Anbieter & Produzenten

Beim schwarzen Knoblauch handelt es sich nicht um eine bestimmte Sorte, deren Zehen von Natur aus schwarz sind. Es handelt sich auch nicht um geräucherten Knoblauch – die Färbung der Zehen ist dem Produktionsprozess geschuldet, der je nach Hersteller unterschiedlich lange dauert. Mehr hierzu habt Ihr ja sicherlich schon den Leit-Beitrag zum Schwarzen Knoblauch gelesen – falls nicht, macht das bevor Ihr Euch die Produzenten und ihre Variationen vom Schwarzen Knoblauch anschaut!

Die Herstellung Schwarzen Knoblauchs findet überwiegend dort statt, wo er aktuell auch am meisten verwendet wird – in Asien. Besonders tun sich hierbei China, Korea und Japan hervor. Einige europäische Unternehmen lassen sich – was den bereits geschälten Knoblauch angeht – auch meist aus diesen Ländern beliefern.

Quelle: nerofermento.it

In Sachen ganze Knolle, greifen die meisten europäischen Vertriebe und Produzenten jedoch auf spanischen Knoblauch, besonders auf den aus Las Pedroñeras zurück. Hierbei sind die spanischen Anbieter natürlich zahlenmäßig am stärksten vertreten – jedoch gibt es auch Anbieter aus England oder auch aus Deutschland.

Ein Anbieter aus Italien schwört auf seinen Schwarzen Knoblauch – dieser kommt zu 100% aus Italien – ob zu Recht, werden wir zumindest kulinarisch versuchen heraus zu finden.

Zu den verschiedenen Anbietern die uns zum Thema „Schwarzer Knoblauch“ freundlicherweise mit Produktmustern, Bildmaterial und ihrem langjährigen Fachwissen unterstützt haben, habe für Euch kleine “Steckbriefe” verfasst.

Nicht alle Produzenten fertigen die gesamte Palette an möglichen Produkten – so gibt es einige die keine Paste herstellen und bei anderen kommen die Knollen vom konventionellen Knoblauch von anderen Lieferanten als deren BIO-Version.

Auf der BIOFACH in Nürnberg stellte die italienische Firma NERO Fermento neben einer neuen BIO-Line, letztlich erst ein neues Produkt vor – Pulver vom Schwarzen Knoblauch. Ein ideales Aroma zum Verfeinern von Saucen oder um leckere Bruschetta kurz vor dem Servieren den letzten Kick zu geben.

Vergesst nicht die Rezepte anzuschauen die ich Euch jeweils am Ende der Beiträge zum Schwarzen Knoblauch verlinkt habe.

 

Rezepte mit Schwarzem Knoblauch

Wir haben einige Rezepte mit schwarzem Knoblauch für Euch getestet, diese findet Ihr unter dem Menüpunkt @erikskitchen in der Rubrik Rezepte.

  • Hirschkeule gespickt mit Schwarzem Knoblauch, Champignons & Wurzelgemüse
  • Miesmuscheln in Tomaten-Weißwein Sud mit Schwarzem Knoblauch
  • Putenschlegel gespickt mit Schwarzem Knoblauch und beschwipsten Champignons
  • Penne Nere Rigate
  • Schwarze Knoblauchbutter – ein echter Eyecatcher

 

SCOTLAND HILLS Cowboy Steak

Letztlich habe ich durch Zufall bei EDEKA ein paar Cowboy Steaks der R & S Marke SCOTLAND HILLS in die Finger bekommen und wurde seit langem wieder einmal richtig überrascht. Es war schon eine Weile her, dass ich in häuslicher Umgebung mit Rindfleisch von einer derart ausgezeichneten Qualität kochen durfte.

Nicht nur, dass sich das Fleisch hervorragend verarbeiten ließ und es beim Grillen und Braten kaum an Volumen verlor – es hatte einen atemberaubenden Eigengeschmack und dies bei einer Zartheit die sonst eigentlich nur „langweiliges“ Filet hat.

Seit diesem Zufallskauf habe ich natürlich schon viele, viele Kilo von diesem Premiumfleisch mit seiner feinen, gleichmäßigen Marmorierung und tollen Textur verarbeitet. An dieser Stelle möchte ich Euch kurz aufzeigen, was aus meiner Sicht das ideale Vorgehen bei der Zubereitung dieses Gourmetfleisches ist.

Vorweg, natürlich ist das Grillen das Mittel der Wahl für dieses Fleisch – aber auch ich war bereits aus Witterungsgründen gezwungen eine Pfanne zur Hand zu nehmen. Hier empfehle ich Euch in jedem Fall eine „Gusseiserne“ zu wählen – am besten mit kräftigen „Rippen“ und fast zum Glühen bringen, so das, das Ergebnis dem des Grillens am nächsten kommt.

Zuerst lasse ich die Cowboy Steaks am Knochen auf Raumtemperatur kommen und zerteile erst dann das Rack in Schreiben mit einer Stärke von jeweils 4-5 cm. Danach salze ich diese vor dem Grillen nur ganz leicht mit grobem Kristallsalz (mit Vorliebe Himalaya-Salz aus Pakistan) und versehe jede Scheibe mit einem leichten Film vom nativen Olivenöl, bevor sie dann auf dem sehr heißen Grill landen.

Das Öl führt dazu das die Fleischoberfläche kurz aufflammt und diese dabei „versiegelt“. Sobald dies geschehen ist schließe ich den Grill so, dass der Rauch sich ausreichend auf dem Fleisch niederschlagen kann und die verbrannten Öle den gewünschten Grillgeschmack befördern können.

Je nach Stärke der Scheiben drehe ich diese um sobald – und das ist wichtig – sich diese von alleine ganz leicht abheben lassen. Dann haben sie auch die gewünschte Zeichnung vom Grillrost schon mit auf den Weg bekommen. Bis zum Teller sollte jede Seite mindestens zweimal ausreichend Hitze bekommen haben und idealerweise – sprich aus optischen Gründen – dann ein Kreuzmuster aufweisen.

Den Gargrad überprüfe ich noch ganz traditionell mit dem Finger – nach der australischen Methode also. Natürlich können auch Fleisch-Thermometer zum Einsatz kommen. Es ist auch eine feine Sache, wenn man den Rand der Steaks als erstes angrillt – mache ich auch manchmal, wenn es die Zeit erlaubt – aber dies bleibt jedem selbst überlassen.

Natürlich kann auch mit Sous Vide gearbeitet werden – ob vorwärts oder rückwärts – aber dann würde ich dazu raten das Rack der Cowboy Steaks zu Entbeinen und im Ganzen zuzubereiten um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Ihr solltet immer daran denken das Fleisch nach dem Grillen oder Braten noch etwas ruhen zu lassen (5-10 Minuten) – beispielsweise auf der Ruhezone Eures Grills, oder im vorgeheizten Ofen bei maximal 55°C. So bleiben beim Anschneiden die „Säfte“ im Fleisch und das macht den echten Unterschied!

