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In der Rubrik CheckIt gibt es kleine FeedBacks zu diversen Nahrungsmitteln

Quelle: nerofermento.it

Schwarzer Knoblauch

Einleitung

Im Folgenden wird es um den Schwarzen Knoblauch gehen. Hierbei hoffe ich all denen die unter Alliumphobie (Angst vor Knoblauch & Zwiebeln) leiden zumindest die Angst vorm Knoblauch nehmen zu können, denn der Schwarze Knoblauch ist der deutlich bekömmlichere Zeitgenosse!

Ich habe im Vorfeld rund zehn unterschiedliche europäische Produzenten von Schwarzem Knoblauch kontaktiert um für Euch einen guten Überblick zum aktuellen Angebot abbilden zu können. Sechs Kandidaten haben sich freundlicherweise bereit erklärt mich mit Ihren Produkten, vor allem aber mit Ihrem Fachwissen zu unterstützen.

Ich freue mich besonders darüber, dass es neben spanische Firmen, auch Unternehmen aus Italien, England und Deutschland sind, die ich für meinen Beitrag gewinnen konnte.

Vielen Dank also an die Hersteller & Lieferanten, die diesen Beitrag möglich gemacht haben!

Die Herkunft

Es heißt der Schwarzer Knoblauch wurde zuerst in Japan, und zwar als Ergebnis der Fermentation und Reifung von gewöhnlichem Knoblauch entdeckt.

Wirklich belegt ist, das bereits tausende Jahre zuvor Knoblauch in Ägypten als Grabbeigabe Verwendung fand. Bereits damals sollen nicht nur die kulinarischen Vorzüge, sondern auch das gesundheitsfördernde Potenzial des Knoblauchs bekannt gewesen sein. Inwieweit möglicherweise dort auch schon schwarzer Knoblauch existent war, lässt sich wohl nicht zweifelsfrei belegen.

Die überwiegende Anzahl der von mir recherchierten Quellen geben an, das der erste Schwarze Knoblauch aus Korea stammt – genau wird sich dies wohl nicht mehr klären lassen. Klar ist aber das seit vielen Jahrzehenten Asien in Sachen Schwarzer Knoblauch die Nase vorn hat.

Was ist Schwarzer Knoblauch?

Beim schwarzen Knoblauch handelt es sich nicht um eine bestimmte Sorte, deren Zehen von Hause aus schwarz sind. Auch handelt es sich nicht um den klassischen geräucherten Knoblauch – die Färbung der Zehen ist einem Fermentierungsprozess / der Maillard-Reaktion geschuldet, der je nach Hersteller unterschiedlich lange dauert.

Im Verlauf des Prozesses werden die enthaltenen Aminosäuren und der Eigen-Zucker in stickstoffhaltige Verbindungen gewandelt, die den Zehen letztendlich die schwarze Farbe verleihen.

Ganz wichtig: Beim Verzehr von Schwarzem Knoblauch tritt in der Folge kein Mund- oder Körpergeruch auf – man kann hier also bedenkenlos „zuschlagen“. Zudem sollen auch Effekte auf den Magen-Darmtrakt vollends ausbleiben, wie sie beim naturbelassenen Knoblauch bekannt sind.

Welche Produkte gibt es vom Schwarzen Knoblauch?

Aktuell gib es eine Vielzahl von Produkten, wie beispielsweise

  • Ganze Knollen
  • Ungeschälte & geschälte Zehen
  • Mousse als Aufstrich
  • Öle zum Aromatisieren
  • Pulver zum Aromatisieren
  • Aromatisierten Honig
  • Cremes
  • Tabletten & Dragees

Hierbei gibt es zwei unabhängige Märkte – zum einen den kulinarischen zum anderen den Gesundheitssektor.

Fermentieren, Maillard-Reaktion oder Kochen

Die Herstellungsdauer beträgt beim Gros der Produzenten zwischen 30 – 45 Tage. Einige wenige Produzenten geben an Ihren schwarzen Knoblauch bis zu neunzig Tage lang, bei konstanter Wärme und Feuchtigkeit zu fermentieren.

Ob dies sinnvoll ist, muss jeder Produzent für sich entscheiden, denn hier wird jeweils mit unterschiedlichen Apparaturen gearbeitet. Die Angaben zu den Temperaturen während der Produktion reichen von 55°C bis hin zu 85°C, die zur gebotenen Luftfeuchtigkeit von 70% bis zu 90%.

Man darf nicht vergessen, dass auch das Ausgangs Produkt unterschiedlich beschaffen ist. Dies betrifft die verwendeten Knoblauchsorten, die Größe der Knollen & Zehen aber auch den Reifegrad des Knoblauchs.

Einige Studien besagen, dass der Produktionsprozess, je nach Größe der Zehen und der Menge an Rohmaterial je Apparatur nach maximal 40 Tagen als abgeschlossen gilt – was danach kommt verändert das finale Produkt nach deren Meinung kaum noch. Im Gegensatz dazu gibt es auch die Auffassung, dass der Schwarze Knoblauch nachdem er die Produktion verlassen hat noch weiter reift.

Auf den gängigen Handelsplattformen werden allerhand Produkte angeboten mit denen sich Schwarzer Knoblauch auch in der heimischen Umgebung herstellen lassen soll. Im Grunde handelt es sich bei den Gerätschaften um modifizierte Reiskochtöpfe oder Gärautomaten – diese lassen sich die Anbieter gut bezahlen, was sicher dem hohen Preis des Schwarzen Knoblauchs geschuldet ist. Hier muss wiederum ein jeder selbst wissen, ob er sich daran versuchen möchte. Auf YouTube gibt es einige Videos dazu, bei denen Handhabung und Vorgehen gut erläutert werden.

Es gibt auch einige Stimmen die sagen, dass es sich bei der Produktion des Schwarzen Knoblauchs gar nicht um den Prozess der Fermentation handele, sondern der Begriff Maillard-Reaktion hier eher zuträfe – beziehungsweise die Maillard-Reaktion der bedeutendste Abschnitt der Fermentierung sei, und somit der Teil der für die Färbung verantwortlich wäre.

Da sich hier die Geister scheiden, empfehle ich Euch Wikipedia aufzusuchen https://de.wikipedia.org/wiki/Maillard-Reaktion, so kann im Anschluss ein jeder für sich das „Henne-Ei Problem“ definieren.

