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Restaurants in Berlin & Umgebung

La Buca

Das La Buca in Berlin Steglitz ist eine echte Intuition – schon in meiner Jugend war ich vor und nach dem Besuch des Pop Inn – damals die einzige Disco in Steglitz – dort, um eine der günstigen und zugleich leckeren Mini-Pizzen zu ergattern.

Das Restaurant ist im Sous Terrain gelegen – nachdem man die wenigen Stufen hinabgestiegen ist befindet man sich gleich vor dem Pizza Ofen und kann so auf die Schnelle etwas zum Mitnehmen ordern. Dieser Pizza Ofen hat schon viele Jahre auf dem Buckel und das macht geschmacklich auch den Unterschied aus – ein neuer Ofen kann niemals mit derart guten Aromen aufwarten.

Zur rechten Hand findet sich der erste von zwei Gasträumen, authentisch und zweckmäßig eingerichtet, so dass nichts vom leckeren italienischen Essen ablenken kann. Bei gutem Wetter verfügt das La Buca zudem noch über einige Tische direkt vor dem Restaurant.

Die Atmosphäre ist einladend und das La Buca ist Teil der Slow Food Ideologie – so wird jeder Besuch zum kulinarischen Genuss ohne Eile, was will man mehr.

Flavio, der Chef und die gute Seele des La Buca, sowie sein Team lassen sich immer wieder neue kulinarische Highlights einfallen – der Blick auf die Tageskarte oder die Nachfrage beim Ober lohnen sich also immer!  Besonders mit kreativen Vor- und Nachspeisen wurden wir über die Jahre oft überrascht.

Besonders zu erwähnen sind im La Buca die leckeren Biere der Brauerei Engel – eine gute Wahl. Wünschen würde ich mir noch das es hier auch das Radler von Engel gäbe – das ist ebenfalls besonders lecker.

Die Webseite des La Buca ist ansprechend – leider aber nicht responsiv, so dass man auf dem Smartphone nur sehr umständlich navigieren kann – hier besteht Handlungsbedarf.

Zu unserem Leidwesen ist das La Buca sonntags geschlossen – aber OK, irgendwann müssen die Mitarbeiter ja auch mal Zeit für sich und ihre Familie haben.

Von mir eine klare Empfehlung zum Besuch des La Buca – hier wird noch italienisch gekocht und Speisen wie Getränke stehen im Mittelpunkt – so wie es sein soll.

The Grand

Reservierung & Web

Auf Empfehlung hin haben wir uns spontan für den Besuch des Berliner The Grand entschieden. Wir waren gegen Nachmittag auf Location-Suche in Berlin Mitte unterwegs und hatten ad hoc eine telefonische Reservierung vorgenommen. Ein erfrischend freundliches und zuvorkommendes Gegenüber hob ab – Daniela – sie erzählte ein wenig zum The Grand und gab uns sogleich das Gefühl willkommen zu sein.

Das Restaurant öffnet offiziell erst gegen 19:00 Uhr, aber man empfing uns bereits um 18:00 Uhr auf das Herzlichste und überbrückte uns die Zeit mit zwei sowohl optisch als auch geschmacklich eindrucksvollen alkoholfreien Cocktails…aber dazu später ein wenig mehr.

Da das The Grand sehr nahe am Alex gelegen ist, hatten wir mit einer längeren Parkplatzsuche gerechnet – aber weit gefehlt, gleich neben dem Restaurant durften wir uns nach erfolgreicher Befüllung des Parkscheinautomaten glücklich schätzen, fußläufig eine Parkmöglichkeit ergattert zu haben.

Die Webseite vom The Grand ist nett gemacht, könnte aber etwas performanter daherkommen und was die Speisekarten angeht deutlich kürzere Wege bis ans Ziel bieten. Die Seite ist responsiv angelegt und somit auch für Mobile Devices eine feine Angelegenheit – auf dem großen Monitor wirken Schrift und Grafik hingegen stellenweise etwas verloren.

Ambiente

Von außen zeigt sich das Gebäude vom The Grand recht zurückhaltend, lediglich die zwei Eingänge, einer zum Restaurant, der andere zur Bar verraten, das hier eine Restauration untergebracht sein könnte. Dies ist vielleicht dem Denkmalschutz des historischen Schulgebäudes von 1842 geschuldet oder aber nur dem Understatement – in jedem Falle ist dies ansprechender als eine Brauerei gesponserte Leuchtreklame – Dezente Beleuchtungsakzente am linken Eingang nebst einem goldenen Schild verrieten uns, das wir das The Grand gefunden hatten.

