Fruit Logistica Berlin

Die Fruit Logistica in Berlin wird jedes Jahr aufs Neue zu einer fruchtigen Angelegenheit.

Auf der Fruit Logistica dreht es sich um Obst, Gemüse, Transport-Logistik & Innovatives. Es gibt eine schier unendliche Vielfalt an heimischen & tropischen Früchten und die wenigen Tage, die diese Messe ihre Tore öffnet, reichen oft kaum aus um alle Köstlichkeiten probiert zu haben.

Da die Messe stets im Frühjahr stattfindet, bietet sich bereits in den kälteren Monaten des Jahres die Gelegenheit “Sonne” zu tanken – auch wenn dies meist “nur” kulinarisch zu verstehen ist.

Jedes Jahr stellen die Produzenten auf dieser beliebten Messe neue Kreuzungen vor, die die Besucher staunen lassen. Sei es wie 2018 beispielsweise eine Avocado ohne Kern oder die chinesischen Birnen, bei denen mittlerweile durch Züchtung Früchte verfügbar sind die an die 800g auf die Waage bringen und dennoch lecker sind.

Der Aufwand den die Aussteller treiben um ihre Produkte anzupreisen ist beeindruckend. Es gab bereits eine Vielzahl an Aktivitäten rund um das Business, angefangen von Fruit Carving Kursen, über die Wahl zur “Frucht des Jahres“ bis hin zum beliebten Innovationspreis.

Auch viele Fachbesucher aus Übersee und Asien schätzen die Berliner Ausgabe der Fruit Logistica – vieles was hier in Sachen Transport, Logistik & Verpackung vorgestellt wird finden wir Verbraucher bald im Supermarkt um die Ecke wieder.

Besonders beeindruckend ist das die Veranstalter zum Messe-Ende stets dafür sorgen, dass so gut wie keine Lebensmittel weggeschmissen werden – die Berliner Tafel und einige andere Organisationen haben nach der Fruit Logistica stets allerhand vitaminreiches im Angebot.

Jedem der sich für Früchte, Gemüse und die “Große weite Welt“ interessiert, kann ich nur raten, hier mindestens einmal zu Gast zu sein. Als kleinen Anreiz habe ich für Euch ein paar Beiträge verfasst und dabei natürlich wieder “ein bis zwei” Fotos geschossen.

Viel Spaß beim Lesen.

Fruit Logistica 2018 Berlin

Die Vorfreude zur Fruit Logistica 2018 war groß und die Messe überzeugte, wie bereits im letzten Jahr, auf ganzer Linie. Insbesondere bei den winterlichen Temperaturen in Deutschland hob die Vielfalt an exotischen & sonnengereiften Früchten die Stimmung und die Messe ließ flugs die winterlichen Außentemperaturen vergessen.

Auch in diesem Jahr war wieder allerhand Interessantes zu bestaunen. Angefangen mit dem schwarzen Knoblauch der mittlerweile in aller Munde ist, über herzförmige Gurken & lila Rosenkohl bis hin zu innovativen Kokos-Chips aus Thailand.

Hier ein paar Impressionen der diesjährigen Messe.

Der Fruit Logistica 2018 Innovation Award – Nominierungen

Die für den diesjährigen Fruit Logistica Innovationspreises nominierten Kandidaten warteten mit pfiffigen Lösungen auf. Die Palette reichte von biologischer Schädlingsbekämpfung für den Hausgebrauch, über Verpackungen mit einer bemerkenswerten Öko-Bilanz bis hin zu Gaumenfreuden aus dem fernen Asien.

Nominiert war die dunkelbraune Marmande Tomate von Adora – ein echter Genuss. Da diese Tomate eine äußerst robuste Haut hat kann man sie bedenkenlos – fast wie einen Apfel – in der Tasche transportieren ohne Gefahr zu laufen das sie kaputt geht. Dieses besondere Merkmal gefiel jedoch nicht jedem, es gab durchaus „Verkoster“ die sich gerade an der festen Haut störten. Der Geschmack dieser Tomate besticht mit seiner Ausgewogenheit an Säure und Süße die dennoch genug Platz für ein einzigartiges Aroma lässt. Zudem ist diese Tomate ein echter Eye-Catcher und für Gerichte wie z.B. einen echten Salade Niçoise mehr als geeignet.

Nominiert wurde auch die Kellermeister Manns GmbH mit einer Technologie die geeignete Früchte, wie beispielsweise Äpfel, direkt mit einem Branding versehen kann. Im Messe-Showcase wurden hierbei Äpfel unterschiedlicher Farbe zur LOGO Fruit. Sicher ein sympathischer Werbeträger, wenn sich zukünftig auch nicht standardisierte Bio-Sorten mit natürlichen Farbdrucken bedrucken lassen.

Eine weitere Innovation – der Malver – kommt aus Italien. Eine Maschine die in der Lage ist nahezu an die fünfzig Mangos gleichzeitig zu entsteinen und zu halbieren, wobei wohl auch weiche Früchte schadlos verarbeitet werden können. Sicher eine sinnvolle Investition, wenn es mal ein paar Früchte mehr sein sollen, sprich für mittelständische Hersteller von Mango-Sorbet beispielsweise.

Die niederländische Firma East4Fresh, zeigte eine Innovative Variante der Wasabi-Aufbereitung für den Hausgebrauch.  Es handelte sich hierbei im eine Wasabi-Box, einen kleinen Holzbehälter der neben einer Edelstahl-Reibe eine frische Wasabi “Knolle“ enthielt. Dies nette Geschenkidee gibt es wohl auch bereits im Handel. Geschmacklich konnte uns der selbstgemachte Wasabi jedoch nicht überzeugen.

