Archiv für den Monat: Januar 2016

MASH

Lange waren wir am Überlegen welches Steakhouse denn als nächstes auf die Agenda kommt – am Mittwoch, den 27. Januar 2016 war es soweit – Zeit für das dänische Steakhouse MASH.

Reservierung

Das MASH hat recht umfangreiche Kapazitäten, möchte man dennoch auf Nummer sicher gehen – oder man hat sich in einen Tisch “verguckt“ – sollte man mit ein wenig Vorlauf reservieren.

Im Übrigen – gleich gegenüber befindet sich ein Parkhaus, womit Euch auch die oftmals latente Sorge, nach einem nahen Parkplatz, genommen ist.

Ambiente

Schon im Eingangsbereich sieht man am „Reifeschrank“ worum es geht – ums Fleisch.

Das MASH verfügt über einen Empfang, an dem wir sehr freundlich und zuvorkommend begrüßt & dann von dort an unseren Tisch geleitet wurden.

Das Interieur ist klar, modern und trotz allem ist das MASH mit ausreichend vielen gemütlichen Ecken ausgestattet. Es gibt Barbereiche an denen man vor oder auch nach dem Speisen hervorragende Drinks genießen kann. Zudem gibt es einige gemütlich Séparées für “Weingelage“ in kleinerem Kreise.

Die Visitenkarte

Sehr saubere & schöne Toiletten, ein Plus dafür, dass hier mal die erste Tür für die Herren vorgesehen ist – Emanzipation Reverse…;-)

Main Service

Der für unseren Tisch zuständige Ober war sehr freundlich & äußerst kompetent, wir fühlten uns zügig & gut bedient, sowie offen & ehrlich beraten.

Side Service

Leider haben die zuarbeitenden Kellner viele Bestellungen schlichtweg vergessen, was der Ober des Main Service zu guten Teilen wieder kompensiert hat – da braucht es aus unserer Sicht noch mehr Sicherheit & Abstimmung.

Minus

Leider wurden einige Beilagen vom Side Service erst auf mehrfache Nachfrage hin serviert – “naturgemäß” etwas zu spät um zeitgleich mit den Steaks verzehrt zu werden.

Die unterschiedlichen Saucen hat uns leider niemand “vorgestellt“, lediglich die Sauce béarnaise fand namentlich Erwähnung – hier besteht Optimierungsbedarf.

Das Fleisch hätte deutlich wärmer sein müssen, als es den Tisch erreichte – dies konnten auch die wirklich gut vorgewärmten Teller nicht mehr kompensieren.

Stellenweise war es am Abend unseres Besuches im Hauptspeisesaal zudem leider recht laut.

Plus

Die Lage sowie Parkplatzsituation sind optimal. Der Main Service war eine Freude – die Ober waren durchweg zuvorkommend und im MASH konnten wir sogar das exklusive & hochpreisige Kobe XO – vom Ober am Tisch tranchiert – probieren.

Sie bringen einen exponierten Wein mit? Im MASH kein Problem, hier wird das weltmännische Hamburg gelebt, sprich gibt es Ihren edlen Tropfen dort nicht, dann übernimmt der Service das Öffnen, Dekantieren und Ausschenken – fällig wird dann nur ein Korkgeld und das lag bei unserem Besuch völlig im Rahmen.

Von uns, trotz einiger Minus-Punkte, eine klare Empfehlung für einen Besuch im MASH.

Soho Chicken in Hamburg

…neulich, Dienstag den 09.02.2016, im Soho Chicken, es war mal wieder an der Zeit für etwas anderes, da kam “The Urban Restaurant & Bar” gerade recht.

Viele werden noch den guten alten Wienerwald kennen – seit diese damals stets verfügbare Hähnchenbräterei nur noch schwer zu finden ist (in Hamburg beispielsweise gar nicht), ist es umso schwerer geworden ein wirklich gutes gegrilltes Huhn zu bekommen.

Aus meiner Sicht sollte solch ein Huhn

  • Noch die gesamte Haut haben!
  • Diese sollte braun & knusprig sein (keinesfalls blond und labberig)
  • Es sollte von brauchbarer Größe sein (>1,1kg)
  • Saftig sollte es sein – auch wenn beim TakeAway der Weg nach Hause ggf. einige Zeit in Anspruch nehmen sollte, muss es noch saftig dort ankommen!

Vorab

Wir haben bereits eine Woche vor unserem Besuch angerufen, um für acht Personen zu reservieren – leider ist dies im Shoho Chicken wohl grundsätzlich nicht möglich – mehr als Schade.

Dies führte leider dazu, dass wir inmitten des Restaurants – noch in Jacken – ca. 20 Minuten auf freie Plätze warten mussten – dies hätte nicht sein müssen finden wir.

Ambiente

Das Konzept gibt & gab es bereits vorher mit ChickenShop in London – die Webseiten ist sehr nahe an dem was Soho Chicken aktuell im Netz stehen hat. Das Restaurant selbst ist recht dunkel und sehr laut – unnötig laut für die heutigen Möglichkeiten Schall zu kontrollieren.

Das Essen

Alle Hähnchen waren durch die Bank weg “blond”, viele der servierten Hähnchenteile hatten gar keine Haut mehr- aus unserer Sicht natürlich ein NoGo für eine Hähnchengrillerei.

Als wir die Bedienung baten das Huhn etwas dunkler und knuspriger “anfertigen” zu lassen kam ein “Das wird dann zu trocken und wir sind angewiesen das nicht zu machen“…tja, da ist der Kunde noch König…;-)

Einige meiner Kollegen hatte sich zum Chicken Pommes geordert – hier ruft Soho Chicken doch tatsächlich etwas für den “Ketchup” auf – nicht das es sich bei den angebotenen “Saucen” um besonders leckere und hochwertige Qualitäten gehandelt hätte…nun ja, das sollte man dort wohl noch einmal überdenken.

Die eigentliche Qualität der Hühner war gut und man bemerkte schnell, dass es sich nicht um Discounterware handelte.

Was uns auffiel war das, dass Soho Chicken doch recht hochpreisig “unterwegs” ist, und dies trotz der hemdsärmeliger Atmosphäre – gefühlt passt das irgendwie nicht zusammen.

Mein Fazit

Ein Besuch im Soho Chicken kann man machen – muss man aber nicht. Verglichen mit dem Geschmack, den die vielen türkischen Hamburger Grillbistros mit ihren echten Holzkohlegrills anbieten können, hat der Taste im Soho allerdings nichts zu tun.

Wer es laut mag und kein Problem mit Systemgastronomie hat ist dort richtig – wer es klassisch knusprig mag sollte seinen Gummiadler woanders essen.