Beim The Grand handelt es sich neben Restaurant & Bar um eine Club- & Event-Location. Stilistisch setzt man beim The Grand auf eine Mischung von blankem Mauerwerk, modernen akzentuierten Beleuchtungsszenarien und hochwertigen Clubmöbeln mit Chic. Im Restaurantbereich spielen die Speisen auf den durchweg weißen Tischtüchern die Hauptrolle – hier spürt man noch ein wenig vom Spirit der Ostberliner-Locations nach der Maueröffnung.

Bis zu 240 Gäste können im The Grand Speisen und Feiern, ca. 80 im Restaurant, 60 in der Galerie gleich über dem großen Gastraum sowie an die 100 auf der Terrasse. Zudem bieten die angeschlossene Bar und einige Suiten zusätzliche Kapazitäten für jedwede Events.

Die Visitenkarte

Die Toiletten des The Grand sind sehr stylish, Spotlights beleuchten alles Wichtige – die Stimmung ist in jedem Falle interessant – clubartig – und die stillen Örtchen waren sauber. Olfaktorische Gimmicks könnten hier noch das gewisse Etwas ausmachen.

Service

Als wir das The Grand betraten wurden wir im Eingangsbereich direkt von Daniela in Empfang genommen und sogleich an einem zentral gelegenen Tisch im Restaurantbereich platziert. Das nette Angebot unsere Garderobe abzugeben nahmen wir zwar diesmal nicht wahr – aber die Tatsache an sich empfanden wir als einen angenehmen und vor allem nicht mehr vielerorts anzutreffenden Service.

Man hat uns während unseres gesamten Aufenthaltes jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Dies nahmen wir nicht als aufdringlich oder störend wahr, sondern als stetige und zuvorkommende Begleitung. Vielen Dank für den tollen Service – wir haben ihn durchweg genossen.

Drinks & Bar

Wie eingangs erwähnt hat man uns die Zeit bis zum Essen mit zwei tollen Drinks überbrückt. Diese wurden in der hauseigenen Bar zubereitet und schmeckten interessant & sehr ausgewogen, der eine auf Basis von Passionsfrucht mit Minze, der andere mit Ingwer & Limone. Wir haben selten so nuancenreiche alkoholfreie Cocktails genießen dürfen – die Bar versteht ihr Handwerk und bietet ein angenehmes Ambiente. Die Luft dort ist Erfüllt von dem Duft verschiedener Hölzer und ich meinte beim kurzen Durchstreifen der Räumlichkeit eine Patschulinote wahrgenommen zu haben.

Vorspeisen

Zu Beginn wurde uns Brot gereicht. Hierbei handelte es sich um Scheiben vom Baguette und von einem dunkleren Körnerbrot – beide von bemerkenswerter Qualität – dazu erhielt ein jeder von uns eine kleine Portion wohltemperierter Butter.

Die Vorspeisen waren durchweg erwähnenswert lecker sowie optische High Lights, denen man die Sorgfalt & Professionalität ansah mit der sie zubereitet & angerichtet worden waren.

Ein echter Traum war der gratinierte, äußerst milde Ziegenkäse auf einer Tranche gegrillter Wassermelone, garniert mit frischem Feldsalat versehen mit einem Haselnuss-Karotten-Dressing und Thymianhonig – diese Vorspeise war eine echte Erkenntnis – mein Kompliment. Die Kombination an Texturen war eine große und einmalige Gaumenfreude.

Bei unserer zweiten Vorspeise handelte es sich um den The Grand Caesar Salad, bestehend aus Römersalatherzen, Tomaten-Crostini, Bacon-Croûtons, Parmesan einem wunderbaren Caesars Dressing mit einer Spur Sardelle gesalzen, gereicht mit einem halben Hummer.

Der Salat war sehr frisch und knackig, das Dressing ausgewogen und keinesfalls aufdringlich, der Parmesan beeindruckte und der Hummer war auf den Punkt gegart. Also auch diese Vorspeise war von besonderer Qualität und Handwerkskunst und dabei mit knapp 30 Euro absolut im preislichem Rahmen.

Hauptgericht

Unsere Wahl fiel auf das Porterhouse (US BEEF) aus dem Freigehege, laut Karte “Maisfütterung“ und daher mit ausgeprägter Marmorierung und einen tiefen, harmonischen Geschmack. Das Fleisch war sechs Wochen gereift und die Scheibe kam mit einem Gewicht von 1200 g daher. Das Porterhouse weist sowohl Rücken- als auch Filetanteil auf – ähnelt optisch dem T-Bone und wird im The Grand am Knochen gegrillt und tranchiert serviert. Nach dem Grillen wird dem Fleisch ausreichend Zeit gegeben zu ruhen, so dass der Fleischsaft nicht ausläuft, wenn es tranchiert wird. Für dieses Steak muss man im The Grand aktuell 129 Euro investieren.