Das belgische Unternehmen Greenyard zeigte ihre “The Alberts Smoothie Station“. Der vorgestellte Automat konnten auf Basis tiefgekühlter Früchte- und Gemüsesorten natürliche Smoothies zubereiten. Gerade in Zeiten wo der Anteil gesundheitsbewusster Mitarbeiter in vielen Firmen “explodiert“ sicher eine feine Sache für innerbetriebliche Kantinen. Hierbei ist es möglich aus den verschiedenen „Ladungen“ nach eigenem Belieben zu mischen – was wohl auch mit Unterstützung einer App möglich ist.

Nominiert war auch das Unternehmen H2Hybrid. H2Hybrid stellte ihr modulares Bewässerungssystem auf Basis von sauerstoffangereichertem Wasser – hiermit solle es möglich sein, den Wasserbedarf beim Pflanzenwachstum um bis zu 80% zu verringern – vor. Sicher eine lohnenswerte Vorgehensweise, wenn man bedenkt wie wasserintensiv der Anbau vieler Pflanzen – z.B. im Fall von Salaten – heutzutage ist.

Die Firma Koppert präsentierte einen überarbeiteten Ansatz biologischer Schädlingskontrolle. Koppert Biological Systems stellt hierfür unterschiedliche Nutzorganismen bereit. Von Parasiten wie Schlupfwespen & -Fliegen, über Pilze & Bakterien, bis hin zu Raubmilben, Raubwanzen, Raubkäfer u.v.m.. Für nahezu jeden Anwendungsfall vom häuslichen Garten bis zum Großanbau kommen diese effizienten biologischen Helfer zum Einsatz.

Die Firma Croptimal stellte im Rahmen ihrer Nominierung für den Innovation Award ihr neues mobiles Analyse System vor. Mit diesen Labor-Units können Boden, Wasser und Planzengewebe direkt auf dem Feld untersucht werden – was vormals bis zu einer Woche dauerte kann nun direkt vor Ort in wenigen Minuten geschehen. Die Geräte sollen einfach zu bedienen sein und greifen über die Cloud auf Daten zu die, die aus den vor Ort Test ermittelten Ergebnisse bewerten helfen.

Mit ihrem Graspapier war zudem die Papierfabrik Scheufelen nominiert und hat unserer Meinung nach einen großen Wurf gelandet. Diese Technologie ist eine Glanzleistung und dies nicht nur auf Grund der hervorragenden Eigenschaften des Produktes an sich. Bei der Herstellung dieser Papiervariante kommen keine Chemikalien zum Einsatz, denn es handelt sich durchweg um einen mechanischen Produktionsprozess. Der Grundstoff braucht – anders als Bäume – nur Monate zum Wachsen und ist biologisch und daher für Lebensmittelverpackungen mehr als geeignet. Die Erzeugung verbraucht deutlich weniger Strom als jede andere Papierherstellung und zu guter Letzt, das aus unserer Sicht unschlagbare Kriterium in dieser Branche – Graspapier braucht in der Produktion lediglich einen Liter Wasser pro Tonne Papier – beim herkömmlichen Fertigungsverfahren auf Holz Basis sind es bis zu 6000 Liter pro Tonne…was für ein Quantensprung, Respekt!

Nun aber, last but not least…and the winner is POOK Coconut Chips!

Wenn ein Unternehmen mit dem Herzen dabei ist, dann merkt man dies auch dem Produkten an – bei POOKS Toasted Coconut Chips ist es genau so. Hier arbeitet eine ganze Familie, generationsübergreifend und voller Enthusiasmus seit Langem an einer gesunden Innovation für alle Chips-Lover und Couch-Potatos und siehe da, es wird belohnt.

Es ist schön zu sehen, das mit dem diesjährigen Innovation Award direkt die Menschen gewürdigt werden konnten, die alles gegeben haben ein Produkt zu entwickeln und es „auf die Straße“ zu bringen. Kein abstrakter Konzern, keine Design-Labs, ganz klare Strukturen und ein transparentes Produkt hinter und für das sehr symphytische Menschen stehen. Dieses deutsch / thailändische Projekt hat alle überzeugt und verdient es bald in jedem Chips Regal vertreten zu sein.

Unsere Gratulation und Empfehlung für POOKS Toasted Coconut Chips -TASTE IT!

Weinmesse Berlin

Auf Einladung des Aachener Weinhändlers Aix Vinum hin, hatten wir Gelegenheit uns die Weinmesse Berlin einmal genauer anzuschauen. Eine Messe ganz nach unserem Gusto – im Gegenteil zu manch anderen Messen heutzutage, wurden uns hier allerhand Möglichkeiten angeboten eigene kulinarische Erfahrungen zu sammeln, ohne gleich Gebinde weise Weine ordern zu müssen – was unserer Meinung nach auch das angemessene Credo einer Endverbraucher-Messe sein sollte.

Das Eingangsszenario erinnerte ein wenig an den Start des New York Marathon – die Menge versammelte sich gegenüber des Mercure Hotels, vor den großen Stahltoren des Messegeländes und blickte erwartungsvoll dem Startschuss entgegen.

Als dieser fiel hielten wir uns etwas zurück, um dem Gedränge der Besucher zu entgehen die – wie auf jeder Messe – gerne immer die ersten sein wollen. Mit den Jahren lernt man dazu – jede gute Messe ist wie ein gutes Buffet – es wird stets nachgelegt – denn nichts ist schädlicher für die Wahrnehmung als unangebrachter Stress.

Als sich der erste Pfropfen von Besuchern etwas verlaufen hatte betraten wir den Eingangsbereich der Messe und statteten uns sogleich mit ein paar Weingläsern auf Pfandbasis aus. Bereits hier stiegen uns ein paar interessante Noten kulinarischer „Weinbegleiter“ in die Nase. Es gab neben den verschiedensten Käsesorten allerhand Backwerk und auch Deftiges zu verkosten. Unser Fokus lag jedoch diesmal auf den flüssigen Erzeugnissen, um die es ja bei einer Weinmesse auch gehen soll.

