Archiv der Kategorie: Restaurants

Restaurants

BELGA @Sofitel

Ich habe das BELGA auf Empfehlung eines guten Bangkoker Freundes kurz nach der Eröffnung kennenlernen dürfen. Diese Bar & Brasserie mit belgischem Charme, belgischen Bieren und kulinarischen Highlights der belgischen Küche ist die wahre Adresse zum Wohlfühlen.

Das BELGA ist im 32. Stock des Sofitel Bangkok Sukhumvit zu finden und es besticht schon allein deshalb mit seiner fantastischen Aussicht über die gesamte Innenstadt.

Das gänzlich Besondere am BELGA ist die Atmosphäre – in dem Moment indem man in der 32. Etage den Fahrstuhl verlässt fühlt man sich praktisch zu Hause. Die Gasträume haben das gemütliche – einladende Ambiente eines belgischen Gasthauses und der zugehörige Service ist zudem durchweg warmherzig, stets zuvorkommend und dabei sehr professionell.

Natürlich gibt es hier eine nahezu unüberschaubare Anzahl an leckeren belgischen Bieren – sowohl aus der Flasche, als auch frisch gezapft. Ein besonderes Highlight für Bierliebhaber, das BELGA ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem es das Duvel frisch gezapft gibt – ein wahrhaft erstklassiges und süffiges Bier. Peter Laird Restaurant Manager und unter anderem auch „Master of Beer“ hilft Euch mit seinem Können sicher, das passende Bier für Euch zu finden.

Die Speisenkarte des BELGA ist übersichtlich und steckt dabei voller kulinarischer Leckerbissen – wir haben uns bei der Auswahl von Speisen und Getränken bisher stets in die Hände des Küchenchefs begeben. Nicolas Basset (Chef Nico) – vor einiger Zeit noch Chef im MGallery VIE Hotel Bangkok – ist ein bodenständiger, aber dennoch sehr innovativer Chef. Auch ihm ist es zu verdanken das, das BELGA zu einem derart authentischen Restaurant werden konnte.

Man spürt und schmeckt das Engagement des Chefs und seines Teams – egal was man ordert es ist stets mit Liebe und einem hohen Grad an Können zubereitet. So machen die kleinen kulinarischen Reisen, die wir ab und an unternehmen ganz besonders viel Freude.

Wie auch im klassisch-belgischen Gasthaus ist auch im BELGA Teilen angesagt – alle Speisen sind dazu angelegt am Tisch geteilt zu werden, hierdurch wird das Essen mehr noch zu einem sozialen Event als anderswo. Insbesondere deshalb bietet sich diese Lokalität auch für Firmenveranstaltungen oder idealerweise den Abschluss einer Teambildenden Maßnahme an.

Als Starter hatten wir Muscheln in einer Weißbier-Sahnesauce nebst einem halben Lobster – begleitet von hervorragendem Brot – traumhaft, besonders wenn man einige Zeit in Asien unterwegs ist vermisst man als Europäer gutes Brot besonders. Dazu kam noch einen leckeren Salade Liégeoise mit einer Bier-Vinaigrette sowie ein herzhaftes L’américain – ein traditionelles Rinder-Tartare mit Mayonnaise und knusprigem Baguette.

Darüber hinaus gab es eine hervorragende Mayonnaise die vom Khun Min – ihres Zeichens Maître de Mayonnaise und eine zauberhafte Person – live am Tisch nach unseren Wünschen – in diesem -Fall mit Trüffel – verfeinert wurde. Stilecht wurden hierzu knusprige belgische Pommes Frites, Garnelen- & Käse-Kroketten gereicht.

Im Hauptgang hatten wir ein hervorragend gegrilltes Côte de Boeuf (Rib-Eye am Knochen) von ca. einem Kilo. Das Fleisch war butterzart, außen knusprig und lediglich mit ein wenig groben Salz gewürzt und wurde uns mit einem Töpfchen Sauce béarnaise gereicht – ein Erlebnis für jeden Steak Liebhaber. Dazu nahmen wir Stoemp – ein grober Kartoffelstampf mit Wurzelgemüsen.

Zum Abschluss gibt es im BELGA natürlich auch die echten belgischen Waffeln – wir hatten aber ehrlich gesagt nach dem reichhaltigen Mahl kaum noch Platz dafür……dennoch „mussten“ wir zumindest eine mit Vanilleeis, Crumble und Schokoladensauce probieren – sehr lecker!

Die Preise im BELGA sind im Bangkoker Vergleich mehr als fair – kaum zu glauben, dass man über den Dächern Bangkoks eine derart gehobene und qualitativ hochwertige Küche zu solchen Preisen noch finden kann.

Nach dem Essen lädt der Barbereich mit einem Live-DJ zum Verweilen und chillen ein – hier muss man auf jeden Fall vorbeischauen um den Abend ausklingen zu lassen.

Unter der Leitung von Christian Carminati (F & B-Direktor), Nicolas Basset (Head Chef Nico), Khun Thongpoon Siriying (F & B-Manager), Peter Laird (Belga Manger und Master of Beer & Ceremony) und seiner Assistentin Khun Jay hat das BELGA-Team in Bangkok einen vollkommen neuen Ort zum Wohlfühlen geschaffen.

Eine klare Empfehlung meinerseits für einen Besuch des BELGA – es hat einfach Spaß gemacht und es wird sicher nicht unser letzter Besuch gewesen sein!

Dank an das Team, Ihr macht einen tollen Job und dies mit voller Leidenschaft – das fühlt und schmeckt man!

Surf & Turf Phuket Stadt

Auf der Thailändischen Insel Phuket gibt es zahllose Restaurants – viele davon überleben nach ihrer meist pompösen Eröffnung meist keine komplette Saison. Diejenigen Restaurants die hier länger als zwei Jahre am selben Platz bestehen, können mit Fug und Recht sagen sie haben es geschafft. Einer dieser kulinarischen Tempel mit „Bestandsgarantie“ ist das Surf & Turf in Phuket Stadt.

Wenn es um innovatives Essen und einzigartige Texturen geht ist Chef Tom Köffers vom Surf & Turf eine feste Größe auf Phuket. Es mag viele Chefs geben die in der Lage sind kulinarisch zu überzeugen – Tom Köffers jedoch ist in der Lage dies selbst mit den minimalistischsten Voraussetzungen zu bewerkstelligen.

Die Küche im Surf & Turf ist zwar klein und überschaubar und keinesfalls mit denen anderer Gourmet-Tempel zu vergleichen in denen für jeden Handgriff das entsprechende Tool und jede Menge helfende Hände zur Verfügung stehen.

Umso mehr wird hierdurch jedoch klar, dass es dem innovativen Chef und seinem handwerklichen Können geschuldet ist, das uns derart einzigartige Gerichte auf den Tisch gezaubert werden. Die Fantasie und die Lust Neues auszuprobieren, gepaart mit dem Wissen um die Kombination von Zutaten, Aromen und Texturen macht einen großen Koch aus.

Mehr als einmal habe ich Restaurants in der Bedeutungslosigkeit verschwinden sehen, nachdem das Management der Meinung war ein solcher Chef wäre einfach austauschbar. Es ist immer die Handschrift eines genialen Kochs, die einem Restaurant Leben einhaucht – erst im Anschluss kommen Ambiente und Service zum Zuge.

Wir waren diesmal beim “Chef`s Table -Giving Back Dinner“ und wurden wiederum kulinarisch überrascht. Tom Köffers wollte seinen Gästen etwas zurückgeben und das hat er mit diesem feinen kulinarischen Highlight auch getan – und dies zu einem mehr als fairen Preis – mein Respekt & Dank dafür.

