Archiv der Kategorie: Events

Veranstaltungen & Messen

Maison Magurno

Nicolas Magurno hat in Aix-en-Provence im französischem Department Bouches-du-Rhône vor rund fünfzehn Jahren mit dem Familienbetrieb Maison Magurno ein Kleinod in Sachen Oliven, Antipasti und mehr etabliert, dass seines Gleichen sucht.

Die angebotenen Qualitäten zeigen ganz deutlich das geschmacklich und auch optisch weitaus mehr geht, als beim sprichwörtlichen Olivenhändler auf dem Wochenmarkt – hier handelt es sich um außergewöhnliche Leckerbissen in großer Vielfalt und Frische.

Der ansprechende Webauftritt nebst Shop – in dem mit PayPal gezahlt werden kann – ist recht neu und momentan in Französisch verfügbar – wobei weitere Sprachen bald hinzukommen sollen. Die Produktfotos sind durchweg echte Appetitmacher – und ich kann bestätigen, dass die Produkte mindestens so lecker schmecken wie sie aussehen.

Oliven, Aubergine oder auch Artischocke – die Profis dieses Familienunternehmens haben Jahrzehnte lange Expertise in der Auswahl, dem Umgang sowie der Verarbeitung & Veredlung nach geheimen Familienrezepten.

Neben dem Ziel stets nur die beste Qualität anzubieten, bleibt hier auch noch genug Raum für Innovationen, wobei natürlich ohne die Zugabe von Zusatzstoffen oder Konservierungsmitteln gefertigt wird. Das Maison Magurno bietet stets neue und saisonale Produkte an, um das Angebot lebendig zu halten – so gibt es natürlich nicht durchgängig immer alle Variationen, aber so soll es ja auch sein.

Der große Stolz und somit das Signatur Angebot des Maison Magurno sind die zu Recht hochgelobten, eingelegten getrockneten Tomaten. Beim Einkauf der hierfür verwendeten italienischen Tomaten wird darauf geachtet, dass diese direkt beim Produzenten auf natürliche Weise in der Sonne getrocknet werden. So behalten diese besonderen Tomaten Ihre zarte Textur und ihr sehr fruchtiges und kräftiges Eigenaroma.

Beim Maison Magurno in der Provence werden die getrockneten Tomaten dann mit frischen Kräutern, Knoblauch und einem ausgezeichneten kaltgepressten Olivenöl veredelt, haltbar gemacht und in die ganze Welt exportiert. Hierbei legt das kleine Familienunternehmen besonderen Wert auf optimale Verpackung und einen guten Lieferservice.

Wer Wert auf hohe Qualität und sorgfältige Veredlung legt, ist bei diesem kleinen Familienunternehmen genau richtig und dazu kommt, dass alles auch noch gesund ist – was will man mehr?

 

Bio-Empfang des BÖLW

Der Bio-Empfang des BÖLW – Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft – mit Sitz in Berlin, war nicht nur aus kulinarischer Sicht ein besonderes Highlight der Internationalen Grünen Woche 2020 Berlin. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei der Pressereferentin des BÖLW, Frau Joyce Moewius bedanken, dass ich an diesem großartigen Event teilhaben durfte.

Der Spitzenverband der landwirtschaftlichen Erzeuger, Verarbeiter und Händler ökologischer Lebensmittel hat auch in diesem Jahr wieder einen Event auf die Beine gestellt, der seinesgleichen sucht. Nicht ohne Grund hat die Veranstaltung einen magischen Ruf – das Marshall-Haus auf dem Gelände der Messe Berlin ist natürlich ein ganz besonderer Ort für Feierlichkeiten. Benannt wurde es nach dem damaligen Außenminister, General George C. Marshall, wobei der Bauherr seinerzeit das Amerikanische Hochkommissariat war – Im Jahre 1988 wurde es unter Denkmalschutz gestellt.

Die offene Architektur der Räumlichkeiten mit Empore und langgezogener Treppe sind nahezu ein Garant dafür, dass sich geladene Gäste wohlfühlen können. Hierbei bietet, dieses im Jahre 2008 sanierte Multifunktionsgebäude – welches natürlich gleichzeitig eine historische Sehenswürdigkeit Berlins ist, die im Rahmen der Deutschen Industrieausstellung 1950 eröffnet wurde – den passenden Rahmen.

Nach dem äußerst freundlichen Empfang, wurde jeder Gast mit einem gut lesbaren Namensschild „beglückt“ und man hatte die Möglichkeit seine Jacke oder Tasche an der Garderobe gegen eine Marke zu „tauschen“. Beim Eintreten in den Festsaal wurde jeder Gast persönlich begrüßt und mit einem Getränk seiner Wahl versorgt. Nun war es daran sich einen Platz zu suchen, denn bald sollten eine Hand voll Redner die Gäste zu den wichtigsten Themen einstimmen. Die Tische waren vorweg bereits mit einigen Leckereien bestückt worden.

Hierzu ist natürlich zu erwähnen, dass es sich standesgemäß durchweg – also bei allen Zutaten, Speisen und Getränken des Events – um hochwertige und sehr leckere Bio Produkte handelte. Hier wurde mit sehr viel kulinarischen Gespür und Fingerspitzengefühl geplant und klimaneutral umgesetzt. Die unscheinbaren Gläschen auf den Tischen enthielten beispielsweise „Lachs mit Meerrettich und Gurke, „Topinambur & Pilze“ oder auch ganz klassisch „Blutwurst mit Apfel“ – dazu gab es an jedem Tisch gekühltes und sehr leckeres Tafelwasser. Bei Bedarf konnte man natürlich auch an mehreren Theken, aus einem nahezu unüberschaubaren Angebot an Bio-Limonaden wählen.

Es dauerte nicht lange und die Redebeiträge starteten mit Peter Röhrig, dem Geschäftsführer des BÖLW, der sowohl das Vorwort sprach, als auch die jeweiligen Redner begleitete.