Die Messestände waren sehr zahlreich und erstreckten sich über mehrere Hallen. Es machte den Eindruck als ob ein jeder Winzer des Landes und darüber hinaus hier vertreten sei. Wir hatten uns zuvor aus dem handlichen Messeführer natürlich ein paar Anlaufstellen herausgesucht, und steuerten als erstes zum Weingut Laumersheim. Hier sollte es etwas Neues und ganz Feines geben – den edel süßen „Pälzer Scherry“ – schon der phantasievolle Name weckte unser Interesse. Was soll ich sagen, eisgekühlt ein wirklich einmaliger Tropfen denn nicht jeder sein Eigen nennen kann. Die Flasche hatte mit ihren 0,375l genau das Maß, welches die Wahrscheinlichkeit von Kopfschmerzen am Folgetag im Zaume halten soll, sollte man das Fläschchen dann doch ad hoc leeren sollte.

Hiernach durchschritten wir die heiligen Hallen der Weine und ließen uns von weiteren Deutschen aber auch Ungarischem & Chilenischen Weinen inspirieren. Die Aussteller nahmen sich stets die Zeit beim Ausschenken nicht nur Verkaufsgespräche zu führen, sondern auch Details zu ihren Trauben, den jeweiligen Anbaugebieten und dem Keltern zum Besten zu geben.

Im Anschluss an unseren Rundgang pilgerten wir zu Aix Vinum – die Chance die gesamte Bandbreite der australischen Molly Dooker Familie verkosten zu dürfen war zu verheißungsvoll. Schließlich sind sämtliche Shiraz Weine dieses Weingutes weltweit auf den höchsten Rängen der Bewertungslisten zu finden. Der 2012 Carnival of Love war im Jahr 2014 nach Parker der zweitbeste Wein der Welt…und den ersten Platz machte ein Port, was diesen Australier für uns persönlich zum Besten „echten“ Wein dieses Jahrgangs macht.

Es war ein fantastisches Erlebnis am Stand von Aix Vinum den gehaltvollen und fruchtigen Weinen wie den Boxer, den Carnival of Love oder auch den Blue Eyed Boy zu verkosten. Hierbei versorgte uns Niklas Kudlek von Aix Vinum mit allen Details der jeweiligen Weine und hatte zu jedem Jahrgang natürlich noch eine passende Geschichte parat – man merkt, dass der Mann in Aachen regelmäßig ordentliche Weinseminare veranstaltet. Seitens des Generalimporteurs von Mollydooker Weinen in Deutschland hatten wir das natürlich auch erwartet. Es dauerte geraume Zeit bis wir uns von den reinen dunklen Trauben trennen konnten. Dann haben wir noch schnell für zu Hause einen 2012 Blue Eyed Boy gekauft und gerade noch genug Zeit gehabt, die zum Abschluss geplanten Köstlichkeiten, nämlich leckere Portweine zu probieren.

Sogevinus Fine Wines hatte als bester Produzent von Portweinen ein Angebot der Golden League 2016 auf dem Tresen stehen. Hier gab es die verschiedensten Jahrgänge Burmester und einiges an Kopke zu bestaunen. Wenn man zum Finale derart süße und hochprozentige Portweine verkostet, ist es in jedem Falle angeraten sich vorab darüber im Klaren zu sein, was dies ggf. für den „Schädel“ am nächsten Tag bedeuten könnte – ganz abgesehen von der nötigen Heimkehr-Strategie – bei den Qualitäten gab es aber keinerlei Probleme.

Was soll ich sagen es war ein äußerst gelungener Abschluss, das nächste Taxi war unseres und wir hatten uns mit dem Kopke 10 & L.B.V. 2012 noch zwei gute Flaschen sichern können.

Unser Fazit, die Weinmesse Berlin hat sich in jedem Falle gelohnt. Wir haben viel Neues, aber auch Bekanntes gesehen und genossen. Diese Messe könne wir guten Gewissens jedem empfehlen der einem guten Tropfen gewogen ist. Es war zwar recht voll, jedoch waren alle Besucher die wir trafen sehr aufgeschlossen und beseelt…wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Weinmesse Berlin.

Schlemmerabend die Dritte

Es ist der 20. September 2017 und wieder einmal Schlemmerabend bei Struve. Ein weiteres Jahr ist vergangen und die Vorfreude war bereits groß – was soll ich sagen das Warten wurde wie immer belohnt.

Gottlob hatte ich bereits einige Minuten vor dem Einlass die Möglichkeit noch schnell ein paar Schnappschüsse der, wie jedes Jahr, liebevoll gestalteten Schlemmer-Buffets zu knipsen.

Der Ansturm war diesmal immens und ein jeder der noch ein Ticket für den Schlemmerabend ergattert hatte, konnte sich glücklich schätzen bei diesem kulinarischen Highlight dabei zu sein.

Das Struve-Team war wie immer hoch motiviert und trotz bereits absolvierter Tag-Schicht voller Vorfreude zwei ausgelassene Stunden gemeinsam mit Ihren Kunden zu verbringen.

Gleich am Eingang gab es fantastisches Sushi – diesmal unter dem Motto „Wiesn-Sushi“ – mit sehr viel Liebe zum Detail und einer großen Portion Professionalität, hatten die Damen und Herren des hauseigenen “Sushi-Produzenten“ ein geschmackliches Feuerwerk fabriziert.

Gleich gegenüber konnte der Fleischliebhaber sich mit einem erwähnenswert leckeren Schweinebraten auf Krautsalat verwöhnen lassen.