Zu guter Letzt gibt es auch Schwarzen Knoblauch aus China, der durch einen Kochvorgang produziert wird. Hierbei wird eine große Menge an Zehen mehrere Tage lang gekocht und gelangt so zur schwarzen Färbung. Sicher ein recht pragmatischer Ansatz, bei dem die Temperaturen darüber entscheiden, welche gesunden Stoffe im finalen Produkt noch zu finden sind.

Beschaffenheit, Geschmack & Vorteile

Der schwarze Knoblauch hat je nach Dauer des Herstellungsprozesses in etwa eine Textur wie das cremig-zarte Fruchtfleisch von Datteln. Er fasst sich leicht ölig an und färbt je nach Feste mehr oder weniger stark ab – also Achtung bei guten Holzbrettern! Sind die Zehen weich, eignen sie sich sogar direkt als Brotaufstrich, ohne zu Mousse verarbeitet werden zu müssen. Umso länger und/oder mit höherer Temperatur fermentiert wird – desto fester ist das finale Produkt und kann dann beispielsweise gut zum Spicken von Fleisch verwendet werden.

Der Knoblauch verändert durch die Herstellung nicht nur seine Beschaffenheit, sondern auch seinen Geschmack. Die geschmacklichen Noten des Schwarzen Knoblauchs werden als

  • Fruchtig in Richtung Pflaume oder Feige
  • Süß – etwas wie Vanille oder Melasse
  • Balsamico
  • Karamell
  • Trüffelartig
  • Lakritz (Süßholz)

beschrieben. Besondere Verwunderung entsteht meist, wenn es zum Thema Nachspeisen kommt. Der Schwarze Knoblauch eignet sich auf Grund seiner Süße nämlich auch hervorragend für Desserts, Kuchen und Cremes – das muss mental natürlich erst einmal verarbeitet werden.

Anders als naturbelassener Knoblauch braucht man beim Verzehr schwarzen Knoblauchs nicht zu fürchten durch den Geruch als Knoblauch-Liebhaber entlarvt zu werden. Selbst nach dem direkten Verzehr einer ganzen Knolle ist es nahezu unmöglich aus Atem oder Ausdünstungen eine Knoblauchnote wahrzunehmen.

Lagerung

Schwarzen Knoblauch lagert man am besten in einer „Tupperdose“ im Kühlschrank – hier verliert er am wenigsten Feuchtigkeit und behält somit seine Textur-Eigenschaften. Benötigt man ihn etwas fester, zum Beispiel um die Zehen zum Spicken zu verwenden – kann man diese an der Luft trocknen lassen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Trocknet man die Zehen ganz, kann man diese auch mahlen und mit Schwarzem Knoblauch Pulver aufwarten oder sie wie getrocknete Pilze zum Verfeinern von Geschmortem oder Saucen verwenden.

Zudem ist es auch möglich den Schwarzen Knoblauch einzufrieren – dies bietet sich an, wenn man beispielsweise selber eine größere Menge hergestellt haben sollte.

Gesundheit

Ich möchte vorausschicken, ich bin weder Arzt noch Wissenschaftler – die folgenden Informationen habe ich lediglich zusammengetragen, um in meinem Beitrag der Vollständigkeit halber ansatzweise auch die gesundheitlichen Aspekte des Schwarzen Knoblauchs zu benennen. Wer von Euch wirklich wissen will, ob ihm neben den kulinarischen Aspekten, der Schwarze Knoblauch auch gesundheitlich von Nutzen sein kann soll bitte seinen Arzt, den Apotheker seines Vertrauens oder wissenschaftliche Dissertationen zu Rate ziehen.

Einige Europäische Universitäten haben sich dem Thema des Schwarzen Knoblauchs (Allium sativum) bereits gewidmet. Als eine besonders eingängige Lektüre zum Thema empfand ich die Veröffentlichung von Frau Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann, Fachärztin für Allgemeinmedizin an der Uniklinik Freiburg / Institut für Rechtsmedizin.

Die Verfasserin hat hier wissenschaftlich fundiert und sehr sorgfältig, die meisten Aspekte der Materie “Schwarzer Knoblauch“ dokumentiert – die Angabe der dabei genutzten Quelle hat alleine an die sieben Seiten der Veröffentlichung in Anspruch genommen.

Ich werde hier nicht derart in die Tiefe gehen – wen es aber interessiert, hier ist der Link zum deutschsprachigen PDF aus dem Jahre 2016: https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Addenda/2016/SchwarzerKnoblauch.pdf.

Viele der Spanischen Hersteller reflektieren zudem auf Forschungen an der Universidad de Castilla La Mancha in Spanien – da mein Spanisch allerdings nicht so gut “ausgebaut“ ist, war mir die deutsche Veröffentlichung bei der Recherche nützlicher.

Als Englisch sprachige Quelle für weiterführende Detailinformationen wäre dann noch das “Journal of food and drug analysis” aus dem Jahre 2017 zu nennen. Auch hier liegen seitenweise Quellen zugrunde, wen es interessieret hier der Link zum PDF: https://www.jfda-online.com/article/S1021-9498(16)30172-7/pdf

Was die gesundheitlich relevanten Inhaltsstoffe des Schwarzen Knoblauch angeht finden sich hier vor allem Vitamin C, A & E, wobei auch Vitamin B in um die 6 Varianten vertreten ist. Natürlich enthält jede Zehe auch Phosphor, Calcium, Natrium, Kalium und Magnesium – sprich der Schwarze Knoblauch gehört zur Gruppe der „natürlichen Sublimente“, mit denen man gottlob im Fitnessstudio dann auch nicht mehr so auffällt.

Kurz zusammengefasst schreibt man dem schwarzen Knoblauch folgende, positive Eigenschaften auf die Gesundheit zu:

  • Eine blutdrucksenkende Wirkung
  • Eine cholesterinsenkende und antiatherogene (gegen die Entstehung einer Atherosklerose) Wirkung
  • Eine blutzuckersenkende Wirkung
  • Eine antikanzerogene (gegen die Entstehung von Krebs oder zumindest hinauszögernd) Wirkung
  • Eine gerinnungshemmende Wirkung
  • Eine antientzündliche und immunstimulierende Wirkung
  • Eine antimikrobielle und antiallergische Wirkung

Der schwarze Knoblauch gilt als antibakteriell und ebenso wie die geruchsintensive Variante gut für die Gefäße und Herz. Zudem soll er für Diabetiker des Typ 2 mehr Wirkradius haben und ist auf Grund der geringeren Menge an Fruktanen leichter verträglich für den Verdauungstrakt.