Als nächstes sprach EU-Kommissar Janusz Wojciechowski – der wollte eigentlich in seiner Heimatsprache vortragen, in Polnisch – entschied sich jedoch kurzerhand ins Englische zu wechseln – was von einigen Gästen sehr begrüßt wurde. Schade eigentlich, denn die Organisatoren des BÖLW hatten extra eine deutsche Übersetzung der Rede auf sämtlichen Tischen platziert – ein ganz besonderer Service.

Herr Wojciechowski hielt eine sehr emotionale Rede und brannte förmlich für die Ideen der BIO-Wirtschaft. Alle waren sehr beeindruckt und verbinden mit der Rolle dieses EU-Kommissars natürlich viel Hoffnung für zukünftige Projekte und Entscheidungen der EU.

Es folgte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein mit einem äußerst erfrischenden, und auch für Laien wie mich, verständlichem Beitrag. Als Vorstandsvorsitzender des BÖLW ist er natürlich prädestiniert dafür die Idee, der ökologischen Lebensmittelwirtschaft auf den Punkt zu bringen und dies tat er zudem mit dem richtigen Quäntchen Humor.

Der Event wurde auch seitens der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft besucht, deren Rede gab allerdings keine wirklichen Impulse, sondern enthielt aus meiner Warte – wie so oft – kaum belastbare und mutige Aussagen.

Aus dem Saarland kommend sprach Reinhold Jost – seines Zeichens Minister für Umwelt und Verbraucherschutz. Er hielt ebenfalls eine sehr flammende Rede und verwies darauf, dass das Saarland es trotz vieler Widrigkeiten bereits geschafft habe, etwas mehr als einem Anteil von 20% mit rein biologischem Landbau zu bestreiten. Hiermit wären die Zukunftsziele des Bundes für die nächsten Jahre längst überholt worden und er hoffe, dass sich andere Bundesländer hieran ein Beispiel nehmen und nicht auf das deutlich zu weit entfernte und viel zu niedrige Ziel der Bundesministerin einschwenken.

Der letzte Redebeitrag kam vom brandenburgischen Agrarminister, Herrn Axel Vogel. Auch er legte sich mächtig ins Zeug, aber da seitens einer Vorrednerin erheblich überzogen wurde, war die Aufmerksamkeit der Gäste schon etwas beeinträchtigt. Nicht zuletzt lag dies daran, dass die Köche mit dem Zubereiten der Speisen bereits fertig waren – termingerecht sozusagen.

Also stiegen den Gästen bereits seit geraumer Zeit die Düfte der Köstlichkeiten in die Nasen, die für sie zum Verzehr bereitstanden. Das hat auch der Minister bemerkt – so entließ Herr Vogel mit dem Hinweis, was er hätte noch alles sagen wollen, die Zuhörer in Erwartung auf die Buffets.

Das Schlusswort hatte dann Peter Röhrig, der bevor er den „Sturm auf die beiden Buffets“ freigab, noch auf weitere Veranstaltungen verwies und den Vorrednern dankte.

Dann war es endlich soweit und die Gäste trollten sich an die Buffets. Im ebenerdigen Bereich gab es Veganes & Vegetarisches – gekocht unter der Anleitung von Roman Propp, seines Zeichens Koch des Bistro Bonvivant in Berlin Schöneberg. Beispielsweise sehr innovativ asiatisch angehauchte Speisen mit Kokosmilch, Ingwer, Cashewnüssen – oder auch italienisch mit Aubergine, Parmesan und Walnuss. Bodenständiges wie Grünkern-Eintopf, Schwarzwurzel, aber auch einiges an Gerichten mit Pilzen bis hin zu mediterranen Aspekten mit Humus oder Kichererbsen. An diesem Buffet gab es zudem eine leckere Sonnenblumenhack-Bolognese mit Spaghetti aus der Feder Christoph Hauser`s.

Chefkoch Christoph Hauser vom Herz & Niere ist bei dieser Veranstaltung für das leibliche, jedoch eher „fleischliche“ Wohl zuständig gewesen. Beim Bio-Empfang des BÖLW haben sich die Chefs und Mitarbeiter beider Ausprägungen – die der veganen & vegetarischen, als auch die der „fleischlichen“ Küche durchweg gegenseitig unterstützt – ganz ohne Ressentiments. Aus meiner Sicht eine wunderbare Sache, nur so können Vorbehalte wie man sie häufig antrifft ausgeräumt werden – durch Professionalität und Offenheit.

Auf der Empore war das große Buffet von Herz & Niere zu finden – hier konnten die Gäste von beiden Seiten anstehen und sich überwiegend auf Fleischgerichte freuen. Es gab allerhand vom Grill – leider nicht vom echten, sondern von der metallenen Platte, aber dennoch mit einigem an Röstaromen – Kompliment dafür. Zur Auswahl standen Schwein, Rind, Kalb und Pute in einwandfreier Qualität und auf den Punkt gegart. Es gab Rinder-, als auch Geflügelleber – auch wenn dies heutzutage aus der Mode gekommen ist – ganz nach dem Motto das vom geschlachteten Tier alles verarbeitet werden kann und soll. Die Leber war sowohl von der Zubereitung als auch vom Eigengeschmack bemerkenswert gut.

Darüber hinaus gab es auch Klassiker wie einen Rindersaftgulasch, Kalbsragout, Rinderrouladen, Königsberger Klopse vom Kalb, Hühnereintopf und ein hervorragendes Hühnerherzragout. Alles von hervorragendem Geschmack, nichts zerkocht und alles ausgewogen gewürzt ohne die unterschiedlichen Fleischsorten deren natürliche Aromen zu nehmen. Mein persönliches Highlight waren die Rinderbäckchen – eine derart zarte Konsistenz ohne, dass diese zerfallen zeugt von meisterlichem Können!

Als Beilagen gab es unter anderem Reis, Linsen, Amaranth Soufflee, Schwarzwurzel, Blumenkohl und Ofenkartoffeln sowie Spinatlasagne. Den Abschluss machten eine Mousse au Chocolat mit Haselnüssen und Kirsche, eine leckerer Aprikosenstreusel sowie kleine Stücken vom Quarktörtchen mit Rosinen (auffällig gute & knackige Qualität) und Apfel.