Solltet Ihr jetzt Appetit bekommen haben ab zu EDEKA oder wenn der Grill Event noch ein paar Tage hin ist bestellt Online bei der Genusswelt – das Cowboy Steak wird Euch nicht enttäuschen!

Ach ja, und vergesst nicht dazu einen ordentlichen Wein zu reichen – ich empfehle Euch natürlich einen Shiraz von meinem Lieblingsweingut – Mollydooker aus Australien! Wir hatten einen 2016er Boxer und einen 2015er Blue Eyed Boy zum Cowboy Steak und das hat mehr als gepasst…

WEINmesse berlin 2020

Da ich gerade erst zum Wochenende von der BIOFACH aus Nürnberg zurückgekehrt war, habe ich es leider nicht geschafft die WEINmesse berlin 2020 am ersten Tag des Events zu besuchen. Am Samstag war es dann aber so weit und ich habe mich auf den Weg zur Messe Berlin gemacht – der Eingang zur WEINmesse berlin war diesmal der an Halle 21 in der Masurenallee.

Die Messe öffnete um 13.00 Uhr – wobei ich jedoch erst gegen 15:30 Uhr vor Ort war – und eine große Menge an Gästen bereits vor dem Eingangsbereich auf den Einlass wartete. Ursächlich hierfür war ein kurzzeitiger Einlassstopp auf Grund des großen Ansturms. In diesem Jahr standen den Ausstellern und Gästen die Hallen 21 & 22 zur Verfügung und diese waren gegen 15:00 Uhr bereits derart gefüllt, dass sich die Messeleitung gezwungen sah mit einem Einlassstopp zu reagieren.

Von der ersten offiziellen WEINmesse berlin im Jahre 1993 wuchs die Veranstaltung von rund 70 Ausstellern und 1.800 Besuchern bis heute stetig. Hierdurch wurde es mehr als einmal notwendig die Räumlichkeiten zu wechseln – heute mit über 330 Ausstellern, mehr als 4.000 Weinen und um die erwarteten 25.000 Besucher hat die Veranstaltung ihre Heimat bei der Messe Berlin gefunden – und hier ist noch allerhand Skalierungspotential verfügbar.

Die WEINmesse berlin mausert sich also nun von einer anfänglich doch kleinen Messe von Jahr zu Jahr zunehmend zu einem neuen Besuchermagneten, seit ihrem 25-jährigen Jubiläum als Teil des Veranstaltungsportfolios der Messe Berlin. Mit lediglich 17 Euro Eintritt pro Person ist diese Messe im Vergleich zu anderen ihrer Art, ein echtes Schnäppchen und allemal ein Grund neue Weine kennen zu lernen.

Nach gut einer halben Stunde ging es für die Besucher dann wie gewohnt weiter. Nach der Kartenkontrolle eilten diese zunächst einmal zur Gläserausgabe – die WEINmesse berlin ohne Glas zu besuchen macht ja auch nur halb so viel Freude.

Für alle die, die vor der Probierrunde dann noch besser etwas Grundlage schaffen wollten – sprich all diejenigen die ohne ordentlich gefrühstückt zu haben erschienen – gab es an einer Hand voll Ständen was es dazu brauchte.

So gab es neben einer nahezu unüberschaubaren Menge an feinsten Käsesorten wie Bergkäsen, Almblütenkäsen, Weiß- & -Rotweinkäsen, Pecorino & Parmesan, u.v.m. auch Speck & Wurstwaren wie Knoblauchspeck, Rinder-, Hirsch- und Schweineschinken, Steinpilz-, Fenchel- & Trüffel-Salami, Kaminwurz und viele außerordentlich leckere, handgemachte Brotsorten.

Natürlich gab es auch einiges an Süßem. Am Stand von Mallek`s Gourmetträume fanden sich beispielsweise neben verarbeitetem exklusivem Naschwerk auch Rohmassen, wie Marzipan, BIO-Mandel, Nougat mit ganzen Haselnüssen, gepresste Cranberrys, türkischer Honig und vieles mehr in hervorragender Qualität.

Sehr lecker waren auch die kleinen Schokoladen-Naschereien am Messestand von Goufrais – „Der kühle Genuss“ – sozusagen eine edlere Variante des beliebten Eiskonfektes – kommt in einer Gugelhupf-Optik daher.

Gefertigt wird diese Leckerei in Weil am Rhein, wobei hier gänzlich auf Zusätze von Gluten, Nüsse und Alkohol verzichtet wird – lediglich der reinste Kakao wird hier als Trennmittel verwendet.

Ab hier konnte man sich dann auf das Wesentliche konzentrieren – und zwar die schier endlose Weinprobe. Sinnvoll war es sich zuvor an Hand des kostenlosen Ausstellerverzeichnisses einen „Schlachtplan“ (hierfür gab es extra Notizseiten) zu machen, um in einer halbwegs geordneten Reihenfolge probieren zu können, und dies ohne unnötige „Schleifen“ durch die Hallen machen zu müssen.

Im Grunde gab es alles was das Herz des Weinliebhabers begehrt, von weiß über Rosé bis rot, von trocken über lieblich bis süß, von Natur bis spritzig, von günstig bis exorbitant teuer – es war alles dabei.

Einige wenige Aussteller boten auch andere Produkte auf Weinbasis an, beispielsweise die Familie Deppisch – Weinhaus Anker – mit ihrem feinen und exquisiten Weingelee. Hiervon gab es auf der WEINmesse berlin zwei Sorten, eine davon mit Chili – mal etwas ganz anderes.

Natürlich fanden sich auch in diesem Jahr einige BIO Weingüter auf der Messe. Auffällig war beispielsweise das BIO-Weingut Martin was sich zum einen mit farbenfrohem Flaschen und Gimmick Design in Szene setzte, aber trotz allem auch auf die Familientradition verwies.

Interessant war auch der Silvaner vom Weingut Rothe – ein echtes BIO-Produkt durch und durch. Im Gespräch mit Manfred Rothe wurde schnell klar das hier mit Herz, Hand & Sachverstand „gewinzert“ wird.

Der Münsteraner Weinhändler Sandfire – australien wines war in diesem Jahr ebenfalls auf der WEINmesse berlin vertreten und bot einige tolle australische Weine zur Verkostung an – leider keinen Mollydooker, aber den gibt es ja dann noch immer uneingeschränkt bei Aixvinum in Aachen.