Durch den Prozess der Fermentierung verliert der Schwarze Knoblauch weitestgehend auch den Stoff Allicin und damit einhergehend eben seine geruchliche Intensität. Allicin wird zwar eine besonders positive Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben, aber im Resultat verfügt der schwarze Knoblauch durch den Herstellungsprozess über deutlich mehr antioxidative Verbindungen wie die bioaktiven Alkaloide und Flavanoide.

Alle aufgezählten Wirkungen, gehen natürlich einher mit der Dosierung. Überwiegend treffen die Wirkungen sowohl auf den unbehandelten Knoblauch, den fermentierten Knoblauch, aber auch auf Auszüge aus Knoblauch zu.

Die Einnahme von 1-3 Zehen des Schwarzen Knoblauch am Tag soll die ideale Dosis sein, um alle gesundheitlichen Vorzüge des Produktes optimal nutzen zu können.

Preise

Die Endverbraucher-Preise für schwarzen Knoblauch bewegen sich in Europa um die 90,00 Euro/kg. Dieses Preisgefüge ist größtenteils dem langatmigen Herstellungsprozess, aber auch den Transportwegen geschuldet. Da eine Knolle des Schwarzen Knoblauch jedoch recht leicht ist, kommt allerhand Volumen zusammen, bis es sich um ein Kilo handelt.

Anbieter

Die Herstellung von Schwarzem Knoblauch findet überwiegend dort statt, wo er aktuell auch am meisten verwendet wird – in Asien. Besonders tun sich hierbei China, Korea und Japan hervor. Einige europäische Unternehmen lassen sich – meist was den geschälten Knoblauch angeht – auch aus diesen Ländern beliefern.

In Sachen ganze Knolle, greifen die meisten europäischen Vertriebe und Produzenten jedoch auf spanischen Knoblauch, besonders den aus Las Pedroñeras zurück. Hierbei sind die spanischen Anbieter natürlich zahlenmäßig am stärksten vertreten – jedoch gibt es auch Anbieter aus England oder auch aus Deutschland. Ein Anbieter aus Italien schwört auf seinen Schwarzen Knoblauch – dieser kommt zu 100% aus Italien – ob zu Recht, werden wir zumindest kulinarisch versuchen heraus zu finden.

Hier die “Steckbriefe” der Anbieter die uns Rahmen dieses Beitrages freundlicherweise mit Produktmustern, Bildmaterial und ihrem langjährigen Fachwissen unterstützt haben.

 

Salmundo

Salmundo

Christian Piekert von Salmundo ist “Der Spezialist“ in Deutschland, wenn es um Salze geht. Darüber hinaus hat sein Unternehmen aber auch schon über ein Jahrzehnt lang Schwarzen Knoblauch im Sortiment. Somit war Herr Piekert einer der Pioniere was den Gebrauch und Verkauf dieser aromatischen Zutat, die ihren Ursprung in Asien hat angeht.

Salmundo vertreibt den Schwarzen Knoblauch sowohl in Knollen-Form, lose ungeschälte wie geschälte Knoblauchzehen in unterschiedlichen Portionsgrößen, als Paste sowie in Form von Allioli aromatisiert mit schwarzem Knoblauch.

Bei dem ungeschälten Schwarzen Knoblauch in der Knolle handelt es sich um spanischen – genauer gesagt kommt dieser aus der Stadt Las Pedroñeras in der Provinz Cuenca. Hier sind einige namhafte spanische Produzenten angesiedelt die ihren “Ajo Negro“ produzieren und weltweit vertreiben – darunter auch die Familia Suárez.

Die ungeschälten & geschälten losen schwarze Knoblauchzehen des Labels “Egarak“ stammt allesamt aus Asien – genauer gesagt aus Südkorea. Sie entsprechen von ihrer Beschaffenheit und ihrem Geschmack am nächsten dem was in Sachen schwarzer Knoblauch dort in der Küche Verwendung findet.

Die Schwarzen Knoblauch Sorten von Salmundo zeichnete sich aus durch

Der ungeschälte Schwarzen Knoblauch aus der Knolle

Aussehen
Gleichmäßig hellbraune Knolle, tiefschwarze Knoblauchzehen

Geruch
Zartes, süßliches Aroma

Konsistenz
Mittelfest, geschmeidig, mit festerem Inneren, trocken im Griff, färben nur leicht ab

Geschmack
Sehr ausgewogene, leichte & fruchtige Süße mit einem deutlichen wahrnehmbaren Knoblauch-Aroma

Verwendung
Geeignet sowohl für das Spicken, als auch für die Herstellung von Infusionen
Gut für die Verarbeitung in Knoblauchbutter & Pasten
Ideal zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Die geschälten Zehen des “Egarak“

Aussehen
Tiefbraune bis schwarze Knoblauchzehen verschiedener Größe

Geruch
Leicht rauchiger & ätherischerer Duft

Konsistenz
Mittelfest, bedingt formbar, klebrig im Griff, färben mittelstark ab

Geschmack
Eine verhaltene fruchtig Note, etwas rauchig im Abgang, kaum wahrnehmbares Knoblauch-Aroma

Verwendung
Für das Spicken ideal
Für Nachspeisen auf Grund der geringen Süße und des rauchigen Aromas aus unserer Sicht nur bedingt verwendbar
Geeignet zum Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Sowohl der ungeschälte Schwarze Knoblauch aus Las Pedroñeras, als auch der Egarak sind vollends naturbelassen ohne Konservierungsstoffe oder Zusätze.

