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Restaurants in Hamburg & Umgebung

Taverna Ellada

Reservierung und Web

Bei Verlassen des Restaurants riet uns der Kellern bei mehr als einer Person zu reservieren – dies schien angesichts der zwei weiteren Gäste allerdings nicht unbedingt notwendig zu sein – vielleicht lag es an der Uhrzeit (21:30 Uhr).

Reservieren kann man über die Webseite der Taverna Ellada – warum dies mit eigener Domain mittels einer WebDE E-Mail-Adresse geschieht erschließt sich uns allerding nicht wirklich.

Die Webseite ist recht einfach gehalten und die Bilder differieren erheblich von der Anmutung der Speisen im Restaurant – die Speisekarte ist nicht optimal integriert und insbesondere auch nicht durchsuchbar – das störte.

Ambiente

Die Taverna Ellada hat einen recht großen ebenerdigen Gastraum und darüber hinaus noch einen kleineren Teil der ein paar Stufen höher liegt – in Summe so um die 12-14 Tische verschiedenster Größe. Das Restaurant ist hell und mit ein paar „Säulen“ ein wenig im griechischen Stil eingerichtet.

Die Visitenkarte

Die Toiletten wurden bei unserem Besuch nicht frequentiert – sollte es zu einem weiteren Besuch kommen holen wir dies sicher nach.

Service

Wir waren bereits vor mehr als zwei Jahren zu Besuch in der Taverna Ellada und bereits da viel uns insbesondere das gelebte Desinteresse des indischen Betreibers auf.

Der damalige Ober bot, als wir sagten wir müssten noch fahren, sehr versiert einen griechischen Mokka anstatt eines Ouzos an– Kompliment dafür. Als er diesen dann jedoch an den Tisch brachte sagte er plötzlich sein Chef fordere ihn leider auf diesen nun doch in Rechnung zu stellen – lediglich Alkohol gäbe es aufs Haus – wir lehnten dankend ab.

Eben diese Stimmung strahlt der Betreiber leider aus und bremst so offenbar sein teilweise serviceorientiertes Personal – wenig Up to Date und keinesfalls weltmännisch – der nette Ober von damals war nicht mehr da.

Auch heute wurde ad hoc & ungefragt ein Ouzo auf den Tisch gestellt als das Wort auf die “verliebt“ gesalzenen Lammkoteletts kam – sicher nett gemeint, es tat auch leid hier abzulehnen, aber durch den Ouzo verschwindet das Salz auch nicht, da wäre ein halber Liter Wasser sinnvoller gewesen…

Der Ober war versiert und man sah ihm förmlich an, das er als Grieche wusste was alles hier nicht wirklich griechisch ist. Wenn man als Nicht-Grieche griechisches Personal hat, sollte man wenigstens ein offenes Ohr für deren Lebenserfahrung und Kultur haben, um die nötige Authentizität zu bekommen die es braucht ein griechisches Restaurant erfolgreich zu betreiben.

Vorspeisen

Der “Gruß aus der Küche“ bestand aus einem kleinen Schälchen Tzatziki und etwas Brot. Es handelte sich um frisch aufgeschnittenes toast-ähnliches Weißbrot – kalt und labberig- wirklich eine Schande für einen Griechen. Beim zweiten Anlauf konnte der Ober aber überzeugt werden dieses wenigstens etwas “angrillen“ zu lassen – danach war es zwar nicht wirklich gut, aber deutlich besser.

Bei den georderten Vorspeisen handelte es sich zum einen um eine Portion Griechischen Schafskäse mit Zwiebeln und zum anderen um Oktopus in Essig und Öl (Xtapodi xidato).

Der Schafskäse war etwas lieblos und recht trocken angerichtet – hier hätten ein paar Oliven, etwas Salz und frischer Pfeffer (auf Nachfrage gab es dann auch eine Pfeffermühle) sowie etwas mehr Öl wahre Wunder gewirkt. Gottlob gab es ein frisch gezapftes Duckstein, das half dem trockenen Schafskäse dann weiter…

Auf der Webseite des Restaurants wurde beim anrichten mit Oliven nicht derart sparsam verfahren und auch das Brot wirkt deutlich leckerer.

Der Oktopus ist eigentlich das Zugpferd vieler griechischer Restaurants weltweit, aber er sollte mit Liebe gemacht sein und keinesfalls Kühlschrank-Temperatur haben – in unserem Falle war dies leider so und auch die Konsistenz sprach nicht dafür das dieser täglich frisch über die Theke geht – schade.

Vielleicht hätte auch eine andere Vorspeise von der Tageskarte besser geschmeckt – leider wurde diese erst nach der erfolgten Bestellung und auf Nachfrage hin “hervorgeholt“.

Zeitgleich mit den Vorspeisen kam der Beilagen Salat zur Hauptspeise, was insofern angenehm war als, dass auch dieser dem Schafskäse zu etwas frische und Schwung verhalf.

Der Salat war gut abgeschmeckt und fast das griechischste am ganzen Abend – wäre da nicht die spezielle Garnierung gewesen. Im Salat befand sich ein Stück Papierserviette – wahrscheinlich vom Abwischen des Tellerrandes in den Salat gelangt – nun ja das kann vorkommen – lustig dabei war nur das mein Hinweis auf das Papier im Salat mit einem Check meiner Serviette quittiert wurde…da ich selber nicht sicher war ob das Papier vorher schon im Salat war, habe ich dann die Bilder des Salates angeschaut die ich zuvor davon gemacht hatte als er an den Tisch kam… die “Zutat“ war leider wirklich schon beim Servieren des Salates enthalten….aber mehr als ungläubige Blicke gab es hierfür nicht.

Hauptgericht

Als Hauptgericht wurde der Lammteller geordert. Zwei Lammkoteletts, ein Lammfilet & ein Lamm-Souvlaki mit etwas Tzatziki und Pommes Frites.