Das Porterhouse war sehr lecker und mit Sicherheit von gehobener Qualität, aber der Grillgeschmack hätte deutlich intensiver und die Temperatur des Steaks deutlich höher sein dürfen. Nach dem überwältigenden Eindruck den die Vorspeisen hinterließen, war das Steak nicht wirklich etwas Besonderes – hier wäre für uns ein anderes Gericht aus dem reichhaltigen Angebot im The Grand sicher die bessere Wahl gewesen. Aber das ist der Preis, wenn man in den vergangenen Monaten nahezu alle Steakhäuser der Stadt besucht hat.

Hinzu kam das wir uns ganz besonders auf die originale Chimichurri Salsa gefreut hatten. Eine lateinamerikanische Saucen-Spezialität basierend auf einer Hand voll grüner Kräutern, Knoblauch, Schalotten und einigem mehr –  leider im The Grand lediglich eine Interpretation dieser an sich grünen Köstlichkeit – meilenweit weg vom Original. Dafür war dann aber der Portweinjus ein echtes Erlebnis. Zusätzlich wurde uns dann noch eine Sauce Bernaise gereicht – die war recht ordentlich, kam nicht zu “schwer“ daher und der Estragon war mit Augenmaß verwendet worden.

Dessert

Die Nachspeisen haben uns leider etwas enttäuscht, insbesondere die Creme Brûlée die deutlich zu klein “untergebracht“ war und daher kaum Raum für die Entfaltung einer ordentlichen Konsistenz hatte (Hier einfach mal das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz besuchen und ein wenig Spicken – da geht noch was – weniger ist nicht immer mehr).

Das Sorbet von der Kirsche war Spitze, das von der Himbeere war dagegen förmlich langweilig und auch der Obstsalat wirkte fade und lieblos.

Hier ist deutlich Luft nach oben, die “süßen Sachen“ sollten mit den Vorspeisen mithalten können, etwas mehr Liebe zu Texturen und auch der Abschluss würde überzeugen.

Fazit

Für das The Grand können wir eine ganz klare Empfehlung aussprechen. Das Flair dieser Location, der gute Service und die feinen Speisen laden zum Verweilen ein. Wir werden sicher nochmals dort einkehren um ein paar weitere Gerichte zu probieren. Aus unserer Sicht ein Muss für jeden Gast, der Ziegenkäse auf gegrillter Melone.

Die Preise sind bei der angebotenen Qualität der Speisen in jedem Falle gerechtfertigt, ob es unbedingt ein Steak sein muss, muss jeder für sich entscheiden. Unsere Wahl fürs nächste Mal werden sicher raffiniertere Gerichte, wie z.B. der auf der Karte befindliche Rehrücken sein.

Besonders zu erwähnen ist die Herzlichkeit Danielas, sie hat dafür gesorgt, dass unser Besuch zum Erlebnis wurde…und Daniela – ich hoffe die Fotos sind gut geraten – wegen des Shiraz melde ich mich bei passender Gelegenheit nochmals bei Euch.

Sale e Pane Berlin

Reservierung & Web

Das Restaurant Sale e Pane ist nicht allzu groß, hat jedoch einen Außenbereich der gerade bei gutem Wetter Freude macht und dieser Italiener im Herzen von Steglitz ist stets gut besucht. Deshalb raten wir hier bei einem Besuch vorab unbedingt – am besten telefonisch – zu reservieren.

Die Webseite des Sale e Pane ist responsiv und damit geeignet für Mobile Devices, allerdings ist der Inhalt recht spartanisch und kaum mehr als eine digitale Visitenkarte.

Ambiente

Schon beim Betreten des Restaurants wird der Gast am ausladenden Tresen Bereich sehr freundlich empfangen und man fühlt sich – auch wenn es der erste Besuch sein mag – von der ersten Minute an wohl.

Die Sitzgelegenheiten, Stühle und Bänke, sind aus Holz, die Wände teilweise verputzt, wie man es von italienischen Restaurants kennt. Der gesamte Gastraum ist hier und dort mit ansprechender Deko, beispielsweise frischen Früchten oder auch einer Auswahl “exotischer” Kürbis-Sorten, Ölen oder schmucken Aperitif-Flaschen dekoriert.