Neben den Weinen wurden natürlich auch allerhand andere alkoholische Erzeugnisse wie Schaumweine, Biere, Brände, Wodkas, Whiskys u.v.m. angeboten.

Gefühlt nahm neben den Weinen aus meiner Sicht Gin den größten Platz ein. Derzeit ist diese Spirituose ja weltweit in aller Munde – die hier gezeigten Sorten bestachen nicht nur durch ihre Qualität und geschmacklichen Besonderheiten, sondern vor allem auch durch tollen Flaschendesigns.

Champagner wurde von H.Blin mit dem Credo „es ist Zeit Champagner zu trinken und auf dem Tisch zu tanzen“ angeboten, wobei das mit dem Trinken von vielen Gästen beherzigt wurde – ob es auch zur Umsetzung des zweiten Mottos kam habe ich nicht mehr mitbekommen.

An einigen Ständen gab es in diesem Jahr auch wieder leckere Obstsäfte zu entdecken – wie ich finde ein Muss um einen kulinarischen Abend abzurunden. Gerade an Weinbergen finden sich viele interessante und oft auch seltene Obstsorten zur Abgrenzung, wobei es sich natürlich um keine großen Mengen handelt, aber hierdurch vielleicht dann um exklusivere Produkte.

Toll fand ich auch die Offensive von Novino – einem Start-up welches ein neuartiges, nicht-alkoholisch fermentiertes Getränk aus sortenreinen Riesling- und Cabernet-Trauben fertigt, ohne dass diese dann mehr Alkohol enthalten als herkömmliche Obstsäfte auch.

Novino stellt dabei zu Recht die Frage „…und was bieten Sie Ihren Gästen an, die keinen Wein trinken?“, denn zu jedem Anlass sollte es auch besondere Getränke für solche Gäste geben die alkoholfrei Feiern wollen.

Weiter hinten in den Hallen gab es wiederum etwas fürs leibliche Wohl.

Neben Flammkuchen in den unterschiedlichsten Variationen – mit Speck, Zwiebeln, Blattspinat oder auch Lachs, Serrano-Schinken und Parmesan – gab es mit den Pasta Piraten vor allem einen hervorragenden Food-Truck. Das Highlight der Pasta Piraten war diesmal die Trüffel-Parmesan Pasta, deren verlockenden Duft man bereits beim Eintritt in die Halle vernehmen konnte.

Wer zwischendurch etwas Süßem frönen wollte, war bei der Crêperie an der richtigen Stelle – hier gab es alle Klassiker von Natur über Nutella, Banane bis hin zu Käse & Schinken zu ergattern.

Für alle verspannten Besucher und Aussteller wurde von Fix Back Massage eine Messemassage angeboten – Grundsätzlich eine feine Sache, aber nicht nur ich hätte es besser gefunden, wenn die Massagen in einem Stand ähnlichem Areal stattgefunden hätten und nicht derart nahe am Trubel.

Ein ganz persönliches Highlight war für mich die Trüffel Manufaktur Göschle aus Schwaben. Nicht nur das ich den „Präsentator“ mit seiner „Berliner Schnauze“ und seiner freundlichen und direkten Art super fand – nein auch die Produkte hatten es mir angetan.

Alle aufs sorgfältigste schick designt und toll dargeboten, vor allem aber auch viele innovative Trüffel-Produkte. Ich muss zugeben das Trüffel es mir im Generellen angetan haben – das hat nichts mit Preis und Dekadenz zu tun, ich liebe einfach das Aroma guter Trüffel.

Frisch gekochte Nudeln, ein Spritzer guten nativen Olivenöls, etwas Salz und frisch gemahlener Pfeffer und dann ein wenig frischen Trüffels darüber gehobelt – nicht viele Zutaten, aber ein kulinarischer Hochgenuss!

In der Zukunft werde ich sicher einen Beitrag zum Thema Trüffel verfassen – mal schauen wann ich bei all den Messebesuchen dazu kommen werde…

Soweit von mir zur diesjährigen WEINmesse berlin. Vielen Dank an die Aussteller, die so freundlich waren mir Ihre Produkte vorzustellen und an die Messe Berlin GmbH für die Einladung zur WEINmesse berlin sowie zur Verfügungstellung eines Fotos (Herr Rothe) für diesen Beitrag.

2021 wird es wieder heißen „die WEINmesse berlin öffnet ihre Pforten“ – seid dabei, schaut Euch die Messe an, es lohnt sich.

Poikain Parhaat – Reine finnische Aromen

Pure finnische Aromen!

Das junge Unternehmen Poikain Parhaat Oy Ltd kurz Poikain Parhaat wird von Nikolas Jokisalo​ & Pertti Hakala​ aus Tampere geleitet – die beiden verfolgen die Idee finnische Qualität & Aromen in die Welt hinaus zu tragen.

Poikain Parhaat produziert hauptsächlich Getränke – beispielsweise Limonaden auf Basis leckerer Beeren aus der finnischen Natur, aber auch aromatisierte Eistee`s (Jäätee) & Kaffee`s, diese und auch traditionelle aromatisierte Tee`s gibt es dann auch in saisonalen Varianten – es lohnt sich also immer mal wieder auf der Webseite dieses dynamischen Unternehmens vorbei zu schauen.

Dann gibt es da natürlich auch noch die ausgefallenen und qualitativ hochwertigen skandinavischen  Glühweine auf Basis von schwarzem Johannisbeersaft, gepaart mit frischem Ingwer und traditionellen Glühwein Gewürzen. Hier, aber auch bei allen anderen Produkten wird die Möglichkeit angeboten, diese mit eigenen Labels versehen zu lassen – für die Weihnachtsgeschenke innerhalb der Firma zum Beispiel.

Besonders erwähnenswert finde ich die gefriergetrockneten Beeren von Poikain Parhaat – durch die Gefriertrocknung bleiben neben den Vitaminen auch Farbe und Textur der Beeren erhalten. So können die farbenfrohen Beeren nach Belieben zum Dekorieren oder Ergänzen von Desserts, Kuchen oder Speisen und Getränke jedweder Art Verwendung finden. Neben dem authentischen und konzentrierten Geschmack enthalten die Früchte auch eine Menge an Antioxidantien, Ballaststoffen und gehen somit als finnischer Superfood durch.

Poikain Parhaat bietet aktuell zudem zwei verschiedene grobe Kräutersalze an – dabei handelt es sich um Meersalz, welches natürlich standesgemäß in Handarbeit mit hochwertigen finnischen Kräutern versetzt wurde.

Auf der Internationalen Grünen Woche gab es neben den Produkten, die man auch auf der Webseite finden kann, eine Auswahl an leckeren Marmeladen von finnischen schwarzen Johannisbeeren, Heidelbeeren und Preiselbeeren – ein Muss für jeden Beeren-Liebhaber.