Das Lamm-Filet war sehr schön gegrillt, innen rosa und mit Bedacht gewürzt. Auch der Lamm-Souvlaki war sehr lecker und das Fleisch auf den Punkt gegart – schön saftig. Einziger Ausreißer beim Hauptgericht waren die beiden “Salzkristalle“ in Form von Lammkoteletts – diese ohne mehrere kräftige Schlucke Duckstein hinunter zu bekommen wäre schwerlich möglich gewesen – der Koch muss seine große Liebe gefunden haben…

Nachspeisen

Auf Nachspeisen haben wir bei diesem Besuch verzichtet – allerdings wurden uns auch keine angeboten.

Fazit

Das Essen war nicht durchweg schlecht, der Koch scheint Potential zu haben, jedoch was die Lammkoteletts angeht recht frisch verliebt zu sein. Leider war der Service unaufmerksam obwohl der Chef – ein Inder wie so oft in Restaurants der Langen Reihe zum Hauptbahnhof hin – zugegen war und drei echte Gäste keine Herausforderung darstellen sollten.

Wer wegen der guten griechischen Küche, sprich leckeren Oliven & frischen Brotes kommt und nicht nur wegen der “ausgegebenen“ Ouzos, wäre von einem Besuch wohl enttäuscht – wohl nicht zuletzt auch wegen des Unterschiedes zu den netten Fotos auf der Webseite.

Die Preise im der Taverna Ellada sind angemessen und überraschender Weise nicht derart überzogen, wie die der anderen Restaurationen im oberen Teil der Langen Reihe.

Von uns kann in diesem Falle leider lediglich eine halbherzige Empfehlung für einen Besuch in der Taverna Ellada abgegeben – hier fehlt das Gefühl der authentischen griechischen Gastfreundschaft sowie die echte Wertschätzung und der Respekt gegenüber dem Gast.

 

Le Su

Das Le Su in der Hamburger Langen Reihe ist für die dargebotenen Speisen gefühlt etwas zu hochpreisig, was sicher der exponierten Lage geschuldet ist. Das Le Su sieht sich selbst im weiteren Sinne im Mediterranen aufgehoben – dies mag zum Teil auch stimmen, jedoch empfand ich es von der Einrichtung über die Speisen doch eher wie ein authentisch rein libanesisches Restaurant.

Die Bedienung als auch der Koch waren sehr freundlich und die bestellten Speisen waren zügig auf dem Tisch. Auffällig war für mich die Geräuschkulisse – es war etwas laut, insbesondere das Hantieren mit Tellern & Co in der zum Gastraum hin offenen Küche hätte zurückhaltender geschehen können.

Ich hatte auf Empfehlung des Kochs hin die Gemischte Platte geordert um so einen guten Eindruck zu bekommen was das Le Su alles zu bieten hat. Ich fand die Auswahl sehr interessant und im Einzelnen:

  • Die Sesam Falafel waren äußerst lecker – mir jedoch etwas zu trocken
  • Die Hackfleisch-Bällchen waren ebenfalls lecker – aber leider deutlich zu kalt
  • Das Lammkotelett aus der Pfanne überraschte mich, es war trotz des fehlenden Holzkohlegrills -geschmacklich super lecker und toll gewürzt
  • Der Humus war top und mit Granatapfel verfeinert – eine gute Idee
  • Der Burghul  (Bulgur) war OK
  • Das gereichte Brot leider nicht wirklich warm
  • Dem landestypischen Petersiliensalat fehlte leider die Zitrone sowie auch Salz und Öl– hier muss unbedingt vor dem Servieren abgeschmeckt werden
  • Es wurde leider Thymian Kartoffeln anstatt die angepriesenen Koriander-Kartoffeln serviert – sehr schade, aber mit Ansage
  • Offenbar hat man sich zwischenzeitlich auf die Besucher eingestellt die Koriander gar nicht abkönnen
  • Der dazu gereichte Salat war – anders als der Petersiliensalat- auffällig gut abgeschmeckt

Dazu hatte ich mir einen australischen Wein geordert – mit 16,5 Euro für 0,5 l ein wenig teuer – aber nachdem er Temperatur bekam, sehr lecker.

Mein Fazit

Die Preise im Le Su sind mir etwas zu hoch – insbesondere was die Weine angeht. Die Auswahl bei den Gerichten besteht überwiegend aus denselben oder ähnlichen Speisen in unterschiedlicher Zusammenstellung – hier würde ich mir eine größere kulinarische Vielfalt wünschen.

Geschmacklich war es ein wenig ein „Auf & Ab“, einiges hat wirklich super geschmeckt – anderes dafür eher durchschnittlich bis lieblos. Hier muss mehr Linie hineingebracht werden um durchweg leckere, frische und vor allem auch warme Speise aufzutischen.

Das Ambiente im Le Su hat mir gefallen, nur die unliebsame Lautstärke war unpassend und auch vermeidbar.

Das Le Su verfügt über einen einfachen Webauftritt mit Kontaktformular – leider noch nicht “https“, was, wenn es so bleibt sicher bald zu Kosten auf Grund von Abmahnungen führen kann – dies sollte unbedingt schnellstens behoben werden – wer das Kontaktformular nutzt sollte sicher sein können, das kein Dritter die Information bekommen kann.

 

St. Georg Steakhouse Tomahawk

Steakhouse St. Georg

August 2016 – Steakhouse St. Georg

Reservierung

Das Restaurant ist recht groß, wobei wir bei größeren Vorhaben dennoch dazu raten im Steakhouse St. Georg zu reservieren.

Ambiente

Wir wurden sehr freundlich empfangen und fühlten uns von der ersten Minute an wohl. Besonders angenehm empfanden wir den Umstand, dass man uns sogleich nach der Begrüßung anbot Garderobe und Taschen für uns zu verstauen.

Das Restaurant ist  recht groß und teilt sich in drei unterschiedliche Bereiche auf – ganz nach den eigenen Vorlieben kann man eher zurückgezogen im hinteren Teil sitzen, im mittleren Teil den Köchen beim Kochen zuschauen oder aber auch nahe des Eingangsbereiches (noch vor dem Tresen) “in der Menge baden” wenn man denn Leute um sich haben will –  bei guten Wetter gibt es auch einige Tische direkt vor dem Restaurant.