Das Surf & Turf ist ein Platz den ich jedem meiner besten Freunde ans Herz legen würde und bekanntlich tut man dies ja nur mit echten Perlen – diesmal einer kulinarischen.

Für mich steht stets eben dieser kulinarische Moment im Mittelpunkt – es mag viele Restaurants geben die über ein bezauberndes und schickes Ambiente, eine tolle Atmosphäre und vieles mehr verfügen – aber wenn die Speisen nicht überzeugen, oder besser noch überraschen ist all dies nicht wirklich von Bedeutung, selbst wenn die Aussicht atemberaubend sein sollte.

Solltet Ihr also auf Phuket sein lasst es Euch im Surf & Turf (reserviert vorher telefonisch!) schmecken und richtet Tom bitte liebe Grüße von mir aus!

Bei den nachfolgenden Bildern sind neben denen aus dem Surf & Turf auch einige dabei, die aus einem Restaurant-Projekt stammen in der Tom Köffers 2019 federführend war. Ich habe diese hinzugetan, damit Ihr sehen könnt wozu dieser deutsche Chef in der Lage ist.

La Buca

Das La Buca in Berlin Steglitz ist eine echte Intuition – schon in meiner Jugend war ich vor und nach dem Besuch des Pop Inn – damals die einzige Disco in Steglitz – dort, um eine der günstigen und zugleich leckeren Mini-Pizzen zu ergattern.

Das Restaurant ist im Sous Terrain gelegen – nachdem man die wenigen Stufen hinabgestiegen ist befindet man sich gleich vor dem Pizza Ofen und kann so auf die Schnelle etwas zum Mitnehmen ordern. Dieser Pizza Ofen hat schon viele Jahre auf dem Buckel und das macht geschmacklich auch den Unterschied aus – ein neuer Ofen kann niemals mit derart guten Aromen aufwarten.

Zur rechten Hand findet sich der erste von zwei Gasträumen, authentisch und zweckmäßig eingerichtet, so dass nichts vom leckeren italienischen Essen ablenken kann. Bei gutem Wetter verfügt das La Buca zudem noch über einige Tische direkt vor dem Restaurant.

Die Atmosphäre ist einladend und das La Buca ist Teil der Slow Food Ideologie – so wird jeder Besuch zum kulinarischen Genuss ohne Eile, was will man mehr.

Flavio, der Chef und die gute Seele des La Buca, sowie sein Team lassen sich immer wieder neue kulinarische Highlights einfallen – der Blick auf die Tageskarte oder die Nachfrage beim Ober lohnen sich also immer!  Besonders mit kreativen Vor- und Nachspeisen wurden wir über die Jahre oft überrascht.

Besonders zu erwähnen sind im La Buca die leckeren Biere der Brauerei Engel – eine gute Wahl. Wünschen würde ich mir noch das es hier auch das Radler von Engel gäbe – das ist ebenfalls besonders lecker.

Die Webseite des La Buca ist ansprechend – leider aber nicht responsiv, so dass man auf dem Smartphone nur sehr umständlich navigieren kann – hier besteht Handlungsbedarf.

Zu unserem Leidwesen ist das La Buca sonntags geschlossen – aber OK, irgendwann müssen die Mitarbeiter ja auch mal Zeit für sich und ihre Familie haben.

Von mir eine klare Empfehlung zum Besuch des La Buca – hier wird noch italienisch gekocht und Speisen wie Getränke stehen im Mittelpunkt – so wie es sein soll.

Tampopo – oder wie ich meine Liebe zur Nudelsuppe entdeckte

Hallo liebe Leser,

Habt ihr jemals den Film “ Tampopo“ gesehen – bei mir war das der Moment indem ich meine Liebe zur Nudelsuppe entdeckte”. Heute möchte ich Euch erzählen wie es bei mir damit angefangen hat, das ich mich speziell für Nudelsuppen und Straßen-Küchen interessiere und warum ich es liebe meine Erfahrungen mit Euch zu teilen.

Um meine Leidenschaft zu verstehen muss ich etwas ausholen, denn bereits als Kind habe ich mich sehr für Essen interessiert – mit 8 habe ich begonnen selber zu kochen und Gerichte für mich auszuprobieren und weiter zu entwickeln – nicht immer war alles ein geschmacklicher Erfolg, aber ich konnte stets aus meinen Fehlern lernen und es kam einiges an Wissen hinzu – vor allem aber hat es immer Spaß gemacht.

Wo es eine gute Pizza gab oder wo man hingehen sollte um lecker asiatisch zu essen war vor Jahrzehnten ebenso wichtig wie heute, jedoch wurden zu dieser Zeit Restaurant-Tipps nur mündlich oder durch Fachzeitschriften publik. So dauerte es für die Menschen immer deutlich länger bis beispielsweise auffiel, dass sich Bewirtung oder Geschmack des Essens eines bestimmten Restaurants verändert hatten.

Heutzutage habe ich mit foodadvisor.de und Tools wie TripAdvisor, Google Maps, HolidayCheck etc. die richtigen Plattformen zur Verfügung um Rezensionen zeitnah und mit deutlich mehr Reichweite zu platzieren. Besonders die Möglichkeit der Anzeige von Informationen zu großartigen kulinarischen Erlebnisse in der Nähe eines Standortes macht einige dieser Tools einzigartig. Ich habe, wenn ich neue Reiseziele ansteuerte, bereits oft von solch ortsabhängigen Empfehlungen profitiert.

Gebratener Knoblauch gemischt mit knuspriger Schweineschwarte

In den neunziger Jahren habe ich zufällig den japanischen Film Tampopo entdeckt – ab diesem Moment wurde mein Interesse für asiatische Nudelsuppen geweckt. Der Film verfolgt mehrere satirische Handlungsstränge, wobei für mich die in dieser Komödie gestellte Frage – „Was braucht es für ein gute Nudelsuppe“, das Faszinierendste war.

Hier ging es um die einzelnen Zutaten, wie die verschiedenen Nudeln – welches Fleisch sich empfiehlt, die Kochzeiten, die vielfältigen Gewürze, das Gemüse, die frischen Kräuter, die zahlreichen Saucen, die richtige Temperatur – bis hin zu der Frage ob man das Schweinefleisch vor dessen Verzehr denn auch “streicheln“ muss.

Damals war noch nicht die Rede von Texturen – nur das authentische der Suppe stand hier im Mittelpunkt. Um heraus zu bekommen wie ein echter Nudelsuppen-Meister seine Suppe ansetzte, wurde hier auch schon mal vom Nachbar-Geschäft aus durch eine Öffnung in der Wand gelinst, um das Geheimnis seiner Suppe in Erfahrung zu bringen…wenn Ihr die Gelegenheit findet schaut Euch diesen Film unbedingt an, es lohnt sich (https://en.wikipedia.org/wiki/Tampopo).

Seit diesem Moment habe ich selbst unzählige Male die verschiedensten Nudelsuppen gekocht und überall wo mich meine Reisen hingeführt haben probiere ich stets die dort angebotenen Variationen.

Im September 2018 bin ich der Google Localguides Community beigetreten. Seitdem habe ich zusätzlich zu meinem Blog jede Gelegenheit genutzt gute Nudelsuppen-Küchen zu Maps hinzuzufügen.