Es waren wieder viele kleine Stände verschiedenster Hersteller aufgebaut worden. Hier konnte man von den unterschiedlichsten Horsd’œuvre, über Pizza-Ecken, Lachs & Garnelen, Raclette vom Blauschimmelkäse bis hin zu Gebäck und Keksen viel Neues, aber auch Bekanntes probieren.

Natürlich gab es neben verschiedenen Rum-Sorten auch wieder einiges an Weinen und auch Craft-Bieren sowie Pale Ale zu verkosten.

Besonders erwähnen möchte ich noch die Damen und Herren der Fleisch & Wurst-Theke. Es ist schon erstaunlich wie viele kleine Gaumenfreuden hier auch in diesem Jahr wieder gezaubert wurden – ganz bodenständig – und trotz allem ganz besonders.

Ach ja, und auch die Damen die – wie jedes Jahr – im Bereich der Kühltruhen Garnelen für die Besucher zaubern – großes Kompliment für den gelungenen Service trotz des großen Ansturmes – und dann auch noch so lecker!

Alles in allem mal wieder eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank an die Struve Familie und die vielen fleißigen Mitarbeiter ohne die ein solcher Event gar nicht machbar wäre.

Hier einige Bilder zum diesjährigem Schlemmerabend, welche sicher Lust darauf machen beim nächsten Mal selbst dabei zu sein.

Am 11.10.2017 findet der Schlemmerabend in Rahlstedt (20:00 – 22:00 Uhr) und am 08.11.2017 in Eidelstedt (20:00 – 23:00 Uhr) statt!

Ein weiterer toller Serien-Event ist Struves Music & the City (immer von 20:00 – 23:00 Uhr) am Hummerstand im Hanse Viertel (Große Bleichen / Poststraße 33, 20354 Hamburg). Dort legt jeweils einen DJ auf und es wird ausdrücklich zum Tanz geladen.

Bisher bekannte Termine: 05.10.2017, 02.11.2017, 07.12.2017, 14.12.2017, 04.01.2018, 01.02.2018, 01.03.2018, 29.03.2018, 05.04.2018 und der 03.05.2018.

Übrigens, am Hummerstand gibt es freies WLAN & die Location kann auch für die eigene Party angemietet werden – vielleicht auch mal eine chillige Option für den nächsten Geburtstag.

Einfach mal Online bei EDEKA Struve vorbeischauen – dort gibt es dann noch mehr Details.

Sale e Pane Berlin

Reservierung & Web

Das Restaurant Sale e Pane ist nicht allzu groß, hat jedoch einen Außenbereich der gerade bei gutem Wetter Freude macht und dieser Italiener im Herzen von Steglitz ist stets gut besucht. Deshalb raten wir hier bei einem Besuch vorab unbedingt – am besten telefonisch – zu reservieren.

Die Webseite des Sale e Pane ist responsiv und damit geeignet für Mobile Devices, allerdings ist der Inhalt recht spartanisch und kaum mehr als eine digitale Visitenkarte.

Ambiente

Schon beim Betreten des Restaurants wird der Gast am ausladenden Tresen Bereich sehr freundlich empfangen und man fühlt sich – auch wenn es der erste Besuch sein mag – von der ersten Minute an wohl.

Die Sitzgelegenheiten, Stühle und Bänke, sind aus Holz, die Wände teilweise verputzt, wie man es von italienischen Restaurants kennt. Der gesamte Gastraum ist hier und dort mit ansprechender Deko, beispielsweise frischen Früchten oder auch einer Auswahl “exotischer” Kürbis-Sorten, Ölen oder schmucken Aperitif-Flaschen dekoriert.

Die Gestaltung des zweigeteilten Gastraumes ist mit Liebe vorgenommen worden. Stilecht sind die Tische rot/weiß kariert eingedeckt.  Auf den Tischen finden sich hochwertige Stoff-Servietten, stets ein kleiner aber feiner Blumen-Schmuck, ein gutes Olivenöl nebst dem obligatorischen Balsamico sowie pro Gast ein Wasser- und ein Wein-Glas.

Bereits hieran merkt man das, dass Sale e Pane einen Anspruch erhebt ein traditionelles, authentisches jedoch in jedem Falle trotz allem modernes italienisches Ristorante zu sein.

Der Tresen beherbergt viele italienische, aber auch internationale Köstlichkeiten der Kategorie “enthält Alkohol” sowie das klassische Portfolio an Espresso Variationen.

Die Lichtsituation im vorderen Teil des Restaurants ist gut – im hinteren Teil könnte es deutlich heller sein, damit die kulinarischen Höhepunkte noch besser ins rechte Licht gesetzt werden.

Die Visitenkarte

Die Toiletten waren sauber und machten einen gepflegten Eindruck. Allerdings meinen wir das mit ein wenig mehr Deko & Duft auch hier noch ein Plus an Wohlgefühl Einzug halten könnte.

Service

Die Bedienung war freundlich, zuvorkommend und schnell – war mal ein Glas leer, wurde sofort reagiert. Unsere Wünsche wurden uns von den Lippen abgelesen. Kreative Vorschläge abseits der Speisekarte gehören in diesem Ristorante zum Programm.

Vorspeisen

Als kleinen Gruß der Küche erhalten alle Gäste vorab etwas Brot, Oliven und einen hauseigenen Brotaufstrich – die allseits bekannten Bruschetta werden nicht gereicht.

Mit etwas mehr Abwechslung, ausgewählten und schmackhaften Oliven die auch ohne zusätzliche Kräuter & Salz glänzen können wären wir jedoch noch glücklicher.

Besonders anzumerken ist das Brot im Sale e Pane – allein dies ist schon Grund genug für einen Besuch dort.