Während der gesamten Veranstaltung wurden an den Theken Bio Weine, Biere und Limonaden gereicht – besonders lecker waren dabei aus meiner Sicht die BIO-Zisch von Voelkel – dieser Sponsor hat sich sehr ins Zeug gelegt die Vielfalt seiner leckeren Produkte aufzuzeigen. Aber natürlich haben auch Lammsbräu, Riedenburger, Schleicher und die Rheinsberger PreussenQuelle gezeigt was sie im Portfolio haben.

Auf dem Empfang gab es im Übrigen auch einen kleinen aber feinen Stand der BioManufaktur Havelland. Hier wurden die verschiedensten Wurstwaren zur Verkostung angeboten – leider hatte ich kaum noch Platz dafür. Ich hoffe ich werde zukünftig dazu kommen mir ein ordentliches Bild von der Produktpalette dieses Unternehmens machen zu können. Alles was dort aufgetischt wurde, aber auch die tolle Webseite waren mehr als verheißungsvoll – schauen wir mal.

Im Anschluss an das Essen habe ich mir beim kleinen Stand von KoaWach noch einen Dschungelkakao gegönnt – komischerweise fiel meine Wahl dabei genau auf das eine Produkt ohne Guarana – was allerdings dem Zufall geschuldet war. Ich bekam meinen Kakao auf Basis von Mandelmilch und muss sagen, das war eine wirklich leckere Angelegenheit.

Tja, und weil der Kakao ohne Guarana und Koffein war, musste ich gleich gegenüber bei Ökotopia natürlich noch einen ordentlichen Fairtrade Cappuccino nehmen. Was soll ich sagen, der Cappuccino war nicht nur mit viel Liebe gemacht – er überzeugte zudem auf ganzer Linie. Es ist schon eine Weile her, dass ich so einen cremigen und wohlschmeckenden Cappuccino genießen durfte – mein Kompliment dafür.

Die Atmosphäre des gesamten Events war super entspannt, die Gäste waren durchweg nett, offen und so ganz anders als das Bild vom typischen Kunden des Bioladens, dass ich zuvor im Kopf hatte.

Hiernach ging es dann aber nach Hause, denn es war mittlerweile fast 22:00 Uhr geworden und Zeit das Erlebte für Euch zusammenzufassen.

Zu guter Letzt geht ein großer Dank für diesen wundervollen Abend an den BÖLW und natürlich an all die Unternehmen – Produzenten wie Handel – die den Bio-Empfang mit ihrem Sponsoring so erst möglich gemacht haben!

Ich hoffe wir sehen uns auf der BIOFACH in Nürnberg.

Eröffnungsveranstaltung

Beim City Cube – Halle B handelt es sich um einen idealen Veranstaltungsort für die Anzahl von Teilnehmern die im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der Internationalen Grünen Woche 2020 erwartet wurden.

Eine wirklich sehr ansprechende, moderne und vor allem riesige Event-Location in der, neben der großen Hauptbühne drei Leinwände „aufgespannt“ waren, die Ihres gleichen suchten. So war für alle Teile der Veranstaltung sichergestellt, dass auch in der letzten Reihe ein jeder sehen konnte was sich auf der Bühne tut.

Zusätzlich erhielt jeder Gast ein Set aus Kopfhörer und Empfangsbedienteil, mit dem es ihr/ihm möglich war alle Sprachbeiträge simultan in Englisch, Kroatisch, Französisch, Russisch und mehr übersetzt zu bekommen – ein grandioser Service finde ich – aber es ist ja eben auch eine internationale Veranstaltung mit sehr langer Tradition.

Nach den Einleitenden Worten von Dr. Christian Göke (Messe Berlin), sprachen Dr. Wolfgang Ingold für die Ernährungsindustrie und für den Deutschen Bauernverband Joachim Rukwied. Für die EU folgte der Kommissar Janusz Wojciechowski mit einer erfrischenden Rede, danach der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt, sowie der Kroatische Ministerpräsidenten Andrej Plenkovic. Zu guter Letzt gab es seitens der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft die eigentlichen Eröffnungsworte zur Messe.

Zwischendurch und am Ende der Eröffnung wurden die mehr als 3.600 Gäste kroatisch folkloristisch bis elektronisch modern mit Musik und Videotechnik unterhalten. Hierbei wirkten neben vielen nicht genannten Protagonisten die bekannte kroatische Sängerin & Schauspielerin Renata Sabljak und der Star Tenor Dani Stipanicev mit.

Am Ende des Events zogen die Ehrengäste dann in die Halle des diesjährigen Partnerlandes um sich mit allerhand Köstlichkeiten aus Kroatien verwöhnen zu lassen.

Auf Grund der großen Anzahl an Menschen die den Weg zum Kroatischen Empfang suchten, entschied ich mich aber ab hier dafür den traditionellen Blumenhallenempfang zu besuchen.

Initiative Tierwohl

Der Presseansprechpartner der Initiative Tierwohl – Dr. Patrick Klein – war so freundlich mir einen Einblick in dieses wichtige und für mich neue Thema zu geben, danke dafür.

Tierwohl sollte uns alle angehen, denn ein jeder Fleisch-Konsument sollte Wert darauflegen, dass die Nutztiere die er später als Kotelett, Geflügelgulasch oder auch Salami auf seinem Teller wiederfindet mit Respekt behandelt wurden. Nur eine artgerechte und gesunde Aufzucht kann uns einen hochwertigen und schmackhaften Braten auf den Teller zaubern.

Die Initiative Tierwohl hat sich bis dato aus einem Fonds-Model von Gebern aus dem Lebensmitteleinzelhandel finanziert – dies wird sich laut Pressetermin zukünftig ändern (Mehr zur Finanzierung findet sich sicher bald auf dem Webauftritt der Initiative).