Zu guter Letzt zum Webauftritt von Poikain Parhaat, dieser wird zeitgemäß bereits in HTTPS ausgeliefert, bietet aktuell Finnisch und Englisch und hat neben einer exzellenten Performance ein sehr ansprechendes Design – Mein Kompliment.

Ich wünsche diesem jungen Unternehmen weiterhin viel Erfolg und viel Inspiration für zukünftige Produkte!

Puula-Särvin

Das finnische Familienunternehmen in Hirvensalmi namens JÄRVI-SUOMEN KALATUOTE OY, kurz Puula-Särvin hat mich auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin mit Produkten überzeugt, die ich im Grunde gar nicht auf der Agenda hatte – Fischkonserven.

Das Unternehmen dessen Erfolgsgeschichte 1980 begann, hat sich neben dem Angebot an frischem und geräuchertem (heiß & kalt) Fisch, insbesondere dem Thema hochwertiger Fischspezialitäten in der Dose gewidmet. Eine Besonderheit der Produkte die mit Öl versehen werden ist, das Puula-Särvin hierfür vorwiegend das Öl der Ölrübsen (Oleifera) verwendet- Eine mit dem bekannteren Raps verwandte Pflanze, die es in insbesondere Finnland gibt.

Marjatta und Seppo Pulkkinen – die Gründer des Familienunternehmens – haben Ihr Hobby zum Beruf und Puula-Särvin ab 1996 als Vollzeit-Unternehmer, zu einem über die Grenzen Finnlands bekannten Unternehmen gemacht.

Ein Grundsatz von Marjatta und Seppo gilt noch heute und ist neben dem Anspruch stets nur die beste Qualität zu verarbeiten mit Sicherheit einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg dieses Familienunternehmens:  Nie darf etwas verschwendet werden und alles seinen Wert!

Dieser nachhaltige Ansatz ist heutzutage wieder in Mode gekommen, wird aber von Puula-Särvin seit Jahrzehnten gelebt.

Die erste Fisch-Konserve die nach einigen „Testreihen“ – hierbei haben viele ihrer Nachbarn geholfen indem sie als Testesser fungierten – den Erfolg des damals noch jungen Unternehmens begründete enthielt Fisch mit Tomatensauce – wie alle Produkte, nach einem Familienrezept der Pulkkinen`s.

Auch heute noch sind beispielsweise die Tomatensauce-Varianten „Tomaatti Muikku“ Maräne & „Tomaatti Särki“ Rotauge aber auch „Tomaatti Valkosipuli Muikku“ Maräne in Knoblauch-Tomatensauce sehr beliebt. Drüber hinaus gibt es die Maräne auch in Natur, geräuchert oder als Variationen mit Knoblauch, Dill, Pfeffer & Zwiebeln und mehr. Auch Chefkoch Teemu Kaijanen schätzt die Muikku – wie man sie in der Saimaa Region findet sehr.

Die Maräne wird in Finnland schon seit Jahrhunderten gegessen und ist sozusagen so etwas wie das Nationalgericht. Diese Fische lassen sich – wenn klein genug – mit Kopf & Gräte essen, so wie vergleichsweise bei der Kieler-Sprotte. Puula-Särvin bietet zusätzlich auch „Muikunmäti“ an – den seltenen Maränen Rogen.

Mit der Zeit folgten dann Konserven mit Pilzen und Geräuchertem Fisch – wobei Marjatta und Seppo stets alle neuen Variationen ausgiebig testeten bis sie selbst damit zufrieden waren, bevor sie etwas Neues anboten. Denn eine wichtige Weisheit der Marjatta stets folgte und die Sie auch an ihren Sohn Jari vermittelt war es, niemals etwa zu produzieren, was er selbst nicht essen würde – nur so kann man zu 110% hinter seinen Produkten stehen und damit auch Erfolg haben.

Im Jahr 2007 fand bei Puula-Särvin ein Generationenwechsel statt – Marjatta und Seppo gingen in den wohlverdienten Ruhestand und ihr Sohn Jari und seine Frau Saara übernahmen das Ruder, verstärkt wurde das Team dann 2019 durch den Geschäftsführer Tuomas Pöyry.

Die meisten angebotenen Dosen wiegen jeweils 220g, wobei rund 170g davon Fisch sind – sind also deutlich größer als die gängigen Fisch-Konserven im deutschen Handel. Somit reichen sie für eine kleine Runde von Fischliebhabern stets aus und sind nebenbei mit ihrem Design, was mich an die 1950er Jahre erinnert, ein echter Hinkucker.

Bei Puula-Särvin wird ausschließlich auf Basis von finnischem, nachhaltig gefangenem oder gezüchtetem Fisch produziert! Mein persönlicher Favorit ist und bleibt hierbei „Särki“, die Konserve von kleinen Rotaugen – der Fisch zergeht auf der Zunge und schmeckt noch deutlich milder als die Muikku (Maräne). Zur Verwendung der vielen Produkte hat Puula-Särvin im Übrigen einige Rezepte online gestellt – leider momentan aber nur in Finnisch.

Puula-Särvin führt neben den vorab genannten Produkten auch einige saisonale & Spezialprodukte, getrockneten Fisch und seit 2019 auch Tiernahrung – solltet Ihr dazu mehr wissen wollen freut sich das Marketing & Sales Team des Familienunternehmens sicher über alle Eure Fragen.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Webauftritt von Puula-Särvin, diesen gibt es momentan leider nur in Finnisch – zudem wird trotz des angebotenen Kontakt-Formulars nicht sicher, also noch nicht in „HTTPS“ ausgeliefert – dies sollte zeitnah geändert werden.

Die Webseite ist sehr ansprechend und mit vielen schönen Fotos von leckerem Fisch illustriert, die teils dynamisch über den Bildschirm huschen. Ich persönlich finde, dass es eine feine Sache wäre das Retro-Design der Fischkonserven als Basis des Webseiten-Designs zu verwenden, das hätte vor allem dem Wert der Wiedererkennung.

Soweit von mir zu diesem finnischen Urgestein in Sachen Fisch – viel Spaß beim Probieren der vielen Varianten.

Arctic Sparkle

Arctic Sparkle ist ein alkoholfreies Schaumweinprodukt des Familien Unternehmens Saimaan Marja (Saimaan Marja Ky) auf Basis von finnischen Moltebeeren. Das kleine aber feine Unternehmen wurde 2004 gegründet und produziert seither eine Vielfalt an Produkten. Alle Produkte haben gemein, dass die zur Herstellung verwendeten Rohstoffe aus der finnischen Natur stammen.