Unser Carpaccio war sehr frisch, das Fleisch hauchdünn, es hatte – wie es sein soll – Raumtemperatur, die Rauke war uns jedoch zu viel des Guten und dabei nur wenig nussig und ganz leicht bitter. Hier könnte ein gutes Bio-Produkt sicher noch den Feinschliff geben. Das Olivenöl war sehr lecker und der Parmesan ein Gedicht. Auch das Vitello Tonnato hat uns sehr gut geschmeckt.

Wir empfehlen als Vorspeise jedem Gast die Spezialität des Hauses zu probieren die Calamaretti. Neben der phantasievollen Deko des Tellers glänzt diese Vorspeise mit ihrer Frische und der Komposition verschiedener Texturen. Eine wahre Gaumenfreude und als Vorab-Gericht bei einem Italiener kaum zu toppen ohne die Lust auf die Hauptgerichte zu schmählern.

Hauptgericht

Die Pizzen im Sale e Pane sind sowohl handwerklich, optisch als auch geschmacklich ein absolutes Must-Taste im Bezirk. Wir hatten uns bisher für den Klassiker – die Pizza Margherita – mal einfach, mal mit Büffel-Mozzarella entschieden und wurden jedes Mal mit einem kulinarischen Highlight belohnt.

Als Pasta hatten wir bereits öfter Spaghetti Aglio Olio mit Gambas. Diese waren stets ordentlich abgeschmeckt und mit frischen Strauch-Tomaten und etwas scharfer Paprika fürs Auge ansprechend serviert.

Auch die Steaks sind im Sale e Pane stets eine gute Wahl. Der Chef versteht viel von gutem Fleisch und kauft daher auch solches ein. Beim Gargrad hatten wir bis dato nie einen Ausreißer und wie bei allen Beilagen glänzten Brokkoli, Spinat, Möhren und Kartoffeln stets mit perfekter Optik und Konsistenz.

Nachspeisen

Sollte noch Platz für Süßes sein empfehlen wir das hausgemachte Tiramisu – hier ganz ohne Ei & Alkohol und somit auch für Schwangere geeignet. Wer gerne ein Panna Cotta mag wird, vom Geschmack und ganz besonders von der Konsistenz dieses italienischen Dessert Highlights im Sale e Pane überrascht.

Fazit

Für das Sale e Pane können wir eine Empfehlung aussprechen. Wer Pizza, Pasta & mehr der italienischen Lebensart liebt sollte es unbedingt mal ausprobieren.

Die Preise sind bei der bis dato angebotenen Qualität & im Vergleich mehr als fair. Gut fanden wir auch das hier die Apfelsaftschorle von Hause aus mit leckerem, trüben Apfelsaft gereicht wird – dies findet man immer weniger.

Besonders erwähnen wollen wir auch die Herzlichkeit des Ganzen Teams, die erst dafür sorgt des dieses Ristorante “der Italiener um die Ecke” werden kann.

Von uns ein klares JA für einen Besuch im Sale e Pane in Berlin Steglitz!

Fruit Logistica 2017 Berlin

Auf die freundliche Einladung der Messe Berlin hin, hatte ich in diesem Jahr erstmalig Gelegenheit mich der Fruit Logistica zu widmen. Eine Messe ganz nach meinem Geschmack – im Gegenteil zu manch anderer Food-Messe nicht zu überlaufen und zudem allerhand optische und kulinarische Höhepunkte.

In diesem Jahr waren wieder weit über 70.000 Besucher vor Ort, die sich gefühlt jedoch gut über die drei Tage verteilten – der Großteil der Besucher kam aus dem Ausland und so konnte man sein Englisch, sein Französisch, sein Spanisch aber auch viele andere Sprachen dort auf den Prüfstand stellen.

Es waren tausende von Aussteller, darunter nahezu alle südeuropäischen Länder, alle lateinamerikanischen sowie asiatischen Anbieter durchweg mit fantastisch gestalteten Ständen vertreten – ich gehe davon aus das jeder Kontinent dabei war. Für die Messe Berlin sicher eine der interessanteren Veranstaltungen, in jedem Falle aber auch eine gewaltige Herausforderung – die aus meiner Sicht bravourös bestanden wurde.

Zur Einstimmung hatte die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) unter anderem den Presse-Besuchern zwei Charts zur Verfügung gestellt (Quelle: AMI-Analyse auf Basis des GfK Haushaltspanels), die das deutsche Verhältnis an Einkaufsmengen für Frischobst und Gemüse wiedergeben. Hieraus geht hervor das Äpfel & Bananen an der “Fruchtfront“ noch immer die unangefochtenen Spitzenreiter sind.

Beim Gemüse lesen sich die ersten sechs (Tomaten, Möhren, Zwiebeln, Salatgurken, Paprika & Eisbergsalat) wie die Zutaten-Liste eines guten Salates – und daraus wird dieses Ranking letztendlich wohl auch hervorgehen. Interessant wäre welchen Platz hier Schafskäse & Thunfisch eingenommen hätten, wobei diese beiden Kandidaten ja nicht unbedingt dem Gemüse hinzugezählt werden dürfen…

Bei einem derart umfangreichen Angebot an die Fachbesucher wie in diesem Jahr, war es für den einen oder anderen unumgänglich Prioritäten zu setzten. Neben vielen interessanten Konferenzen & Workshops blieb oft nicht die Zeit sich jeder der einzigartigen Hallen des Messegeländes ausreichend zu widmen.

So konnte auch ich innerhalb der drei Tage leider nicht wirklich alles sehen, erfahren und probieren was es auf der Fruit Logistica so gab. Daher habe ich mich auf die unterschiedlichen Sorten von Blutorangen – hier hatte ich letztlich erst ein CheckIt released (die Sorten habe ich dem Blutorangen CheckIt  hinzugefügt) –  einige Obst-Neuheiten sowie die liebevolle Ausgestaltung vieler Stände fokussiert.