Der Bereich neben dem Tresen beherbergt die Kasse und dient sozusagen als kleiner Empfangsbereich.

Nicht zuletzt die Einrichtung des Steakhouse St. Georg erinnerte uns an eine bekannte Steakhouse Kette mit Hauptsitz in Hamburg – wobei, das muss ich erwähnen – die Einsatzfreude im Steakhouse St. Georg für den Gast und auch die Fleisch-Qualität deutlich besser sind als beim “Original” – aber dazu später mehr.

Das Restaurant ist klar strukturiert, nicht verspielt – sagen wir mal zweckmäßig und aufgeräumt. Einziges Manko beim Ambiente – die Lichtsituation – es könnte deutlich heller sein, und die Lichtverteilung auf den Tischen gleichmäßiger um die kulinarischen Höhepunkte noch besser ins rechte Licht zu setzen.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten Eindruck. Hier könnte mit Deko & Duft noch etwas optimiert werden.

Service

Unsere Bedienung war schnell, freundlich und zuvorkommend – war ein Glas leer, wurde ohne weitere Anmerkung auch schon darauf reagiert. Im Grunde wurden uns durch die Bank weg die Wünsche von den Lippen abgelesen.

Vorspeisen

Bei unserm Vorhaben in Sachen Tomahawk Steaks war natürlich abzusehen, dass Vorspeisen hier unnötigerweise die Kapazitäten einschränken würden – was aber nichts daran änderte das wir zumindest ein Carpaccio und eine Portion Bruschetta orderten.

Das Carpaccio war fantastisch – sehr frisch, das war Fleisch hauchdünn und hatte Raumtemperatur – nicht zu viel Rauke, ein sehr leckerer gehobelter Parmesan – ein gutes natives Olivenöl und ein hervorragender “alter” Balsamico – die Komposition – ein Traum.

Auch die Bruschetta waren top. Beim Brot verwendet das St. Georg Steakhouse dasselbe wie es zu den Steaks gereicht wird – sprich knusprig und ganz leicht mit Knoblauchbutter bestrichen – oben drauf noch frische Tomaten-Würfel, etwas Zwiebeln & Kräuter – herrlich.

Hauptgericht

Was kann man von einem Restaurant an Einsatz für den Gast erwarten? Ich schicke diese Frage voraus, weil wir ja eigentlich geplant hatten gegenüber vom Hamburger Hauptbahnhof einzukehren und dort, die uns bekannten Prime-Steaks zu genießen.

Hierfür reservierten wir bereits eine Woche vorher. Vier Tage vor dem Termin wollten wir auf Nummer sicher gehen das, das bekannte Hamburger Steakhouse dann auch ausreichend viele Scheiben vom Prime-Steaks für uns bereithält.

Womit wir nie gerechnet hätten war, dass die Restaurant-Leitung uns keine Offerte machen konnte / wollte – nein ganz im Gegenteil, man sprach von Wochen die es dauern würde das bisher durchgängige Prime-Steak Angebot wieder aufzunehmen – einen Zukauf für unseren Termin wollte man partout nicht bewerkstelligen – sehr, sehr schade.

Aber jede Medaille hat ja bekanntlich zwei Seiten und siehe da, der ad hoc kontaktierte Chef vom Steakhouse St. Georg war sofort bereit uns “aufzufangen”. Obwohl nicht auf der Karte hat er das Wochenende und den darauffolgenden Montag dazu genutzt das beste Fleisch für unseren Steak-Event aufzutreiben.

Er war beim Fleischhändler seines Vertrauens – ja sogar bei Delta, letztendlich wurde er in der Metro fündig (Vielen Dank nochmals für diesen Aufwand!).

Somit stand dem Event nichts mehr im Wege. Die Konsistenz des Fleisches sowie dessen Aroma war bemerkenswert – die handwerkliche Leistung des Mitarbeiters am Grill ebenso. Wir hatten letztlich eine deutlich bessere Qualität von Ribeye am Knochen als wir diese bis dato bei der bekannten Konkurrenz vorfanden – und dies zu einem Preis der deutlich günstiger aber dennoch fair war.

Nachspeisen

Jeder von uns hatte zwischen tausend und tausend-dreihundert Gramm vertilgt – da war beim besten Willen kein Platz mehr für Süßes!

Fazit

Für das Steakhouse St. Georg können wir eine klare Empfehlung aussprechen. Wer Steaks liebt sollte es unbedingt mal ausprobieren – insbesondere, wenn der indische Chef-Grillmeister vor Ort ist liegt geschmacklich nur wenig Abstand zu den INN-Steakhäusern Hamburgs vor.

Die Preise im Steakhouse St. Georg sind bei der bis dato angebotenen Qualität & im Vergleich zu Mitbewerbern mehr als fair.

Besondere Erwähnung sollte auch die Zitronen-Brause finden, denn eben wie in Bayern – hat diese geschmacklich so gut wie gar nichts mit industriellem Zuckerwasser zu tun – einfach mal probieren.

Von uns ein klares JA für einen Besuch im Steakhouse St. Georg!

Update [2017-08-10]

Der der indische Chef-Grillmeister hat das Steakhouse St. Georg leider verlassen!

Casse-Croûte

Mittwoch, 1. Juni 2016 – Gänsemarkt – Casse-Croûte.

Reservierung

Wir raten definitiv dazu beim Casse-Croûte mit ausreichend Vorlauf zu reservieren.

Ambiente

Wir wurden bereits vor dem Casse-Croûte in Empfang genommen – was sicher auch dem Umstand geschuldet war, dass der eine oder andere sich ohne die “Zigarette davor“ nicht optimal vorbereitet fühlte…

Die Bedienung des Casse-Croûte reagierte freundlich und souverän indem, neben der Begrüßung, das Angebot folgte die ersten Getränke sogleich im Eingangsbereich noch vor der Gasstätte zu servieren – dieses Angebot konnten wir natürlich nicht ausschlagen.