Auch wenn überall davon die Rede ist, dass es sich beim Schwarzem Knoblauch um ein fermentiertes Produkt handelt, wies mich Herr Pieckert darauf hin, dass es sich im Grunde eher um die Maillard-Reaktion handele, die den Knoblauch seine Farbe verleiht. Mehr hierzu findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Maillard-Reaktion

Angebote, Informationen und Rezepte zum Schwarze Knoblauch werden von Salmundo unter den folgenden URLs bereitgestellt:

 

La Abuela Carmen

La Abuela Carmen

Natividad Vaquero Cabello de Alba ist die Marketing Supervisorin von La Abuela Carmen und hat mich für diesen Beitrag ad hoc mit einigen Produkten & Rezeptideen unterstützt. La Abuela Carmen produziert den Schwarzen Knoblauch – auch biologisch angebauten – selbst. So wird dieser in vielen verschiedenen Variationen angeboten, ob als Knolle, geschält lose Knoblauchzehen, als Paste oder auch Pulver – für jede Verwendung gibt es bei La Abuela Carmen das passende Produkt.

Die Herstellung des Schwarzen Knoblauchs geschieht bei La Abuela Carmen über einen natürlichen Reifeprozess. Über 40 Tage hinweg wird der Knoblauch in einer hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrollierten Umgebung – ohne den Einsatz von Zusatzstoffen oder Konservierungsmitteln – zur gewünschten Reife gebracht.

Sobald der Knoblauch die optimale Textur und den gewünschten Geschmack erreicht hat, wird er aus dem Reifeschrank entnommen und dem Verkauf zugeführt.

Der Schwarze Knoblauch von La Abuela Carmen zeichnete sich durch ein kräftiges Aroma aus. Die losen Knoblauchzehen aus dem Glas sind recht weich und eigenen sich somit perfekt zur Herstellung von Knoblauchbutter, Infusionen oder direkt als Brotaufstrich.

Die geschälten losen Knoblauchzehen

Aussehen
Tiefbraune unterschiedlich große Knoblauchzehen, leicht feucht

Geruch
Kräftig, süß – leicht säuerlich mit einer deutlichen Pflaumen-Note

Konsistenz
Sehr weich – streichzart, feucht, leicht mehlig, klebrig im Griff, färben stark

Geschmack
Kräftiges, fruchtiges Aroma mit einer starken Melasse-Note und einem leichten Hauch von Knoblauch und Pflaume

Verwendung
Nicht für das Spicken – besser für die Herstellung von Infusionen geeignet
Sehr gut für Knoblauchbutter, Pasten oder auch direkt für Bruschetta geeignet
Auf Grund ihrer Süße ideal auch für die Verwendung bei Süß- & Nachspeisen geeignet

Die Paste

Aussehen
Dunkelbraun, feucht & glänzend

Geruch
Kräftig, leicht süßlich mit einer deutlichen Knoblauch-Note

Konsistenz
Cremig & feucht, fließfähig fast flüssig, nicht mehlig, leicht haftend und färbend, gut streichfähig

Geschmack
Erfrischend fruchtig und sehr leicht, mit einer Note von Melasse und einem ganz leichten Knoblauch Aroma

Verwendung
Sehr gut geeignet zur Herstellung von Infusionen und Salatsaucen
Ideal geeignet als Aufstrich, z.B. für Bruschetta
Auf Grund des süßlichen Aromas & Abgangs ebenfalls geeignet für
das Verfeinern von Süß- & Nachspeisen

La Abuela Carmen ist momentan zudem weltweit der einzige Produzent von Schwarzen Zwiebeln (gereift, sehr lecker) und produziert zusätzlich auch schwarze Zitronen (auch pulverisiert), wie sie aus dem orientalischen Raum, respektive dem Nahen-Osten gebräuchlich sind. Ein Blick auf die URLs von La Abuela Carmen lohnt sich allemal, insbesondere um die Komplexität der angebotenen Produkte und deren Verwendung in äußerst interessanten Rezepten nachzuschlagen.

Ein ganz besonderer Leckerbissen, den wir leider nicht mehr geschafft hatten zuzubereiten sind Schweinefilet Empanadas mit schwarzem Knoblauch – hier empfiehlt es sich aus unserer Sicht ganz besonders spanisches Durcoc Schwein zu verwenden!

https://laabuelacarmen.com/pork-tenderloin-empanadas-with-black-garlic/?lang=en

 

NERO Fermento

NERO Fermento

Tommaso Pavani, ist Mitbegründer und kaufmännischer Leiter bei NERO Fermento – einem Unternehmen welches den Schwarzen Knoblauch herstellt und vertreibt. Er war so freundlich mir im Rahmen dieses Beitrages die Freigabe zur Nutzung von Bildern der NERO Fermento Webseite einzuräumen – und daher stammt auch das wunderbare Beitragsbild, was den Weg von der frischen Knoblauchzehe bis hin zum Endprodukt veranschaulicht.

Die Italiener gehen beim Schwarzen Knoblauch etwas anders heran als die Spanier oder die Asiaten. Sie verwenden das Produkt überwiegend als Aroma, welches erst am Ende der Zubereitung von Gerichten hinzugegeben wird.

Bei vielen Speisen wie Risottos, Nudeln, Fleisch, Fisch, Gemüse oder Suppen wird der Schwarze Knoblauch dann in kleine Stücke geschnitten und direkt vor dem Servieren “roh“ hinzugegeben – wichtig hierbei ist natürlich das dieser Raumtemperatur hat. Der Schwarze Knoblauch kann auch in Brühe aufgelöst werden und dann als Marinade oder für Infusionen dienen.

NERO Fermento verlässt sich beim Knoblauch, der für die Herstellung des Schwarzen Knoblauchs verwendet wird auf einen Partner, der bereits viele Jahre Erfahrungen mit der Materie hat – Voghiera (www.agliodivoghiera.it). Hierdurch haben die Produkte von NERO Fermento stets eine hohe und gleichbleibende Qualität, die sich auch geschmacklich von den Mitbewerbern unterschiedet.