Ich finde es eine tolle Sache, das ich mit Google Maps die Möglichkeit habe auch ganz kleine, normalerweise nicht leicht auffindbare Orte zu empfehlen (das ist in der Regel bei den meisten Suppenküchen, gerade in Asien der Fall) die Ihr dann im Handumdrehen in Euren Smartphones & Tablets finden könnt.

In meiner öffentlichen Google Maps Liste “ Erik’s Streetkitchen Plus“ habe ich die meisten mir begegneten Highlights in Sachen Nudelsuppen, Straßen-Küchen und kleinen asiatischen Restaurants für Euch auf einen Blick verfügbar gemacht.

Die überwiegende Teil der Straßen-Küchen die ich besucht und über die ich eine Rezension verfasst habe, liegen weit ab von Orten an denen sich Touristen aufhalten – leider gibt es oft nur wenige Einheimische die sich die Mühe machen ihre Meinung und Fotos zu teilen – daher gibt es teilweise auch nur wenige Rezensionen zu einigen von mir “entdeckten Orten“, aber glaubt mir, ich würde mir nicht die Mühe machen einen Ort anzulegen und eine detaillierte Rezension zu verfassen, wenn ich dort nicht wirklich eine besondere kulinarische Erfahrung – speziell zur Nudelsuppe – gemacht hätte die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Es macht mir zudem auch große Freude die Speisen für Euch zu fotografieren – beschreiben kann man vieles, aber ein gutes Foto kann umso mehr Lust darauf machen gerade “diesen Ort“ auch einmal besuchen zu wollen.

Die bisher beste Nudelsuppe habe ich in Thailand gefunden – genauer gesagt in der Ortschaft Chumphuang in Korat.

Die J Nong Straßenküche in Chumphuang

Die J Nong Straßenküche (https://goo.gl/maps/hvyBaLCxxMTCzkf88) ist ein Ort der mitten im Herzen Thailands gelegen ist und wo es eine hervorragende und authentische Nudelsuppe zu probieren gibt.

Hier wird kein English gesprochen und man trifft auch nur sehr selten Ausländer, aber täglich essen hier mehr als hundert Thais ihre Nudelsuppe – in diesem Fall die Kuatiu Nahm (Kuatiu = Reisnudel, Nahm=Wasser).

Diese traditionelle Reisnudel-Suppe, die ihre Wurzeln wohl in China hat und mit den Wanderarbeitern nahezu jedes asiatische Land erreicht hat, wird im J Nong sowohl mit Schweinefleisch, als auch mit Ente angeboten – ich empfehle vor allem die Variante mit Ente zu probieren.

@J Nong: Schwein oder Ente?

Die Suppe selbst wird täglich frisch in einem großen Topf angesetzt und enthält neben frischen Markknochen, eine Vielzahl an Gewürzen, frische Koriander-Wurzeln und vieles mehr – jede Suppenküche hat hier natürlich ihr Geheimrezept. Es bedarf einer Weile bis die Basis fertig ist – jedoch schon in den frühen Morgenstunden sitzen die ersten Einheimischen im J Nong vor ihrer Suppe um in den Tag zu starten.

Eine der freundlichen und versierten “Produktionslinien” von J Nong.

Zu Beginn der Bestellung wählt man die Größe der Suppe aus [laotisch Pizet, bedeutet im Übrigen groß…] danach ob es feine, kleine oder dicke Reisnudeln sein sollen – dann ob man Schwein oder Ente möchte, ob es auch Innereien sein dürfen und ob krosse Schweineschwarte oder chinesische Fleischbällchen dabei sein sollen.

Einige Leute lieben ihr Kuatiu im Nahmtok-Stil – diese Version kommt aus Ayutthaya bei Bangkok und enthält etwas frisches Schweineblut, was die Suppe weicher und etwas süßer macht.

Es ist Zeit für Deine Wahl…

Die finale Würze erhält jede Suppe am Tisch natürlich erst durch Euch – hierfür gibt es stets frisch geröstetes grobes Chili, Zucker, Essigessenz, Fischsauce, Sauce Sriracha, geriebene Erdnuss und manchmal Sambal Oelek und natürlich frische gehackte Frühlingszwiebeln.

Was niemals fehlen darf – natürlich nur für die die es lieben- ist Koriander. Lasst Euch ein paar frisch gehackte Stängel davon in Eure Suppe geben – das gibt aus meiner Sicht den entscheidenden Kick.

Frischer Koriander verdoppelt das Geschmackserlebnis.

Das entscheidende bleibt aber immer die Basis dieser Reisnudelsuppe – wird diese zu schnell und lieblos angesetzt, wird die Suppe Euch kein Lächeln ins Gesicht zaubern!

So, nun genug davon – ich habe vom ganzen Schreiben nun einen so großen Appetit bekommen, dass ich mit der nächsten Schale Kuatiu Nahm nicht mehr warten kann…

Welche ist für Euch?

Guten Appetit!

Ach ja – ich habe vergessen – wenn Ihr J Nong besucht, solltet Ihr unbedingt ein Nahm Katjep (ein Kaltgetränk auf Basis von wilden Hibiskus Blüten) bestellen, Ihr werdet es lieben!

Ein “Muss” bei J Nong – Nahm Katjep!

 

The Grand

Reservierung & Web

Auf Empfehlung hin haben wir uns spontan für den Besuch des Berliner The Grand entschieden. Wir waren gegen Nachmittag auf Location-Suche in Berlin Mitte unterwegs und hatten ad hoc eine telefonische Reservierung vorgenommen. Ein erfrischend freundliches und zuvorkommendes Gegenüber hob ab – Daniela – sie erzählte ein wenig zum The Grand und gab uns sogleich das Gefühl willkommen zu sein.

Das Restaurant öffnet offiziell erst gegen 19:00 Uhr, aber man empfing uns bereits um 18:00 Uhr auf das Herzlichste und überbrückte uns die Zeit mit zwei sowohl optisch als auch geschmacklich eindrucksvollen alkoholfreien Cocktails…aber dazu später ein wenig mehr.

Da das The Grand sehr nahe am Alex gelegen ist, hatten wir mit einer längeren Parkplatzsuche gerechnet – aber weit gefehlt, gleich neben dem Restaurant durften wir uns nach erfolgreicher Befüllung des Parkscheinautomaten glücklich schätzen, fußläufig eine Parkmöglichkeit ergattert zu haben.

Die Webseite vom The Grand ist nett gemacht, könnte aber etwas performanter daherkommen und was die Speisekarten angeht deutlich kürzere Wege bis ans Ziel bieten. Die Seite ist responsiv angelegt und somit auch für Mobile Devices eine feine Angelegenheit – auf dem großen Monitor wirken Schrift und Grafik hingegen stellenweise etwas verloren.

Ambiente

Von außen zeigt sich das Gebäude vom The Grand recht zurückhaltend, lediglich die zwei Eingänge, einer zum Restaurant, der andere zur Bar verraten, das hier eine Restauration untergebracht sein könnte. Dies ist vielleicht dem Denkmalschutz des historischen Schulgebäudes von 1842 geschuldet oder aber nur dem Understatement – in jedem Falle ist dies ansprechender als eine Brauerei gesponserte Leuchtreklame – Dezente Beleuchtungsakzente am linken Eingang nebst einem goldenen Schild verrieten uns, das wir das The Grand gefunden hatten.

Beim The Grand handelt es sich neben Restaurant & Bar um eine Club- & Event-Location. Stilistisch setzt man beim The Grand auf eine Mischung von blankem Mauerwerk, modernen akzentuierten Beleuchtungsszenarien und hochwertigen Clubmöbeln mit Chic. Im Restaurantbereich spielen die Speisen auf den durchweg weißen Tischtüchern die Hauptrolle – hier spürt man noch ein wenig vom Spirit der Ostberliner-Locations nach der Maueröffnung.