Nach gut einer Viertelstunde betraten wir dann das Casse-Croûte. Das Restaurant ist recht übersichtlich in zwei Gasträume aufgeteilt. Als kleiner Empfangsbereich dient die Fläche vor dem Tresen.  Hier wurden wir nochmals „ganz offiziell“ begrüßt & an unseren Tisch geleitet.

Als besonders angenehm empfanden wir den Umstand, dass man uns sogleich anbot Garderobe und Taschen für uns zu verstauen – das ist doch mal ein runder Service.

Die Einrichtung des Casse-Croûte entspricht der eines französischen Bistros – umlaufend und auf Sitzhöhe sind durchgängig Spiegelflächen platziert die zumindest optisch “mehr Raum“ entstehen lassen.

Man fühlt sich sofort wohl – einziges Manko beim Ambiente – es könnte einen Tick heller sein – insbesondere um den Aufwand und die Sorgfalt des Dekorierens der Speisen auch entsprechend wahrnehmen & würdigen zu können.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten, jedoch keinen edlen Eindruck – wobei das Ambiente jedoch auf den Look der Gasträume abgestimmt ist.

Service

Unsere Bedienung war ein Goldstück, freundlich, zuvorkommend, kompetent und schlagfertig – wir fühlten uns durchweg gut & sehr zügig bedient und zudem ehrlich beraten – dabei hatte sie stets ein Auge für unsere besonderen Wünsche und machte uns Vorschläge zur Ergänzung unserer Gerichte.

Zu erwähnen ist auch der Sommelier des Casse-Croûte – ein echter Kenner ohne Allüren – wir fühlten uns mehr als gut beraten, der Pintia 2010 war ein beeindruckendes – der Armagnac ein außergewöhnliches Erlebnis – ein Dank für diese Erfahrungen.

Vorspeisen

Alles fing an mit dem “Gruß aus der Küche“, nämlich Frischen Pfifferlingen in Rahm mit gebratenem Semmelknödel & Schnittlauch.

Ich meide bereits seit viele Jahrzehnten Pfifferlinge – es war im Grunde nie eine Portion dabei, die nicht irgendwo „knirschte“ – aber WoW, im Casse Croûte überzeugte mich der kleine Gruß aus der Küche, sowohl handwerklich als auch geschmacklich.

Unser „Goldstück“ war so freundlich und stellte für uns eine leckere Vorspeisenplatte zusammen. Hierin enthalten waren ein vorzügliches Carpaccio di manzo mit “altem“ Essig, Parmesan & Pinienkernen nebst Rucola (eine hervorragende Rauke – kein bisschen bitter, leichter Nuss Geschmack & ein delikates Olivenöl).

Dann noch dabei eine Portion Tobiko-Kaviar mit gekochtem Ei & Kartoffelrösti sowie Vitello Tonnato – Kalbsbraten in Thunfischsauce mit Kapernäpfeln- welches ebenfalls nicht fehlen durfte – alles super lecker!

Die HighLights waren aus unserer geschmacklichen Sicht, das Carpaccio und die auffällig leckeren Kartoffelrösti mit dem Tobiko Kaviar (sehr erfrischender Geschmack, die Körnigkeit & Feste des Kaviars optimal). Ein pikantes Thunfischtatar mit Wasabi Crème war zwar auch dabei – dieses hätte auch punkten können – war dafür aber etwas zu überwürzt…“weniger ist manchmal mehr“.

Zur Vorspeisenplatte gehörten auch Garnelen in süßsauer Sauce – die fielen etwas aus der Reihe – die Sauce war nicht selbstgemacht – was man leider sofort geschmeckt hat – zudem garten die guten Garnelen temperaturbedingt noch in den Schalen auf dem Tisch nach – wodurch sie sich zunehmend verfestigten.

„Wären sich die Garnelen in der Pfanne lediglich Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl begegnet – wären sie sicher auch bei uns besser angekommen.“

Hauptgericht

Alle Hauptgerichte kamen wohltemperiert & liebevoll dekoriert auf den Tisch, wobei die Portionen durchweg ordentlich waren.

Das Original Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln, Spargel & Gurkensalat war handwerklich OK – vielleicht etwas trocken – der Spargel 1a.

Das Australische Grain Feed Rinder Filet war, wie zu erwarten, ein Traum an Zartheit und Geschmack – natürlich etwas preisintensiver als das „Rind von der Stange“ – dafür aber auch intensiver im Geschmack!

Besonders zu erwähnen ist das Ochsenkotelette vom Heide-Rind – 800g auf den Punkt gegart und für den Gast tranchiert – sehr feines Aroma & trotz allem herzhaft – dazu ein wenig Rosmarin Jus – ein Gedicht für MeatLover.

Wobei natürlich auch Beilagen wie der feine Rahmkohlrabi & die wohlschmeckenden Waldpilze (extrem geputzt, sehr frisch) Erwähnung finden müssen – diese Qualität findet man nicht alle Tage.

Ein besonderer Peak war in jedem Falle auch der Bratkartoffelsalat, der durch eine sehr interessante Konsistenz & ein leckeres Dressing bestach.

Nachspeisen

Leider waren wir alle so satt das trotz der inneren Bereitschaft eines jeden – beim besten Willen niemand von uns mehr ein Dessert hätte „unterbringen“ können – obwohl sich die entsprechende Passage der Speisekarte wie die reine Verführung las. Wir hoffen dies bei einem zukünftigen Besuch nachholen zu können – falls ja, erfolgt ein Update.

Fazit

Das Casse Croûte ist ein Restaurant, dessen Besuch wir gerne einem jeden ans Herz legen – denn, vor allem die im ersten Blick unsortiert wirkende Karte, gibt eben eines her was man heutzutage nicht mehr als zu häufig findet – es findet sich für so gut wie jeden Esser etwas.

Die Preise im Casse Croûte orientieren sich nicht zuletzt an der Qualität der Grundstoffe – und diese sind hier hervorragend – daher auch die etwas gehobenen Preise.