Der ungeschälte Schwarzen Knoblauch aus der Knolle

Aussehen
Sehr flache, breite und tiefschwarze und große Knoblauchzehen

Geruch
Kräftiges, leicht süßliches Aroma mit einer leichten Knoblauch-Note

Konsistenz
Gleichmäßig fest & dabei geschmeidig formbar, trocken im Griff, färben so gut wie nicht, fest im Biss

Geschmack
Kräftige & fruchtige, leicht säuerliche Süße mit einem leicht wahrnehmbaren Knoblauch-Aroma und ein zartes Pflaumen/Melasse-Note

Verwendung
Sehr gut geeignet für das Spicken (Stifte scheiden!)
Ideal zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Geschälte losen Knoblauchzehen

Aussehen
Sehr flache, breite und tiefschwarze und große Knoblauchzehen – teilweise noch mit einigen wenigen Fragmenten der Haut (beim Braten & Frittieren gut für den Geschmack)

Geruch
Kräftig, süßlich mit einer deutlichen Knoblauch-Note

Konsistenz
Durchgängig mittelfest, geschmeidig, angenehm trocken im Griff, färben kaum, angenehm im Biss

Geschmack
Kräftiges, sehr fruchtiges Aroma mit einer Melasse-Note und einem Hauch von Knoblauch Aroma

Verwendung
Für das Spicken gut
Sehr gut geeignet zum Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)
Auf Grund der Süße ebenfalls geeignet für die Verwendung bei Süß- & Nachspeisen

Die Paste

Aussehen
Dunkelbraun, feucht & wirkt eine wenig wie „braunes panna cotta“

Geruch
Kräftig, süßlich mit einer leichten rauchigen Knoblauch-Note

Konsistenz
Weich, feucht, leicht mehlig, nicht klebrig, nicht haftend und gut streichfähig

Geschmack
Erfrischend fruchtig mit einer Note von Pflaume & Feige und einem ganz leichten Knoblauch Aroma

Verwendung
Sehr gut geeignet zur Herstellung von Infusionen und Salatsaucen
Sehr gut geeignet als Aufstrich, z.B. für Bruschetta
Auf Grund des süßlichen Aromas & Abgangs ebenfalls geeignet für
das Verfeinern von Süß- & Nachspeisen

Auch NERO Fermento hat einen sehr ansprechenden und interessanten Webauftritt mit wunderschönen Fotos vom Schwarzen Knoblauch. Vor allem haben es uns die vielen Rezepte angetan, die NERO Fermento online hinterlegt hat – hier kochen echte Profis!

 

BLACKLIT | KNOBLACK

BLACKLIT | KNOBLACK

BLACKLIT ist ein junges deutsches Unternehmen, das Produkte zum Schwarzen Knoblauch in Deutschland herstellt und unter der Marke KNOBLACK vertreibt. Durch den Wegfall langer Lieferwege des Endprodukts können so innerhalb Deutschlands für Großhändler, Wiederverkäufer aber auch Endverbraucher attraktive Preise realisiert werden.

Seit etwas mehr als zwei Jahren arbeitet das Team von BLACKLIT bereits mit namhaften Universitätskliniken und Ärzten zusammen um mit KNOBLACK nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein besonders gesundes Highlight anbieten zu können. Die Basis für die Schwarzen Knoblauch Produkte ist hier eine für die Produktion besonders gut geeignete spanische Knoblauchsorte. Diese Sorte zu finden hat einiges an Zeit benötigt, sich aber in jedem Falle gelohnt.

BLACKLIT war so freundlich und hat uns eine Probe ihrer losen und geschälten Schwarzen Knoblauchzehen zukommen lassen.

Geschälte losen Knoblauchzehen

Aussehen
Tiefbraune bis schwarze Knoblauchzehen verschiedener Größe

Geruch
Süßliches, kräftiges Aroma

Konsistenz
Weich, geschmeidig, etwas feucht, formbar mit festerem Kern

Geschmack
Sehr süß & fruchtig

Verwendung
Nur bedingt für das Spicken – besser für die Herstellung von Infusionen tauglich
Gut für Knoblauchbutter, Pasten oder auch direkt für Bruschetta geeignet
Auf Grund ihrer besonderen Süße ideal für die Verwendung bei Süß- & Nachspeisen

Natürlich verfügt auch BLACKLIT über einen eigenen Webauftritt, wobei in Sachen Schwarzer Knoblauch die Webseite zur Marke KNOBLACK die bedeutendere ist. Da es sich hier um einen recht neuen Webauftritt handelt ist zwar vielen noch im Werden, aber einiges an Informationen und Rezepten findet sich dort schon jetzt.

 

The Original Black Garlic

The Original Black Garlic

Die Marke The Original Black Garlic ist zu Hause in England – es handelt sich bei dem produzierenden Unternehmen um einen Familienbetrieb mit gut 12 Jahren Erfahrung in Sachen Schwarzer Knoblauch. Alles hat 2008 angefangen als Katy diese Knoblauch Variante in Asien kennen und lieben gelernt hatte. Ihr Bruder Richard war schnell Feuer und Flamme für dieses Projekt und hat sich hierbei laut FAQs zum „Willy Wonka“ des Schwarzen Knoblauchs gemausert.

Mark Angell der Managing Director von “The Original Black Garlic“ hat mich dankenswerterweise mit einigen Proben sowie seinem Fachwissen unterstützt.

Die Engländer arbeiten bei der Knolle mit spanischem Knoblauch – bei den geschälten Zehen jedoch mit Knoblauch aus der chinesischen Provinz Shangdong.

Beide Sorten sind – mit einem gewissen Vorlauf – auf Anfrage hin und auch als rein biologisch angebaute Varianten erhältlich.

Die von “The Original Black Garlic” angebotenen Knoblauchzehen werden in Bedfordshire auf die klassische Weise hergestellt. Bei der Herstellung wird hier unter Verwendung kontrollierter, niedriger Hitze sowie hoher Luftfeuchtigkeit über mindestens drei Wochen, die Maillard-Reaktion erzeugt.