Die Gestaltung des zweigeteilten Gastraumes ist mit Liebe vorgenommen worden. Stilecht sind die Tische rot/weiß kariert eingedeckt.  Auf den Tischen finden sich hochwertige Stoff-Servietten, stets ein kleiner aber feiner Blumen-Schmuck, ein gutes Olivenöl nebst dem obligatorischen Balsamico sowie pro Gast ein Wasser- und ein Wein-Glas.

Bereits hieran merkt man das, dass Sale e Pane einen Anspruch erhebt ein traditionelles, authentisches jedoch in jedem Falle trotz allem modernes italienisches Ristorante zu sein.

Der Tresen beherbergt viele italienische, aber auch internationale Köstlichkeiten der Kategorie “enthält Alkohol” sowie das klassische Portfolio an Espresso Variationen.

Die Lichtsituation im vorderen Teil des Restaurants ist gut – im hinteren Teil könnte es deutlich heller sein, damit die kulinarischen Höhepunkte noch besser ins rechte Licht gesetzt werden.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten Eindruck. Allerdings meinen wir das mit ein wenig mehr Deko & Duft auch hier noch ein Plus an Wohlgefühl Einzug halten könnte.

Service

Die Bedienung war freundlich, zuvorkommend und schnell – war mal ein Glas leer, wurde sofort reagiert. Unsere Wünsche wurden uns von den Lippen abgelesen. Kreative Vorschläge abseits der Speisekarte gehören in diesem Ristorante zum Programm.

Vorspeisen

Als kleinen Gruß der Küche erhalten alle Gäste vorab etwas Brot, Oliven und einen hauseigenen Brotaufstrich – die allseits bekannten Bruschetta werden nicht gereicht.

Mit etwas mehr Abwechslung, ausgewählten und schmackhaften Oliven die auch ohne zusätzliche Kräuter & Salz glänzen können wären wir jedoch noch glücklicher.

Besonders anzumerken ist das Brot im Sale e Pane – allein dies ist schon Grund genug für einen Besuch dort.

Unser Carpaccio war sehr frisch, das Fleisch hauchdünn, es hatte – wie es sein soll – Raumtemperatur, die Rauke war uns jedoch zu viel des Guten und dabei nur wenig nussig und ganz leicht bitter. Hier könnte ein gutes Bio-Produkt sicher noch den Feinschliff geben. Das Olivenöl war sehr lecker und der Parmesan ein Gedicht. Auch das Vitello Tonnato hat uns sehr gut geschmeckt.

Wir empfehlen als Vorspeise jedem Gast die Spezialität des Hauses zu probieren die Calamaretti. Neben der phantasievollen Deko des Tellers glänzt diese Vorspeise mit ihrer Frische und der Komposition verschiedener Texturen. Eine wahre Gaumenfreude und als Vorab-Gericht bei einem Italiener kaum zu toppen ohne die Lust auf die Hauptgerichte zu schmählern.

Hauptgericht

Die Pizzen im Sale e Pane sind sowohl handwerklich, optisch als auch geschmacklich ein absolutes Must-Taste im Bezirk. Wir hatten uns bisher für den Klassiker – die Pizza Margherita – mal einfach, mal mit Büffel-Mozzarella entschieden und wurden jedes Mal mit einem kulinarischen Highlight belohnt.

Als Pasta hatten wir bereits öfter Spaghetti Aglio Olio mit Gambas. Diese waren stets ordentlich abgeschmeckt und mit frischen Strauch-Tomaten und etwas scharfer Paprika fürs Auge ansprechend serviert.

Auch die Steaks sind im Sale e Pane stets eine gute Wahl. Der Chef versteht viel von gutem Fleisch und kauft daher auch solches ein. Beim Gargrad hatten wir bis dato nie einen Ausreißer und wie bei allen Beilagen glänzten Brokkoli, Spinat, Möhren und Kartoffeln stets mit perfekter Optik und Konsistenz.

Nachspeisen

Sollte noch Platz für Süßes sein empfehlen wir das hausgemachte Tiramisu – hier ganz ohne Ei & Alkohol und somit auch für Schwangere geeignet. Wer gerne ein Panna Cotta mag wird, vom Geschmack und ganz besonders von der Konsistenz dieses italienischen Dessert Highlights im Sale e Pane überrascht.

Fazit

Für das Sale e Pane können wir eine Empfehlung aussprechen. Wer Pizza, Pasta & mehr der italienischen Lebensart liebt sollte es unbedingt mal ausprobieren.

Die Preise sind bei der bis dato angebotenen Qualität & im Vergleich mehr als fair. Gut fanden wir auch das hier die Apfelsaftschorle von Hause aus mit leckerem, trüben Apfelsaft gereicht wird – dies findet man immer weniger.