Von uns eine klare Empfehlung für einen Besuch im Casse Croûte!

 

Tschebull

Am Donnerstag, den 21. April 2016 stand das Hamburger Tschebull im Levante Haus auf unserer Agenda.

Reservierung

Das Tschebull hat ausreichende Kapazitäten, dennoch sollte man auf Nummer sicher gehen und mit ein wenig Vorlauf vorab reservieren.

Ambiente

Das Tschebull verfügt über einen Empfangstresen an dem wir sehr freundlich und zuvorkommend begrüßt & und von dort dann an unseren Tisch geleitet wurden. Der Gastraum ist mehrfach unterteilt, woraus unterschiedliche Bereiche wie Restaurant, Bar, Lounge & Beisl (österreichisch für Gasthaus) entstehen.

Das Tschebull ist mit Liebe und Sorgfalt eingerichtet und durchdacht gestylt worden. Als störend empfanden wir die stellenweise doch recht geringen Abstände zu anderen Gästen sowie die deutlich zu laute Geräuschkulisse – hier sollte unbedingt etwas verändert werden damit dem kulinarischen Erlebnissen nichts im Wege steht.

Die Visitenkarte

Saloon artiges Ambiente bei den Toiletten, diese waren sauber und machten einen gepflegten, aber keinen edlen Eindruck.

Service

Die für unseren Tisch zuständige Bedienung war sehr freundlich & äußerst kompetent, wir fühlten uns sehr zügig & gut bedient, sowie offen & ehrlich beraten.

Vorspeisen

Zu Beginn wurden uns Brot, Olivenöl sowie ein sehr milder Obatzter gereicht – das Brot war ein Traum, der Obatzter ebenso.

Ausgesprochen lecker war der Marinierte Tafelspitz in Gemüsevinaigrette mit Meerrettich, Radieschen, Kartoffelcroutons & kleinem Salat. Einen derart zubereiteten Tafelspitz hatte ich bis dato noch nicht – ein wirklich spannendes Gericht – optisch wie geschmacklich erste Klasse.

Sehr lecker war auch der vegane Waldpilz-Knuspersalat mit zweierlei Sellerie, Rauchzwiebelconfit & Hollermandl.

Überhaupt nicht überzeugen konnte der Tafelspitzboullion mit Grießnockerln, Wurzelgemüse & Schnittlauch – man hatte förmlich den Eindruck es würde sich bei der kraftlosen und sehr dünnen Substanz um reines Wasser handeln – leider ein Totalausfall.

Hauptgericht

Ein Kollege entschied sich für den Hirsch. Optisch wie geschmacklich war der Hirschrücken auf Schwarzbeerrisotto mit Tiroler Rohschinken, Almkäse, Rosenkohlblättern & Orangen-Rübchen etwas ganz Besonderes.

Der Rest bestellte das Wienerschnitzel vom Kalb – für das, das Tschebull über die Grenzen Hamburgs hin bekannt ist – mit Kartoffelsalat nebst einem kleinen grünen Salat & hausgemachtem Tiroler Moosbeerchutney.

Die Schnitzel hätte deutlich wärmer sein müssen als diese den Tisch erreichten. Zudem schmeckten alle 3 Schnitzel an der einen oder anderen Stelle fischig – gerade so als ob zuvor Calamares in derselben Pfanne zubereitet worden wären – laut Bedienung war dem nicht so.

Womöglich gingen ja zu viele Schnitzel in Folge durch dieselbe Pfanne oder ein Surf & Turf Event schlug quer – was auch immer, das hätte nicht sein müssen.

Der zum Schnitzel standardmäßig gereichte „warme“ Kartoffelsalat war schon wie bei einem früheren Besuch, deutlich zu kalt, zu sauer und von der Konsistenz nicht klassisch stürz bar – eher wässerig. Dies war auch der Grund dafür, dass zwei von uns hier lieber gleich Rösti anstelle des „Salates“ orderten.

Erwähnt muss leider werden das, das Schnitzel sich sehr von der Qualität unterschied, die wir noch vor einem halben Jahr im Tschebull genießen durften – und das nicht im Positiven.

Noch kurz zum Moosbeerchutney: Viel zu kräftig, unpassend zum Schnitzel…selbst für Wild aus unserer Sicht deutlich zu weihnachtlich – förmlich überwürzt, was uns auch der Kollege mit dem ansonsten einwandfreien Hirschrücken bestätigte.

Nachspeisen

Zwei von uns ließen sich noch auf die Homemade Sachertorte 2010 delight of Valhrona chocolate & apricot ein. Laut Feedback nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich gelungen.

Leider füllte sich der Gastraum während des Verzehrs der Nachspeise nahezu überfallartig mit starkem Fisch Geruch – was letztendlich zu unserem verfrühten Abschied führte.

Fazit

Das Tschebull ist sowohl mit dem Auto (ausreichend Parkplätze in der Umgebung) als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Lage an der Mönckebergstraße lädt zum Abendessen nach einer Shoppingtour förmlich ein.

Unsere Erfahrungen mit dem Tschebull sind leider von Besuch zu Besuch sehr unterschiedlich – was jedoch immer störte war die immense Geräuschkulisse und die teilweise viel zu engen Tische – man kommt sich fast schon wie beim Speed-Dating vor.

Gehen wir von einem qualitativ höherwertigen „Materialeinsatz“ aus haben wir preislich nichts auszusetzen.

Eine klare Empfehlung wollen wir auf Grund der letztlich gemachten Erfahrungen aber jetzt eher nicht aussprechen – wer es dennoch angehen möchte – viel Erfolg.

Brooklyn Burger Bar

Am Dienstag, den 09.02.2016 waren wir zu zweit in der Brooklyn Burger Bar am alten Fischmarkt.

Reservierung

Reservieren kann man in der Brooklyn Burger Bar in Hamburg sogenannte Slots.

Zur Auswahl stehen SLOT 1: 18:00 -20:00 Uhr oder SLOT 2: 20:15 Uhr bis Open end.