Die ungeschälte Knolle

Aussehen
Sehr große ungleichmäßig braune Knolle, tief dunkelbraune Knoblauchzehen

Geruch
kräftiges, leicht süßlich-rauchiges Aroma mit einer leichten Melasse & Knoblauch-Note

Konsistenz
Gleichmäßig weich & geschmeidig formbar, etwas mehlig, feucht im Griff, färben sehr leicht

Geschmack
Sehr ausgewogen, kräftige & fruchtige Süße mit einem leicht wahrnehmbaren Knoblauch-Aroma und einer zarten Pflaumen-Note

Verwendung
Kaum geeignet für das Spicken – besser für die Herstellung von Infusionen
Gut für Knoblauchbutter, Pasten oder auch direkt für Bruschetta geeignet
Auf Grund ihrer besonderen Süße ideal für die Verwendung bei Süß- & Nachspeisen
Ideal zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Die geschälten losen Knoblauchzehen

Aussehen
Braune bis Tiefbraune Knoblauchzehen überwiegend großer Größe

Geruch
Kräftiges, fruchtig-säuerliches Aroma mit einer starken Melasse-Note

Konsistenz
Durgängig mittelweich, knackig, kaum klebrig im Griff, färben wenig ab

Geschmack
Sehr ausgewogen, dezente & fruchtige Süße mit einem zarten Pflaumen/Melasse-Note, angenehm im Biss

Verwendung
Sehr gut geeignet für das Spicken
Gut für die Verarbeitung in Knoblauchbutter & Pasten
Besonders gut geeignet zum direkten Verzehr und auf Grund der knackigen Konsistenz zum Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)
Auf Grund des süßlichen Aromas & Abgangs ebenfalls geeignet für Süß- & Nachspeis

Die Paste

Aussehen
Braun bis Dunkelbraun, feucht & wirkt cremig

Geruch
Kräftig, süßlich mit einer deutlichen Knoblauch-Note

Konsistenz
Weich, feucht, leicht mehlig, leicht anhaftend & gut streichfähig

Geschmack
Erfrischend fruchtig mit einer Note von Pflaume & Melasse und einer dezenten Knoblauch-Note

Verwendung
Sehr gut geeignet zur Herstellung von Infusionen und Salatsaucen
Sehr gut geeignet als Aufstrich, z.B. für Bruschetta
Auf Grund des süßlichen Aromas & Abgangs ebenfalls geeignet für
das Verfeinern von Süß- & Nachspeisen

Der Schwarze Knoblauch von “The Original Black Garlic” wird von Michelin-Stars und Spitzenköchen wie beispielsweise Claude Bosi, Yotam Ottolenghi und Anna Hansen verwendet & geliebt.

Auch die Marke The Original Black Garlic verfügt über einen schicken Webauftritt auf dem es einige innovative Rezepte zum Nachkochen gibt. Besonders anregend fanden wir die Rubrik „News“ – hier finden sich Statements von versierten Gastronomen & Köchen im Steckbriefdesign mit atemberaubenden Fotos von kulinarischen Highlights unter Verwendung des Schwarzen Knoblauchs.

 

AMEFRUITS SL

AMEFRUITS SL

Der Ajo Negro des Produzenten AMEFRUITS ist eines der bekanntesten Erzeugnisse auf dem Gebiet des Schwarzen Knoblauchs. Grundlage für den Schwarzen Knoblauch ist hier ausschließlich der lila Knoblauch aus Las Pedroñeras.

Viele Gourmet Restaurants weltweit arbeiten mit AMEFRUITS Produkten – vor allem mit denen vom ausgezeichneten Schwarzen Knoblauch. AMEFRUITS ist eine der namhaftesten Triebfedern für die Bekanntheit des Schwarzen Knoblauchs in Europa.

Wir hatten das Glück das uns Francisco Giménez Imbernón vom AMEFRUITS Marketing mit einigen Proben zu diesem von Köchen in höchsten Tönen gelobten Produkt ausgestattet hat.

Die ungeschälte Knolle

Aussehen
Sehr große gleichmäßig braune Knolle, tief dunkelbraune Knoblauchzehen

Geruch
kräftiges, leicht süßliches Aroma mit einer leichten Knoblauch-Note

Konsistenz
Gleichmäßig fest & dabei geschmeidig formbar, mittel-trocken im Griff, färben nur leicht ab

Geschmack
Sehr ausgewogen, kräftige & fruchtige Süße mit einem leicht wahrnehmbaren Knoblauch-Aroma und einer zarten Pflaumen-Note

Verwendung
Sehr gut geeignet sowohl für das Spicken
Gut für die Verarbeitung in Knoblauchbutter & Pasten
Ideal zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)
Auf Grund der fruchtigen Süße ideal für die Verwendung in Süß- & Nachspeisen

Die geschälten losen Knoblauchzehen

Aussehen
Tiefbraune bis schwarze Knoblauchzehen überwiegend großer Größe

Geruch
Kräftiges, fruchtiges Aroma mit einer leichten Melasse-Note

Konsistenz
Weich, formbar, klebrig im Griff, färben stark ab

Geschmack
ehr ausgewogen, mittel-kräftige & fruchtige Süße mit einem leicht wahrnehmbaren zarten Pflaumen/Melasse-Note

Verwendung
Geeignet sowohl für das Spicken, als auch für die Herstellung von Infusionen
Gut für die Verarbeitung in Knoblauchbutter & Pasten
Geeignet zum direkten Verzehr und dem Veredeln von Speisen direkt vor dem Servieren (Würfel & Scheibchen)

Natürlich hat auch AMEFRUITS einen Webauftritt – geht es aber um den Schwarzen Knoblauch empfehle ich direkt den zugehörigen Blog (https://www.amefruits.es/blog/) anzusteuern, über den bei Bedarf auch gleich eingekauft werden kann.

 

Rezepte mit Schwarzem Knoblauch

Wir haben einige Rezepte mit schwarzem Knoblauch für Euch getestet, diese findet Ihr unter dem Menüpunkt @erikskitchen in der Rubrik Rezepte.

  • Hirschkeule gespickt mit Schwarzem Knoblauch, Champignons & Wurzelgemüse
  • Miesmuscheln in Tomaten-Weißwein Sud mit Schwarzem Knoblauch
  • Putenschlegel gespickt mit Schwarzem Knoblauch und beschwipsten Champignons
  • Penne Nere Rigate
  • Schwarze Knoblauchbutter – ein echter Eyecatcher

Fazit

Manch einer mag den Schwarzen Knoblauch als Modeerscheinung betrachten – wir finden jedoch er ist eine absolute Bereicherung für die Küche. Ob mediterran, asiatisch oder deutsch gekocht wird – der Schwarze Knoblauch macht überall eine gute Figur.

Natürlich gibt es jede Menge gesundheitliche Aspekte die den Schwarzen Knoblauch interessant machen, für uns aber war vor allem die „kulinarische Seite der Medaille“ von Belang.