Eines der Ziele der Initiative ist es, das jeder Endverbraucher im Supermarkt durch das Tierwohl-Label auf der Verpackung sicher sein kann, dass die Nutztiere unter tiergerechten Standards gehalten und aufgezogen wurden. Um dies zu ermöglichen erhalten alle teilnehmenden Nutztierproduzenten & Mäster pro Kilo Fleisch aus Tierwohl gerechter Aufzucht Mittel, die es erleichtern sollen alle Vorgaben und Kriterien zu erfüllen.

Hierdurch werden deutliche Aufschläge auf den Endverbraucherpreis vermieden und Kunden können sich somit beim Einkauf leichter für Tierwohl gerechtes Fleisch entscheiden, da es kaum teurer ist. Dies unterstützt wiederum die gesamte Kette des unter Beachtung des Tierwohls erzeugten und vertriebenen Nutztierfleisches und perspektivisch wächst hierdurch dann auch dessen Anteil in den Regalen unserer Supermärkte.

Der von der Initiative erarbeitete Kriterienkatalog gilt aktuell für Schweine & Geflügel und schreibt allen teilnehmenden Produktionsbetrieben vor, in welchen Standards die Nutztiere zu halten sind. Dies betrifft beispielsweise den Platz, den ein jedes Tier während der Aufzucht zur Verfügung hat, den Umstand das die Tiere natürliches Tageslicht erhalten müssen oder aber auch welches Klima in den Ställen herrschen muss. Mehr Details zu den Kriterien finden sich im Webauftritt der Initiative Tierwohl unter Kriterienbeschreibungen.

Die teilnehmenden Betriebe werden jährlich zweimal hinsichtlich der Einhaltung der Tierwohl-Kriterien überprüft – einmal mit und einmal ohne Ansage. Wurde gegen die Kriterien verstoßen müssen auch vorab erhaltene Gelder an die Initiative zurückerstattet werden. Soweit berichtet sind derartige Fälle jedoch eher die Ausnahme, denn das Model setzt auf Einsicht aus Verantwortung und belohnt schließlich Tierwohl gerechte Aufzucht & Haltung durch zusätzlich zur Verfügung gestellte Mittel – somit eine Win/Win/Win Situation für Nutztierproduzenten, Handel und Endverbraucher.

Aus Sicht der BIO Produzenten geht sicher noch deutlich mehr, aber das kann nur funktionieren, wenn Endverbraucher auch bereit und in der Lage sind deutlich mehr für Fleisch und Geflügel zu zahlen. Wenn durch die Initiative Tierwohl sukzessive erreicht werden kann, dass zukünftig der kleinste gemeinsame Nenner der Fleisch- und Geflügelwirtschaft Tierwohl gerechte Aufzucht ist, sollten die Regale in unseren Supermärkten bald auch kein Fleisch mehr in den Theken haben, was unter zweifelhaften Aufzuchtbedingungen erzeugt wurde. Also auch wenn noch mehr ginge, ist dies bereits ein positiver Schritt in die richtige Richtung. Dies führt vor allem auch zu mehr Eigenverantwortung und neuen Einsichten bei allen Beteiligten und erzielt auf Grund der Vorgehensweise auch eine hohe Durchdringung in allen Bereichen – von der Produktion über den Handel bis hin in die verarbeitenden Betriebe.

Internationale Grüne Woche Berlin

Die Internationale Grüne Woche lädt wie in jedem Jahr, auch 2020 Berlin wieder nach Berlin ein. In diesem Jahr ist Kroatien Partner dieser seit 1926 weltweit bekannten und etablierten Veranstaltung im Herzen der Hauptstadt. Zum 85. Mal findet diese Veranstaltung nun statt und hat in diesem Jahr um die 1800 Aussteller aus 72 Ländern zu bieten.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung der Messe nutzten einige Organisationen und Aussteller im Rahmen kleiner Veranstaltungen die Chance Fachbesucher und Presse zu informieren und Appetit auf mehr zu machen.

Eine Veranstaltung die ich vorab besuchte war das Pressefrühstück der Initiative Tierwohl – eine Initiative die sich bereits vor fünf Jahren zum Ziel gesetzt hat, die Nutztierhaltung im Sinne des Tierwohls zu verbessern. Für mich ein neues Thema, auch wenn ich beim Einkauf von Fleisch bereits seit vielen Jahren darauf achte, dass dieses aus artgerechter Produktion stammt. Ich habe für Euch hierzu einen kleinen Beitrag verfasst, der – so hoffe ich – erklärt was es mit der Initiative und dem zugehörigen Label auf sich hat.

Am Abend war es dann soweit – die große Eröffnungsveranstaltung der Internationalen Grünen Woche fand auf dem Gelände der Messe Berlin, im City Cube – Halle B statt. Von der Räumlichkeit her ein sehr beeindruckender Event – man hatte sich sehr viel Mühe gegeben, technisch sicher zu stellen, dass ein jeder Gast sowohl optisch, als auch akustisch dem Geschehen auf der Bühne folgen konnte.

Um dem Trubel und Menschenmassen zu entgehen, beschloss ich nach der Eröffnungsfeier nicht zum Kroatischen Empfang zugehen, sondern den traditionellen Blumenhallenempfang in Halle 9 zu besuchen. Besonders angenehm war daran, dass man hier wirklich durchatmen konnte – zum einen verteilten sich die Gäste in der recht großen Halle sehr gut, zum anderen trug die umfangreiche Bepflanzung zu einem angenehmen Klima bei.

Am 17. Januar folgte dann natürlich noch ein weiteres Highlight – der Bio-Empfang des Bunds Ökologischer Lebensmittelwirtschaft, kurz BÖLW. Hierbei handelt es sich um den in Berlin ansässigen Spitzenverband der landwirtschaftlichen Erzeuger, Verarbeiter und Händler ökologischer Lebensmittel. Die Veranstaltung hat einen magischen Leumund und dies zu Recht – auch hier habe ich Euch einen kleinen Beitrag mit ein paar Bildern verfasst, damit Ihr Euch einen Eindruck von dem Event machen könnt.