Saimaan Marja ist in Savonlinna inmitten der fantastischen Seenlandschaft Finnlands ansässig, etwa anderthalb Stunden östlich von Mikkeli. Zum umfangreichen Portfolio des Familienbetriebs zählen neben Artic Sparkel vor allem alle nur denkbaren finnischen Beeren, eine hervorragende Fruchtsauce von der Moltebeere, Marmeladen, Waldpilze, Pürees, Säfte sowie sehr leckere Limonaden, beispielsweise von Preiselbeeren. Darüber hinaus bietet Saimaan Marja sowohl einen Catering- als auch, einen Getränke- und Liefer-Service an.

Wichtig ist zu erwähnen das bei Saimaan Marja alle Getränke aus Waldbeeren hergestellt werden. Kultivierte Beeren werden nicht verwendet und es werden auch keine Aromen oder Farben zugesetzt – alle Aromen und Farben stammen von echten Beeren.

Mit Arctic Sparkle – was aktuell leider auf der Webseite des Unternehmens noch nicht zu finden ist – hat Saimaan Marja ein sehr interessantes Produkt auf den Markt gebracht. Die hierfür verwendete Moltebeere (Cloudberry) oder auch Sumpfbrombeere ist Wahrzeichen Lapplands und hauptsächlich in den nördlichsten Regionen der Erde zu finden. Sie ist nicht nur gesund und reich an Vitaminen & Spurenelementen, sondern schmeckt auch vorzüglich fruchtig und belebend.

Arctic Sparkle ist ein ideales Getränk für Feierlichkeiten bei denen Angestoßen, aber dennoch kein Alkohol getrunken werden kann oder soll. Saimaan Marja bezeichnet es daher auf den schicken Flaschen auch als ein „Prickelndes Festgetränk“.  Arctic Sparkle ist nicht zu süß und hat eine sehr feinperlige Kohlensäure – fast schon wie bei einem Champagner. Der Duft hat eine fruchtige Note, welche sich erstaunlicherweise auch ebenso im Geschmack dieses Getränkes wiederfindet.

Aus meiner Sicht ist Arctic Sparkle eine wirklich leckere Angelegenheit, die nicht nur an Festtagen getrunken werden will.

  

Was die Haltbarkeit angeht wird Arctic Sparkle als Konservierungsmittel Kaliumsorbat hinzugegeben, Saimaan Marja hat sich hierfür entschieden, da dieser Stoff in seiner natürlichen Variante bereits in den Beeren vorkommt. Persönlich bin ich kein Fan von Konservierungsmitteln und wenn dann nur von solchen wie Zucker, Zitronensäure oder ähnlichen natürlichen Stoffen – aber hier bin ich nicht Fachmann genug, sondern habe lediglich eine eigene Meinung.

Saimaan Marja ließ mich wissen das, das Thema Nachhaltigkeit für sie eine immer wichtigere Rolle spielt. In Finnland liegt die Recycling Rate von metallischen Verpackungsteilen bei über 80%, weshalb sie sich bei der Einfassung des Flaschenhalses von Arctic Sparkle bewusst für die Metallfolie als Material entschieden haben.

Zu guter Letzt zum Webauftritt von Saimaan Marja dieser bietet aktuell Finnisch und Deutsch an – allerdings wird trotz des angebotenen Feedback-Formulars nicht sicher, also noch nicht in „HTTPS“ ausgeliefert – dies sollte schnellstmöglich geändert werden. Auch technisch könnte der Auftritt etwas zeitgemäßer daherkommen. Leider ist das Produkt Artic Sparkle, wie vorab erwähnt dort auch noch nicht zu finden – schade.

Rosenblüten Konfitüre

Matti und Tuuli Kotaja vom im Jahre 1983 gegründeten finnischen Familienunternehmen Finnish Plant FP-Kotaja Oy sind echte Enthusiasten – mit Ihrer hochwertigen Rosenblüten Konfitüre haben sie ein einmaliges Feinkostprodukt am Markt. Hierbei ist besonders sympathisch und beeindruckend das Matti`s Familie bereits seit dem 16. Jahrhundert durchgängig in der Landwirtschaft tätig ist – er hat seine Profession somit schon immer in den Genen gehabt.

Die Rosenfarm ist im Südwesten Finnlands zu finden – genauer gesagt in Vampula, Huittinen – wobei das Gebäude des heutigen Rosenhofes 1907 von Matti`s Großvater erbaut wurde. Die Kotaja Farm wird als solche seit 1917 bewirtschaftet und hat im Jahre 2017 ihr hundertjähriges Bestehen gefeiert.

Die professionelle Rosenzucht startete die Familie Kotaja Anfang 2007 mit der Installation einer Versuchsplantage – natürlich wurden hier auch in den Jahren zuvor schon Rosen angebaut, allerdings noch nicht mit dem Ziel der Kommerzialisierung – schon gar nicht einer eigenen Konfitüren-Produktion.

Im Jahr 2012 ist es dann aber soweit gewesen – mit der Rosa Rugosa, die aus dem Ostasiatischen Raum stammt, war eine Rose gefunden, die ideal für die Herstellung einer Rosenblüten Konfitüre war. Zu den Eigenschaften dieser Rosenart gesellt sich die Tatsache, dass im Grunde alles was in der milden finnischen Sonne gedeiht deutlich zarter und verhaltener vom Geschmack und den Aromen ist, als wäre es beispielsweise im Süden Europas angebaut worden. Auf Basis des großen Erfolges der neuen Konfitüre expandierte die Farm in den Jahren 2013 & 2014 nochmals deutlich, um der angefragten Produktionsmenge Rechnung tragen zu können.

Gerade dieses zarte und nicht aufdringliche Aroma der Rosen von der Farm der Familie Kotaja macht den Unterschied. Oft werden Rosenaromen in Speisen als zu aufdringlich empfunden – dies ist hier nicht der Fall. Die Rosenblüten Konfitüre hat einen leichten und erfrischenden Rosengeschmack und eignet sich zur Verwendung bei Vielerlei Speisen und Getränken.

Der Zuckeranteil liegt bei rund fünfundzwanzig Prozent und die Konfitüre ist somit keinesfalls so süß wie gewöhnliche Konfitüren. Bei der Anpflanzung & Herstellung kommen glücklicherweise keine künstlichen Dünger, Pflanzenschutzmittel oder Konservierungsstoffe zum Einsatz. Ein positiver gesundheitlicher Aspekt ist der hohe Anteil an Flavonoiden in der Konfitüre – zu den Flavonoiden hatte ich ja im Beitrag zum Schwarzen Knoblauch bereits deren positive Wirkung aufgezeigt.