Es gibt wenige so dezente Aromen, die Ihren Ursprung in etwas haben, was viele Leute nur „schlecht riechen“ können. Insbesondere was das Spicken angeht hat uns der Schwarze Knoblauch überzeugt.

Ich muss offen zugeben, dass wir trotz allem noch einige Bedenken beim Einsatz des Produktes hinsichtlich von Süßspeisen haben – aber das ist unseren bisherigen Erfahrungen geschuldet. Da können wir mental noch nicht so gut umschalten – aber das war vor Jahren mit Chili, Salz & Schokolade ebenso.

Es hat uns viel Freude bereitet für Euch zu recherchieren, zu kochen und mehr noch das Gekochte auch probieren zu dürfen. Wir haben bei sämtlichen Rezepten die wir gekocht haben versucht Produkte aller Hersteller zu verwenden um vergleichen zu können. Leider war dies nicht immer möglich, da beispielsweise einige lose geschälte Knoblauchzehen einfach zu weich zum Spicken waren – was nicht bedeutet das diese weniger lecker waren.

Unsere kulinarischen Grüße gehen raus an alle die diesem Beitrag etwas abgewinnen konnten – sei es auch nur Inspiration für das nächste Abendessen. Habt auch weiterhin viel Freude beim Ausprobieren, vielleicht jetzt mal den Schwarzen Knoblauch -Guten Appetit!

 

 

 

Blutorangen

Blutorangen im Quick Check

Ich liebe Blutorangen, aber wie es immer so ist, kauft man meist nur wenige und sobald man festgestellt hat, dass diese besonders lecker waren gibt es schon keine mehr davon – oder die neu gekauften schmecken plötzlich vollkommen anders.

Blutorangen schmecken deutlich intensiver als ihre „unblutigen“ Verwandten, sie enthalten je nach Sorte unterschiedliche Mengen an Vitamin B, C, E sowie Kalium und Kalzium und sind neben dem Attribut lecker daher auch äußerst gesund & fotogen.

Die Farbe des Fruchtfleisches bei Blutorangen wird durch Anthocyan hervorgerufen – die Menge an Anthocyan ist abhängig von Temperaturschwankungen über den Tag und hat auch Einfluss auf den Farbanteil der Schale (Exokarp, Flavedo). Besonders “ansehnliche” Früchte finden sich in der Nähe des Vulkans Ätna, aber auch in den USA, Südafrika und dem gesamten Mittelmeerraum.

Die, je nach Sorte (Moro, Sanguine, Tarocco,  u.a) mal stärkere oder weniger stark ausgebildete weiße Schicht zwischen Schale und dem Fruchtfleisch nennt sich Mesokarp oder auch Albedo. Hier liegt – wie auch bei herkömmlichen Orangen – beim Verzehr oftmals der größte “Störfaktor“, denn die meisten Leute möchten so wenig davon mitessen wie möglich.

Daher muss nach dem Schälen sehr oft ein aufwendiges Putzen erfolgen – wenn man dies selber machen muss, ist der Genuss oftmals schon getrübt. Zudem kommt es oft vor das beim zu intensivem Auspressen von Saftorangen, das Albedo den Saft bitter werden lässt. Was zudem stört ist das bereits beim Schälen, aber spätestens beim Putzen Saft aus dem Fruchtfleisch austritt, der die ganze Angelegenheit dann oftmals recht klebrig werden lässt.

Ob die Blutorangen Kerne hatten, war mir in diesem CheckIt nicht so wichtig – wenn man bedenkt das sich naturgemäß Obst über seine Samen, respektive Kerne vermehrt, kann man Kernlosigkeit – auch wenn es mehr Freude beim Essen macht – nicht wirklich als Pluspunkt werten. Wären allerdings über den Maßen viele Kerne in einer Frucht gewesen, hätte ich dies zumindest angemerkt. In Summe waren es bei drei verkosteten Früchten lediglich sechs Kerne.

Es gibt mehrere Sorten der sogenannten Blutorange – meist werden bei uns die Moro (tiefrot) & Tarocco (leicht rot durchzogen) angeboten. Eine gute Option sich nicht mit den Sorten beschäftigen zu müssen, ist es beispielsweise sich an den Anbietern zu orientieren.

Diese Blutorangen haben dann meistens eine Produktbezeichnung und man ist so etwas zielsicherer bei dem was während des Einkaufs  in die Hände bekommt. Eine Garantie gibt es aber nie.

Für dieses kleine CheckIt habe ich beim Berliner KaDeWe drei verschiedene Blutorangen-Sorten eingekauft. Warum im KaDeWe? Zum einen, weil es Freude macht dort Kulinarisches zu shoppen, zum anderen, weil nur sehr, sehr wenige Geschäfte standardmäßig mehr als die Moro im Portfolio haben.

Nach meinem Besuch der Fruit Logistica 2017 habe den Beitrag noch um fünf weitere Blutorangen erweitern können.

Ganz wichtig: In meinem Fokus standen Geschmack, Handling & Aussehen.

Weiterführendes Wissen zu Sorten, Anbaugebieten und Eigenschaften der beschriebenen Früchte findet Ihr beispielsweise bei Wikipedia oder auf den jeweiligen Produzenten Webseiten.

Blutorangen

 

Anbieter KaDeWe

Der Produzent war leider nicht benannt, die Sorte Moro, Herkunft Italien/Sizilien

Plus

Die Moro war recht süß, hatte aber trotz allem ausreichend Säure um nicht langweilig zu schmecken. Im Biss war diese Orange ausreichend fest und das Fruchtfleisch von kräftiger roter Farbe.

Minus

Die Moro ließ sich verhältnismäßig schlecht pellen und musste im Anschluss aufwändig geputzt werden.

Moro
Moro

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Moro von mir 3-4/5 Punkte.

 

Anbieter Sanlucar

Sanlucar “Rote Sonne“, Sorte nicht benannt – vermutlich aber eine Tarocco, Herkunft Italien/Sizilien

Plus

Die Sanlucar Blutorangen ließen sich extrem gut pellen und es blieb auch sehr wenig Albedo an den Früchten haften, womit kein Putzen mehr nötig war und die Frucht sogleich genossen werden konnte. Diese Blutorange war sehr saftig und hatte ein ausgewogenes Süße / Säure Verhältnis.