Besonders erwähnen wollen wir auch die Herzlichkeit des Ganzen Teams, die erst dafür sorgt des dieses Ristorante “der Italiener um die Ecke” werden kann.

Von uns ein klares JA für einen Besuch im Sale e Pane in Berlin Steglitz!

Dorade Royal

La Marianna

Update

Beim La Marianna hat sich die Bewirtschaftung geändert, in diesem Zuge ist leider auch unser Lieblings-Ober gegangen. Die leckeren Oliven gab es bei unserm letzten Besuch nicht mehr und irgendwie hat sich neben der Atmosphäre leider auch die Küche verändert.

Trotz mehrerer Anläufe hat die Küche es nicht fertig gebracht mit den Speisen zu überzeugen.

Jedoch hat sich unser Lieblings-Ober selbständig gemacht und das I Mortifami übernommen – dort gibt es zwar leider keine Pizza, dafür aber Nudelgerichte zum Verlieben. Alles etwas kleiner aber ein echter Geheimtipp, wenn es um “MAMA`s Küche“ geht.

Sobald ich die Zeit finde werde ich Euch zum I Mortifami eine Rezension verfassen.

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Am Samstag stand uns der Sinn nach etwas authentisch Italienischem, da kam uns das La Marianna in Steglitz gerade Recht.

Reservierung

Das La Marianna hat recht überschaubare Kapazitäten, sprich man sollte auf Nummer sicher gehen und dort vorab reservieren – respektive sich telefonisch versichern das es noch ein “Plätzchen“ gibt.

Ambiente

Der Chef des Ristorantes hat den Wert der italienischen Esskultur für sich erkannt und dem La Marianna auf “die Fahne geschrieben“ diesen kulturellen Schatz zu bewahren & zu entwickeln – bravo!

Man merkt jeden Moment seines Aufenthaltes das, für das Team vom La Marianna die Küche, die Gastlichkeit und der Service von größter Bedeutung sind. Man soll nicht nur Essen wie in Italien – man soll sich auch so wohlfühlen wie dort!

Der Gastraum unterteilt sich in zwei Bereiche. Hat man das Ristorante betreten schaut man rechts in den Haupt-Gastraum. Dieser ist angenehm hell, sehr liebevoll & gastlich eingerichtet. Hier befindet sich neben der Theke vor allem auch einiges an “Wein Lagerkapazitäten“.

Zur linken Hand findet sich der zweite Gastraum, nicht ganz so groß, nicht ganz so hell – aber man kann sitzen…;-) Die Abstände der Tische zu denen anderen Gästen sind gut bemessen – womit einem kulinarischen Erlebnis nichts im Wege stehen sollte.

Im Außenbereich des La Marianna finden sich neben einem Zelt für “passionierte Raucher“ auch eine Reihe Tische, die bei hinreichender Sonne und passenden Temperaturen auch ein Sitzen im Freien erlauben. Trotz des Verkehrs an der naheliegenden Kreuzung doch recht angenehm.

Im La Marianna wird der Gast stets freundlich und zuvorkommend begrüßt & an den Tisch geleitet. Das Personal rekrutiert sich aus einer Hand voll “echten Italienern“ – und das bezieht sich gottlob vor allem auch auf die Speisen.

Wenn das Zubereiten frischer Speisen, dazu zählt für mich auch die Pizza, mal einen Moment länger dauert – ist dies genau der Moment der den geschmacklichen Unterschied macht!

Die Visitenkarte

Die Visitenkarte eines jeden Restaurants, die Toiletten, haben wir bei unserem letzten Besuch nicht frequentiert – bis dato waren diese aber OK.

Service

Nur in wenigen Restaurants macht es derart viel Freude bedient zu werden – alle Ober sind echte Originale – jeder mit seiner ganz speziellen Art – jeder Wunsch wird vorausgesehen und was die Zusammenstellung des Essens angeht wird der Gast gern “an die Hand“ genommen um ihn auf den Punkt kulinarisch glücklich zu machen, und man merkt jede Minute – das Team hat Spaß daran seine Gäste glücklich zu machen.

Manches Mal ist der Gast eingeladen, augenzwinkernd dem lautstarken “Diskussionen“ der Ober untereinander zu folgen – manches Mal wird auch ein Lied angestimmt…es herrscht eben Leben im La Marianna.

Vorspeisen

Als Starter werden im La Marianna ein äußerst leckeres Brot, Focaccia und hervorragende Oliven gereicht – in jedem Falle der richtige Einstieg in Sachen italienische Köstlichkeiten.