Die vielen Bilder im Anschluss an diesen Beitrag sollen Euch das Gefühl vermitteln, welches in Gegenwart derart vieler Frische-Produkte zweifelsohne auch Euch erfasst hätte.

Die Fruit Logistica ist auch im nächsten Jahr ein MUSS für jeden der auf Früchtchen steht.

 

The Cracking Monkey – ein MUSS für Nussliebhaber

Die Pili-Nuss – was für eine Nuss & dabei auch noch vegan. Neben der absolut tollen Art der Darbietung und Verpackung in schicken Baumwollbeuteln – bedruckt auf Sojabasis -, besticht die Cracking Monkey, mit Ursprung auf den Philippinen, ganz besonders durch die haptische Erfahrung & den ökologischen Gedanken.

Die Nuss kann mit einem Edelstahlhebel, der aus recyceltem Besteck gefertigt ist, an den vorab bereits eingekerbten Flanken kinderleicht geöffnet werden. Sie ist angenehm weich im Biss und weist ein mildes Aroma auf. Zudem enthält sie eine “gute Portion“ Vitamin E, A und C sowie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Von Ballaststoffen, Aminosäuren, Proteinen mal ganz abgesehen – ein sehr gesundes “Nüsschen“.

Die Nuss eignet sich auch zur Gewinnung einer Nuss-Milch – gerade für die Veganer unter Euch interessant – und kann auch in Brotaufstrich Verwendung finden.

Vertrieben wird dieses ökologische und innovative Erzeugnis von der Frischebox GmbH in Rheinstetten und war sicher nicht umsonst ein heißer Kandidat auf den Fruit Logistica Innovation Award 2017. Die Nuss ist laut Hersteller vollkommen frei von Schadstoffen oder Chemikalien. Um dies zu untermauern, kann man auf der Cracking Monkey Produkt-Webseite sogar einen Bericht des niederländischen Prüf-Labors NofaLab einsehen. Zudem wird vom Vertriebler, der Frischebox GmbH, versichert das im Zusammenhang mit dem Produkt keine Genmanipulationen stattfanden.

Kaufen kann man die Nüsse angefangen von 300g bis hin zum 5kg Beutel, wobei sich letztere Größe besonders gut als Gimmick für schicke Partys und andere In-Events anbietet. Gesund, ökologisch & Hype, was will man mehr.

Die Cracking Monkey Nüsse waren auf der Fruit Logistica 2017 definitiv einer der beliebtesten Hingucker. Auch uns hat die Nuss sehr gut geschmeckt, vor allem aber hat uns die nachhaltige Idee zur Wiederverwertung alten Bestecks fasziniert.

Wir hoffen das dieser Ansatz Schule macht.

Mehr zur Nuss unter http://www.thecrackingmonkey.de.

Snow White Pear – eine “Birne“ die mehr bietet

Wer Birnen liebt, wird mit Sicherheit ein Fan der Snow White Pear vom chinesischen Produzenten Qingdao O’natur werden.

Auf Grund ihrer Größe (200 – 500g/Stück) bietet diese wunderbare Frucht das nötige “Mehr“ an Genuss. Sie eignet sich gut als Vitamin-Lieferant auf Events, denn diese Birne läuft geschält nicht so schnell braun an wie ihre europäischen Verwandten.

Anders als viele ähnliche “Birnengewächse“ hat sie auch keinen mehligen Touch und schmeckt durchweg erfrischend ohne dabei zu süß zu sein. Diese Frucht lässt sich hervorragend verarbeiten und weist ein ganz eigenes und feines Aroma auf.

Besonders gekühlt und ggf. in Form kleiner ausgestochener Kugeln gibt dieses Obst eine tolle und ungewohnte Ergänzung für jeden Fruchtsalat ab. Durch die Größe eignet sich diese Frucht aber auch hervorragend für die ersten Fruit Carving Versuche. Die Konsistenz des Fruchtfleisches ist fest, jedoch gerade so, dass man mit dem Messer wunderbare Muster kreieren kann. So lassen sich mit ihr leicht echte Hinkucker produzieren.

Neben den vielen Vitaminen hat die Snow White Pear auch einen nennenswerten Anteil an Antioxidantien zu bieten. Somit kann die Frucht guten Gewissens als gesundheitsfördernd bezeichnet und ohne Reue auch in größeren Mengen verzehrt werden. Aber Vorsicht, ganz günstig sind die Snow White Pears nicht und auch nicht das gesamte Jahr über zu haben.

Die Frucht hat Ihr zu Hause in Qingdao (China) und wird periodisch zwischen September und April angeboten. Sie ist laut Hersteller (Qingdao O’natur  ist im Besitz eines US Amerikanischen Konsortiums – der Activa Group) mit dem GLOBAL G.A.P., Organic Product Certificate ausgezeichnet worden und kann in Karton angefangen von 5 bis zu 18kg geordert werden.

Eine Quelle in Deutschland gibt es aktuell noch nicht, man kann die Frucht aber direkt über die Webseite des Produzenten bestellen. Ab September 2017 soll die Snow White Pear aber auch im freien Handel erhältlich sein – schauen wir mal.

Von uns in jedem Falle bereits jetzt schon die klare Empfehlung diese Frucht einmal zu probieren.

Viel Spaß dabei!

HLB: Papaya at its best – Bio aus Amerika

Auf der Fruit Logistica gab es allerhand Anbieter von Papaya und jede Sorte hatte ihre Vorzüge. Ich hatte die Chance Papayas aus jedem Winkel der Welt zu probieren. Sehr leckere Papayas kamen beispielsweise aus Brasilien, die waren recht groß, schön anzusehen, nicht zu fest und dabei zuckersüß.