Nun haben wir schon Samstag den 18. Januar und die IGW ist in vollem Gange. Ich habe jetzt erst einmal keine weiteren Events, die ich vorhabe auf der Messe anzusteuern. Sobald sich meine Füße von den teils längeren Wegen über das Messegelände und durch die Hallen erholt haben, werde ich das Angebot der Messe Berlin wahrnehmen und ein paar der vorgeschlagenen Touren absolvieren.

Je nachdem was ich auf der IGW noch erleben werde, entscheide ich ob noch der eine oder andere Beitrag zur diesjährigen Messe dazu kommt. Solltet Ihr hierzu spezielle Vorschläge haben, schreibt mich gerne an.

Soweit von mir – habt viel Spaß beim Besuch der Grünen Woche, auf bald.

 

FRUIT LOGISTICA Berlin

Die FRUIT LOGISTICA in Berlin wird jedes Jahr aufs Neue zu einer fruchtigen Angelegenheit.

Auf der FRUIT LOGISTICA dreht es sich um Obst, Gemüse, Transport-Logistik & Innovatives. Es gibt eine schier unendliche Vielfalt an heimischen & tropischen Früchten und die wenigen Tage, die diese Messe ihre Tore öffnet, reichen oft kaum aus um alle Köstlichkeiten probiert zu haben.

Da die Messe stets im Frühjahr stattfindet, bietet sich bereits in den kälteren Monaten des Jahres die Gelegenheit “Sonne” zu tanken – auch wenn dies meist “nur” kulinarisch zu verstehen ist.

Jedes Jahr stellen die Produzenten auf dieser beliebten Messe neue Kreuzungen vor, die die Besucher staunen lassen. Sei es wie 2018 beispielsweise eine Avocado ohne Kern oder die chinesischen Birnen, bei denen mittlerweile durch Züchtung Früchte verfügbar sind die an die 800g auf die Waage bringen und dennoch lecker sind.

Der Aufwand den die Aussteller treiben um ihre Produkte anzupreisen ist beeindruckend. Es gab bereits eine Vielzahl an Aktivitäten rund um das Business, angefangen von Fruit Carving Kursen, über die Wahl zur “Frucht des Jahres“ bis hin zum beliebten Innovationspreis.

Auch viele Fachbesucher aus Übersee und Asien schätzen die Berliner Ausgabe der FRUIT LOGISTICA – vieles was hier in Sachen Transport, Logistik & Verpackung vorgestellt wird finden wir Verbraucher bald im Supermarkt um die Ecke wieder.

Besonders beeindruckend ist das die Veranstalter zum Messe-Ende stets dafür sorgen, dass so gut wie keine Lebensmittel weggeschmissen werden – die Berliner Tafel und einige andere Organisationen haben nach der FRUIT LOGISTICA stets allerhand vitaminreiches im Angebot.

Jedem der sich für Früchte, Gemüse und die “Große weite Welt“ interessiert, kann ich nur raten, hier mindestens einmal zu Gast zu sein. Als kleinen Anreiz habe ich für Euch ein paar Beiträge verfasst und dabei natürlich wieder “ein bis zwei” Fotos geschossen.

Viel Spaß beim Lesen.

FRUIT LOGISTICA 2018 Berlin

Die Vorfreude zur FRUIT LOGISTICA 2018 war groß und die Messe überzeugte, wie bereits im letzten Jahr, auf ganzer Linie. Insbesondere bei den winterlichen Temperaturen in Deutschland hob die Vielfalt an exotischen & sonnengereiften Früchten die Stimmung und die Messe ließ flugs die winterlichen Außentemperaturen vergessen.

Auch in diesem Jahr war wieder allerhand Interessantes zu bestaunen. Angefangen mit dem schwarzen Knoblauch der mittlerweile in aller Munde ist, über herzförmige Gurken & lila Rosenkohl bis hin zu innovativen Kokos-Chips aus Thailand.

Hier ein paar Impressionen der diesjährigen Messe.

Der FRUIT LOGISTICA 2018 Innovation Award – Nominierungen

Die für den diesjährigen FRUIT LOGISTICA Innovationspreises nominierten Kandidaten warteten mit pfiffigen Lösungen auf. Die Palette reichte von biologischer Schädlingsbekämpfung für den Hausgebrauch, über Verpackungen mit einer bemerkenswerten Öko-Bilanz bis hin zu Gaumenfreuden aus dem fernen Asien.

Nominiert war die dunkelbraune Marmande Tomate von Adora – ein echter Genuss. Da diese Tomate eine äußerst robuste Haut hat kann man sie bedenkenlos – fast wie einen Apfel – in der Tasche transportieren ohne Gefahr zu laufen das sie kaputt geht. Dieses besondere Merkmal gefiel jedoch nicht jedem, es gab durchaus „Verkoster“ die sich gerade an der festen Haut störten. Der Geschmack dieser Tomate besticht mit seiner Ausgewogenheit an Säure und Süße die dennoch genug Platz für ein einzigartiges Aroma lässt. Zudem ist diese Tomate ein echter Eye-Catcher und für Gerichte wie z.B. einen echten Salade Niçoise mehr als geeignet.

Nominiert wurde auch die Kellermeister Manns GmbH mit einer Technologie die geeignete Früchte, wie beispielsweise Äpfel, direkt mit einem Branding versehen kann. Im Messe-Showcase wurden hierbei Äpfel unterschiedlicher Farbe zur LOGO Fruit. Sicher ein sympathischer Werbeträger, wenn sich zukünftig auch nicht standardisierte Bio-Sorten mit natürlichen Farbdrucken bedrucken lassen.

Eine weitere Innovation – der Malver – kommt aus Italien. Eine Maschine die in der Lage ist nahezu an die fünfzig Mangos gleichzeitig zu entsteinen und zu halbieren, wobei wohl auch weiche Früchte schadlos verarbeitet werden können. Sicher eine sinnvolle Investition, wenn es mal ein paar Früchte mehr sein sollen, sprich für mittelständische Hersteller von Mango-Sorbet beispielsweise.