Reserviert hatten wir den ersten Slot von 18:00 – 20:00 Uhr.

Wir raten unbedingt zu einer Reservierung.

 

Ambiente

Das Lokal ist klein, gemütlich und mit viel Liebe eingerichtet worden. Im Hintergrund lief Soul in moderater Lautstärke so dass wir uns jederzeit gut unterhalten konnten.

Essen

Wir haben den Burger des Monats und einen Baykyard-BBQ, Homefries mit BBQ Sauce und Pimientos des Padron, ein Alster und eine Zitronen-Basilikum-Limonade bestellt – bis auf das Alster alles home made.

Von Haus aus wird der Patty in der Brooklyn Burger Bar rosa, sprich medium, serviert. Im Rahmen der Bestellung wurden wir jedoch jeweils gefragt, ob wir ggf. einen anderen Gargrad wünschen.

Das Essen kam sehr zügig und “standesgemäß” heiß – eben alles frisch aus der Küche!

Die Optik der Burger war sehr ansprechend – beim nächsten Besuch reichen wir ggf. Bilder nach.

Die Extra Dips sind in jedem Fall zu hochpreisig – aber diesen Fehler machen auch viele andere Anbieter.

Das Burger des Monats Motto “Ibiza”

Der Burger Ibiza kam mit leckerer Olivenpaste auf dem Patty, einigen Chorizo- und Manchego-Scheiben, enthäuteter und angebratener Paprika sowie Tomate und vielem anderen – leckerem “Grünzeug”.

Aufgepasst, wer einen solchen Burger ohne Besteck genießen kann – Kappe ab – wir brauchten definitiv unser Besteck.

Man hat ganz deutlich gesehen, gefühlt und geschmeckt das nahezu alles selbstgemacht ist. Die Portionen der gereichten Beilagen sind erwähnenswert – hier nicht satt zu werden ist sicher schwierig.

Wir hatten gefühlt 30 Pimientos de Padron in der Emailschüssel – sensationell!

Die selbstgemachte Zitronen-Basilikum-Limonade war der Hammer, ich habe zwei davon getrunken, meine Begleitung hat sich nach dem ersten Alster auch gleich noch eine Limonade bestellt, obwohl das Getränk doch recht teuer ist.

Service

Die Bedienungen waren top. Stets freundlich und flexibel.

Das einzige, was uns wirklich gestört hat, waren die verbeulten Alutabletts auf denen die Burger vermeintlich “stilgerecht” gereicht wurden. Es lag zwar jeweils ein Blatt Papier darauf (so wie bei den bekannten Burger-Ketten) – das hat die Darreichungsform aber auch nicht wirklich beflügelt.

Seinen Burger auf einem solch wackelnden – weil extrem verbeultem Tablett mit einer papiernen Unterlage zu zerteilen und zu verzehren schmälert die kulinarische Freude doch erheblich – hier ist definitiv Optimierungsbedarf vorhanden.

Ob man sich bei Brooklyn Burger, was die Schüsseln für die Beilagen angeht, dem Vintage-Stil verpflichtet fühlt sei dahingestellt – in jedem Falle hatten die Schüsseln ihre besten Jahre schon gesehen – löst sich die Emaille ist es Zeit zum Austausch.

Fazit

Für jeden der Burger liebt eine klare Empfehlung für die Brooklyn Burger Bar. Insbesondere die Tatsache das frische Pattys Verwendung finden und somit unterschiedliche Garstufen möglich sind, wäre Grund genug für einen Besuch.

Block House Hamburg Hbf

Seitdem es im Blockhouse echte Prime-Steaks (RibEye am Knochen) gibt ist unser Besuch im Grunde schon zu einem Ritual geworden. Mittlerweile habe ich dort alleine sicher schon an die 50 kg davon verzehrt…nimmt man die Kollegen hinzu sicher schon mehr als 200 kg, bei einem Preis von ca. 49.- Euro für das gegrillte Kilo im Restaurant völlig fair.

Das Blockhouse wäre mit seinen ordinären Steaks sicher nicht in die engere Wahl gekommen, wenn es um echte Steak-Erlebnisse geht – anders sieht es aber eben mit den nicht auf der Karte gelisteten Steaks aus.

Zu Beginn des Angebotes existierte lediglich ein Stück Pappe auf dem ganz schlich verschiedene Gewichtsklassen notiert waren – wurde eines von den gelisteten Steaks zubereitet – wurde dieser Eintrag einfach durchgestrichen – mittlerweile gibt es dafür eine kleine Tafel direkt beim Grill.

Ganz wichtig: Grundsätzlich würde ich ab 450 Gramm (die Steaks gehen bis zum Kilo) Frischgewicht immer medium ordern. Zudem würde ich darauf drängen das sehr, sehr scharf angegrillt wird – außerdem keinesfalls Steakpfeffer draufmachen lassen (kann man später ggf. auch selber noch) und vor allem auch keine Butter oder irgendeine Sauce drauf-pinseln lassen. Beachtet man dies im Blockhouse, wird das Steak eine kulinarische Überraschung und ein echtes Geschmackserlebnis sein!

Unser letzter Besuch

In kleiner Runde haben wir am 2. Februar mal wieder das Block House gegenüber vom Hamburg Hbf besucht.

Obwohl wir uns sicher schon zu den Stammgästen zählen lassen können erhielten wir leider bereits vor unserer Order den ersten Dämpfer – die Flasche mitgebrachten Shiraz (Mollydooker, Boxer 2014) durften wir trotz des angebotenen Korkgeldes nicht öffnen – das geht auch anders!

Die Restaurantleiterin vom Dienst war mehr als unkooperativ, ja eigentlich schon mürrisch wie ein Kollege bedauernd anmerkte. Egal wo in Hamburg, seien es Steakhäuser wie das MASH, das Estancia, die Meatery, das Butchers oder Orte wie das Vier Jahreszeiten, das Atlantic oder der Portugiese um die Ecke – ja sogar bei Maredo kann man seinen besonderen Wein genießen- so etwas ist uns seit Jahren nicht vorgekommen.