Bis zu 240 Gäste können im The Grand Speisen und Feiern, ca. 80 im Restaurant, 60 in der Galerie gleich über dem großen Gastraum sowie an die 100 auf der Terrasse. Zudem bieten die angeschlossene Bar und einige Suiten zusätzliche Kapazitäten für jedwede Events.

Die Visitenkarte

Die Toiletten des The Grand sind sehr stylish, Spotlights beleuchten alles Wichtige – die Stimmung ist in jedem Falle interessant – clubartig – und die stillen Örtchen waren sauber. Olfaktorische Gimmicks könnten hier noch das gewisse Etwas ausmachen.

Service

Als wir das The Grand betraten wurden wir im Eingangsbereich direkt von Daniela in Empfang genommen und sogleich an einem zentral gelegenen Tisch im Restaurantbereich platziert. Das nette Angebot unsere Garderobe abzugeben nahmen wir zwar diesmal nicht wahr – aber die Tatsache an sich empfanden wir als einen angenehmen und vor allem nicht mehr vielerorts anzutreffenden Service.

Man hat uns während unseres gesamten Aufenthaltes jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Dies nahmen wir nicht als aufdringlich oder störend wahr, sondern als stetige und zuvorkommende Begleitung. Vielen Dank für den tollen Service – wir haben ihn durchweg genossen.

Drinks & Bar

Wie eingangs erwähnt hat man uns die Zeit bis zum Essen mit zwei tollen Drinks überbrückt. Diese wurden in der hauseigenen Bar zubereitet und schmeckten interessant & sehr ausgewogen, der eine auf Basis von Passionsfrucht mit Minze, der andere mit Ingwer & Limone. Wir haben selten so nuancenreiche alkoholfreie Cocktails genießen dürfen – die Bar versteht ihr Handwerk und bietet ein angenehmes Ambiente. Die Luft dort ist Erfüllt von dem Duft verschiedener Hölzer und ich meinte beim kurzen Durchstreifen der Räumlichkeit eine Patschulinote wahrgenommen zu haben.

Vorspeisen

Zu Beginn wurde uns Brot gereicht. Hierbei handelte es sich um Scheiben vom Baguette und von einem dunkleren Körnerbrot – beide von bemerkenswerter Qualität – dazu erhielt ein jeder von uns eine kleine Portion wohltemperierter Butter.

Die Vorspeisen waren durchweg erwähnenswert lecker sowie optische High Lights, denen man die Sorgfalt & Professionalität ansah mit der sie zubereitet & angerichtet worden waren.

Ein echter Traum war der gratinierte, äußerst milde Ziegenkäse auf einer Tranche gegrillter Wassermelone, garniert mit frischem Feldsalat versehen mit einem Haselnuss-Karotten-Dressing und Thymianhonig – diese Vorspeise war eine echte Erkenntnis – mein Kompliment. Die Kombination an Texturen war eine große und einmalige Gaumenfreude.

Bei unserer zweiten Vorspeise handelte es sich um den The Grand Caesar Salad, bestehend aus Römersalatherzen, Tomaten-Crostini, Bacon-Croûtons, Parmesan einem wunderbaren Caesars Dressing mit einer Spur Sardelle gesalzen, gereicht mit einem halben Hummer.

Der Salat war sehr frisch und knackig, das Dressing ausgewogen und keinesfalls aufdringlich, der Parmesan beeindruckte und der Hummer war auf den Punkt gegart. Also auch diese Vorspeise war von besonderer Qualität und Handwerkskunst und dabei mit knapp 30 Euro absolut im preislichem Rahmen.

Hauptgericht

Unsere Wahl fiel auf das Porterhouse (US BEEF) aus dem Freigehege, laut Karte “Maisfütterung“ und daher mit ausgeprägter Marmorierung und einen tiefen, harmonischen Geschmack. Das Fleisch war sechs Wochen gereift und die Scheibe kam mit einem Gewicht von 1200 g daher. Das Porterhouse weist sowohl Rücken- als auch Filetanteil auf – ähnelt optisch dem T-Bone und wird im The Grand am Knochen gegrillt und tranchiert serviert. Nach dem Grillen wird dem Fleisch ausreichend Zeit gegeben zu ruhen, so dass der Fleischsaft nicht ausläuft, wenn es tranchiert wird. Für dieses Steak muss man im The Grand aktuell 129 Euro investieren.

Das Porterhouse war sehr lecker und mit Sicherheit von gehobener Qualität, aber der Grillgeschmack hätte deutlich intensiver und die Temperatur des Steaks deutlich höher sein dürfen. Nach dem überwältigenden Eindruck den die Vorspeisen hinterließen, war das Steak nicht wirklich etwas Besonderes – hier wäre für uns ein anderes Gericht aus dem reichhaltigen Angebot im The Grand sicher die bessere Wahl gewesen. Aber das ist der Preis, wenn man in den vergangenen Monaten nahezu alle Steakhäuser der Stadt besucht hat.

Hinzu kam das wir uns ganz besonders auf die originale Chimichurri Salsa gefreut hatten. Eine lateinamerikanische Saucen-Spezialität basierend auf einer Hand voll grüner Kräutern, Knoblauch, Schalotten und einigem mehr –  leider im The Grand lediglich eine Interpretation dieser an sich grünen Köstlichkeit – meilenweit weg vom Original. Dafür war dann aber der Portweinjus ein echtes Erlebnis. Zusätzlich wurde uns dann noch eine Sauce Bernaise gereicht – die war recht ordentlich, kam nicht zu “schwer“ daher und der Estragon war mit Augenmaß verwendet worden.

Dessert

Die Nachspeisen haben uns leider etwas enttäuscht, insbesondere die Creme Brûlée die deutlich zu klein “untergebracht“ war und daher kaum Raum für die Entfaltung einer ordentlichen Konsistenz hatte (Hier einfach mal das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz besuchen und ein wenig Spicken – da geht noch was – weniger ist nicht immer mehr).

Das Sorbet von der Kirsche war Spitze, das von der Himbeere war dagegen förmlich langweilig und auch der Obstsalat wirkte fade und lieblos.

Hier ist deutlich Luft nach oben, die “süßen Sachen“ sollten mit den Vorspeisen mithalten können, etwas mehr Liebe zu Texturen und auch der Abschluss würde überzeugen.

Fazit

Für das The Grand können wir eine ganz klare Empfehlung aussprechen. Das Flair dieser Location, der gute Service und die feinen Speisen laden zum Verweilen ein. Wir werden sicher nochmals dort einkehren um ein paar weitere Gerichte zu probieren. Aus unserer Sicht ein Muss für jeden Gast, der Ziegenkäse auf gegrillter Melone.

Die Preise sind bei der angebotenen Qualität der Speisen in jedem Falle gerechtfertigt, ob es unbedingt ein Steak sein muss, muss jeder für sich entscheiden. Unsere Wahl fürs nächste Mal werden sicher raffiniertere Gerichte, wie z.B. der auf der Karte befindliche Rehrücken sein.

Besonders zu erwähnen ist die Herzlichkeit Danielas, sie hat dafür gesorgt, dass unser Besuch zum Erlebnis wurde…und Daniela – ich hoffe die Fotos sind gut geraten – wegen des Shiraz melde ich mich bei passender Gelegenheit nochmals bei Euch.

