Schlagwort-Archive: Stories

Geruch, Geschmack & Texturen

Voraussetzung für das Erleben eines kulinarischen Feuerwerks – sowie die Wanderratte Rémy es im legendären Animationsfilm Ratatouille verstand es seinen Bruder Emile erleben zu lassen – sind Geschmacks- und Geruchssinn.

Von den klassischen Sinnen wie Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Tasten bleibt für mich das Riechen – die olfaktorische Wahrnehmung – der mit Abstand bedeutendste und stärkste unserer Sinne. Geruch, Geschmack & Texturen weiterlesen

Limoncello selbstgemacht

Wenn Euch das Rezept zum Pizzateig gefallen hat, habt Ihr vielleicht auch die Muße für ein längeres Projekt – der Einsatz lohnt sich. Passend zum italienischen Essen, braucht es natürlich auch zum Abschluss etwas „Sonne Siziliens“ – was passt da besser als ein echter Limoncello?

Hier ein Rezept dafür – natürlich geht mit dieser Basis noch viel mehr…viel Spaß dabei!

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Tampopo – oder wie ich meine Liebe zur Nudelsuppe entdeckte

Hallo liebe Leser,

Habt ihr jemals den Film “ Tampopo“ gesehen – bei mir war das der Moment indem ich meine Liebe zur Nudelsuppe entdeckte”. Heute möchte ich Euch erzählen wie es bei mir damit angefangen hat, das ich mich speziell für Nudelsuppen und Straßen-Küchen interessiere und warum ich es liebe meine Erfahrungen mit Euch zu teilen. Tampopo – oder wie ich meine Liebe zur Nudelsuppe entdeckte weiterlesen

In Vino Veritas

In vino veritas – zu Deutsch “Im Wein liegt die Wahrheit“ – es gibt natürlich viele Weine und somit wohl auch viele Wahrheiten, insbesondere neben der eigenen – die Zunge, sprich Dein Gaumen vermögen Dir allerdings nur diese eine – Deine ganz persönliche Wahrheit abzubilden.

Diese, also meine ganz persönliche Wahrheit ist, dass ich natürlich stets alles probiere – aber um ehrlich zu sein, muss ich auch zugeben, dass insbesondere rote Weine einer ganz speziellen Traubensorte mit viel Tanninen es mir besonders angetan hat – ich liebe Shiraz. Für mich passt nichts besser zu einem guten gegrillten Steak oder zu einer Mousse au Chocolat als ein reiner, ehrlicher und kräftiger Shiraz.

Ich weiß natürlich, dass die Meinungen bei wenigen Dingen so weit auseinander gehen können wie bei den kulinarischen. Hier gibt es neben persönlichen Vorlieben, gemachten Erfahrungen und besonderen Stimmungen natürlich auch greifbare Gründe dafür warum etwas dem einen schmeckt und dem anderen nicht.

Im Beitrag Geruch, Geschmack & Texturen hatten wir ja bereits darüber berichtet, das auch die Gene dafür verantwortlich sein können, das Menschen bei den selben Speisen vollkommen Unterschiedliches schmecken. Beim Wein – besonders beim Roten – kommt noch hinzu, dass manche Menschen diesen zwar sehr lecker finden – ihn aber nicht zu vertragen scheinen.

Die Effekte hierbei reichen von roten Wangen über aufsteigende Hitze bis hin zu Unwohlsein oder auch Kopfschmerzen. Als eine Ursache hierfür wurde der Einsatz von Sulfit – respektive Schwefeldioxid als freier Schwefel – im Wein ausgemacht – insbesondere das weibliche Geschlecht tat sich daher lange schwer mit starken roten Weinen.

Geschwefelt werden Weine bereits seit Jahrhunderten, und dies nicht nur um antioxydative und antimikrobielle Wirkungen zu nutzen. Schwefeln fängt vielerorts schon bei den Trauben an. Hier wollen die Winzer vermeiden das die frisch gesammelten Trauben gären und somit an Kraft und Aroma einbüßen, bevor es mit der eigentlichen Verarbeitung überhaupt erst losgeht.

Um ein Nachgären zu verhindern oder Gärprozesse abzubrechen nutzen einige Winzer Sulfite auch in der Verarbeitungsstrecke bis hin ins Fass. Sobald die Gärung unterbunden wird wandeln die Hefen den verbliebenen Zucker nicht weiter um, und die Weine behalten ihre Süße.

Zu guter Letzt werden Weine mittels Schwefeldioxids verschlossen um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten – dieser final in die Flaschen eingebrachte Anteil liegt dann in zweistelligem Prozentanteil im Wein vor. Das Gute daran ist, das man nun weiß was den Genuss getrübt hat und das daher immer mehr Weine auf den Markt kommen, die kein oder so gut wie kein Sulfid mehr aufweisen.

Das australische Weingut Mollydooker ist hier als Pionier zu nennen – dort werden alle Weine seit Anbeginn, unter Verwendung von Stickstoff verschlossen. Daher gelten exzellente Shiraz Weine wie der Boxer, der Blue Eyed Boy oder der Carnival of Love (laut Wine Spectator mit dem 2012 Jahrgang in 2014 der zweitbeste Wein weltweit) schon lange als Allergiker tauglich.

Wir hatten das Glück diese Weine bereits mehrfach mit Freunden und Bekannten genießen zu dürfen, die normalerweise wegen der vorab beschriebenen Effekte lange Zeit von diesem Genuss abgesehen haben. Dabei traten bei keinem Einzigen von Ihnen die benannten Probleme auf.

Auch bei uns in Europa produzieren einige Winzer Ihre edlen Tropfen mittlerweile mit Bedacht. Beispielsweise bei der Cantina LaSelva in Italien – hier keltern die Profis seit 20 Jahren unter der Leitung der Winzer Roland Krebser und Giulio Serafinelli – letzterer tritt dieses Jahr nun in Krebsers Fußstapfen – an einem eigenen Sortiment moderner schwefelarmer BIO-Weine. Diese Weine haben ausbaubedingt einen sehr geringen Schwefelanteil, sind vegan und überwiegend aus lokalen Traubensorten wie der Sangiovese-, der Ciliegiolo-Traube oder auch der wiederentdeckten Rebsorte Pugnitello gewonnen.

Es ist also Bewegung im Markt und weltweit gibt es viele junge und aufstrebende Weingüter die mit erstklassigen neuen Weinen aufwarten. Wir werden Euch auf foodadvisor in der kommenden Zeit einige dieser Weine vorstellen und es werden sicher nicht nur die roten sein.

Natürlich haben wir auch hier – wie bei den meisten foodadvisor Rubriken – ein recht umfangreiches BackLog an Kandidaten für Beiträge zu dieser Rubrik die wir finalisieren und live stellen – sobald es die Zeit erlaubt.

Solltet Ihr Vorschläge zu Weinen haben die wir vorstellen könnten, schreibt uns eine E-Mail – wir sind immer offen für Empfehlungen.

Vielen Dank und Euch nun viel Spaß beim Schmökern & natürlich auch beim Trinken!

Mollydooker – der Anfang

Bis ins Jahr 2005 hatte ich im Grunde nur sehr wenig Berührungspunkte mit Wein und wenn dann – wie eingangs bei In Vino Veritas geschildert – nahezu ausschließlich mit den “Roten”.  Die ersten Flaschen, sprich die, die mich für den Geschmack australischen Weines einnahmen, waren zwei Flaschen Pertaringa (Shiraz) aus dem Jahre 2000. Mollydooker – der Anfang weiterlesen