In der Hauptsache trägt der Zucker zur Haltbarkeit bei – wobei die Konfitüre zusätzlich mit etwas Zitronensaft sowie Johannisbeere verfeinert wird. Darüber hinaus wird etwas Wasser hinzugegeben und als Geliermittel dient das pflanzliche Pektin. Die Konsistenz der Konfitüre tendiert ab Raumtemperatur zu flüssig, was jedoch ganz im Sinne der Anwendung ist. Gerade um eine gute Vermischung beispielsweise bei der Verwendung in Getränken wie Prosecco, Tee`s oder Säften zu erreichen, ist dies eine gewünschte Eigenschaft.

Matti und Tuuli haben mir gesagt, dass ihre Rosenblüten Konfitüre sich hervorragend für Desserts, Milchprodukte wie Käse und Joghurt, aber auch für Dressings eignet. Darüber hinaus aber auch für Fleisch, wie Wild, Lamm, Pute oder Huhn, sprich für deutlich mehr als ich anfangs vermutet hatte.

Selbst habe ich die Konfitüre bisher nur auf frischem Weißbrot, mit Schokolade, auf Creme Brûlée oder mit Rosé Champagner probiert – aber zu all diesen Sachen passte sie perfekt.

Es gibt bereits einige europäische Chefköche in Frankreich oder auch Deutschland – beispielsweise den finnischen Sternekoch Sauli Kemppainen – die ihre Liebe zur Rosenblüten Konfitüre der Familie Kotaja bereits entdeckt haben. Aktuell kocht Sauli im Berliner Restaurant SAVU – hier treffen interessanterweise sowohl nordische, als auch spanische und italienische Elemente aufeinander.

Solltet Ihr die Rosenblüten Konfitüre probieren wollen, müsst Ihr also nicht extra nach Finnland fahren. Mittlerweile gibt es diese aber auch schon im 120 Gramm Glas bei Galeria Kaufhof oder Online bei LittleFinland.

Auf YouTube zeigt uns Matti in einem kleinen Imagefilm zur Rosenblüten Konfitüre nicht nur eindrucksvolle Bilder der Rosenanpflanzungen und die atemberaubende Landschaft & Lage des Rosenhofes, sondern auch sein Talent am Piano. Der Clip passt mit seiner entspannten Atmosphäre und den klaren Bildern zum Produkt und die Drohen-Aufnahmen sind wirklich schön geworden.

Zu guter Letzt zum Webauftritt von Finnish Plant, die Seite ist mehrsprachig und sehr liebevoll gemacht – allerdings wird trotz des angebotenen Kontaktformulars momentan nicht sicher, also nicht in „HTTPS“ ausgeliefert – dies sollte zeitnah geändert werden. Matti und Tuuli haben mich bereits wissen lassen, dass die Erneuerung der Seite bereits in vollem Gange ist und ich bin mir sicher das, das Ergebnis mindestens so ansprechend wie Ihr Imagefilm sein wird.

Aten Marja Oy – Direktsäfte

Das 1997 gegründete finnische Unternehmen Aten Marja Oy – kurz ATEN ist ansässig in Hietanen – unweit von Mikkeli und produziert Beeren-Direktsäfte. Direkt bei der Produktionsstätte in Hirvensalmi gibt es ein kleines Outlet mit angeschlossenem Café.

Neben den beliebten Säften kann man hier bei einer Tasse Kaffee und einem Stück traditionellem Kuchen aus der Gegend, Gelees & Konfitüren, sowie andere Produkte der Region ergattern – solltet Ihr in der Gegend sein empfiehlt sich in jedem Falle eine Stippvisite.

Sämtliche von ATEN verwendete Beeren werden direkt nach der Ernte eingefroren, damit Aromen und Vitamine erhalten bleiben. Um dies auch für die fertigen Säfte sicher zu stellen, werden die verwendeten Beeren für die Direktsäfte ohne Zugabe von Wasser und ausschließlich kaltgepresst.

Neben den in Finnland sehr beliebten roten Moosbeeren, werden vor allem die dort weit verbreiteten Preiselbeeren und Waldheidelbeeren von ATEN zu Saft verarbeitet. Darüber hinaus werden aber auch Säfte aus Sanddorn, Himbeeren und sowohl schwarzen als auch roten Johannisbeeren produziert.

Alle Säfte gibt es in zwei Varianten – zum einen den 100%igen Direktsaft ungesüßt, zum anderen jeweils eine gesüßte Variante mit dann an die 90% Fruchtgehalt. Beide Varianten eigenen sich hervorragend um mit Wasser gemischt zu werden. Um sicher zu stellen das die Säfte haltbar bleiben, müssen diese natürlich auch bei ATEN pasteurisiert werden.

Dies geschieht hier bei der Abfüllung mit einer schonenden Temperatur von 84°C – so bleiben auch sehr hitzeempfindliche Vitamine wie Vitamin B1, B5, B6 und C, aber auch Anthocyane und Glucosinolate im Endprodukt erhalten.

Mir persönlich schmeckte der gesüßte Waldheidelbeeren Saft am besten– durch die Zugabe von Zucker – der ja auch ein natürlicher Geschmacksverstärker ist – schmeckte man das tolle Aroma dieser Beeren noch deutlicher als mit der ungesüßten Version.

Als Mischungsverhältnis empfehle ich 1 Teil Saft zu 4 Teilen Wasser – so erhält man eine sehr erfrischende Mischung für den alltäglichen Gebrauch. Darüber hinaus genießt die Sorte „Attes Schmacksaft“ einen guten Ruf – leider gab es diese Mischung aus roten Johannisbeeren, Himbeeren und Erdbeeren nicht als ich ATEN auf der Internationalen Grünen Woche besucht habe – Schade.

Der schicke Webauftritt von ATEN ist übersichtlich, sehr informativ und macht Appetit auf die Produkte.

Es würde mich sehr freuen, wenn ATEN sich auch mal an die tollen Moltebeeren trauen würde – ich denke dies könnte ein einzigartiger Saft werden schauen wir mal.

JYMY Eiscreme

Bei der JYMY Eiscreme handelt es sich um ein finnisches, mehrfach prämiertes Bio-Produkt des kleinen aber feinen Unternehmens Suomisen Maito Oy. In dieser Eis-Manufaktur wird noch echtes Handwerk ausgeübt, um so für die Kunden aus nachhaltig gewonnenen Bio-Rohstoffen ein kulinarisches Erlebnis zu kreieren.

Ein wichtiger Grundsatz des Unternehmens ist es ethisch zu handeln – dies bedeutet das durchweg darauf geachtet wird, dass alle Teile der Zuliefer- und Produktionskette ebenfalls ethisch arbeiten. Dies beginnt bei der Produktion pflanzlicher Zutaten, geht weiter über die Beachtung aller Standards bei der Aufzucht und Haltung des Milchviehs bis hin zum Umgang mit den Mitarbeitern und Lieferanten.