Sale e Pane Berlin

Reservierung & Web

Das Restaurant Sale e Pane ist nicht allzu groß, hat jedoch einen Außenbereich der gerade bei gutem Wetter Freude macht und dieser Italiener im Herzen von Steglitz ist stets gut besucht. Deshalb raten wir hier bei einem Besuch vorab unbedingt – am besten telefonisch – zu reservieren.

Die Webseite des Sale e Pane ist responsiv und damit geeignet für Mobile Devices, allerdings ist der Inhalt recht spartanisch und kaum mehr als eine digitale Visitenkarte.

Ambiente

Schon beim Betreten des Restaurants wird der Gast am ausladenden Tresen Bereich sehr freundlich empfangen und man fühlt sich – auch wenn es der erste Besuch sein mag – von der ersten Minute an wohl.

Die Sitzgelegenheiten, Stühle und Bänke, sind aus Holz, die Wände teilweise verputzt, wie man es von italienischen Restaurants kennt. Der gesamte Gastraum ist hier und dort mit ansprechender Deko, beispielsweise frischen Früchten oder auch einer Auswahl “exotischer” Kürbis-Sorten, Ölen oder schmucken Aperitif-Flaschen dekoriert.

Die Gestaltung des zweigeteilten Gastraumes ist mit Liebe vorgenommen worden. Stilecht sind die Tische rot/weiß kariert eingedeckt.  Auf den Tischen finden sich hochwertige Stoff-Servietten, stets ein kleiner aber feiner Blumen-Schmuck, ein gutes Olivenöl nebst dem obligatorischen Balsamico sowie pro Gast ein Wasser- und ein Wein-Glas.

Bereits hieran merkt man das, dass Sale e Pane einen Anspruch erhebt ein traditionelles, authentisches jedoch in jedem Falle trotz allem modernes italienisches Ristorante zu sein.

Der Tresen beherbergt viele italienische, aber auch internationale Köstlichkeiten der Kategorie “enthält Alkohol” sowie das klassische Portfolio an Espresso Variationen.

Die Lichtsituation im vorderen Teil des Restaurants ist gut – im hinteren Teil könnte es deutlich heller sein, damit die kulinarischen Höhepunkte noch besser ins rechte Licht gesetzt werden.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten Eindruck. Allerdings meinen wir das mit ein wenig mehr Deko & Duft auch hier noch ein Plus an Wohlgefühl Einzug halten könnte.

Service

Die Bedienung war freundlich, zuvorkommend und schnell – war mal ein Glas leer, wurde sofort reagiert. Unsere Wünsche wurden uns von den Lippen abgelesen. Kreative Vorschläge abseits der Speisekarte gehören in diesem Ristorante zum Programm.

Vorspeisen

Als kleinen Gruß der Küche erhalten alle Gäste vorab etwas Brot, Oliven und einen hauseigenen Brotaufstrich – die allseits bekannten Bruschetta werden nicht gereicht.

Mit etwas mehr Abwechslung, ausgewählten und schmackhaften Oliven die auch ohne zusätzliche Kräuter & Salz glänzen können wären wir jedoch noch glücklicher.

Besonders anzumerken ist das Brot im Sale e Pane – allein dies ist schon Grund genug für einen Besuch dort.

Unser Carpaccio war sehr frisch, das Fleisch hauchdünn, es hatte – wie es sein soll – Raumtemperatur, die Rauke war uns jedoch zu viel des Guten und dabei nur wenig nussig und ganz leicht bitter. Hier könnte ein gutes Bio-Produkt sicher noch den Feinschliff geben. Das Olivenöl war sehr lecker und der Parmesan ein Gedicht. Auch das Vitello Tonnato hat uns sehr gut geschmeckt.

Wir empfehlen als Vorspeise jedem Gast die Spezialität des Hauses zu probieren die Calamaretti. Neben der phantasievollen Deko des Tellers glänzt diese Vorspeise mit ihrer Frische und der Komposition verschiedener Texturen. Eine wahre Gaumenfreude und als Vorab-Gericht bei einem Italiener kaum zu toppen ohne die Lust auf die Hauptgerichte zu schmählern.

Hauptgericht

Die Pizzen im Sale e Pane sind sowohl handwerklich, optisch als auch geschmacklich ein absolutes Must-Taste im Bezirk. Wir hatten uns bisher für den Klassiker – die Pizza Margherita – mal einfach, mal mit Büffel-Mozzarella entschieden und wurden jedes Mal mit einem kulinarischen Highlight belohnt.

Als Pasta hatten wir bereits öfter Spaghetti Aglio Olio mit Gambas. Diese waren stets ordentlich abgeschmeckt und mit frischen Strauch-Tomaten und etwas scharfer Paprika fürs Auge ansprechend serviert.

Auch die Steaks sind im Sale e Pane stets eine gute Wahl. Der Chef versteht viel von gutem Fleisch und kauft daher auch solches ein. Beim Gargrad hatten wir bis dato nie einen Ausreißer und wie bei allen Beilagen glänzten Brokkoli, Spinat, Möhren und Kartoffeln stets mit perfekter Optik und Konsistenz.

Nachspeisen

Sollte noch Platz für Süßes sein empfehlen wir das hausgemachte Tiramisu – hier ganz ohne Ei & Alkohol und somit auch für Schwangere geeignet. Wer gerne ein Panna Cotta mag wird, vom Geschmack und ganz besonders von der Konsistenz dieses italienischen Dessert Highlights im Sale e Pane überrascht.

Fazit

Für das Sale e Pane können wir eine Empfehlung aussprechen. Wer Pizza, Pasta & mehr der italienischen Lebensart liebt sollte es unbedingt mal ausprobieren.

Die Preise sind bei der bis dato angebotenen Qualität & im Vergleich mehr als fair. Gut fanden wir auch das hier die Apfelsaftschorle von Hause aus mit leckerem, trüben Apfelsaft gereicht wird – dies findet man immer weniger.

Besonders erwähnen wollen wir auch die Herzlichkeit des Ganzen Teams, die erst dafür sorgt des dieses Ristorante “der Italiener um die Ecke” werden kann.

Von uns ein klares JA für einen Besuch im Sale e Pane in Berlin Steglitz!

Taverna Ellada

Reservierung und Web

Bei Verlassen des Restaurants riet uns der Kellern bei mehr als einer Person zu reservieren – dies schien angesichts der zwei weiteren Gäste allerdings nicht unbedingt notwendig zu sein – vielleicht lag es an der Uhrzeit (21:30 Uhr).

Reservieren kann man über die Webseite der Taverna Ellada – warum dies mit eigener Domain mittels einer WebDE E-Mail-Adresse geschieht erschließt sich uns allerding nicht wirklich.

Die Webseite ist recht einfach gehalten und die Bilder differieren erheblich von der Anmutung der Speisen im Restaurant – die Speisekarte ist nicht optimal integriert und insbesondere auch nicht durchsuchbar – das störte.

Ambiente

Die Taverna Ellada hat einen recht großen ebenerdigen Gastraum und darüber hinaus noch einen kleineren Teil der ein paar Stufen höher liegt – in Summe so um die 12-14 Tische verschiedenster Größe. Das Restaurant ist hell und mit ein paar „Säulen“ ein wenig im griechischen Stil eingerichtet.

Die Visitenkarte

Die Toiletten wurden bei unserem Besuch nicht frequentiert – sollte es zu einem weiteren Besuch kommen holen wir dies sicher nach.

Service

Wir waren bereits vor mehr als zwei Jahren zu Besuch in der Taverna Ellada und bereits da viel uns insbesondere das gelebte Desinteresse des indischen Betreibers auf.