Die Karte ist ein Traum, diese gliedert sich klassisch italienisch (Antipasti, Primi Piatto, Secondi Piatto & Il Dolce, etc.) und wird turnusmäßig durch wechselnde Spezialitäten ergänzt. Im Grunde sind alle Speisen eine Gaumenfreude – heute jedoch habe ich mich für einen Vorspeisen Klassiker entschieden – Carpaccio die Manzo.

Was soll ich sagen, angefangen bei der hervorragenden & zarten Qualität des Rindfleisches, über den einzigartigen Geschmack des kaltgepressten Olivenöls bis hin zu dem auffällig runden Aroma des Parmesans – ein echtes Erlebnis.

Meine Begleitung wählte mit Vitello Tonnato ebenfalls etwas Klassisches – und wie soll es anders sein auch hier 10/10 Punkten.

Hauptgericht

Die erste Hauptspeise, eine Dorade Royal von der Tageskarte – auf den Punkt gegrillt, stilvoll angerichtet und geschmacklich hervorragend.

Die zweite Hauptspeise, eine Pizza Capricciosa mit erwähnenswerter Qualität der Oliven. In der Karte steht zwar “schwarze Oliven“ – aber diese Oliven gehen eher in Richtung Kalamata, ein dunkles lila, groß, fleischig und kräftig im Geschmack!

Zu guter Letzt, die dritte Hauptspeise – diesmal nicht aus der Karte und auch nicht aus der Tageskarte….schon sehr lange suchte ich nach einem Ristorante welches es versteht echte Spaghetti Carbonara zu zaubern – nicht mit Sahne und Schinken – sondern mit Eiern, Guanciale (Speck aus Schweinebacke oder -nacken), Pecorino und schwarzer Pfeffer – das war eine Offenbarung.

Nachspeisen

Wir hatten zwei Nachspeisen. Mit dem klassischen Tiramisu eine aus der Karte, mit der Erdbeer Panna Cotta eine von der Tageskarte.

Das Tiramisu war von der Konsistenz optimal, der Biskuit noch einen Hauch knusprig, der Mascarpone nicht zu süß und lediglich mit einer Andeutung von Mandel versehen – klassisch garniert mit einem Blatt Minze und einer frischen Erdbeer-Sauce – lecker.

Die Erdbeer-Panna Cotta war etwas ganz Besonderes – gibt es nicht allzu oft, vor allem nicht mit dem Geschmack echter frischer Erdbeeren – alleine die richtigen Früchte hierfür zu finden ist oftmals eine Krux…also unbedingt probieren sollte es diese Nachspeise bei Eurem Besuch geben.

Fazit

Das La Marianna ist sowohl mit dem Auto als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Lage an der Feuerbachstraße lädt förmlich zu einem Abendessen nach einer Shoppingtour ein.

Gehen wir von einem qualitativ höherwertigen “Materialeinsatz“ aus, haben wir preislich beim La Marianna nichts auszusetzen.

Unsere Erfahrungen mit dem La Marianna haben sich von Besuch zu Besuch kaum verändert – man gibt sich wirklich jeden Moment die größte Mühe gerade das authentisch-italienische mit Leben zu füllen… Buon Appetito!

Eine klare Empfehlung von uns für Euren Besuch im La Marianna, in Berlin Steglitz.

Marietta, chillen in Prenzlauer Berg

Neulich…

…wollten wir mal spontan frühstücken, gelandet sind wir im Marietta.

Es handelt sich um eine übersichtliche Bar in der geraucht werden darf – zumindest „damals“.

Das Publikum ist gemischt, man findet sowohl “Berliner Urgesteine” als auch Berlin-Besucher auf Stippvisite und fühlt sich prompt wohl.

Das Marietta bietet einen Tresen-Self-Service mit kurzen Wegen.

Die Musik hat mir besonders gut gefallen. Es wurden viele betagte aber auch aktuelle englisch sprachige Titel gespielt, und dies in moderater Lautstärke.

Dies war mein erster Besuch im Marietta, sicher aber nicht der letzte.

Der Hot Dog Laden

Neulich…

Hot Dog Heißhunger? Dann ist „Der Hot Dog Laden“ (Nähe Winterfeldplatz) die Location – the place to be.

Der Hot Dog Laden ist ein kleiner feiner Imbiss ohne Innenbereich. Die Waren werden durch eine Theke nach außen gereicht, wo ggf. einige wenige Hocker & ein Tisch stehen.

Was uns bis heute stets betrübte – Leider macht der Laden schon gegen 00:00 Uhr zu. Aber auch wenn uns das stört – wir fahren trotz allem gerne auch einige Kilometer weit, um an die leckeren Dogs zu kommen.

