und Daniela – ich hoffe die Fotos sind gut geraten – wegen des Shiraz melde ich mich bei passender Gelegenheit nochmals bei Euch.

Fruit Logistica Berlin

Die Fruit Logistica in Berlin wird jedes Jahr aufs Neue zu einer fruchtigen Angelegenheit.

Auf der Fruit Logistica dreht es sich um Obst, Gemüse, Transport-Logistik & Innovatives. Es gibt eine schier unendliche Vielfalt an heimischen & tropischen Früchten und die wenigen Tage, die diese Messe ihre Tore öffnet, reichen oft kaum aus um alle Köstlichkeiten probiert zu haben.

Da die Messe stets im Frühjahr stattfindet, bietet sich bereits in den kälteren Monaten des Jahres die Gelegenheit “Sonne” zu tanken – auch wenn dies meist “nur” kulinarisch zu verstehen ist.

Jedes Jahr stellen die Produzenten auf dieser beliebten Messe neue Kreuzungen vor, die die Besucher staunen lassen. Sei es wie 2018 beispielsweise eine Avocado ohne Kern oder die chinesischen Birnen, bei denen mittlerweile durch Züchtung Früchte verfügbar sind die an die 800g auf die Waage bringen und dennoch lecker sind.

Der Aufwand den die Aussteller treiben um ihre Produkte anzupreisen ist beeindruckend. Es gab bereits eine Vielzahl an Aktivitäten rund um das Business, angefangen von Fruit Carving Kursen, über die Wahl zur “Frucht des Jahres“ bis hin zum beliebten Innovationspreis.

Auch viele Fachbesucher aus Übersee und Asien schätzen die Berliner Ausgabe der Fruit Logistica – vieles was hier in Sachen Transport, Logistik & Verpackung vorgestellt wird finden wir Verbraucher bald im Supermarkt um die Ecke wieder.

Besonders beeindruckend ist das die Veranstalter zum Messe-Ende stets dafür sorgen, dass so gut wie keine Lebensmittel weggeschmissen werden – die Berliner Tafel und einige andere Organisationen haben nach der Fruit Logistica stets allerhand vitaminreiches im Angebot.

Jedem der sich für Früchte, Gemüse und die “Große weite Welt“ interessiert, kann ich nur raten, hier mindestens einmal zu Gast zu sein. Als kleinen Anreiz habe ich für Euch ein paar Beiträge verfasst und dabei natürlich wieder “ein bis zwei” Fotos geschossen.

Viel Spaß beim Lesen.

Fruit Logistica 2018 Berlin

Die Vorfreude zur Fruit Logistica 2018 war groß und die Messe überzeugte, wie bereits im letzten Jahr, auf ganzer Linie. Insbesondere bei den winterlichen Temperaturen in Deutschland hob die Vielfalt an exotischen & sonnengereiften Früchten die Stimmung und die Messe ließ flugs die winterlichen Außentemperaturen vergessen.

Auch in diesem Jahr war wieder allerhand Interessantes zu bestaunen. Angefangen mit dem schwarzen Knoblauch der mittlerweile in aller Munde ist, über herzförmige Gurken & lila Rosenkohl bis hin zu innovativen Kokos-Chips aus Thailand.

Hier ein paar Impressionen der diesjährigen Messe.

Der Fruit Logistica 2018 Innovation Award – Nominierungen

Die für den diesjährigen Fruit Logistica Innovationspreises nominierten Kandidaten warteten mit pfiffigen Lösungen auf. Die Palette reichte von biologischer Schädlingsbekämpfung für den Hausgebrauch, über Verpackungen mit einer bemerkenswerten Öko-Bilanz bis hin zu Gaumenfreuden aus dem fernen Asien.

Nominiert war die dunkelbraune Marmande Tomate von Adora – ein echter Genuss. Da diese Tomate eine äußerst robuste Haut hat kann man sie bedenkenlos – fast wie einen Apfel – in der Tasche transportieren ohne Gefahr zu laufen das sie kaputt geht. Dieses besondere Merkmal gefiel jedoch nicht jedem, es gab durchaus „Verkoster“ die sich gerade an der festen Haut störten. Der Geschmack dieser Tomate besticht mit seiner Ausgewogenheit an Säure und Süße die dennoch genug Platz für ein einzigartiges Aroma lässt. Zudem ist diese Tomate ein echter Eye-Catcher und für Gerichte wie z.B. einen echten Salade Niçoise mehr als geeignet.

Nominiert wurde auch die Kellermeister Manns GmbH mit einer Technologie die geeignete Früchte, wie beispielsweise Äpfel, direkt mit einem Branding versehen kann. Im Messe-Showcase wurden hierbei Äpfel unterschiedlicher Farbe zur LOGO Fruit. Sicher ein sympathischer Werbeträger, wenn sich zukünftig auch nicht standardisierte Bio-Sorten mit natürlichen Farbdrucken bedrucken lassen.