Wir alle hoffen das dies ein einmaliger Ausreißer war – wäre schade auf die Prime Steaks verzichten zu müssen – wo Hamburg doch sonst eine sehr weltmännische Stadt ist.

Unser Kellner schaffte es durch seinen Einsatz und Überblick fast den Fauxpas seiner “Chefin” wieder auszubügeln – wir wollen jedoch nicht Verschweigen das wir, auf Grund der gemachten Erfahrungen – wir kamen uns schon fast wie Bittsteller vor –  in der nächsten Zeit wohl weniger häufig im Blockhouse erscheinen werden – das müssen wir erst einmal “verdauen”.

Unser Kellner war in jedem Falle prädestiniert für den Umgang mit Gästen und durchweg serviceorientiert – da kann die eine oder der andere sich noch viel abkucken – völlig losgelöst von der “gefühlten Position in der Nahrungskette des Blockhouse Teams”.

Fazit

Das wichtigste – Die Steaks waren wie immer echte “Sahnestücken”, die Herren am Grill sind halt echte Profis – Chapeau.

Update [2016-08-19]

Leider sah sich das Block House nicht in der Lage die qualitativ und geschmacklich höherwertigen Steaks oder Gleichwertiges von Freitag auf Montag hin zu beschaffen – weshalb wir einen von langer Hand geplanten Besuch in großer Runde, dort leider absagen und in das Steakhouse St. Georg verlagern mussten – letzten Endes eine gute Entscheidung, denn dort hat man sich der Problematik ad hoc angenommen und uns am darauffolgenden Montag sehr serviceorientiert mit der gewünschten Qualität versorgt.

Update [2016-12-20]

Zwischenzeitlich waren wir in verschiedener Besetzung mehrfach vor Ort – auch wenn das eine oder andere hin und wieder unrund lief, so gab es doch durchgängig Prime-Steaks in der gewohnt überzeugenden Qualität (wenn auch leider nicht immer in der gewünschten Größe 930+…), was dieses Blockhouse für uns trotz allem noch immer ganz besonders macht. Die dortigen Grillprofis sind Meister ihres Faches.

MASH

Lange waren wir am Überlegen welches Steakhouse denn als nächstes auf die Agenda kommt – am Mittwoch, den 27. Januar 2016 war es soweit – Zeit für das dänische Steakhouse MASH.

Reservierung

Das MASH hat recht umfangreiche Kapazitäten, möchte man dennoch auf Nummer sicher gehen – oder man hat sich in einen Tisch “verguckt“ – sollte man mit ein wenig Vorlauf reservieren.

Im Übrigen – gleich gegenüber befindet sich ein Parkhaus, womit Euch auch die oftmals latente Sorge, nach einem nahen Parkplatz, genommen ist.

Ambiente

Schon im Eingangsbereich sieht man am „Reifeschrank“ worum es geht – ums Fleisch.

Das MASH verfügt über einen Empfang, an dem wir sehr freundlich und zuvorkommend begrüßt & dann von dort an unseren Tisch geleitet wurden.

Das Interieur ist klar, modern und trotz allem ist das MASH mit ausreichend vielen gemütlichen Ecken ausgestattet. Es gibt Barbereiche an denen man vor oder auch nach dem Speisen hervorragende Drinks genießen kann. Zudem gibt es einige gemütlich Séparées für “Weingelage“ in kleinerem Kreise.

Die Visitenkarte

Sehr saubere & schöne Toiletten, ein Plus dafür, dass hier mal die erste Tür für die Herren vorgesehen ist – Emanzipation Reverse…;-)

Main Service

Der für unseren Tisch zuständige Ober war sehr freundlich & äußerst kompetent, wir fühlten uns zügig & gut bedient, sowie offen & ehrlich beraten.

Side Service

Leider haben die zuarbeitenden Kellner viele Bestellungen schlichtweg vergessen, was der Ober des Main Service zu guten Teilen wieder kompensiert hat – da braucht es aus unserer Sicht noch mehr Sicherheit & Abstimmung.

Minus

Leider wurden einige Beilagen vom Side Service erst auf mehrfache Nachfrage hin serviert – “naturgemäß” etwas zu spät um zeitgleich mit den Steaks verzehrt zu werden.

Die unterschiedlichen Saucen hat uns leider niemand “vorgestellt“, lediglich die Sauce béarnaise fand namentlich Erwähnung – hier besteht Optimierungsbedarf.

Das Fleisch hätte deutlich wärmer sein müssen, als es den Tisch erreichte – dies konnten auch die wirklich gut vorgewärmten Teller nicht mehr kompensieren.

Stellenweise war es am Abend unseres Besuches im Hauptspeisesaal zudem leider recht laut.

Plus

Die Lage sowie Parkplatzsituation sind optimal. Der Main Service war eine Freude – die Ober waren durchweg zuvorkommend und im MASH konnten wir sogar das exklusive & hochpreisige Kobe XO – vom Ober am Tisch tranchiert – probieren.

Sie bringen einen exponierten Wein mit? Im MASH kein Problem, hier wird das weltmännische Hamburg gelebt, sprich gibt es Ihren edlen Tropfen dort nicht, dann übernimmt der Service das Öffnen, Dekantieren und Ausschenken – fällig wird dann nur ein Korkgeld und das lag bei unserem Besuch völlig im Rahmen.

Von uns, trotz einiger Minus-Punkte, eine klare Empfehlung für einen Besuch im MASH.

Soho Chicken in Hamburg

…neulich, Dienstag den 09.02.2016, im Soho Chicken, es war mal wieder an der Zeit für etwas anderes, da kam “The Urban Restaurant & Bar” gerade recht.

Viele werden noch den guten alten Wienerwald kennen – seit diese damals stets verfügbare Hähnchenbräterei nur noch schwer zu finden ist (in Hamburg beispielsweise gar nicht), ist es umso schwerer geworden ein wirklich gutes gegrilltes Huhn zu bekommen.