Es gibt den normalen dänischen, aber auch `nen Käse oder Chili-Käse Hot Dog…die schmecken einfach alle super. Vor allem löst sich das Brötchen nicht während des Essens auf, wie bei manch anderem Imbiss oder wie die gekauften vom Einkaufsladen um die Ecke.

Super finde ich auch dass die Würste von Neuland sind und es Brownies und hier sogar die originale Orangina gibt. Also nix wie hin, es lohnt sich!

Salat Feuerbach

Carpe diem @Feuerbach

Reservierung

Wir raten an im Feuerbach zu reservieren.

Ambiente

Beim Feuerbach in Berlin Steglitz handelt es sich um eine gastronomische Kombination von Bar, Restaurant und einem kleinen Biergarten ähnlichem Außenbereich. Hinzu kommen im Eingangsbereich einige Tische, die mich auf Grund ihrer Nähe zur Straße, sehr an französische oder italienische Bistros erinnern.

Die unterschiedlichen Bereiche sind von der Einrichtung her klar gegeneinander abgegrenzt, so dass man stets weiß worauf man “sich einlässt“, wenn der Platz erst einmal gefunden wurde.

Die Bar bietet allerhand alkoholische Köstlichkeiten, aber auch erwähnenswerte Kaffee-Variationen. Insbesondere im Rahmen ausgedehnter sonntäglicher Frühstücks-Aktionen waren diese stets geeignet die Lebensgeister wieder wach zu rütteln – auch wenn es am Vortag mal etwas später wurde…;-)

Service

Das Personal ist freundlich, schnell und aufmerksam, dabei aber keinesfalls aufdringlich. Die Speisen, insbesondere die aktuellen Angebote, sind flugs auf dem Tisch und mit viel Liebe angerichtet. Man merkt deutlich, dass die Küche Freude an der Arbeit hat.  Sowohl der Restaurant-, sowie der Bar- als auch der Biergarten-Bereich laden zum Verweilen ein, wobei der Service durchgängig positiv auffällt.

Besonders angenehm empfand ich die Tatsache, dass im Feuerbach ein hauseigenes WLan verfügbar ist. Auf Nachfrage erhält man das zugehörige Kennwort und schon ist man drin im “WorldWideWeb“, dies empfinde ich wesentlich angenehmer als sich andernorts mit nervigen Hotspots herumärgern zu müssen.

Qualität und Geschmack

Auch wenn, dass Feuerbach stets mit allerhand hochwertigen Leckereien aufwartet ist für mich noch immer der “Salat Feuerbach“ mein ganz spezieller Favorit.

Der Salat ist stets taufrisch, das Dressing einzigartig und die Komposition mit der Kombination von frischen Avocado-Stücken, kleinen frittierten“ Kartoffel-Cubes“, Schafskäse und Kürbiskernen ist immer wieder eine Gaumenfreude.

Laut Karte sind eigentlich auch Orangenfilets dabei, die ich aber als Fleischliebhaber allzu gerne gegen frisch gebratene Putenstücke austauschen lasse um den Salat nach meinen Vorstellungen ein wenig zu “patchen“…;-)

Der Teller ist stets mit Können und Hingabe dekoriert und das Zusammenspiel der Zutaten verweist auf die Genialität des Kochs – Einfaches zu Bemerkenswertem zu machen.

Zu den Speisen wird im Feuerbach immer ein Korb mit frischem Baguette und dunklem Kastenbrot gereicht, trockene Scheiben, wie in mancher Pizzeria, wird man hier gottlob vergeblich suchen…

Neben dem  Salat gab es bei mir natürlich auch einen dazu harmonierenden Wein, in diesem Fall eine Empfehlung des Feuerbach Urgesteins “Alexander“, einen 2010er Domain de Bisconte aus FR, in jedem Falle ein erwähnenswerter Tropfen mit einnehmenden Wesen…

Das Preis / Leistungsverhältnis im Feuerbach ist für Berliner-Verhältnisse ausgewogen und auch für Steglitz in jedem Falle in Ordnung, bei der dargebotenen Qualität und dem guten Service allemal.

Negativ

Negatives ist mir im Feuerbach bis dato nicht aufgefallen.

Obwohl – leider haben sie das Salatdressing verändert – früher war der Salat mit fruchtigem Himbeeressig angerichtet – das fehlt mir!

Weißes Rössl in Lichterfelde

Reservierung

Das Weißen Röss´l in Licherfelde hat ausreichend Platz, auch für den spontanen Besuch – möchte man allerdings zu Stoßzeiten draußen im Biergarten sitzen, empfehlen wir für Gruppen ab fünf Personen sicherheitshalber vorab telefonisch zu reservieren.