Der damalige Ober bot, als wir sagten wir müssten noch fahren, sehr versiert einen griechischen Mokka anstatt eines Ouzos an– Kompliment dafür. Als er diesen dann jedoch an den Tisch brachte sagte er plötzlich sein Chef fordere ihn leider auf diesen nun doch in Rechnung zu stellen – lediglich Alkohol gäbe es aufs Haus – wir lehnten dankend ab.

Eben diese Stimmung strahlt der Betreiber leider aus und bremst so offenbar sein teilweise serviceorientiertes Personal – wenig Up to Date und keinesfalls weltmännisch – der nette Ober von damals war nicht mehr da.

Auch heute wurde ad hoc & ungefragt ein Ouzo auf den Tisch gestellt als das Wort auf die “verliebt“ gesalzenen Lammkoteletts kam – sicher nett gemeint, es tat auch leid hier abzulehnen, aber durch den Ouzo verschwindet das Salz auch nicht, da wäre ein halber Liter Wasser sinnvoller gewesen…

Der Ober war versiert und man sah ihm förmlich an, das er als Grieche wusste was alles hier nicht wirklich griechisch ist. Wenn man als Nicht-Grieche griechisches Personal hat, sollte man wenigstens ein offenes Ohr für deren Lebenserfahrung und Kultur haben, um die nötige Authentizität zu bekommen die es braucht ein griechisches Restaurant erfolgreich zu betreiben.

Vorspeisen

Der “Gruß aus der Küche“ bestand aus einem kleinen Schälchen Tzatziki und etwas Brot. Es handelte sich um frisch aufgeschnittenes toast-ähnliches Weißbrot – kalt und labberig- wirklich eine Schande für einen Griechen. Beim zweiten Anlauf konnte der Ober aber überzeugt werden dieses wenigstens etwas “angrillen“ zu lassen – danach war es zwar nicht wirklich gut, aber deutlich besser.

Bei den georderten Vorspeisen handelte es sich zum einen um eine Portion Griechischen Schafskäse mit Zwiebeln und zum anderen um Oktopus in Essig und Öl (Xtapodi xidato).

Der Schafskäse war etwas lieblos und recht trocken angerichtet – hier hätten ein paar Oliven, etwas Salz und frischer Pfeffer (auf Nachfrage gab es dann auch eine Pfeffermühle) sowie etwas mehr Öl wahre Wunder gewirkt. Gottlob gab es ein frisch gezapftes Duckstein, das half dem trockenen Schafskäse dann weiter…

Auf der Webseite des Restaurants wurde beim anrichten mit Oliven nicht derart sparsam verfahren und auch das Brot wirkt deutlich leckerer.

Der Oktopus ist eigentlich das Zugpferd vieler griechischer Restaurants weltweit, aber er sollte mit Liebe gemacht sein und keinesfalls Kühlschrank-Temperatur haben – in unserem Falle war dies leider so und auch die Konsistenz sprach nicht dafür das dieser täglich frisch über die Theke geht – schade.

Vielleicht hätte auch eine andere Vorspeise von der Tageskarte besser geschmeckt – leider wurde diese erst nach der erfolgten Bestellung und auf Nachfrage hin “hervorgeholt“.

Zeitgleich mit den Vorspeisen kam der Beilagen Salat zur Hauptspeise, was insofern angenehm war als, dass auch dieser dem Schafskäse zu etwas frische und Schwung verhalf.

Der Salat war gut abgeschmeckt und fast das griechischste am ganzen Abend – wäre da nicht die spezielle Garnierung gewesen. Im Salat befand sich ein Stück Papierserviette – wahrscheinlich vom Abwischen des Tellerrandes in den Salat gelangt – nun ja das kann vorkommen – lustig dabei war nur das mein Hinweis auf das Papier im Salat mit einem Check meiner Serviette quittiert wurde…da ich selber nicht sicher war ob das Papier vorher schon im Salat war, habe ich dann die Bilder des Salates angeschaut die ich zuvor davon gemacht hatte als er an den Tisch kam… die “Zutat“ war leider wirklich schon beim Servieren des Salates enthalten….aber mehr als ungläubige Blicke gab es hierfür nicht.

Hauptgericht

Als Hauptgericht wurde der Lammteller geordert. Zwei Lammkoteletts, ein Lammfilet & ein Lamm-Souvlaki mit etwas Tzatziki und Pommes Frites.

Das Lamm-Filet war sehr schön gegrillt, innen rosa und mit Bedacht gewürzt. Auch der Lamm-Souvlaki war sehr lecker und das Fleisch auf den Punkt gegart – schön saftig. Einziger Ausreißer beim Hauptgericht waren die beiden “Salzkristalle“ in Form von Lammkoteletts – diese ohne mehrere kräftige Schlucke Duckstein hinunter zu bekommen wäre schwerlich möglich gewesen – der Koch muss seine große Liebe gefunden haben…

Nachspeisen

Auf Nachspeisen haben wir bei diesem Besuch verzichtet – allerdings wurden uns auch keine angeboten.

Fazit

Das Essen war nicht durchweg schlecht, der Koch scheint Potential zu haben, jedoch was die Lammkoteletts angeht recht frisch verliebt zu sein. Leider war der Service unaufmerksam obwohl der Chef – ein Inder wie so oft in Restaurants der Langen Reihe zum Hauptbahnhof hin – zugegen war und drei echte Gäste keine Herausforderung darstellen sollten.

Wer wegen der guten griechischen Küche, sprich leckeren Oliven & frischen Brotes kommt und nicht nur wegen der “ausgegebenen“ Ouzos, wäre von einem Besuch wohl enttäuscht – wohl nicht zuletzt auch wegen des Unterschiedes zu den netten Fotos auf der Webseite.

Die Preise im der Taverna Ellada sind angemessen und überraschender Weise nicht derart überzogen, wie die der anderen Restaurationen im oberen Teil der Langen Reihe.

Von uns kann in diesem Falle leider lediglich eine halbherzige Empfehlung für einen Besuch in der Taverna Ellada abgegeben – hier fehlt das Gefühl der authentischen griechischen Gastfreundschaft sowie die echte Wertschätzung und der Respekt gegenüber dem Gast.

 

Le Su

Das Le Su in der Hamburger Langen Reihe ist für die dargebotenen Speisen gefühlt etwas zu hochpreisig, was sicher der exponierten Lage geschuldet ist. Das Le Su sieht sich selbst im weiteren Sinne im Mediterranen aufgehoben – dies mag zum Teil auch stimmen, jedoch empfand ich es von der Einrichtung über die Speisen doch eher wie ein authentisch rein libanesisches Restaurant.

Die Bedienung als auch der Koch waren sehr freundlich und die bestellten Speisen waren zügig auf dem Tisch. Auffällig war für mich die Geräuschkulisse – es war etwas laut, insbesondere das Hantieren mit Tellern & Co in der zum Gastraum hin offenen Küche hätte zurückhaltender geschehen können.