Aus meiner Sicht sollte solch ein Huhn

  • Noch die gesamte Haut haben!
  • Diese sollte braun & knusprig sein (keinesfalls blond und labberig)
  • Es sollte von brauchbarer Größe sein (>1,1kg)
  • Saftig sollte es sein – auch wenn beim TakeAway der Weg nach Hause ggf. einige Zeit in Anspruch nehmen sollte, muss es noch saftig dort ankommen!

Vorab

Wir haben bereits eine Woche vor unserem Besuch angerufen, um für acht Personen zu reservieren – leider ist dies im Shoho Chicken wohl grundsätzlich nicht möglich – mehr als Schade.

Dies führte leider dazu, dass wir inmitten des Restaurants – noch in Jacken – ca. 20 Minuten auf freie Plätze warten mussten – dies hätte nicht sein müssen finden wir.

Ambiente

Das Konzept gibt & gab es bereits vorher mit ChickenShop in London – die Webseiten ist sehr nahe an dem was Soho Chicken aktuell im Netz stehen hat. Das Restaurant selbst ist recht dunkel und sehr laut – unnötig laut für die heutigen Möglichkeiten Schall zu kontrollieren.

Das Essen

Alle Hähnchen waren durch die Bank weg “blond”, viele der servierten Hähnchenteile hatten gar keine Haut mehr- aus unserer Sicht natürlich ein NoGo für eine Hähnchengrillerei.

Als wir die Bedienung baten das Huhn etwas dunkler und knuspriger “anfertigen” zu lassen kam ein “Das wird dann zu trocken und wir sind angewiesen das nicht zu machen“…tja, da ist der Kunde noch König…;-)

Einige meiner Kollegen hatte sich zum Chicken Pommes geordert – hier ruft Soho Chicken doch tatsächlich etwas für den “Ketchup” auf – nicht das es sich bei den angebotenen “Saucen” um besonders leckere und hochwertige Qualitäten gehandelt hätte…nun ja, das sollte man dort wohl noch einmal überdenken.

Die eigentliche Qualität der Hühner war gut und man bemerkte schnell, dass es sich nicht um Discounterware handelte.

Was uns auffiel war das, dass Soho Chicken doch recht hochpreisig “unterwegs” ist, und dies trotz der hemdsärmeliger Atmosphäre – gefühlt passt das irgendwie nicht zusammen.

Mein Fazit

Ein Besuch im Soho Chicken kann man machen – muss man aber nicht. Verglichen mit dem Geschmack, den die vielen türkischen Hamburger Grillbistros mit ihren echten Holzkohlegrills anbieten können, hat der Taste im Soho allerdings nichts zu tun.

Wer es laut mag und kein Problem mit Systemgastronomie hat ist dort richtig – wer es klassisch knusprig mag sollte seinen Gummiadler woanders essen.

Slowman im Reichshof Hotel Hamburg

…neulich im Slowman. Es war an der Zeit mal das viel gelobte Cordon Bleu vom Bioschwein im Slowman zu probieren – und der Reichshof lag auf dem Weg…

Es war der 21. Dezember 21:20 Uhr als ich das Slowman betrat – die Bedienung war freundlich und aufmerksam. Irritiert war ich jedoch von der Anmerkung des Obers, das um “diese Uhrzeit” nur noch eine Hauptspeise geordert werden könne – “Last Order“ sozusagen.

Für jemanden der in Berlin aufgewachsen ist klang das mehr als verfrüht, mindestens aber nicht nach Weltstadt.

Das Cordon Bleu kam dann sehr zügig auf den Tisch, es war knusprig, das Fleisch angenehm fest und saftig. Die Füllung war gerade so kräftig, dass sie nicht mit dem Geschmack des Bioschweins „kollidierte“. Der Käse lieferte zudem einen ebenso würzigen wie harmonischen Beitrag zum grandiosen Gesamteindruck des Cordon Bleu`s.

Als Beilage gab es ein handgemachtes, wirklich sehr schmackhaftes “knuspriges Kartoffelpüree” sowie, laut Karte, ein Erbsen-Minz-Gemüse, mit Minze aus dem eigenen Kräutergarten.

Neben seinem ausgewogenen Geschmack und der hausgemachten Konsistenz, glänzte das Kartoffelpüree zudem durch die Knusper-Komponente – einige ausfrittierte Scheibchen von Kartoffeln und Süßkartoffeln – eine sehr pfiffige Idee und der Mix an Texturen überzeugte.

Die Erbsen waren knackig und schmackhaft – allerdings suchte nicht nur ich nach der Minze. Als der Ober in der Küche nachgefragte vermelde der Chef selbst, dass die Komponente Minze zwar noch auf der Karte stünde, jedoch über die Wintermonate leider nicht bedient werden könne – saisonbedingt sozusagen – OK, darauf häute man ja zumindest hinweisen können.

Mein Fazit

Ein wirklich gelungenes Cordon Bleu, preislich bei dieser Qualität absolut im Rahmen – ein Hinweis des Obers zur fehlenden Minze wäre schön gewesen – meine Empfehlung trotz allem “Hin und probieren” – …aber bitte nicht nach 21:30…;-)

Update 01

Zwischenzeitlich hatte ich Gelegenheit die Erbsen zum Cordon Blue „geminzt“ zu probieren, ein nettes Highlight. Diesmal war es ein Cordon Blue to Go, wobei das Slowman neben durchweg kompetentem und freundlichem Service auch mit auffällig guter „Umverpackungen“ aufwartete.

Update 02

Calzone to Go. Ein weiteres Takeaway beim Slowman, diesmal Pizza….eine hauchdünne Calzone mit Käse-Bärlauch Füllung – auf den Punkt, top verpackt und extrem lecker – sicher besser als der Touristen-Nepp in der näheren Umgebung des Slowman/ Reichshofes.

Update 03

Das Slowman ist mittlerweile aus dem Reichshof ausgezogen – sollte ich zukünftig mal in Hamburg sein, schaue in der neuen Location gerne vorbei – mehr zum neuen Ort unter http://www.slowman.de/