Ambiente

Beim Weißen Röss´l in Berlin Lichterfelde handelt es sich um ein traditionsreiches Biergarten-Restaurant nach bayrischem Vorbild. Es ist urig eingerichtet und ebenso originalgetreu gekleidet kommt auch das Personal daher. Die umfangreiche Karte wartet sowohl mit bayrischen als auch mit österreichischen Spezialitäten auf.

Service

So wie man es auch aus bayrischen Biergärten kennt ist das Personal recht direkt – hat das Herz aber am rechten Fleck. Die Speisen kommen zügig an den Tisch und auch hinsichtlich der Getränke wird man zeitnah umsorgt.

Qualität und Geschmack

Neben dem zünftigen halben bis Liter Paulaner, etwas Radi nebst Butter und Bretz´n empfehle ich unbedingt die Schweinshaxe zu probieren, eine leckere Kruste ist hier Standard. Dazu werden bayrisches Kraut und Semmelknödel gereicht.

Die Haxe ist mit über einem Kilo schon eine recht große Portion, jedoch kann man sich diesen Hauptgang ja auch teilen – dann schafft auch jeder hinterher noch seinen Apfelstrudel.

Positiv

Die gute Laune des Service Personals ist mir besonders aufgefallen, insbesondere da diese nicht aufgesetzt wirkte. Für einen zünftigen Herrenabend definitiv eine urige Adresse, die man zumindest mal ausprobiert haben sollte.

Negativ

Qualitativ gab es für mich bisher nur einen nennenswerten Ausreißer, eine extrem dünne Leberknödelsuppe die offensichtlich bei der Qualitätskontrolle des Kochs “durchgeschlüpft” sein muss – der Service hat erfrischend und kulant reagiert, leider war Leberknödelsuppe dann aber aus (was sicher auch schon davor der Fall war).

Currywurst & Coffeeshop an der Kulturbrauerei

“German FastFood” an der Kulturbrauerei

Wie immer ist der Hunger am größten, wenn die Nacht zu Ende geht und eine Currywurst schmeckt erst so richtig in den Morgenstunden.

Letztlich war zufälliger- und glücklicherweise der Currywurst und Coffeeshop an der Kulturbrauerei gleich um die Ecke. Mein erster Besuch dort war schon länger her, daher war eine “Auffrischung“ geboten…

Es handelt sich um einen Tresen-Self-Service bei dem der Gast, nach dem Bezahlen eine Nummer erhält die, sobald die Bestellung fertig ist, zur Abholung aufgerufen wird. Das Serviceteam ist sehr engagiert und freundlich, die Preise mehr als fair.

Die Location ist sehr übersichtlich – den Witterungsbedingungen angepasst werden im Winter außen auch Heiz-Pilze aufgestellt.

Nun aber zum Eigentlichen, dem Essen.

Die Currywurst war sowohl mit als ohne Darm ausgesprochen lecker, besonders die gebratenen Zwiebeln, die trotz allem nicht „fettig“ waren haben mich überzeugt.

Der Ketchup war leicht süßlich und äußerst „tomatig“.

Die hausgemachten Pommes schmeckten intensiv nach Kartoffel und ließen sich auf Grund Ihrer Größe auch hervorragend mit der Hand naschen.

Besonders zu empfehlen sind auch hier im Übrigen auch die Brownies!

Guten Appetit.

Trattoria Toscana in Tempelhof

Ambiente

Beim Trattoria Toscana in Berlin Tempelhof handelt es sich um ein traditionelles italienisches Restaurant unter italienischer Leitung- wo hat man das heute noch? Es ist stilecht eingerichtet und biete eine Menge Raum für Veranstaltungen. Ich hätte ein solches Restaurant in dieser Lage nicht vermutet, aber “glücklicherweise“ gebot ein überhitzter Motor mir letztlich eben dort eine Pause einzulegen…

Service

Das Service-Personal ist schnell und freundlich. Die Speisen kommen zügig an den Tisch und auch hinsichtlich der Getränke wird man zeitnah umsorgt.

Qualität und Geschmack

Da ich auf Grund der Eingangssituation ganz unverhofft zu meiner Pizza Mista kam hatte ich mir vorab nicht viele Gedanken zu Qualität und Geschmack gemacht. Umso überraschter war ich als ich feststellte, dass die Pizza wirklich erwähnenswert gut war. Sie war durchweg knusprig, der Mozzarella kräftig im Geschmack und vor allem die Artischocken durchgängig weich und aromatisch. Dabei war die Pizza im Verhältnis zum Preis dennoch gewaltig.

Negativ

Negativ ist mir nichts aufgefallen.