Bei der Auswahl der Schokolade hat man sich bei JYMY bewusst für die Cru Virunga Schokolade & Bohnen aus dem Ostkongo entschieden. Hierdurch unterstützt jede verkauften Portion Eis mit diesen Zutaten den Erhalt von Afrikas ältestem Naturpark Virunga zu unterstützen. Von der Unterstützung profitieren sowohl Farmer-Familien vor Ort, Initiativen zur Rekultivierung der Baumbestände und vor allem die verbliebene Population der Berg Gorillas.

JYMY bietet neben Milch basierten Klassikern wie „Nackte Milch“, „Sahne Karamell“ oder „Wilde Blaubeere“ seit einiger Zeit auch die Geschmacksrichtung „Kiefer“ an. Auf der Internationalen Grünen Woche hatte ich die Chance diese eher selten angebotene Geschmacksrichtung zu probieren, die zum einhundertsten Bestehen des unabhängigen Finnlands herausgebracht wurde – ein Jubiläumseis sozusagen. Diese Sorte und ein paar mehr haben es im Übrigen auch bis in die renommierte Business-Class der Finnair geschafft.

 

Neben den Milcheissorten, die mit frischer Bio-Kuhmilch gefertigt werden bietet JYMY auch einige Vegane Eissorten an – beispielsweise die Sorte „Zwei Beeren“ auf Vollkorn Bio-Haferbasis. Diese Sorte besticht natürlich durch die einzigartige Qualität der finnischen Heidel- und Erdbeeren – die finnischen Beeren, ob wild oder gezüchtet schmecken einfach einzigartig gut.

JYMY hat sich für die Sorte Kiefer den Umstand zu Nutze gemacht, dass man in Finnland sehr viel frische Kieferntriebe findet, die es nur abzuernten gilt, um damit wie in diesem Falle Eis zu aromatisieren.

Das Eis schmeckte mir hervorragend, es hatte eine sehr leichte ätherische Note – kaum wahrnehmbar und schmeckte ansonsten wie ein besonders leichtes & leckeres Milcheis.

Alle JYMY Eissorten werden ohne Zusatz künstlicher Aromen, Gluten, Konservierungsstoffe oder Emulgatoren gefertigt.

Gerne hätte ich auch die vielen anderen verheißungsvollen Sorten probiert, aber bei der Internationalen Grünen Woche gab es – soweit ich gesehen habe – nur die Sorte Kiefer.

Zu guter Letzt zum Webauftritt von Suomisen Maito Oy der aktuell in Finnisch, Deutsch, Schwedisch, Japanisch und Englisch angeboten wird – mein Kompliment für diese Vielfalt an ausgelieferten Sprachen. Die Seite ist responsiv programmiert, sehr ansprechend gestaltet, übersichtlich und sehr informativ.

Finnland

Auf der Internationalen Grünen Woche 2020 habe ich in diesem Jahr sehr viel Zeit in der HALLE 8.2 verbracht – insbesondere am Messestand Finnlands. Gründe hierfür waren – neben dem Wunsch mehr über das nördlichste Land der EU in Erfahrung zu bringen und einen neuen Beitrag zu „Triff den Chefkoch“ (Teemu Kaijanen) zu verfassen – vor allem die entspannte Atmosphäre und die vielen natürlichen Produkte dort.

Auf der Grünen Woche ist ja im Grunde immer „der Teufel los“, wobei ich finde, dass es beim Ansturm der vielen Besucher von Jahr zu Jahr schwieriger wird die dargebotene Vielfalt entspannt zu erkunden.

Da war es umso angenehmer, dass die Atmosphäre am und um den Stand Finnlands so relaxt war. Selbst als die Halle proper gefüllt war, waren die Finnen stets gut gelaunt und das hat natürlich zum Wohlfühlfaktor der Besucher beigetragen. Hier konnte man sich aus dem Trubel der Messe & Massen lösen und Kraft für die nächsten paar Kilometer Fußweges sammeln.

Neben den Musikprogramm, welches ab und an stattfand, gab es eine Vielzahl an außergewöhnlichen und schmackhaften kulinarischem Highlights zu bestaunen und natürlich auch zu probieren. Dabei fiel insbesondere auf, dass die Preise und Mengen für die angebotenen Leckereien und Getränke bei den finnischen Ständen im Vergleich zu anderen Nationen & Hallen mehr als fair waren.

Das ich die Chance nutzen würde am finnischen Stand, den über die Grenzen Finnlands hinaus bekannten Chefkoch Teemu Kaijanen zu treffen, verstand sich von selbst. Jeder der die Gerichte probiert hat, die aus Teemu`s Feder stammten konnte nur staunen – eine einfache und doch so überzeugend schmackhafte Küche findet man selten.

Dazu kam natürlich noch die offene und freundliche Art Teemus, weshalb es mir doppelten Spaß gemacht hat über ihn zu schreiben. Schaut ruhig mal in den Beitrag – dort gehe ich noch etwas näher auf die Leckereien ein die Teemu für die Messe gekocht hat.

Ich habe Euch ein paar „Steckbriefe“ zu den finnischen Produkten & Produzenten angefertigt – schaut mal rein, das Eine oder Andere ist sicher interessant für Euch. Einiges gibt es natürlich schon in deutschen Supermärkten – Manches aber auch noch nicht…

Sobald ich dazu komme, werden noch eine Hand voll Firmenportraits folgen.

Innovationspreis 2020

Der Innovationspreis der FRUIT LOGISTICA ist jedes Jahr eine spannende Sache – hier werden Unternehmen nominiert die innovative Produkte in der internationalen Obst- und Gemüsebranche anbieten.

In den letzten Jahren waren beispielsweise Hersteller von neuartigen Packsystemen, von neuen Ansätzen zum Anpflanzen von Salaten, zum lebensmittelechten Bedrucken von Obst / Gemüse oder mit den Pook Chips auch ein kleines Berliner Startup dabei – Pook hatte den Preis 2018 sogar gewonnen.

Auch in diesem Jahr waren wieder einige Innovationen zu bestaunen, hier die Nominierten:

 

Tomato YOOM™ [The Winner]

Tomaten aus den Niederlanden gibt schon seit mehr hundert Jahren auf deutschen Tellern – mit der neuen Tomato YOOM™ hat es das niederländische Unternehmen Syngenta Seeds B.V. allerdings geschafft, nicht nur einen optischen, sondern auch einen kulinarischen Leckerbissen zu kreieren.

Diese Tomate spricht mit ihrem hohen Anteil an Aminosäuren insbesondere den Geschmackssinn für Umami an und schmeckt daher sehr intensiv, pikant, fleischig und herzhaft – ein echtes Geschmacksfeuerwerk.