Aber im Vergleich mit der Organic Formosa von HLB aus Mexico (und mittlerweile auch aus Brasilien) hatte aus Sicht meines Gaumens keine andere Papaya auf der Fruit Logistica eine echte Chance. Diese Bio Papaya war zwar nicht so groß wie andere, aber Ihr hervorragender dezenter Geschmack und ihre einmalige Konsistenz hoben sie ab und machen sie einzigartig.

Lorenz Hartmann de Barros (Director of Sales von HLB Specialties aus Amerika (mit Sitz in Florida) und Susanne Raiß (General Managerin der HLB Tropical Food GmbH Deutschland) waren nicht nur super freundliche Gegenüber, sondern auch echte Profis, die gerne Ihr fundiertes Wissen mit mir geteilt haben.

Beide haben sich jede Menge Zeit genommen mir die Beweggründe von HLB und den Spirit dieses speziellen Produkts, aber auch der vielen anderen Spezialitäten von HLB zu vermitteln. Vielen Dank für die detaillierten Einblicke in die Firmen-Philosophie und das Produkt Portfolio.

Neben Papaya offeriert HLB eben auch allerhand andere hervorragende Früchte. Als da wären beispielsweise Rambutan, süße große Mangos, erstklassige Limetten und einiges mehr. HLB hat inzwischen bereits eine mehr als dreißig jährige Erfahrung im Vertrieb von Früchten – sollte es also mal Lieferengpässe, beispielsweise mit Papayas geben, hat HLB genug Produzenten hochwertiger Früchte in Petto um auch kurzfristig reagieren zu können.

Man merkt an der erlesenen Qualität der Produkte sofort mit welcher Sorgfalt, Liebe und Professionalität hier herangegangen und entwickelt wird.

Die herkömmliche Papaya die durch HLB vertrieben wird bekommt man bereits bei Globus & Edeka – die Bio Papaya sind noch sehr neu, daher kann es ggf. noch etwas dauern bis es diese dort auch zu kaufen gibt. Wenn es aber soweit ist oder Ihr die Organic Formosa von HLB irgendwo seht – kauft und probiert sie, ihr werdet es nicht bereuen!

Mollydooker – der Anfang

Bis ins Jahr 2005 hatte ich im Grunde nur sehr wenig Berührungspunkte mit Wein und wenn dann nahezu ausschließlich mit den “Roten”.  Die ersten Flaschen, sprich die, die mich für den Geschmack australischen Weines einnahmen, waren zwei Flaschen Pertaringa (Shiraz) aus dem Jahre 2000.

Die erste der beiden Flaschen habe ich in meinem „jugendlichen Leichtsinn“ 2004 mit auf eine Party genommen – im Nachhinein betrachtet sicher ein Fehler, auch wenn der Wein dort gut ankam.

Die zweite, und leider letzte Flasche habe ich dann mit deutlich mehr Ehrfurcht erst 2011 geöffnet. Vorab hatte ich noch das Weingut in Australien kontaktiert um zu klären ob ich den Wein den „jetzt schon“ öffne solle – nun ja, die Australier lieben ihren Wein ja „frisch“ und ließen mich wissen, das noch länger zu warten eine Schande wäre.

Als die Flasche geöffnet war, merkte ich dann schnell wie wenig in einer Flasche doch sein kann. Wir genossen ihn in kleiner Runde zu einem hervorragenden Steak – der Wein war inzwischen bernsteinfarben und aus meiner Sicht von unvergleichlicher Qualität aber eben zu wenig.

Jetzt aber nochmal ein paar Jahre zurückgeschaut – nachdem mir bewusst wurde, was ich 2004 für einen leckeren Wein „verschwendet“ hatte, nahm ich mir vor zukünftig etwas genauer hinzuschauen.

So kam es, dass ich im Jahre 2007 im Rahmen eines Restaurantbesuchs in Leverkusen meinen ersten Mollydooker kennenlernte. Wer hätte das Gedacht, Leverkusen trägt ja an sich nicht gerade das Prädikat der kulinarischen Verheißung…aber es war trotz allem ein schöner Abend im Restaurant “Zum Löwen”. Zum Abschluss kam ich in den Genuss einer noch verschlossenen Flasche Boxer 2005 die mir der Sommelier mit auf den Weg gab – in diesem Moment wurde der Grundstein für eine bis heute andauernde Liaison gelegt.

Der Boxer war zu dieser Zeit noch ein “Rising Star” und eben aus diesem Grunde eher schwer zu bekommen. Da ich gerne den 2005er Jahrgang haben wollte kontaktierte ich natürlich gleich das Weingut Mollydooker in Australien (sehr hübsche Webseite: https://www.mollydookerwines.com.au/) – leider war er dort aber bereits vergriffen und in Deutschland nirgends vorrätig. In meiner “Not” wandte ich mich dann an den weinlakai.de (Tobias Treppenhauer) und siehe da, er konnte mir den Kontakt zu einem dänischen Händler (Tom L. Pedersen von atomwine.dk) herstellen. Tom überließ mir wunderbarerweise einige Flaschen aus seinem Bestand und so begann meine bis dato andauernde “Weinreise” in die Welten des – vor allem australischen – Shiraz.

Diese ersten Flaschen haben von 2008 bis 2013 gehalten, trotz Wertsteigerung habe ich natürlich keine einzige davon verkauft und nur in Momenten großer Zuneigung einigen lieben Freunden die eine oder andere angedeihen lassen.

Seitdem habe ich viele verschiedene Mollydooker Weine und Jahrgänge genießen dürfen – wobei sich natürlich Vorlieben für bestimmte Weine und auch Jahrgänge ergeben haben.