Ich hatte auf Empfehlung des Kochs hin die Gemischte Platte geordert um so einen guten Eindruck zu bekommen was das Le Su alles zu bieten hat. Ich fand die Auswahl sehr interessant und im Einzelnen:

  • Die Sesam Falafel waren äußerst lecker – mir jedoch etwas zu trocken
  • Die Hackfleisch-Bällchen waren ebenfalls lecker – aber leider deutlich zu kalt
  • Das Lammkotelett aus der Pfanne überraschte mich, es war trotz des fehlenden Holzkohlegrills -geschmacklich super lecker und toll gewürzt
  • Der Humus war top und mit Granatapfel verfeinert – eine gute Idee
  • Der Burghul  (Bulgur) war OK
  • Das gereichte Brot leider nicht wirklich warm
  • Dem landestypischen Petersiliensalat fehlte leider die Zitrone sowie auch Salz und Öl– hier muss unbedingt vor dem Servieren abgeschmeckt werden
  • Es wurde leider Thymian Kartoffeln anstatt die angepriesenen Koriander-Kartoffeln serviert – sehr schade, aber mit Ansage
  • Offenbar hat man sich zwischenzeitlich auf die Besucher eingestellt die Koriander gar nicht abkönnen
  • Der dazu gereichte Salat war – anders als der Petersiliensalat- auffällig gut abgeschmeckt

Dazu hatte ich mir einen australischen Wein geordert – mit 16,5 Euro für 0,5 l ein wenig teuer – aber nachdem er Temperatur bekam, sehr lecker.

Mein Fazit

Die Preise im Le Su sind mir etwas zu hoch – insbesondere was die Weine angeht. Die Auswahl bei den Gerichten besteht überwiegend aus denselben oder ähnlichen Speisen in unterschiedlicher Zusammenstellung – hier würde ich mir eine größere kulinarische Vielfalt wünschen.

Geschmacklich war es ein wenig ein „Auf & Ab“, einiges hat wirklich super geschmeckt – anderes dafür eher durchschnittlich bis lieblos. Hier muss mehr Linie hineingebracht werden um durchweg leckere, frische und vor allem auch warme Speise aufzutischen.

Das Ambiente im Le Su hat mir gefallen, nur die unliebsame Lautstärke war unpassend und auch vermeidbar.

Das Le Su verfügt über einen einfachen Webauftritt mit Kontaktformular – leider noch nicht “https“, was, wenn es so bleibt sicher bald zu Kosten auf Grund von Abmahnungen führen kann – dies sollte unbedingt schnellstens behoben werden – wer das Kontaktformular nutzt sollte sicher sein können, das kein Dritter die Information bekommen kann.

 

St. Georg Steakhouse Tomahawk

Steakhouse St. Georg

August 2016 – Steakhouse St. Georg

Reservierung

Das Restaurant ist recht groß, wobei wir bei größeren Vorhaben dennoch dazu raten im Steakhouse St. Georg zu reservieren.

Ambiente

Wir wurden sehr freundlich empfangen und fühlten uns von der ersten Minute an wohl. Besonders angenehm empfanden wir den Umstand, dass man uns sogleich nach der Begrüßung anbot Garderobe und Taschen für uns zu verstauen.

Das Restaurant ist  recht groß und teilt sich in drei unterschiedliche Bereiche auf – ganz nach den eigenen Vorlieben kann man eher zurückgezogen im hinteren Teil sitzen, im mittleren Teil den Köchen beim Kochen zuschauen oder aber auch nahe des Eingangsbereiches (noch vor dem Tresen) “in der Menge baden” wenn man denn Leute um sich haben will –  bei guten Wetter gibt es auch einige Tische direkt vor dem Restaurant.

Der Bereich neben dem Tresen beherbergt die Kasse und dient sozusagen als kleiner Empfangsbereich.

Nicht zuletzt die Einrichtung des Steakhouse St. Georg erinnerte uns an eine bekannte Steakhouse Kette mit Hauptsitz in Hamburg – wobei, das muss ich erwähnen – die Einsatzfreude im Steakhouse St. Georg für den Gast und auch die Fleisch-Qualität deutlich besser sind als beim “Original” – aber dazu später mehr.

Das Restaurant ist klar strukturiert, nicht verspielt – sagen wir mal zweckmäßig und aufgeräumt. Einziges Manko beim Ambiente – die Lichtsituation – es könnte deutlich heller sein, und die Lichtverteilung auf den Tischen gleichmäßiger um die kulinarischen Höhepunkte noch besser ins rechte Licht zu setzen.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten Eindruck. Hier könnte mit Deko & Duft noch etwas optimiert werden.

Service

Unsere Bedienung war schnell, freundlich und zuvorkommend – war ein Glas leer, wurde ohne weitere Anmerkung auch schon darauf reagiert. Im Grunde wurden uns durch die Bank weg die Wünsche von den Lippen abgelesen.

Vorspeisen

Bei unserm Vorhaben in Sachen Tomahawk Steaks war natürlich abzusehen, dass Vorspeisen hier unnötigerweise die Kapazitäten einschränken würden – was aber nichts daran änderte das wir zumindest ein Carpaccio und eine Portion Bruschetta orderten.

Das Carpaccio war fantastisch – sehr frisch, das war Fleisch hauchdünn und hatte Raumtemperatur – nicht zu viel Rauke, ein sehr leckerer gehobelter Parmesan – ein gutes natives Olivenöl und ein hervorragender “alter” Balsamico – die Komposition – ein Traum.

Auch die Bruschetta waren top. Beim Brot verwendet das St. Georg Steakhouse dasselbe wie es zu den Steaks gereicht wird – sprich knusprig und ganz leicht mit Knoblauchbutter bestrichen – oben drauf noch frische Tomaten-Würfel, etwas Zwiebeln & Kräuter – herrlich.

Hauptgericht

Was kann man von einem Restaurant an Einsatz für den Gast erwarten? Ich schicke diese Frage voraus, weil wir ja eigentlich geplant hatten gegenüber vom Hamburger Hauptbahnhof einzukehren und dort, die uns bekannten Prime-Steaks zu genießen.

Hierfür reservierten wir bereits eine Woche vorher. Vier Tage vor dem Termin wollten wir auf Nummer sicher gehen das, das bekannte Hamburger Steakhouse dann auch ausreichend viele Scheiben vom Prime-Steaks für uns bereithält.

Womit wir nie gerechnet hätten war, dass die Restaurant-Leitung uns keine Offerte machen konnte / wollte – nein ganz im Gegenteil, man sprach von Wochen die es dauern würde das bisher durchgängige Prime-Steak Angebot wieder aufzunehmen – einen Zukauf für unseren Termin wollte man partout nicht bewerkstelligen – sehr, sehr schade.

Aber jede Medaille hat ja bekanntlich zwei Seiten und siehe da, der ad hoc kontaktierte Chef vom Steakhouse St. Georg war sofort bereit uns “aufzufangen”. Obwohl nicht auf der Karte hat er das Wochenende und den darauffolgenden Montag dazu genutzt das beste Fleisch für unseren Steak-Event aufzutreiben.

Er war beim Fleischhändler seines Vertrauens – ja sogar bei Delta, letztendlich wurde er in der Metro fündig (Vielen Dank nochmals für diesen Aufwand!).

Somit stand dem Event nichts mehr im Wege. Die Konsistenz des Fleisches sowie dessen Aroma war bemerkenswert – die handwerkliche Leistung des Mitarbeiters am Grill ebenso. Wir hatten letztlich eine deutlich bessere Qualität von Ribeye am Knochen als wir diese bis dato bei der bekannten Konkurrenz vorfanden – und dies zu einem Preis der deutlich günstiger aber dennoch fair war.

Nachspeisen

Jeder von uns hatte zwischen tausend und tausend-dreihundert Gramm vertilgt – da war beim besten Willen kein Platz mehr für Süßes!

Fazit

Für das Steakhouse St. Georg können wir eine klare Empfehlung aussprechen. Wer Steaks liebt sollte es unbedingt mal ausprobieren – insbesondere, wenn der indische Chef-Grillmeister vor Ort ist liegt geschmacklich nur wenig Abstand zu den INN-Steakhäusern Hamburgs vor.