Die niederländische Firma East4Fresh, zeigte eine Innovative Variante der Wasabi-Aufbereitung für den Hausgebrauch.  Es handelte sich hierbei im eine Wasabi-Box, einen kleinen Holzbehälter der neben einer Edelstahl-Reibe eine frische Wasabi “Knolle“ enthielt. Dies nette Geschenkidee gibt es wohl auch bereits im Handel. Geschmacklich konnte uns der selbstgemachte Wasabi jedoch nicht überzeugen.

Das belgische Unternehmen Greenyard zeigte ihre “The Alberts Smoothie Station“. Der vorgestellte Automat konnten auf Basis tiefgekühlter Früchte- und Gemüsesorten natürliche Smoothies zubereiten. Gerade in Zeiten wo der Anteil gesundheitsbewusster Mitarbeiter in vielen Firmen “explodiert“ sicher eine feine Sache für innerbetriebliche Kantinen. Hierbei ist es möglich aus den verschiedenen „Ladungen“ nach eigenem Belieben zu mischen – was wohl auch mit Unterstützung einer App möglich ist.

Nominiert war auch das Unternehmen H2Hybrid. H2Hybrid stellte ihr modulares Bewässerungssystem auf Basis von sauerstoffangereichertem Wasser – hiermit solle es möglich sein, den Wasserbedarf beim Pflanzenwachstum um bis zu 80% zu verringern – vor. Sicher eine lohnenswerte Vorgehensweise, wenn man bedenkt wie wasserintensiv der Anbau vieler Pflanzen – z.B. im Fall von Salaten – heutzutage ist.

Die Firma Koppert präsentierte einen überarbeiteten Ansatz biologischer Schädlingskontrolle. Koppert Biological Systems stellt hierfür unterschiedliche Nutzorganismen bereit. Von Parasiten wie Schlupfwespen & -Fliegen, über Pilze & Bakterien, bis hin zu Raubmilben, Raubwanzen, Raubkäfer u.v.m.. Für nahezu jeden Anwendungsfall vom häuslichen Garten bis zum Großanbau kommen diese effizienten biologischen Helfer zum Einsatz.

Die Firma Croptimal stellte im Rahmen ihrer Nominierung für den Innovation Award ihr neues mobiles Analyse System vor. Mit diesen Labor-Units können Boden, Wasser und Planzengewebe direkt auf dem Feld untersucht werden – was vormals bis zu einer Woche dauerte kann nun direkt vor Ort in wenigen Minuten geschehen. Die Geräte sollen einfach zu bedienen sein und greifen über die Cloud auf Daten zu die, die aus den vor Ort Test ermittelten Ergebnisse bewerten helfen.

Mit ihrem Graspapier war zudem die Papierfabrik Scheufelen nominiert und hat unserer Meinung nach einen großen Wurf gelandet. Diese Technologie ist eine Glanzleistung und dies nicht nur auf Grund der hervorragenden Eigenschaften des Produktes an sich. Bei der Herstellung dieser Papiervariante kommen keine Chemikalien zum Einsatz, denn es handelt sich durchweg um einen mechanischen Produktionsprozess. Der Grundstoff braucht – anders als Bäume – nur Monate zum Wachsen und ist biologisch und daher für Lebensmittelverpackungen mehr als geeignet. Die Erzeugung verbraucht deutlich weniger Strom als jede andere Papierherstellung und zu guter Letzt, das aus unserer Sicht unschlagbare Kriterium in dieser Branche – Graspapier braucht in der Produktion lediglich einen Liter Wasser pro Tonne Papier – beim herkömmlichen Fertigungsverfahren auf Holz Basis sind es bis zu 6000 Liter pro Tonne…was für ein Quantensprung, Respekt!

Nun aber, last but not least…and the winner is POOK Coconut Chips!

Wenn ein Unternehmen mit dem Herzen dabei ist, dann merkt man dies auch dem Produkten an – bei POOKS Toasted Coconut Chips ist es genau so. Hier arbeitet eine ganze Familie, generationsübergreifend und voller Enthusiasmus seit Langem an einer gesunden Innovation für alle Chips-Lover und Couch-Potatos und siehe da, es wird belohnt.

Es ist schön zu sehen, das mit dem diesjährigen Innovation Award direkt die Menschen gewürdigt werden konnten, die alles gegeben haben ein Produkt zu entwickeln und es „auf die Straße“ zu bringen. Kein abstrakter Konzern, keine Design-Labs, ganz klare Strukturen und ein transparentes Produkt hinter und für das sehr symphytische Menschen stehen. Dieses deutsch / thailändische Projekt hat alle überzeugt und verdient es bald in jedem Chips Regal vertreten zu sein.

Unsere Gratulation und Empfehlung für POOKS Toasted Coconut Chips -TASTE IT!

Weinmesse Berlin

Auf Einladung des Aachener Weinhändlers Aix Vinum hin, hatten wir Gelegenheit uns die Weinmesse Berlin einmal genauer anzuschauen. Eine Messe ganz nach unserem Gusto – im Gegenteil zu manch anderen Messen heutzutage, wurden uns hier allerhand Möglichkeiten angeboten eigene kulinarische Erfahrungen zu sammeln, ohne gleich Gebinde weise Weine ordern zu müssen – was unserer Meinung nach auch das angemessene Credo einer Endverbraucher-Messe sein sollte.

Das Eingangsszenario erinnerte ein wenig an den Start des New York Marathon – die Menge versammelte sich gegenüber des Mercure Hotels, vor den großen Stahltoren des Messegeländes und blickte erwartungsvoll dem Startschuss entgegen.

Als dieser fiel hielten wir uns etwas zurück, um dem Gedränge der Besucher zu entgehen die – wie auf jeder Messe – gerne immer die ersten sein wollen. Mit den Jahren lernt man dazu – jede gute Messe ist wie ein gutes Buffet – es wird stets nachgelegt – denn nichts ist schädlicher für die Wahrnehmung als unangebrachter Stress.