Eine weitere Innovation – der Malver – kommt aus Italien. Eine Maschine die in der Lage ist nahezu an die fünfzig Mangos gleichzeitig zu entsteinen und zu halbieren, wobei wohl auch weiche Früchte schadlos verarbeitet werden können. Sicher eine sinnvolle Investition, wenn es mal ein paar Früchte mehr sein sollen, sprich für mittelständische Hersteller von Mango-Sorbet beispielsweise.

Die niederländische Firma East4Fresh, zeigte eine Innovative Variante der Wasabi-Aufbereitung für den Hausgebrauch.  Es handelte sich hierbei im eine Wasabi-Box, einen kleinen Holzbehälter der neben einer Edelstahl-Reibe eine frische Wasabi “Knolle“ enthielt. Dies nette Geschenkidee gibt es wohl auch bereits im Handel. Geschmacklich konnte uns der selbstgemachte Wasabi jedoch nicht überzeugen.

Das belgische Unternehmen Greenyard zeigte ihre “The Alberts Smoothie Station“. Der vorgestellte Automat konnten auf Basis tiefgekühlter Früchte- und Gemüsesorten natürliche Smoothies zubereiten. Gerade in Zeiten wo der Anteil gesundheitsbewusster Mitarbeiter in vielen Firmen “explodiert“ sicher eine feine Sache für innerbetriebliche Kantinen. Hierbei ist es möglich aus den verschiedenen „Ladungen“ nach eigenem Belieben zu mischen – was wohl auch mit Unterstützung einer App möglich ist.

Nominiert war auch das Unternehmen H2Hybrid. H2Hybrid stellte ihr modulares Bewässerungssystem auf Basis von sauerstoffangereichertem Wasser – hiermit solle es möglich sein, den Wasserbedarf beim Pflanzenwachstum um bis zu 80% zu verringern – vor. Sicher eine lohnenswerte Vorgehensweise, wenn man bedenkt wie wasserintensiv der Anbau vieler Pflanzen – z.B. im Fall von Salaten – heutzutage ist.

Die Firma Koppert präsentierte einen überarbeiteten Ansatz biologischer Schädlingskontrolle. Koppert Biological Systems stellt hierfür unterschiedliche Nutzorganismen bereit. Von Parasiten wie Schlupfwespen & -Fliegen, über Pilze & Bakterien, bis hin zu Raubmilben, Raubwanzen, Raubkäfer u.v.m.. Für nahezu jeden Anwendungsfall vom häuslichen Garten bis zum Großanbau kommen diese effizienten biologischen Helfer zum Einsatz.

Die Firma Croptimal stellte im Rahmen ihrer Nominierung für den Innovation Award ihr neues mobiles Analyse System vor. Mit diesen Labor-Units können Boden, Wasser und Planzengewebe direkt auf dem Feld untersucht werden – was vormals bis zu einer Woche dauerte kann nun direkt vor Ort in wenigen Minuten geschehen. Die Geräte sollen einfach zu bedienen sein und greifen über die Cloud auf Daten zu die, die aus den vor Ort Test ermittelten Ergebnisse bewerten helfen.

Mit ihrem Graspapier war zudem die Papierfabrik Scheufelen nominiert und hat unserer Meinung nach einen großen Wurf gelandet. Diese Technologie ist eine Glanzleistung und dies nicht nur auf Grund der hervorragenden Eigenschaften des Produktes an sich. Bei der Herstellung dieser Papiervariante kommen keine Chemikalien zum Einsatz, denn es handelt sich durchweg um einen mechanischen Produktionsprozess. Der Grundstoff braucht – anders als Bäume – nur Monate zum Wachsen und ist biologisch und daher für Lebensmittelverpackungen mehr als geeignet. Die Erzeugung verbraucht deutlich weniger Strom als jede andere Papierherstellung und zu guter Letzt, das aus unserer Sicht unschlagbare Kriterium in dieser Branche – Graspapier braucht in der Produktion lediglich einen Liter Wasser pro Tonne Papier – beim herkömmlichen Fertigungsverfahren auf Holz Basis sind es bis zu 6000 Liter pro Tonne…was für ein Quantensprung, Respekt!

Nun aber, last but not least…and the winner is POOK Coconut Chips!

Wenn ein Unternehmen mit dem Herzen dabei ist, dann merkt man dies auch dem Produkten an – bei POOKS Toasted Coconut Chips ist es genau so. Hier arbeitet eine ganze Familie, generationsübergreifend und voller Enthusiasmus seit Langem an einer gesunden Innovation für alle Chips-Lover und Couch-Potatos und siehe da, es wird belohnt.

Es ist schön zu sehen, das mit dem diesjährigen Innovation Award direkt die Menschen gewürdigt werden konnten, die alles gegeben haben ein Produkt zu entwickeln und es „auf die Straße“ zu bringen. Kein abstrakter Konzern, keine Design-Labs, ganz klare Strukturen und ein transparentes Produkt hinter und für das sehr symphytische Menschen stehen. Dieses deutsch / thailändische Projekt hat alle überzeugt und verdient es bald in jedem Chips Regal vertreten zu sein.

Unsere Gratulation und Empfehlung für POOKS Toasted Coconut Chips -TASTE IT!