Die Preise im Steakhouse St. Georg sind bei der bis dato angebotenen Qualität & im Vergleich zu Mitbewerbern mehr als fair.

Besondere Erwähnung sollte auch die Zitronen-Brause finden, denn eben wie in Bayern – hat diese geschmacklich so gut wie gar nichts mit industriellem Zuckerwasser zu tun – einfach mal probieren.

Von uns ein klares JA für einen Besuch im Steakhouse St. Georg!

Update [2017-08-10]

Der der indische Chef-Grillmeister hat das Steakhouse St. Georg leider verlassen!

Casse-Croûte

Mittwoch, 1. Juni 2016 – Gänsemarkt – Casse-Croûte.

Reservierung

Wir raten definitiv dazu beim Casse-Croûte mit ausreichend Vorlauf zu reservieren.

Ambiente

Wir wurden bereits vor dem Casse-Croûte in Empfang genommen – was sicher auch dem Umstand geschuldet war, dass der eine oder andere sich ohne die “Zigarette davor“ nicht optimal vorbereitet fühlte…

Die Bedienung des Casse-Croûte reagierte freundlich und souverän indem, neben der Begrüßung, das Angebot folgte die ersten Getränke sogleich im Eingangsbereich noch vor der Gasstätte zu servieren – dieses Angebot konnten wir natürlich nicht ausschlagen.

Nach gut einer Viertelstunde betraten wir dann das Casse-Croûte. Das Restaurant ist recht übersichtlich in zwei Gasträume aufgeteilt. Als kleiner Empfangsbereich dient die Fläche vor dem Tresen.  Hier wurden wir nochmals „ganz offiziell“ begrüßt & an unseren Tisch geleitet.

Als besonders angenehm empfanden wir den Umstand, dass man uns sogleich anbot Garderobe und Taschen für uns zu verstauen – das ist doch mal ein runder Service.

Die Einrichtung des Casse-Croûte entspricht der eines französischen Bistros – umlaufend und auf Sitzhöhe sind durchgängig Spiegelflächen platziert die zumindest optisch “mehr Raum“ entstehen lassen.

Man fühlt sich sofort wohl – einziges Manko beim Ambiente – es könnte einen Tick heller sein – insbesondere um den Aufwand und die Sorgfalt des Dekorierens der Speisen auch entsprechend wahrnehmen & würdigen zu können.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten, jedoch keinen edlen Eindruck – wobei das Ambiente jedoch auf den Look der Gasträume abgestimmt ist.

Service

Unsere Bedienung war ein Goldstück, freundlich, zuvorkommend, kompetent und schlagfertig – wir fühlten uns durchweg gut & sehr zügig bedient und zudem ehrlich beraten – dabei hatte sie stets ein Auge für unsere besonderen Wünsche und machte uns Vorschläge zur Ergänzung unserer Gerichte.

Zu erwähnen ist auch der Sommelier des Casse-Croûte – ein echter Kenner ohne Allüren – wir fühlten uns mehr als gut beraten, der Pintia 2010 war ein beeindruckendes – der Armagnac ein außergewöhnliches Erlebnis – ein Dank für diese Erfahrungen.

Vorspeisen

Alles fing an mit dem “Gruß aus der Küche“, nämlich Frischen Pfifferlingen in Rahm mit gebratenem Semmelknödel & Schnittlauch.

Ich meide bereits seit viele Jahrzehnten Pfifferlinge – es war im Grunde nie eine Portion dabei, die nicht irgendwo „knirschte“ – aber WoW, im Casse Croûte überzeugte mich der kleine Gruß aus der Küche, sowohl handwerklich als auch geschmacklich.

Unser „Goldstück“ war so freundlich und stellte für uns eine leckere Vorspeisenplatte zusammen. Hierin enthalten waren ein vorzügliches Carpaccio di manzo mit “altem“ Essig, Parmesan & Pinienkernen nebst Rucola (eine hervorragende Rauke – kein bisschen bitter, leichter Nuss Geschmack & ein delikates Olivenöl).

Dann noch dabei eine Portion Tobiko-Kaviar mit gekochtem Ei & Kartoffelrösti sowie Vitello Tonnato – Kalbsbraten in Thunfischsauce mit Kapernäpfeln- welches ebenfalls nicht fehlen durfte – alles super lecker!

Die HighLights waren aus unserer geschmacklichen Sicht, das Carpaccio und die auffällig leckeren Kartoffelrösti mit dem Tobiko Kaviar (sehr erfrischender Geschmack, die Körnigkeit & Feste des Kaviars optimal). Ein pikantes Thunfischtatar mit Wasabi Crème war zwar auch dabei – dieses hätte auch punkten können – war dafür aber etwas zu überwürzt…“weniger ist manchmal mehr“.

Zur Vorspeisenplatte gehörten auch Garnelen in süßsauer Sauce – die fielen etwas aus der Reihe – die Sauce war nicht selbstgemacht – was man leider sofort geschmeckt hat – zudem garten die guten Garnelen temperaturbedingt noch in den Schalen auf dem Tisch nach – wodurch sie sich zunehmend verfestigten.

„Wären sich die Garnelen in der Pfanne lediglich Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl begegnet – wären sie sicher auch bei uns besser angekommen.“

Hauptgericht

Alle Hauptgerichte kamen wohltemperiert & liebevoll dekoriert auf den Tisch, wobei die Portionen durchweg ordentlich waren.

Das Original Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln, Spargel & Gurkensalat war handwerklich OK – vielleicht etwas trocken – der Spargel 1a.

Das Australische Grain Feed Rinder Filet war, wie zu erwarten, ein Traum an Zartheit und Geschmack – natürlich etwas preisintensiver als das „Rind von der Stange“ – dafür aber auch intensiver im Geschmack!

Besonders zu erwähnen ist das Ochsenkotelette vom Heide-Rind – 800g auf den Punkt gegart und für den Gast tranchiert – sehr feines Aroma & trotz allem herzhaft – dazu ein wenig Rosmarin Jus – ein Gedicht für MeatLover.

Wobei natürlich auch Beilagen wie der feine Rahmkohlrabi & die wohlschmeckenden Waldpilze (extrem geputzt, sehr frisch) Erwähnung finden müssen – diese Qualität findet man nicht alle Tage.

Ein besonderer Peak war in jedem Falle auch der Bratkartoffelsalat, der durch eine sehr interessante Konsistenz & ein leckeres Dressing bestach.

Nachspeisen

Leider waren wir alle so satt das trotz der inneren Bereitschaft eines jeden – beim besten Willen niemand von uns mehr ein Dessert hätte „unterbringen“ können – obwohl sich die entsprechende Passage der Speisekarte wie die reine Verführung las. Wir hoffen dies bei einem zukünftigen Besuch nachholen zu können – falls ja, erfolgt ein Update.

Fazit

Das Casse Croûte ist ein Restaurant, dessen Besuch wir gerne einem jeden ans Herz legen – denn, vor allem die im ersten Blick unsortiert wirkende Karte, gibt eben eines her was man heutzutage nicht mehr als zu häufig findet – es findet sich für so gut wie jeden Esser etwas.

Die Preise im Casse Croûte orientieren sich nicht zuletzt an der Qualität der Grundstoffe – und diese sind hier hervorragend – daher auch die etwas gehobenen Preise.

Von uns eine klare Empfehlung für einen Besuch im Casse Croûte!