Als sich der erste Pfropfen von Besuchern etwas verlaufen hatte betraten wir den Eingangsbereich der Messe und statteten uns sogleich mit ein paar Weingläsern auf Pfandbasis aus. Bereits hier stiegen uns ein paar interessante Noten kulinarischer „Weinbegleiter“ in die Nase. Es gab neben den verschiedensten Käsesorten allerhand Backwerk und auch Deftiges zu verkosten. Unser Fokus lag jedoch diesmal auf den flüssigen Erzeugnissen, um die es ja bei einer Weinmesse auch gehen soll.

Die Messestände waren sehr zahlreich und erstreckten sich über mehrere Hallen. Es machte den Eindruck als ob ein jeder Winzer des Landes und darüber hinaus hier vertreten sei. Wir hatten uns zuvor aus dem handlichen Messeführer natürlich ein paar Anlaufstellen herausgesucht, und steuerten als erstes zum Weingut Laumersheim. Hier sollte es etwas Neues und ganz Feines geben – den edel süßen „Pälzer Scherry“ – schon der phantasievolle Name weckte unser Interesse. Was soll ich sagen, eisgekühlt ein wirklich einmaliger Tropfen denn nicht jeder sein Eigen nennen kann. Die Flasche hatte mit ihren 0,375l genau das Maß, welches die Wahrscheinlichkeit von Kopfschmerzen am Folgetag im Zaume halten soll, sollte man das Fläschchen dann doch ad hoc leeren sollte.

Hiernach durchschritten wir die heiligen Hallen der Weine und ließen uns von weiteren Deutschen aber auch Ungarischem & Chilenischen Weinen inspirieren. Die Aussteller nahmen sich stets die Zeit beim Ausschenken nicht nur Verkaufsgespräche zu führen, sondern auch Details zu ihren Trauben, den jeweiligen Anbaugebieten und dem Keltern zum Besten zu geben.

Im Anschluss an unseren Rundgang pilgerten wir zu Aix Vinum – die Chance die gesamte Bandbreite der australischen Molly Dooker Familie verkosten zu dürfen war zu verheißungsvoll. Schließlich sind sämtliche Shiraz Weine dieses Weingutes weltweit auf den höchsten Rängen der Bewertungslisten zu finden. Der 2012 Carnival of Love war im Jahr 2014 nach Parker der zweitbeste Wein der Welt…und den ersten Platz machte ein Port, was diesen Australier für uns persönlich zum Besten „echten“ Wein dieses Jahrgangs macht.

Es war ein fantastisches Erlebnis am Stand von Aix Vinum den gehaltvollen und fruchtigen Weinen wie den Boxer, den Carnival of Love oder auch den Blue Eyed Boy zu verkosten. Hierbei versorgte uns Niklas Kudlek von Aix Vinum mit allen Details der jeweiligen Weine und hatte zu jedem Jahrgang natürlich noch eine passende Geschichte parat – man merkt, dass der Mann in Aachen regelmäßig ordentliche Weinseminare veranstaltet. Seitens des Generalimporteurs von Mollydooker Weinen in Deutschland hatten wir das natürlich auch erwartet. Es dauerte geraume Zeit bis wir uns von den reinen dunklen Trauben trennen konnten. Dann haben wir noch schnell für zu Hause einen 2012 Blue Eyed Boy gekauft und gerade noch genug Zeit gehabt, die zum Abschluss geplanten Köstlichkeiten, nämlich leckere Portweine zu probieren.

Sogevinus Fine Wines hatte als bester Produzent von Portweinen ein Angebot der Golden League 2016 auf dem Tresen stehen. Hier gab es die verschiedensten Jahrgänge Burmester und einiges an Kopke zu bestaunen. Wenn man zum Finale derart süße und hochprozentige Portweine verkostet, ist es in jedem Falle angeraten sich vorab darüber im Klaren zu sein, was dies ggf. für den „Schädel“ am nächsten Tag bedeuten könnte – ganz abgesehen von der nötigen Heimkehr-Strategie – bei den Qualitäten gab es aber keinerlei Probleme.

Was soll ich sagen es war ein äußerst gelungener Abschluss, das nächste Taxi war unseres und wir hatten uns mit dem Kopke 10 & L.B.V. 2012 noch zwei gute Flaschen sichern können.

Unser Fazit, die Weinmesse Berlin hat sich in jedem Falle gelohnt. Wir haben viel Neues, aber auch Bekanntes gesehen und genossen. Diese Messe könne wir guten Gewissens jedem empfehlen der einem guten Tropfen gewogen ist. Es war zwar recht voll, jedoch waren alle Besucher die wir trafen sehr aufgeschlossen und beseelt…wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Weinmesse Berlin.

Schlemmerabend die Dritte

Es ist der 20. September 2017 und wieder einmal Schlemmerabend bei Struve. Ein weiteres Jahr ist vergangen und die Vorfreude war bereits groß – was soll ich sagen das Warten wurde wie immer belohnt.

Gottlob hatte ich bereits einige Minuten vor dem Einlass die Möglichkeit noch schnell ein paar Schnappschüsse der, wie jedes Jahr, liebevoll gestalteten Schlemmer-Buffets zu knipsen.

Der Ansturm war diesmal immens und ein jeder der noch ein Ticket für den Schlemmerabend ergattert hatte, konnte sich glücklich schätzen bei diesem kulinarischen Highlight dabei zu sein.

Das Struve-Team war wie immer hoch motiviert und trotz bereits absolvierter Tag-Schicht voller Vorfreude zwei ausgelassene Stunden gemeinsam mit Ihren Kunden zu verbringen.

Gleich am Eingang gab es fantastisches Sushi – diesmal unter dem Motto „Wiesn-Sushi“ – mit sehr viel Liebe zum Detail und einer großen Portion Professionalität, hatten die Damen und Herren des hauseigenen “Sushi-Produzenten“ ein geschmackliches Feuerwerk fabriziert.