Minus

Die Sanlucar weist nur ganz geringe Spuren roten Pigmente auf und lässt sich daher als Blutorange manchmal nur schwer identifizieren.

Sanlucar
Sanlucar

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Sanlucar von mir ganze 5/5 Punkte.

 

Anbieter Struwwelpeter

Struwwelpeter, Sorte nicht benannt, Herkunft vermeintlich Italien/Sizilien

Plus

Die Struwwelpeter eignen sich auf Grund ihres Looks sicher gut für die Food-Fotografie.

Minus

Die Struwwelpeter ließ sich im Vergleich verhältnismäßig schlecht pellen und musste im Anschluss zusätzlich aufwändig geputzt werden. Sie war nur mittelmäßig saftig und das Fruchtfleisch deutlich weniger rot als beispielsweise bei der Moro. Vor allem aber hatte die Struwwelpeter sehr viel Säure und erinnerte geschmacklich stark an eine Zitrone.

Struwwelpeter
Struwwelpeter

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Struwwelpeter von mir nur 2-3/5 Punkte.

 

[Update 2017-02-20]

Im Rahmen der Fruit Logistica 2017 habe ich fünf weitere tolle Blutorangen gefunden und im Folgenden für Euch in den CheckIt vom Januar aufgenommen

 

Anbieter Il Fragolino (Arancia Rossa)

Die Il Fragolino eignen sich auf Grund ihres tollen & natürlichen Looks extrem gut für die Food-Fotografie.

Plus

Diese Blutorange macht Ihrer “Zunft” alle Ehre – sie sieht super aus, kommt mit Blattwerk daher, duftet sehr intensiv und hat einen bestechenden Geschmack. Sie hat gerade genug Süße gepaart mit typisch kräftigen “Vulkan Aroma“. Zudem löst sich beim Pellen die Frucht leicht aus und hat kaum Albedo am Fruchtfleisch.

Minus

Keines

Il Fragolino
Il Fragolino

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Il Fragolino von mir ganze 5/5 Punkte.

 

Anbieter Moretti

Die Moretti, dem Aussehen nach eine Tarocco, eignet sich bedingt für die Food-Fotografie.

Die Moretti, dem Aussehen nach eine Tarocco, eignet sich bedingt für die Food-Fotografie.

Plus

Das Innere dieser Blutorange hat einen guten Look – leicht rot durchzogen macht sie zumindest Innen schon etwas her. Sie weist etwas mehr Säure auf als einige andere Sorten, aber das Verhältnis ist subjektiv gesehen noch OK. Die Moretti ist zudem sehr saftig und lässt sich gut pellen.

Minus

keines

Moretti
Moretti

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Moretti von mir 4/5 Punkte.

 

Anbieter Valensina Sanguinelli (aus Spanien)

Die Valensina Sanguinelli , eine Orange zum Saften.

Plus

Die Früchte haben einen super Blutorangen Look der sich im Inneren allerdings nicht derart “wiederholt”. Diese Blutorange hat einen ausgewogenen Säureanteil und eigener sich in diesem Kaliber hervorragend als Saftorange.

Minus

Das Innenleben ist optisch mäßig interessant, dass Albedo leider sehr kräftig und die Frucht aufwändig zu Pellen.

Sanguinelli
Sanguinelli

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Valensina Sanguinelli von mir 3-4/5 Punkte.

 

Anbieter IGP (Sizilien)

Unter den Begriff  Arancia Rossa di Sicilia fallen die Sorten Moro, Sanguinello und Tarocco. Die IGP hat es sich zum Ziel gesetzt eine geschützte geografische Angabe zu etablieren – ebenso wie z.B. beim Balsamico. Bei den direkt auf dem IGP Stand angebotenen Blutorangen handelte es sich überwiegend um die Sorte Tarocco.

Plus

Die IGP Blutorange ließ sich sehr leicht pellen, war auffällig süß.

Minus

Neben der Süße fehlte leider der gewisse Anteil an Säure und somit das erhoffte geschmackliche “Feuer”. Zudem war die IGP nicht so fotogen und wirkte von außen eher wie eine ganz normale Orange – von Innen dann wie die anderen Taroccos auch.

IGP
IGP

Auf einer Skala von 0-5, erhält die verkostete IGP von mir 3-4/5 Punkte.

 

Anbieter Rosaria

Die Rosaria stammt ebenfalls aus der Region um den Ätna und eignet sich im verkosteten Kaliber meines Erachtens eher für Saft, als zum direkten Verzehr. Allerdings baut der Produzent darüber hinaus alle bekannten sizilianischen Blutorangen-Sorten und auch einige Kreuzungen an.

Plus

Die Rosaria ließ sich einfach pellen, war recht süß und saftig. Das Innere sah sehr nach Moro aus – ob dem so ist oder hier eine Kreuzung mitgegeben wurde war nicht klar.

Minus

Anders als beim Inneren kann man der Rosaria ganz klar ein langweiliges Äußeres bescheinigen. Die Frucht hatte deutlich zu wenige Säure / Feuer.

Rosaria
Rosaria

Auf einer Skala von 0-5, erhält die Rosaria von mir 3/5 Punkte.

 

Fazit [2017-01-29] 

Aus meiner Sicht ist der Gewinner dieses kleinen CheckIt ganz klar die Blutorange “Rote Sonne“ von Sanlucar. Diese Orange hat neben der herausragenden geschmacklichen Aspekte vor allem auch durch ihr gutes „Handling“ überzeugen können.  Man konnte sie ohne viel Aufwand und klebrige Hände genießen und hatte trotz allem eine auffällig frische und saftige Frucht.

 

Fazit Update [2017-02-20]

Nach der Verkostung weiterer fünf Sorten muss ich mich korrigieren. Mein absoluter Top Favorit ist die Il Fragolino. Nicht nur das die Mitarbeiter diese Produzenten am authentischsten schienen – die Früchte waren ebenso ein Augenschmaus wie sie geschmacklich eine ganze Kategorie über allen anderen anzusiedeln waren. Hier schmeckte man das Feuer des Ätna formlich heraus – Respekt für so viel Liebe zur Frucht und einem solch guten Ergebnis “der handwerklichen Kunst”.