Dabei enthält dieses innovative Produkt allerhand Vitamine und Mineralstoffe, aber wie die kräftige Farbe verrät auch eine Menge Anthocyane die neben Carotinoiden auch für ihre antioxidative Wirkung bekannt sind.

Ein weiterer Vorteil dieser neuen Tomate ist, dass Sie zu jeder Jahreszeit und auch unter Kunstlicht gezogen werden kann – somit sind die Anbauvoraussetzungen natürlich ideal.

All dies und der Umstand, dass es hier um etwas geht, was ein jeder der abstimmenden Teilnehmer schmecken konnte, ist der Grund dafür warum es heißt:

…and the winner is Tomato YOOM™!

Tomato YOOM hat den FRUIT LOGISTICA Innovationspreis 2020 gewonnen – ich gratuliere!

 

SoFruMiniPak® EcoView

Die polnische Firma SoFruPak Witold Gaj produziert eine schicke Verpackungsreihe, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Dabei sind die Verpackungen sehr stabil, ansprechend bedruckt und zu hundert Prozent biologisch abbaubar – also ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Die Sichtfenster bestehen aus Zellulose und ermöglichen es so Plastik-frei einen Blick auf das Innere der Verpackungen zu werfen.

Außerdem sind die Verpackungen gut durchdacht was die Stapelbarkeit und Durchlüftung angeht. Sie lassen sich einfach verschließen / wieder verschließen und eignen sich hervorragend für Obst, Gemüse & Pilze.

 

TENDERSTEM ROYALE®

Das Unternehmen SAKATA VEGETABLES EUROPE SAS stellt im Rahmen des FRUIT LOGISTICA Innovationspreises 2020 eine neue Kreuzung vor. In diesem Fall wurden auf natürliche Weise chinesischer Grünkohl und Brokkoli gekreuzt.

Das Ergebnis lässt sich sehen – nicht nur das es optisch recht ansprechend ist und fast wie wilder Brokkoli anmutet – man kann den neuen Brokkoli in Gänze sogar ungekocht essen.

Er schmeckt ganz leicht süßlich und ist dabei sehr protein- und ballaststoffreich – Fett, Natrium und Zucker sind dagegen kaum vertreten – sozusagen ein echter Superfood Kandidat.

 

Proband V1000

Die ebenfalls nominierte Firma project Service & Produktion GmbH aus Deutschland zeigte ihren  Proband V1000 – eine portable Maschine, die in der Lage ist Papier-Banderolen an Obst, Gemüse oder anderem zu platzieren.

Die Innovation hierbei ist zum einen, dass hier die Verschweißung von unterschiedlichen Banderolen mit einem schnellen und unkomplizierten Wechsel des Rahmens zu bewerkstelligen geht – zum anderen das dabei die Verarbeitung von Papier-Bändern mit einem Kunststoffanteil von weniger als 5% möglich ist.

  

 

Mosswool®

Das Unternehmen Novarbo Oy aus Finnland hat sich Gedanken gemacht was es braucht um die teils im Gemüseanbau verwendete Steinwolle zu ersetzen. Hierbei war man natürlich darauf aus dies durch natürliche und nachwachsende Rohstoffe zu bewerkstelligen um dabei auch nachhaltig vorzugehen.

Das Ergebnis der Überlegungen waren Mooswollplatten – diese eigenen sich als rein organischer Rohstoff hervorragend für den Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst uns sind dabei natürlich auch leicht kompostierbar.

Novarbo Oy hat das Portfolio an Mooswollplatten für jedwede Anwendung konzipiert und stellt die unterschiedlichen Produkte übersichtlich auf der Firmen-Webseite dar – aktuell in Finnisch, Schwedisch und Englisch.

 

Neues mehltauresistentes (hohes) Süßes Basilikum

Die CN Seeds Ltd, UK hat es geschafft das Saatgut der beliebten Süßbasilikumart „Ocimum“ so zu modifizieren, dass es nicht mehr Anfällig für den Falschmehltau ist.

Für die Produzenten dieses weit verbreiteten Krautes ein echter Durchbruch, denn zuvor sind weltweit viele Ernten dieser Pflanzen-Krankheit zum Opfer gefallen. Nun ist das Saatgut genetisch resistent gegen den Falschmehltau und dies auf umweltfreundliche Weise.

 

Sinclair EcoLabel®

Mit dem EcoLabel hat das britische Unternehmen Sinclair eine innovative, kompostierbare Etikettier Lösung auf den Markt gebracht. Die Etiketten lassen sich zudem rückstandfrei von Obst, Gemüse oder anderem entfernen.

Die Druckfarben, das Obermaterial sowie der Klebstoff sind lebensmittelecht und das Produkt wurde bereits vom österreichischen TÜV zertifiziert.

Die Etiketten lösen sich nach zwölf Wochen von selber auf und sind nach insgesamt einhundert-achtzig Tagen biologisch abgebaut.

 

Violì

Mit der Violì hat das Unternehmen Apofruit Italia Soc. Coop. Agricola eine neue Sorte von Artischocken auf den Markt gebracht. Diese zeichnen sich neben ihrer bestechend schönen Farbe durch ihre Zartheit aus. Die Eigenschaften der Artischocke wussten schon die Römer zu schätzen, weshalb sie auch die Titulierung „Königin des Gartens“ erhielt.

Die neue Artischocken Sorte wird aus einem Hybridsaatgut gezogen, wird nach exakten Produktionsspezifikationen angebaut und ist neun Monate lang innerhalb eines jeden Jahres verfügbar. So wird eine gleichbleibende Qualität sichergestellt und für Konstanz bei Größe und Aussehen Sorge getragen.

Auf der Produktseite zur Violì finden sich allerhand Tipps, leckere Rezepte und Informationen zu Nährstoff- und Gesundheitseigenschaften.

 

Kompostierbare, flexible, bedruckbare Verpackung

Unter den Nominierten ist mit der Firma SILBO SP. Z.O.O. in diesem Jahr ein weiteres polnisches Unternehmen dabei. Auch hier liegt die Innovation in einer neuen Verpackung – diese Obst- & Gemüseverpackungen sind nicht nur lösungsmittelfreie, sondern auch kompostierbar.

Die umweltfreundlichen Verpackungen werden auf Basis von wasserlöslichen und lebensmittelechten Farben und Klebstoffen produziert. Sie bestehen aus recyceltem Papier und/oder Zellulosefolien.

Damit sicher gestellt ist das die Verpackungsindustrie mit dieser Innovation umgehen kann, hat das Unternehmen dafür Sorge getragen das, das Produkt sowohl auf vertikalen als auch auf horizontalen Verpackungsmaschinen Verwendung finden kann.