Gleich gegenüber konnte der Fleischliebhaber sich mit einem erwähnenswert leckeren Schweinebraten auf Krautsalat verwöhnen lassen.

Es waren wieder viele kleine Stände verschiedenster Hersteller aufgebaut worden. Hier konnte man von den unterschiedlichsten Horsd’œuvre, über Pizza-Ecken, Lachs & Garnelen, Raclette vom Blauschimmelkäse bis hin zu Gebäck und Keksen viel Neues, aber auch Bekanntes probieren.

Natürlich gab es neben verschiedenen Rum-Sorten auch wieder einiges an Weinen und auch Craft-Bieren sowie Pale Ale zu verkosten.

Besonders erwähnen möchte ich noch die Damen und Herren der Fleisch & Wurst-Theke. Es ist schon erstaunlich wie viele kleine Gaumenfreuden hier auch in diesem Jahr wieder gezaubert wurden – ganz bodenständig – und trotz allem ganz besonders.

Ach ja, und auch die Damen die – wie jedes Jahr – im Bereich der Kühltruhen Garnelen für die Besucher zaubern – großes Kompliment für den gelungenen Service trotz des großen Ansturmes – und dann auch noch so lecker!

Alles in allem mal wieder eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank an die Struve Familie und die vielen fleißigen Mitarbeiter ohne die ein solcher Event gar nicht machbar wäre.

Hier einige Bilder zum diesjährigem Schlemmerabend, welche sicher Lust darauf machen beim nächsten Mal selbst dabei zu sein.

Am 11.10.2017 findet der Schlemmerabend in Rahlstedt (20:00 – 22:00 Uhr) und am 08.11.2017 in Eidelstedt (20:00 – 23:00 Uhr) statt!

Ein weiterer toller Serien-Event ist Struves Music & the City (immer von 20:00 – 23:00 Uhr) am Hummerstand im Hanse Viertel (Große Bleichen / Poststraße 33, 20354 Hamburg). Dort legt jeweils einen DJ auf und es wird ausdrücklich zum Tanz geladen.

Bisher bekannte Termine: 05.10.2017, 02.11.2017, 07.12.2017, 14.12.2017, 04.01.2018, 01.02.2018, 01.03.2018, 29.03.2018, 05.04.2018 und der 03.05.2018.

Übrigens, am Hummerstand gibt es freies WLAN & die Location kann auch für die eigene Party angemietet werden – vielleicht auch mal eine chillige Option für den nächsten Geburtstag.

Einfach mal Online bei EDEKA Struve vorbeischauen – dort gibt es dann noch mehr Details.

FRUIT LOGISTICA 2017 Berlin

Auf die freundliche Einladung der Messe Berlin hin, hatte ich in diesem Jahr erstmalig Gelegenheit mich der FRUIT LOGISTICA zu widmen. Eine Messe ganz nach meinem Geschmack – im Gegenteil zu manch anderer Food-Messe nicht zu überlaufen und zudem allerhand optische und kulinarische Höhepunkte.

In diesem Jahr waren wieder weit über 70.000 Besucher vor Ort, die sich gefühlt jedoch gut über die drei Tage verteilten – der Großteil der Besucher kam aus dem Ausland und so konnte man sein Englisch, sein Französisch, sein Spanisch aber auch viele andere Sprachen dort auf den Prüfstand stellen.

Es waren tausende von Aussteller, darunter nahezu alle südeuropäischen Länder, alle lateinamerikanischen sowie asiatischen Anbieter durchweg mit fantastisch gestalteten Ständen vertreten – ich gehe davon aus das jeder Kontinent dabei war. Für die Messe Berlin sicher eine der interessanteren Veranstaltungen, in jedem Falle aber auch eine gewaltige Herausforderung – die aus meiner Sicht bravourös bestanden wurde.

Zur Einstimmung hatte die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) unter anderem den Presse-Besuchern zwei Charts zur Verfügung gestellt (Quelle: AMI-Analyse auf Basis des GfK Haushaltspanels), die das deutsche Verhältnis an Einkaufsmengen für Frischobst und Gemüse wiedergeben. Hieraus geht hervor das Äpfel & Bananen an der “Fruchtfront“ noch immer die unangefochtenen Spitzenreiter sind.

Beim Gemüse lesen sich die ersten sechs (Tomaten, Möhren, Zwiebeln, Salatgurken, Paprika & Eisbergsalat) wie die Zutaten-Liste eines guten Salates – und daraus wird dieses Ranking letztendlich wohl auch hervorgehen. Interessant wäre welchen Platz hier Schafskäse & Thunfisch eingenommen hätten, wobei diese beiden Kandidaten ja nicht unbedingt dem Gemüse hinzugezählt werden dürfen…

Bei einem derart umfangreichen Angebot an die Fachbesucher wie in diesem Jahr, war es für den einen oder anderen unumgänglich Prioritäten zu setzten. Neben vielen interessanten Konferenzen & Workshops blieb oft nicht die Zeit sich jeder der einzigartigen Hallen des Messegeländes ausreichend zu widmen.

So konnte auch ich innerhalb der drei Tage leider nicht wirklich alles sehen, erfahren und probieren was es auf der FRUIT LOGISTICA so gab. Daher habe ich mich auf die unterschiedlichen Sorten von Blutorangen – hier hatte ich letztlich erst ein CheckIt released (die Sorten habe ich dem Blutorangen CheckIt  hinzugefügt) –  einige Obst-Neuheiten sowie die liebevolle Ausgestaltung vieler Stände fokussiert.

Die vielen Bilder im Anschluss an diesen Beitrag sollen Euch das Gefühl vermitteln, welches in Gegenwart derart vieler Frische-Produkte zweifelsohne auch Euch erfasst hätte.

Die FRUIT LOGISTICA ist auch im nächsten Jahr ein MUSS für jeden der auf Früchtchen steht.