Aktuell beziehe ich meine Mollydooker Weine bei Niklas von Aixvinum in Aachen – ein wunderbarer Mensch mit dem ich die Liebe zu diesen edlen Tropfen uneingeschränkt teilen kann.

Eine Eigenheit von Mollydooker Weinen hat sich für mich über die Jahre als besonders vorteilhaft herausgestellt – die Weine sind sozusagen Allergiker tauglich. Wer ab und an in Gesellschaft mal den einen oder anderen Rotwein genossen hat kennt das Problem der “spontanen Rotbackigkeit” sicher auch. Besonders das weibliche Geschlecht reagiert oft in unterschiedlicher Form auf rote Weine und trinkt diese daher eher weniger oder mit Vorbehalten.

Für allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten (Kopfschmerzen, Rotwerden, Übelkeit, etc.)  ist meist der Schwefel verantwortlich, der bei der Abfüllung zugesetzt wird, um den Wein vorm oxidieren zu bewahren.

Bis zu 25% des Schwefels sind dann im Resultat als schwefelige Säure (oder als Sulfid) im Wein selbst enthalten und führen zu den genannten Unverträglichkeiten.

Nun, Mollydooker hat sich sehr früh schon dazu entschieden seine Weine beim Abfüllen unter Zuhilfenahme von Stickstoff (Nitrogen) zu verschließen, daher findet sich deutlich weniger Schwefel in diesen Weinen, als bei anderen Produzenten.

Mollydooker Weine werden mit Schraubverschlüssen verschlossen – ich weiß echte Weinkenner schwören auf Korken – jedoch ist ein so guter Schraubverschluss wie bei Mollydooker allemal besser als die gebräuchlichen Allerwelts-Korken. Da ziehe ich den Schraubverschluss minderwertigen Korken vor – zumal ich zusätzlich den Vorteil habe, die Flaschen so auch stehend lagern zu können und diese über die Jahre nicht Um-Korken muss.

Eine weitere Besonderheit, die Weinkennern den Schweiß auf die Stirn treibt ist der Mollydooker Shake. Der Mollydooker Shake basiert darauf, aus der just geöffneten Flasche ein Glas abzugießen (wichtig noch nicht trinken) – so das der Füllstand noch bis zur Schulter der Flasche reicht, diese dann zu verschrauben und dann – wie ein Barkeeper einen Cocktail – leicht zu shaken. In der Flasche entsteht daraufhin Schaum aus dem durchs shaken freigesetzten Stickstoff.

Nach dem erneuten Öffnen verflüchtigt sich dann der frei gewordene Stickstoff und der Schaum verschwindet – dies wiederholt man einige Male bis sich nahezu kein Schaum mehr bildet und füllt den Inhalt der Flasche dann beispielsweise in einen Dekanter seiner Wahl.

Nun sollte man in ein zweites Glas das Ergebnis einschenken und dann einmal beide Varianten miteinander vergleichen – ich wette mal jeder mit einer Zunge für Wein wird annehmen es handele sich um unterschiedliche Weine.

Der Effekt ist wirklich einmalig – die Aromen und einzigartigen Geschmackstoffe wurden in der ge-shakten Variante förmlich befreit – und dies schmeckt man deutlich. Eine Video-Anleitung hierzu findet Ihr unter https://youtu.be/QCGFz3nnakE auf YouTube.

Aber Achtung, hierfür eignen sich natürlich nur Mollydooker Weine ohne Kohlensäure!

Bei Jahrgängen die älter als vier bis fünf Jahre sind und die unter Umständen bereits einiges an Depot aufweisen, muss man anders verfahren. Entweder man wartet im Anschluss an den Shake ausreichend lange oder man dekantiert den Wein in ein Behältnis, welches man auch zum Shaken verwenden kann bevor es letztendlich in den Dekanter geht.

Wichtig: Ein reines Dekantieren – mag der Dekanter noch so „toll“ sein – wird nie ausreichen die Gesamtheit des Geschmacks eines Mollydooker Weines zu erwecken!

Meine aktuellen Mollydooker Favoriten sind der Beliebtheit nach:

  • Boxer (Shiraz) [2005, 2006, 2008, 2015, 2013, 2016, 2012 & 2017]
  • Carnival of Love (Shiraz) [2010, 2012 & 2013]
  • Velvet Glove (Shiraz) [2010, 2011 & 2016]
  • Enchanted Path (Shiraz Cabernet) [2005, 2006 & 2010]
  • Blue Eyed Boy (Shiraz) [2005, 2006, 2009, 2010, 2014 & 2016]
  • Two Left Feet (Shiraz Cabernet) [2006, 2010]

Hierbei spielen die jeweiligen Jahrgänge natürlich eine Rolle – aber grundsätzlich kann man – so denke ich – bei Mollydooker Weinen kaum etwas falsch machen. Einige der Weine sind zudem so gefertigt, das diese für den veganen Genuss taugen.

Im Zusammenhang mit Mollydooker Weinen fallen oft Begriffe wie left handed oder left footy – In australischen Slang spricht man somit von einer Person die Linkshänder ist – einem Molly-Dooker. Zudem kann es natürlich durchaus sein das man nach etwas zu viel Wein auch  left “footy” ist – siehe das Cover vom Two Left Feet.

Das hier beim Keltern jemand am Werke gewesen sein soll der zwei linke Hände hatte, drängt sich bei der Qualität der Tropfen aber keinesfalls auf.

Soweit an dieser Stelle wie ich zum Wein gefunden habe und warum Mollydooker zu meinen Lieblings-Weingut wurde.

Ich werde Euch bei Gelegenheit meine Erfahrungen vom Besuch des Weingutes 2018 in Australien in einem gesonderten Beitrag niederschreiben.

Bis dahin, viel Spaß – vielleicht ja bei einem Glas Mollydooker.